Überforderung/Versagen/Einengung - Unwohlfühlen - was tun?

Hallo,

vielleicht hat hier jemand einen guten Rat für mich.

Mein Mann und ich sind mit unseren Kindern kürzlich 2 mal innerhalb von 4 Monaten umgezogen.
Unsere jetzige Bleibe war nicht rechtzeitig bezugsfertig und somit waren wir für 3 Monate in einer Ferienwohnung.
Kürzlich sind wir ins Haus eingezogen, das ist jetzt halbfertig. Das Haus gehört seinen Eltern. Wir zahlen bis jetzt nichts. Ich hab schon versucht, Miete zu zahlen. Das wollten sie nicht. Dann habe ich versucht, wenigstens die bisher angefallenen Nebenkosten zu zahlen. Das wollten sie auch nicht.

Ich wohne also nach 2 Umzügen nun mit Mann und Kindern in einem halbfertigen Haus seiner Eltern und bin einfach nur erschöpft und genervt.
Die Große ist 2 Jahre alt, der Kleine 6 Monate. Beide werden von mir betreut.
Nebenher den Haushalt zu schmeißen, fand ich schon sportlich, aber dazu die Umzüge - unser Hausstand war 3 Monate in Kisten verpackt, die ich jetzt nach und nach ausräume und auf unserer Baustelle verteile - ich hab das Gefühl, dass ich nicht mehr kann.

Ich schaffe den Haushalt nicht richtig, die Hälfte der Kisten steht noch unangerührt im Keller, wir haben kaum Möbel, ich denke, dass ich meinen Kindern nicht gerecht werde, habe Schlafmangel, weil der Kleine nachts alle 2 Stunden trinken will und ich fühle mich noch nicht zuhause im neuen Heim. Da es noch nicht fertig ist, dürfen wir von den Schwiegereltern aus noch nicht offiziell einziehen. Ich fühle mich so, als sollte ich mich möglichst unsichtbar machen.

Mein Mann arbeitet meist am Haus nach der Arbeit und an den Wochenenden. Mit seinen Eltern. Seit bald 4 Monaten fast täglich. Er sieht die Kinder abends und bespaßt sie dann auch mal ein, zwei Stunden.
Mir kann hier keiner helfen. Meine Familie wohnt um die 200 km entfernt und die Schwiegerfamilie arbeitet meistens an "unserem" Haus weiter. Kinder betreuen, einkaufen, kochen, waschen, auspacken, einräumen, das mache ich zu 95 %.
Ich bin sehr oft sehr schlecht gelaunt, das wirkt sich leider auch auf die Beziehung aus.
Und ich weiß nicht, wie ich da rauskommen soll.
Ich würde hier gerne Kontakte knüpfen. Aber für Krabbelgruppen etc. habe ich gefühlt keine Zeit. Ich fahre regelmäßig zu meiner Familie, um mal durchatmen zu können. Mein Mann fühlt sich dann verlassen. Das tut mir leid, aber andererseits brauche ich auch diese kurzen Auszeiten.

Ich würde meine Situation gerne aktiv verbessern, statt passiv zu leiden und zu meckern, aber ich weiß nicht, wie.

Ich fühl mich noch nicht wohl im Haus. Mich ärgert es, dass die Schwiegereltern schon unangekündigt auf der Matte standen. Aber sie arbeiten hier halt auch, also habe ich gleichzeitig das Gefühl, dass ich nicht das Recht habe, dass mich das ärgert. Außerdem ist es ja eh ihr Haus.
Alle Versuche, es ein bisschen mehr auch zu meinem Haus zu machen, sind aus meiner Sicht gescheitert. Mir kommt es tatsächlich so vor, als wollen die Schwiegereltern gerne Kontrolle über ihren Sohn haben. Sie lassen ihn ihre Sachen (Haus, Auto,..) nutzen, aber übergeben ihm die Sachen nicht offiziell. Gibt bestimmt Menschen, die dankbar dafür wären - ist ja eigentlich auch nett. Mein Mann wirkt auf mich auch so, als würde er von mir Dankbarkeit erwarten. Fürs Haus. Und dafür, dass er und seine Familie ständig daran arbeiten, damit ich mit ihm und den Kindern darin wohnen kann.
Ich bin leider nicht dankbar dafür. Mir ist die Situation extrem unangenehm und ich würde mir wünschen, dass es einfach klare Verhältnisse gibt und wir unser eigenes Leben mit unseren eigenen Sachen führen. Ich fühle mich nicht zuhause, sondern wie ein Gast. Ein Gast, der jetzt hier wohnen darf, aber der von der Gunst der Gastgeber abhängig ist.
Meine Eltern haben mich auch unterstützt, in dem sie mir mal Geld beigesteuert haben oder so. Aber nicht, indem sie sich was anschaffen, das ich dann nutzen darf.
Mein Mann versteht das glaub ich nicht, denn er macht nichts in diese Richtung.

Hat hier jemand einen guten Tipp, was ich besser machen kann?

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Was ich mich frage: Warum hast du überhaupt zugestimmt in das Haus der Schwiegereltern (besitztechnisch ist es ja nichts anderes) zu ziehen?
Das wird sich ja vermutlich auch nicht ändern wenn das Haus fertig ist.
Ich hätte aus denselben Gründen die du anführst von Anfang an abgelehnt.

Hast du mit deinem Mann mal darüber gesprochen?

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Danke!

Mir war nicht klar, dass es besitztechnisch das Haus der Schwiegereltern bleibt. Weiß auch heute nicht, ob das so bleibt, wenn es fertig ist. Meine Schwiegermutter sagte zu mir mal, dass wir es kriegen würden. Was das genau heißt, weiß ich nicht.

Ich möchte danach aber nicht direkt fragen. Schwiegerkinder werden von meinen SE leicht als habgierig wahrgenommen, wenn sie was in Richtung Besitzansprüche sagen zu den Häusern, die die SE für ihre Kinder bauen. Das weiß ich, weil sich meine SM direkt bei mir über andere Schwiegerkinder beschwert.

Ich will weder als habgierig wahrgenommen werden, noch so, als würde ich ihr Haus unbedingt wollen. Ist nämlich auch nicht so. Klar ist das super, dass wir in einem Haus wohnen können und anders wäre uns das jetzt wohl auch nicht möglich. Es ist jetzt nicht mein Traumhaus - ich weiß, das klingt anspruchsvoll und undankbar.
Und wenn ich die Wahl hätte zwischen selbstbestimmtem Leben in einer Mietswohnung oder fremdbestimmtem Leben in einem Haus, ich würde in die Wohnung gehen. Nur weiß ich jetzt nicht, ob unser Leben im Haus fremdbestimmt wird oder ob es jetzt nur eine Phase ist. Früher wohnten wir in einer Mietswohnung weiter weg, da haben uns die SE kein einziges Mal besucht, nur oft angerufen.

Ja, mit meinem Mann habe ich gesprochen.
Er versteht mich schon in manchen Punkten, sagt aber, dass ich sie nicht ändern werde. Die Lösung, wenn ichs gar nicht mehr aushalte ist wieder wegzuziehen.
Vor Einzug hieß es aber noch wenn es uns nicht gefällt, ziehen wir wieder weg. Hab irgendwie Angst, dass es in ein paar Jahren vielleicht heißt, wenn Du es nicht aushältst, zieh doch weg.

In anderen Punkten versteht er mich gar nicht. Zum Beispiel, dass ich mich nicht damit wohlfühle, von seinen Eltern wie ein Kind behandelt zu werden. Das sei doch ein Zeichen von Integration in die Familie. Würde aber lieber als Erwachsene Person integriert werden statt als Kind.

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Warum um Himmels Willen hast du dich überhaupt darauf eingelassen?

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Wie äußert sich denn, dass ihr nicht offiziell einziehen dürft und du es nicht zu "deinem" Haus/Zu Hause machen darfst? Dürft ihr euch nicht offiziell ummelden oder was meinst du damit?

Ich weiß ja nicht in welchem Zustand das Haus ist, aber Eigenleistungen können sich ja über Monate bis gar Jahre ziehen. Deswegen bauen wir bewusst ohne Eigenleistungen.
Ist ein Ende der Bauarbeiten in Sicht? Ich persönlich würde maximal noch weitere 3 Monate Baustelle akzeptieren und danach verdeutlichen, dass ich mich "einrichten" will (was auch immer das bei dir heißt, du bleibst in deiner Beschreibung leider sehr vage).

Wie soll das Ganze überhaupt laufen? Deinen Schwiegereltern gehört das Haus und ihr zahlt Miete? Oder sollt ihr zeitnah (nicht erst mit dem Erbe) einen Anteil daran überschrieben bekommen? Deine Schwiegereltern klingen sehr bevormundend. Willst du von solchen komplizierten Schwiegereltern abhängig sein? Wohnen sie gar nebenan? Ich glaube, ihr solltet das Konstrukt lieber noch einmal überdenken. So schön der Traum vom Haus ist, finanziert ihn euch in ein paar Jahren lieber selbst aus eigener Kraft, als unliebsamen Schwiegereltern dauerhaft dankbar sein zu müssen.

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Noch nicht offiziell ummelden und auf Nachfragen soll ich ausweichend antworten.
Ende ist theoretisch schon in Sicht. Aber genau, Eigenleistungen ziehen sich immer länger als gedacht und wir dachten vor einem Jahr auch, dass es im Herbst letzten Jahres fertig sein könnte. Also wer weiß, wie lange es noch dauern wird...

Wie das laufen soll, ist mir auch nicht ganz klar.
Miete hab ich schon öfter angesprochen, das wollen sie nicht. Ob sie eine Gegenleistung erwarten und wenn ja welche - keine Ahnung. Ich tippe mal, dass sie Mithilfe im Familienbetrieb erwarten. Was für mich kein Problem ist, wenn wir trotzdem noch Familienzeit als kleine Familie haben. Wenn wir jedes Wochenende und im Urlaub anpacken sollen, wird das dann mein nächstes Problem...

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Herzlichen Glückwunsch zum eigenen Haus. Ganz viele Paare werden das in den nächsten Jahren nicht realisieren können, wenn die Preise weiter so steigen.

Jetzt zu deinem Problem - du hast dich sehendes Auges darauf eingelassen in ein Haus zu ziehen, dass deinen Schwiegereltern gehört, das sie bauen, bezahlen - richtig?
Dann ist das so. Dann musst du dich damit arrangieren. Das ist ja keine schlechte Sache perse, auch wenn das hier oft so suggeriert wird - die SE finanzieren euch ein Haus und helfen jetzt auch noch mit, damit es fertig wird.

>>Ich bin leider nicht dankbar dafür. Mir ist die Situation extrem unangenehm und ich würde mir wünschen, dass es einfach klare Verhältnisse gibt und wir unser eigenes Leben mit unseren eigenen Sachen führen. Ich fühle mich nicht zuhause, sondern wie ein Gast. Ein Gast, der jetzt hier wohnen darf, aber der von der Gunst der Gastgeber abhängig ist.>>

Wie ist denn der Plan wenn das Haus fertig ist? Ist es dann euer Haus, zahlt ihr dann Miete? Dürfte ihr es einrichten, wie ihr wollt? Lebt ihr dort alleine oder etwa MIT den Schwiegereltern?

>>Mein Mann versteht das glaub ich nicht, denn er macht nichts in diese Richtung. <<

Was genau soll er denn deiner Meinung nach tun?

>>Ich würde hier gerne Kontakte knüpfen. Aber für Krabbelgruppen etc. habe ich gefühlt keine Zeit. <<

Weil du in der Zeit was machst? Ne Krabbelgruppe ist eine Stunde am Morgen, einmal in der Woche oder so ...

>>Ich fahre regelmäßig zu meiner Familie, um mal durchatmen zu können. Mein Mann fühlt sich dann verlassen. Das tut mir leid, aber andererseits brauche ich auch diese kurzen Auszeiten. <<

Was ist denn regelmässig? Wie oft bist du bei deinen Eltern? Du sagst: >>Mein Mann und ich sind mit unseren Kindern kürzlich 2 mal innerhalb von 4 Monaten umgezogen.
Unsere jetzige Bleibe war nicht rechtzeitig bezugsfertig und somit waren wir für 3 Monate in einer Ferienwohnung.
Kürzlich sind wir ins Haus eingezogen, das ist jetzt halbfertig. <<

Das ist also eine Situation, die längstens 6 Monate (ein halbes Jahr) andauert. Eher kürzer. Und du brauchst Auszeiten, obwohl du gar nichts dazu beiträgst, dass das Haus fertig wird? Zeit, in der du nichts machst, um anzukommen, noch nicht mal eine Krabbelgruppe?

An deiner Stelle würde ich tief, tief durchatmen. Ich denke, ihr habt eine funktionierende Küche. Dann koch einen Eintopf, mach einen Auflauf oder bestell einfach nur eine Brotzeit beim Bäcker und setz dich mit Mann und Schwiegereltern an den Tisch und REDE.

Sag ihnen, dass du dich unwohl fühlst, nicht zuhause, dass du Zweifel hast. Ich wette, sie meinen es nur gut. Sag ihnen, dass du Zeit brauchst, um anzukommen. Kläre Fronten- erkläre, dass, wenn es dein Haus ist, niemand unangemeldet kommt.

Frag aber auch, was DU tun kannst, wo du helfen kannst. Ja, ja, du hast zwei kleine Kinder - aber einiges geht trotzdem. Schau, was du leissten kannst, wie du dich einbringen kannst, dann wird das auch dein Haus. Euer Haus.
Besuch eine Krabbelgruppe, geh auf den Spielplatz, das Wetter wird ja jetzt besser. Da lernst du andere Mütter kennen.
Flieh nicht zu deinen Eltern, denn es ist eine Flucht, wenn du da wohnen willst. Stell dich dem Leben.

Manchmal ist es viel einfacher, als man denkt, man muss es nur machen.

Meint

Ulli

Bearbeitet von ulli4
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Super Beitrag!!!

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Danke für Deine Antwort.

Ich hab mir schon gedacht, dass man das ganze auch anders sehen kann und dass es eventuell an mir liegt, dass ich ein Problem damit habe.

Also sehenden Auges ist es nicht ganz gewesen, es wird halt nicht gescheit darüber gesprochen. Ich habs vorsichtig schon öfter probiert - Miete zahlen, bereits angefallenen NK zahlen, einen Handwerker zahlen, damit sie nicht alle so viel arbeiten müssen - kam alles nicht gut an.

Plan, wem das Haus dann ist, gibt es nicht.

Ich mach halt im Rahmen meiner Möglichkeiten viel am Haus, um es wohnlich zu bekommen. Putzen etc. Also ich mache nicht nichts. Da geht dann die Krabbelgruppenzeit ab. Aber ja, da hast du Recht, muss ich einfach mal machen.

Bin so alle 2 - 4 Wochen für 3 bis 5 Tage bei meinen Eltern, je nachdem, wie es gerade passt.
Ist das schon eine Flucht?

Bin mir auch sicher, dass meine SE es gut meinen. Sie meinen es ja auch gut, wenn sie hier vor der Tür stehen, um mir/uns irgendwas zu bringen. Dass sie aber nicht darauf hören, wenn ich klar sage, dass ich das nicht brauche / nicht will, das macht mich fertig. Auch eine Bitte, dass sie einfach kurz anrufen sollen, wenn sie kommen, damit ich auch zuhause bin, wird abgetan. Sei doch kein Problem, dass ich nicht da bin, sie könnten das Zeug zum Glück reinlegen.

Sie haben Schlüssel fürs ganze Haus. Klar- ihr Haus. Mein Mann und ich haben 1 Schlüssel für unsere Eingangstür und müssen uns behelfen mit Schlüssel hinterlegen für den anderen oder Absperrbare Hintertür benutzen. Das find ich auch unmöglich. Habe den SE gesagt, dass ich mir einen Schlüssel nachmachen würde. Nene, das brauchts nicht, weil die Eingangstür eh nochmal getauscht wird. Habe meinen Mann gebeten, einen 2. Schlüssel von seinen Eltern zu nehmen - wurde bis jetzt immer wieder vergessen.

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Das Konstrukt wäre ich nie im Leben eingefangen. Das Haus der Schwiegereltern wäre für mich schon ein no go. Aber dann nicht mal Miete zahlen und dafür dankbar sein müssen, in Form von jederzeit präsent sein dürfen? Nein danke.
Mein Mann sagte schon vor über 20 Jahren zu mir, als meine Schwiegermutter mich als 20jährige mit Kleinkram locken muss: mach das nicht, sie wird dir das Gefühl geben ewig dankbar sein zu müssen.

Was hindert dich denn daran es wohnlich zu machen? Was bedeutet, dass sie euch nicht offiziell erlauben einzuziehen, wenn ihr doch da wohnt? Und habt ihr alle 4 jemals darüber gesprochen wie ihr euch das vorstellt? Meine Eltern wollten damals mal kurz mit ins Haus. Hat sich aus vielen Gründen dann überschlagen, aber wir haben uns hingesetzt und darüber gesprochen wie sich das die Parteien vorstellen. Mit ein Grund das nie zu machen. Das hätte nur Ärger gegeben.

Und bei den anderen Dingen musst du halt den Popo hoch bekommen. Keine Zeit für eine Spielgruppe ist eine blöde Ausrede. Dann packst du halt mal keine Kiste aus an dem Tag (die haben ja nun auch mal ein Ende), oder eben eine Stunde später.

Ihr müsst euch gemeinsam hinsetzen. Vor allen Dingen dein Mann und du. Aber auch ihr 4 Erwachsenen und einmal über alles sprechen. Auch offen ansprechen, dass du Angst davor hast, dass sie täglich unangemeldet auf der Matte stehen. So früh wie möglich einen Riegel vorschieben.

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Erster Tip: es sind erst 6 Monate die anders als sonst laufen. Die hält man doch durch. Zumindest wenn man weiß wofür.

Wir hatten letztens eine Kernsanierung im Haus, mit drei Kindern, einem Hund und zwei Katzen. Es war die Hölle. Dreck, Lärm, keine Ahnung wohin. Das hat extrem an den Nerven gezogen. Aber ich kann dir sagen: es lohnt sich.
Was wir allerdings gemacht haben ist, und dennoch Auszeiten zu gönnen. Wir sind ins Kino, waren zu zweit mal essen, und haben die Runde mit unserem kleinen Hund manchmal seeeehr genossen (trotz Eiseskälte und regen im Winter). Mach da was positives draus.

Schwierig finde ich, dass das alles unabgesprochen wirkt. Habt ihr denn jemals alle an einem Tisch gesessen und darüber gesprochen wie es mal werden soll? Werdet ihr nie Miete zahlen? „Dürft“ ihr unter den Umständen überhaupt mitsprechen?

Nimm dir die Zeit für die Krabbelgruppe. Das ist doch etwas, wo du dich (& das ist jetzt nicht böse gemeint) ein bisschen anstellst. Eine Krabbelgruppe dauert 1-2 Stunden, einmal die Woche. Welche Zeit fehlt dir denn da ? Die beim nichts tun? Die Kisten sind ja irgendwann mal alle ausgeräumt, geht bei euch wegen fehlender Möbel doch eh nur sukzessive. Da ist nicht jeden Tag was zu tun. Und selbst wenn, dann wird die Kiste eben statt um 9 erst um 12 geräumt.
Flüchte nicht immer zu deinen Eltern (wie oft ist das denn in der kurzen Zeit schon wegen Überforderung passiert?).. Geh auf den Spielplatz oder sonst wohin wo man andere treffen kann. Mach einen Aufruf auf Facebook oder so.

Aber wichtig: setzt euch zu viert hin. Sprecht darüber wie die Pläne sind, frag wie du dich einbringen kannst (vielleicht fühlst du dich dann besser), sprecht regeln ab, sag dass du dich nicht zu Hause fühlst und was dir fehlt, sag wovor du Angst hast. Nur dann, wenn du auch sprichst, kannst du diese negative Spirale stoppen.

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Wenn du weder Miete noch Nebenkosten zahlen „darfst“, würde ich das gesparte Geld in Handwerker investieren und mir so gleichzeitig „Familienzeit“ kaufen ;)

Klingt aber so, als wäre es als Dauerlösung zum Scheitern verurteilt. Ihr solltet alle miteinander offen und ehrlich sprechen!

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Wenn ich all die anfallenden Aufgaben bei dir lese, sind es einfach viel zu viele für die 24 Stunden am Tag.

Dann kommt noch der Schlafmangel dazu. Kein Wunder, dass es dir nicht so gut geht.

Bei dir müssen Aufgaben weg vom Tisch. Das kann sein über jemanden, der 2-3 Mal die Wochen von 9-14 Uhr die Kinder übernimmt. Oder eine Haushaltshilfe, der Haushalt für euch übernimmt.

Selfcare als Mutter ist enorm wichtig, weil du mit deinem Mann zusammen die Basis eurer Beziehung seid. Und eure Beziehung bildet die Basis eurer Familie. Wenn du auf dich achtest, tust du deiner Familie auch langfristig was gutes.

Es ist ganz leicht mit kleinen Kinder - und dann noch die Umzüge bei euch und das halbfertige Haus - sich selbst aus den Augen zu verlieren. Verschaff dir unbedingt Zeit, dann kommst du wieder runter und siehst überhaupt, was du brauchst.

Und viele Probleme werden dich auch nicht mehr so nerven, wenn du mehr bei dir bist.

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Kinder irgendwo parken und Gespräch mit deinem Mann und Zelvereinbarung führen.

Prinzipiell war es unter diesen Bedingungen ja schon eine Schnapsidee dort einzuziehen, aber vielleicht kann man es ja noch retten.