Stehe zwischen Großeltern oder Ehemann

Hallo ihr lieben, ich bin neu hier und dachte ich schreib mein "Problem" mal nieder, in der Hoffnung, dass jemand einen Rat für mich hat.

Ich versuche mich kurz zu fassen, jedoch ist das leider nicht meine Stärke. Sorry also falls es etwas länger wird.

Von Anfang an. Mein Mann und ich sind mittlerweile seit knapp 7 Jahren ein paar. Wir haben zwei Kinder, der große ist 2 Jahre und der kleine 5 Monate alt.

Kurz nachdem wir 2016 ein paar wurden, zog mein Partner mit bei meinen Eltern ein. Von dort aus wollten wir uns dann eine gemeinsam Wohnung suchen. Das Verhältnis zu meinen Eltern, vorallem zu meinem Papa war teils schwierig, jedoch hatte ich im allgemeinen eine schöne und wohl behütete Kindheit. Meine Mama war wie meine beste Freundin. Das Verhältnis zwischen meinem Mann und meinen Eltern war zu Beginn freundschaftlich und harmonisch.

Irgendwann fing es an zwischen meinem Mann und meinen Eltern zu kriseln. Das Verhältnis zwischen mir und meinen Eltern wurde dadurch stark belastet. Als er sich dann entschieden hatte auszuziehen, da er nicht wollte dass die Beziehung zu meinen Eltern wegen ihm leidet, ist für mich eine kleine Welt zusammen gebrochen. Da er bei einem Kumpel untergekommen war, musste er sich nach einer Wohnung suchen und wir beschlossen, gemeinsam auf die suche zu gehen. Meine Eltern haben mir meinen Auszug sehr persönlich genommen, da sie den Anschein hatten dass ich mich gegen sie und für meinen Partner entscheide. Er habe mich ihnen weggenommen. Diese Ansicht teile ich nicht ganz. Ich persönlich denke, dass der Auszug des Kindes "normal" und ab einem gewissen Alter absehbar ist.

Nach der räumlichen Trennung von meinen Eltern brach der Kontakt komplett ab, da jeder darauf wartete, dass die andere Seite einknickt und auf einen zukommt. Als ich dann mit unserem großen Sohn schwanger wurde fasste ich meinen Mut zusammen und habe nach Jahren der kompletten Funkstille wieder den Kontakt gesucht, da ich ihnen ein normales Verhältnis zu ihrem Enkelkind ermöglichen wollte. Mein Mann war damit einverstanden und für einen Neustart bereit. Während der Schwangerschaft wurde ich teils stark von meinen Eltern kritisiert, auch was die Namenswahl anging. Teilweise bin ich, wenn ich bei meinen Eltern zu Besuch war, weinend heimgekommen, da ich durch die ganzen hormone eh sehr nah am Wasser gebaut war. Mein Mann tröstete mich jedes Mal. Irgendwann standen wir dann wieder kurz davor den Kontakt zu verlieren, da mein Mann meinen Eltern das ganze sehr übel nahm. Wir hatten dann versucht, zwei monate nach der Geburt unseres Sohnes ein klärendes Gespräch zu führen. Meine Eltern, mein Mann und ich. Als wir am Tisch saßen haben meine Eltern den Wunsch geäußert, einen Schlussstrich unter die ganze Sache zu ziehen und neu anzufangen, da jeder seine Meinung hat und keiner seinen Standpunkt komplett aufgeben wird. Ich war damit einverstanden, da ich mich selbst nicht mehr zu 100% daran erinnern konnte was alles passiert ist. Es war also für jeden in Ordnung, außer für meinen Mann. Wir hatten dann vereinbart, dass wir uns zu fünft ein mal im Monat treffen, bis das Verhältnis wieder stabil ist und ich auch mal wider alleine, bzw mit meinem sohn zu Besuch gehen kann. Meine Eltern waren sehr an den treffen interessiert. Bei meinem Mann sah das jedoch ganz anders aus. Als zwei Monate ins Land gestrichen waren, meinte ich zu ihm, dass wir uns so langsam mal treffen sollten, da es so ausgemacht war und ich es nicht in Ordnung finde dass er sich nicht daran hält. War ihm egal. Also bin ich einfach alleine mit unserem Sohn zu meinen Eltern gegangen. Aus dem einen mal wurde dann ein "Oma/Opa-Tag". War dann alle zwei wochen Donnerstags bei Ihnen zu Besuch. Die Donnerstage, an denen ich nicht bei meinen Eltern war, war ich bei seinen Eltern, damit auch die ihren Enkel regelmäßig sehen können.

Für mich waren diese Tage entspannend, da ich mich tagsüber auch mal zurücklehnen konnte und den kleinen nicht selbst bespaßen musste. Außerdem hat mein Mann zu diesem Zeitpunkt eine Fortbildung gemacht, weshalb er 2 Tage unter der Woche gar nicht zu Hause war. Mein Mann glaubt mir jedoch nicht, dass diese Tage entspannend für mich waren.
Als ich dann mit unserem zweiten Kind schwanger wurde freuten sich meine Eltern riesig. Sie waren bereits tolle Großeltern für unseren Großen und gingen in ihrer Rolle als Oma und Opa total auf. In dem Zeitraum kurz vor der Geburt unseres kleinen Kindes bis 4 Wochen nach der Geburt hatte ich eine Pause mit den besuchen bei Oma und Opa eingelegt gehabt. Leider kam es in dieser Zeit zu einer großen Diskussion zwischen meinem Mann und mir.

Er würde mit meiner Familie nicht mehr klarkommen und habe die Zeit in der unser großer Sohn auf der Welt war durchgehend unter dem Kontakt gelitten. Er hat sie in dem Zeitraum selbst ca 3 mal persönlich gesehen. Außerdem könne er nicht drüber wegsehen was in der Vergangenheit alles vorgefallen war. Er forderte, dass ich ihm entgegen kommen solle und ein Jahr den Kontakt zu meinen Eltern auf Eis lege, damit wir uns als Familie wieder finden, die Beziehung festigen und wir wieder richtig glücklich werden. Kam für mich so gar nicht in Frage, da ich meinen Kindern die Großeltern nicht vorenthalten möchte. Ich habe sonst das Gefühl, ihnen ein Stück Kindheit zu "klauen", da ich es selbst immer toll fand bei meinen Großeltern sein zu dürfen. Daraufhin stellte er mich vor die Wahl zwischen ihm und meiner Familie. Ich war kurz davor ausziehen, da ich folgenden Gedanke hatte: einen neuen Partner zu finden, der meine Kinder wie seine eigenen liebt ist sicher möglich, Großeltern gibt es jedoch nur ein mal. Außerdem mögen meine Eltern meinen Mann auch nicht sonderlich, jedoch akzeptieren sie ihn.
Als ich jedoch mit Engelszungen auf ihn eingeredet hatte war er bereit mich wieder zu meinen Eltern gehen zu lassen, jedoch fordert er, dass es stark eingeschränkt wird und nicht mehr alle zwei Wochen ist. Besser als gar nicht sehen. Bis wir uns darauf "einigen" konnten gingen auch zwei monate rum, weshalb meine eltern tagsüber zwei mal unangemeldet bei mir vor der Tür standen. Für meinen Mann war das ein riesen Drama, da sie anscheinend unsere Privatsphäre nicht akzeptieren würden. Ich hingegen versteh es total, da sie eben ihre Enkel vermissen und sich Sorgen machen. Neulich "durfte" ich das erste mal seit Ende Dezember wieder zu Besuch zu meinen Eltern. Ich habe gemerkt wie unfassbar mir das gefehlt hat und wie sehr sich unser großer gefreut hat.

Ich stehe zwischen zwei Stühlen. Mein Mann ist total von seiner Meinung überzeugt und lässt auch nicht wirklich mit sich reden. Wenn wir Freunde nach einer Meinung fragen und die nicht das sagen was er hören möchte haben sie in seinen augen gleich keine ahnung.
Meine Eltern bauen bei sich weiter aus und wollen dass wir zu ihnen ziehen, da sie das Verhältnis zwischen meinem Mann und mir als sehr toxisch empfinden.
Außerdem leide ich sehr darunter, dass ich zwar Hilfe angeboten bekomm, ich sie jedoch nicht annehmen darf. Neulich waren wir alle krank. Meine Eltern hatten angeboten die Kinder zu nehmen, (durften jedoch noch nie alleine hin, wenn dann nur eine Stunde in "Notfällen" wenn ich einen spontanen Termin hatte) damit wir uns auch ausruhen und erholen können. Außerdem waren sie eh auch erkältet, weshalb sie nicht hätten angesteckt werden können. Mein Mann war jedoch strikt dagegen. Er kann sich auf der Arbeit krankmelden und sich zu Hause erholen, ich hingegen muss trotzdem die Kinder versorgen. Er stellt seine Sturheit über meine Gesundheit. Unabhängig vom krank sein wäre ich auch so mal froh die Kinder abgenommen zu bekommen, auch wenn es nur für eine stunde wäre. So hätten wir vielleicht auch mal wieder Paarzeit. Es frustet mich extrem wenn ich seh, dass Freundinnen diese Möglichkeit haben, ich sie auch habe, jedoch nicht nutzen darf. Mein Mann wundert sich dann noch weshalb ich oft genervt bin, könnte dann immer durchdrehen. Würde ich auch eine Pause haben wäre ich sicher ausgeglichener. Klar hilft er mir immer wenn er zu Hause ist aber es würde uns sicher auch gut tun mal zeit zu zweit zu haben. Auf meinen Schultern trage ich eine enorme last durch die ganze Situation und ich habe das Gefühl so langsam unter ihr zusammen zu brechen. Leider hab ich jedoch keine Lösung dafür. Ich liebe meine Eltern, liebe jedoch auch meinen Mann... mein Mann sagt immer dass man manchmal den schweren weg gehen muss. Leider vergisst er dass er in dem Fall "nur" sagt "geh den schweren weg" und ich ihn letztendlich gehen muss, da ich mit den Kindern zu Hause bin. Er möchte aber lieber dass ich mir fast einen abbrech, bevor er die Hilfe von seinem Feind in Anspruch nimmt, so wie er es bezeichnet. Im Herbst möchte mein Mann seine nächste Weiterbildung machen. Da bin ich dann mit zwei Kindern alleine und wär noch dankbarer um Hilfe als mit "nur" einem kind...

Die Kinder werden ja auch größer. Wenn sie in den Kindergarten gehen und mitbekommen dass Freunde zu Oma und Opa gehen werden sie das auch wollen. Ich bin jedoch die blöde die dann nein sagen muss wegen meinem mann, obwohl ich ja will dass sie zu Oma und Opa gehen....

Er kann nicht verstehen dass ich meinen Weg gefunden habe damit umzugehen. Mich heilt es zu sehen, wie meine Eltern mit unseren Kindern umgehen. Was zwischen mir und meinen Eltern ist bzw war Stelle ich in den Hintergrund, da es mir wichtiger ist dass meine Kinder Oma und Opa haben die einen liebevollen Umgang mit ihnen pflegen.

Jetzt zu meiner Frage. Was haltet ihr im allgemeinen von der Situation? Sind Großeltern wichtig für Kinder? Wie kann ich am besten mit dem ganzen umgehen?

Ganz liebe Grüße und danke für eure Zeit euch das alles durchzulesen ♡

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Dein Mann darf auf Kontakt zu deinen Eltern verzichten, wenn er das so möchte. Er darf dir aus meiner Perspektive aber nicht die Rahmenbedingungen vorschreiben, was deinen Kontakt zu deinen Eltern betrifft und das betrifft auch den Umgang eurer Kinder mit ihnen.

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Danke für deine Zeit den Beitrag durchzulesen und deine Meinung :-)

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Da gibt es nichts mehr hinzuzufügen, außer, dass ich mich auf solche Spielchen von wegen "zwei Monate Pause", etc. gar nicht mehr einlassen würde. Du fährst zu deinen Großeltern, wenn es dir gut tut. Er kann ja zuhause bleiben. Wie würde er reagieren, wenn du das gleiche mit seinen Eltern abziehen würdest? Ich finde solche Machtspielchen in Beziehungen ganz schrecklich.

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Ohne jetzt alles zu werten und zu beurteilen, finde ich es immer sehr problematisch, wenn ein Ehepartner dem anderen etwas so stur verbieten will. Wir sind nicht mehr im Mittelalter und mein Mann z.B. hätte mir niemals einen Kontakt verboten mit irgendjemand, schon garnicht mit der Familie.
Stur, unnachgiebig, kein bisschen kompromissbereit und wegen jeder Kleinigkeit zutode beleidigt, so kommt er rüber. Es sind DEINE Eltern, er muss sie nicht lieben, aber zu fordern, dass Du sie so verachten sollst wie er, macht ihn extrem unsympathisch. So ein Schwiegersohn für meine Tochter wäre auch für mich sehr sehr schlimm. Mir täte es in der Seele weh, sie in so einem Zwiespalt erleben zu müssen.
Zu Deinen Eltern ziehen würde ich auf garkeinen Fall, da ist der Krieg vorauszusehen, sogar auf dem Rücken der Enkel.
Wie ich das sehe, wird Dir Dein Mann auch später mal strikt verbieten, Deinen Eltern zu helfen, wenn sie Dich brauchen, und dann? Wie gehst Du mit soviel Herzlosigkeit um?
Rat habe ich leider keinen, einer leidet immer bei euch, da ändert auch ein Kontaktabbruch mit Deinen Eltern nichts, was immer traurig ist.
LG Moni

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Danke für deine Zeit und deine Meinung. Ich seh es ähnlich wie du. Irgendwie trau ich mich jedoch nicht ihm die Stirn zu bieten da ich am liebsten niemanden verletzen möchte...
Ich finde die Wahl zwischen Großeltern und Partner schon allein deshalb blöd, da man das Verhältnis nicht vergleichen kann.
Außerdem verzeiht er Freunden auch alles, da sie seine Familie wären. Da sollte er doch verstehen dass ich meinen Eltern auch verzeihen kann was war.

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Man kann niemals durchs Leben gehen und es allen Menschen recht machen, das funktioniert nie!
Du sollst Dich ja nicht gleich trennen, aber ENDLICH ihm deutlich sagen, ohne Tränen, ohne Vorwürfe ,dass Du längst eine erwachsene Frau bist und Dir absolut nichts verbieten lässt. Das hat er zu akzeptieren, besonders wenn er für sich derartige Akzeptanz sogar für Fremde einfordert.
Dein Bauchgefühl schreit doch schon längst Alarm, also hör drauf. Rücken gerade, Kopf hoch und ihm klar und deutlich seine Grenzen aufzeigen. Er hat Dir nichts zu "verbieten" und wenn es zehnmal Dein Mann ist.
Was lernen denn sonst Deine Kinder? Der Mann bestimmt und die Frau hat sich zu fügen?
Das hat meine Oma 1950 schon nicht mehr gemacht.
LG

Bearbeitet von fruehchenomi
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Hallo,

ich würde mir den Kontakt zu meinen Eltern bzw den Kontakt zwischen Enkel und Großeltern nicht verbieten lassen!
Es sind eure Rechte, die er beschneidet.
Bei uns in Österreich können Großeltern den Umgang mit den Enkelkindern gerichtlich einfordern!

Wir haben kein gutes Verhältnis zur Schwiegermutter. Weder mein Mann, noch ich.
Trotzdem dürfen die Kinder zu ihr! Es sind ihre Rechte und ich wünsche mir für meine Kinder eine schöne Zeit mit allen Omas, die sie auch haben. ☺️

Mein Mann geht nur ungern zu meiner Mama, würde mir aber niemals den Kontakt verbieten.
Schon gar nicht, dass ich mich für eine Seite entscheiden soll! Wer ist er??
Es sind deine Eltern und somit deine Entscheidung, bei der er nichts mitzureden hat!
Schließlich zwingst du ihm nicht, dass er mitgehen muss!
Mach ihn diesen Standpunkt klar!

Alles Liebe! ☺️

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Hallo Hummelpupsi,

E klingt als wäre sehr viel zwischen dir und deinen Eltern in der Vergangenheit vorgefallen. Und das was du schreibst klingt nicht nach einer gesunden Eltern-Kind-Beziehung! Das du weinend nach Besuchen bei Ihnen nach Hause gekommen bist und alles was dein Mann noch weiß hat ihn sicher schwer mitgenommen. Und dass du einfach nach einem (!) "klärenden" Gespräch über alles was vorgefallen ist hinwegsehen willst klingt schwer nach Verdängung und emotionaler Abhängigkeit zu deinen Eltern.

Er hat dich jahrelang geschützt und beschützt und jetzt stellst du die Bedürfnisse deiner Eltern über seine. Fair ist das nicht! Er war ein guter Partner und deine Eltern waren keine guten Eltern.
Hast du mal darüber nachgedacht vergangenes mit einem Therapeuten aufzuarbeiten? Und wärd ihr bereit eine Paarberatung zu besuchen?

Die eine Sache ist die Beziehung zu deinen Eltern und die andere Sache, dass du Entlastung als Mutter brauchst. Das sind zwei Paar Schuhe. Du willst deinen Eltern die Enkel nicht vorenthalten, wärst aber bereit dem Vater die Kinder zu nehmen wenn es hart auf hart käme?

Denke bitte über deine Prioritäten nach und darüber, dass dein Mann seine Gefühle einfach alle unter den Teppich kehren soll, weil es deinen Eltern und dir gerade so besser passt.

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Danke für deine Antwort. Ich kann jetzt eher die Sichtweise meines Mannes nachvollziehen, da du es mit anderen Worten erklärt hast.

Eine Paartherapie habe ich auch schon vorgeschlagen. Ich bin ja auch daran interessiert eine Lösung bzw einen Kompromiss zu finden, jedoch ist für meinen Mann die einzige Lösung der komplette Bruch mit meinen Eltern.

Ich möchte meinen Kindern auch auf keinen Fall den Papa nehmen. Hab die falschen Worte dafür gewählt. Würde ich bei meinen Eltern wohnen könnten meine Kinder die Großeltern haben, sowie auch weiterhin Kontakt zum Papa haben. Meine Eltern hätten damit kein Problem. Wenn ich mich jedoch für meinen Mann entscheide, könnten meine Kinder die Großeltern nur eingeschränkt oder gar nicht sehen. Anders hätten sie beide. Ich versuch es allen recht zu machen und muss glaub ich einsehen dass das nicht immer geht.

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Nein, bitte nicht ausgerechnet genau auf die Antwort anspringen. Bitte nicht.

Bleib bei dir, bleib bei deinem Bauchgefühl.

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Oh ja, kurze Texte sind wirklich nicht so dein Ding. Dafür ist er sehr klar, sehr strukturiert, sehr reflektiert....Hut ab, das kann hier nicht jeder;-).

So, Spaß beiseite...von Anfang an habe ich auf den einen Satz im Text gewartet, nämlich das du dich zwischen ihm und deinen Eltern entscheiden sollst. Ich hatte es echt im Urin und schwupp kam er. Alles was danach kam, hättest du nicht mehr aufschreiben brauchen....es war so klar, wie der Weg weiter geht.

Von Anfang an schrillten bei mir die Alarmglocken. Von daher möchte cih dir eine Frage stellen: Welcher Mensch verlangt von einer Person, die er angeblich liebt, das sie sich entscheiden soll? Besonders wenn er weiß, das du diese Personen unsagbar vermisst!

Meine Antwort darauf ist, hier ganz besonders weil nix schwerwiegendes vorgefallen ist....kein Mann, der dich aufrichtig liebt, würde das jemals von dir verlangen. Wirklich keiner!
Aber einer der nur sich sieht, ein Egoist, der hat da keine Probleme mit. Er versucht einen Keil zwischen dich und deine Eltern zu treiben. Bei deinen Freunden probiert er es auch. Das ist einfach eine perfide Masche, die dein Mann da abzieht. Und geht in der Tat ganz klar in die toxische Richtung. Deien Eltern sind ihm ein absoluter Dorn im Auge, denn anscheinend haben sie ihn durchschaut....sie sind für ihn eine Gefahr. Hör auf sie!

Noch einmal, es geht nicht um dich in der Geschichte, es geht ausschließlich um seine Machtgedanken udnd as Bedürfnis, diese Macht zu verfestigen.

Kein vernünftiger Partner würde jemanden zu so einer Entscheidung drängen. Jeder darf natürlich für sich entscheiden, ob er weiterhin Kontakt haben möchte, logisch. Was dein Mann da betreibt, das ist pure emotionale Erpressung und du hast dich aus Loyalität zu ihm erpressbar gemacht. Sehr positiv ist, das du dich damit nicht abfinden willst....du spürst also ganz genau, das das alles nicht richtig so ist.

Er hat dich schon mal "geprüft", nämlich als er Hals über Kopf aus deiner Wohnung bei einem Kumpel untergekrochen ist. Das war ganz geschickt und unauffällig gemacht. Sein Gefasel damals, "da er nicht wollte dass die Beziehung zu meinen Eltern wegen ihm leidet,"...hätte er das wirklich ernst gemeint, dann würde dieser Mann sich zukünftig niemals zwischen dich und deine Eltern stellen.....das wäre gar nicht nötig, denn er hat genug Abstand bekommen, um auf Abstand zu deinen Eltern zu gehen.

Hör auf dien Bauchgefühl, innerlich spürst du schon, das da was nicht stimmt. Dreh den Spieß um, stell ihn vor die Wahl....denn du lässt dich eben nicht erpressen. Und schau genau hin, was dann passiert. Sei dabei so klar, wie in deinem Beitrag hier. Ich wünsche dir viel Glück und sei vorsichtig.

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Welcher Mensch verlangt von einer Person, die er angeblich liebt, das sie sich entscheiden soll? Besonders wenn er weiß, das du diese Personen unsagbar vermisst!

Das stelle ich absichtlich nochmal explizit heraus!!!

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Ja, ich liebe meine Mutter sehr dafür, das sie mir von kleinauf beigebracht hat, mich nicht erpressbar zu machen und Erpressungsversuche zu erkennen....hat mich vor so manchen Desastern im Leben bewahrt, selbst wenn ich mal richtig Mist gebaut hatte...lieber dazu stehen, als sich damit erpressen lassen.

Wer erpresst, der hat im Grunde verloren.

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Angesichts dessen, was Du geschrieben hast frage ich mich, ob Du überhaupt eine gesunde Beziehung führen kannst. Denn so ganz gesund klingt weder die Beziehung zu Deinen Eltern, noch zu Deinem Mann. Bist Du es gewohnt, der "Besitz" eines anderen zu sein? Deine Eltern wollten über Dich verfügen, jetzt will es Dein Mann.

Aus meiner Sicht solltest Du dringend aufarbeiten, was Dein Beziehungsmuster ist und rausfinden, was Dir wichtig ist.

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Da stimme ich 100pro zu! Alles was noch an weiteren Antworten von TE kommt klingt als wäre weder die Beziehung zu den Eltern noch zu dem des Mannes gesund :-(

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DAS ist auch mein Gedanke. Alle scheinen die TE zu manipulieren, drohen mit Kontaktabbruch, wenn sie nicht spurt, reden ihr rein…

Ich glaube, weder Eltern noch der Mann sind „Opfer“. Sie schauen nur, wer mehr macht über die TE hat. Nach dem Motto: „Du sollst keine Götter neben mir haben!“

Und die TE will für die Harmonie bei allen springen.. DAS sollte sie dringend therapeutisch aufarbeiten!

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Das sind deine Eltern. Sie sind wichtig für dich und damit auch für eure Kinder.
Ich finde deinen Mann ganz schön arschig. Nur weil er nachtragend ist, sollst du den Kontakt einstellen/reduzieren... ein Jahr aussetzen. Das ist doch komplett daneben. Man stellt seine Frau auch nicht vor die Wahl.
Du hast mit deinen Eltern Frieden geschlossen. Deine Eltern akzeptieren ihn.
Er muss sie nicht oft treffen, wenn er das nicht möchte, aber er kann dir nicht vorschreiben wie oft du sie mit den Kindern triffst. Für mich hat das den Geschmack einer Kontrolle. Da würde ich nicht mitspielen, sondern tun und lassen was ich will.

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Ich finde es sehr schwierig etwas zu raten wenn man so gar nicht weiss was vorgefallen ist.
Ich denke aber, egal was das war, wäre eine Paartherapie erstmal das beste für euch.

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Hey!

Was ist jetzt genau das Problem, dass du nicht mit deinen Kindern zu deinen Eltern fahren darfst?

Ich würde es mir auf gar keinen Fall verbieten lassen. Wenn mich jemand vor die Wahl stellte, habe ich mich immer gegen diese Person entschieden. Menschen, die es gut mit dir meinen, würden nie solche Ultimaten stellen.

Liebe Grüße
Schoko

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Das Problem weshalb ich nicht zu meinen Eltern gehen darf ist, dass ich mich von ihnen wohl sehr beeinflussen lassen würde. Deshalb hat er auch Angst, dass die Kinder beeinflusst werden könnten. Ich bin jedoch der Ansicht, dass wenn wir als Paar den zwei zu Hause ein stabiles, gefertigtes und liebevolles Umfeld geben, es "egal" ist was wo anders ist. Natürlich würde ich es aber auch nicht dulden wenn meine Eltern den Vater meiner Kinder vor ihnen schlecht reden würden. Darüber hatte ich es bereits mit meinen Eltern, dass das ein absolutes NoGo ist. Trauen würden sie sich das niemals, da sie angst hätten da ich sonst den kontakt von mir aus reduzieren würde.

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Inwiefern beeinflussen? Was beeinflussen sie genau?

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