Kind zurück beißen

Hallo,

ich verfasse den Text anonym, ist mir lieber.

Wir haben einen 1 jährigen der gerne beißt und kneift, wenn er ein Nein hört. Jetzt höre ich von meiner Familie und der Schwiegerfamilie, dass wir einfach zurück beißen sollen. Ich finde das total absurd aber es schockiert mich, dass uns so viele dazu raten. Macht das wirklich jemand?

Ich möchte nicht dass mein Kind Angst vor mir hat und für mich kommt die Maßnahme nicht in Betracht.

Meine Familie meinte dass man es nicht so doll machen soll, aber eben so dass er es merkt.
..find ich echt schwer zu begreifen.

Hat hier das jemand gemacht?

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Tatsächlich habe ich es nach dem nichts anderes geholfen hat gemacht.
Nicht dolle aber das er merkt es ist nicht schön.

Danach hat er es noch 2-3 Mal gemacht und sein gelassen.

Ganz doof gesagt, du kannst einem Kind so oft sagen das der Herd heiß ist und es nicht dran fassen soll. Was es bedeutet merkt es meistens wenn es die Platte anfasst 🤷🏻‍♀️

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Hier ist es exakt so gelaufen wie bei euch. Klargemacht, oh das tut ja weh. 2-3x wiederholte er das Beißen, dann war der Krampf vorbei.

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Ja manchmal hilft es halt dem Kind zu zeigen was es auslöst. In diesem Fall schmerzen.

Und nein mein Kind hat jetzt keine Angst vor mir weil ich das gemacht habe.
Man beißt dem Kind ja kein Stück Fleisch ausm Arm 😂

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wenn nichts anderes hilft, hilft es meistend., Du sollst deinem Kind nicht wehtun, siôndern ihm Klarmachen, dass es wehtut. du kannst ihn aber auch einfach auf den Boden setzen, er wird dich ja kaum in die Wade beissen.

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Oh doch, als mein Sohn mich gebissen hat, habe ich ihn runtergesetzt, ihm gesagt das es wehtut und bin aus dem Raum gegangen. Er kam hinterher und hat mir mit voller Kraft in die Pobacke gebissen 🥴

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Unabhängig von "ich will nicht das mein Kind Angst vor mit hat", was lernt das Kind wahrscheinlich eher draus?
Mama und Papa beißen auch, kann ja nicht so schlimm sein. 🤷‍♀️
Ich finde es ziemlich dramatisch, weil damit etwas "normalisiert" wird. Für mich ist da positiver Lerneffekt =0 fürs Kind.

Für mich wäre die erste Wahl: Kind und dich aus der Situationen nehmen (natürlich mit Worten begleiten. "Aua, Das tut weh... Nein etc) einfach runter setzten und was anderes machen. Kurz das bocken aushalten und nächster Versuch. Hab ich gute Erfahrung, privat wie auch beruflich gemacht

Bearbeitet von frauhase86
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Naja runter setzen und was anders machen wäre doch Ignoranz😂
Welchen Lerneffekt forcierst du damit?

Ich kenne keinen Erwachsenen, der heute noch beißt, aber Ignoranten schon.

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Oh doch, letzten Sommer im Garten erlebt bei junger Mama mit Beißer. Sie sagte ihm zigmal nett und freundlich nein, war für die Katz, der Zwerg lachte nur. Gerade als wir dann dachten, er gibt auf, biss er sie derart fies schnell und heftig in die Wange, dass sie aufschrie und total im Affekt zurückbiss. Nicht ins Gesicht, eher so in die Schulter. Ihr liefen die Tränen runter und den Biss sah man am nächsten Tag noch. Kind brüllte kurz infernalisch - und biss definitiv nicht mehr. Ignorieren hätte garnichts bewirkt.
Weiß ich auch noch von ein zwei anderen Mamas von Beißern der letzten Jahre - und nein, deswegen trugen die Kinder keine Schäden davon.
LG Moni

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Hier 🙋 auch ausprobiert. Und muss sagen, ist der dümmste Rat den ich je bekommen habe. Hat beim Kind zu noch mehr Frust/Wut geführt. Und eher das Gegenteil bezweckt... Ich würde versuchen dem Kind Alternativen anzubieten. Ein Kissen, dass es kneifen/beißen kann, erklären, dass es weh tut und wenn das Kind nicht aufhört hab ich es abgesetzt, oder bin weg gegangen, mit der Erklärung, dass mir das weh tut und ich es so nicht tragen kann/Abstand nehmen muss

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Gleich vorne weg, kinder Zähne tun verdammt weh😅
Vielleicht würde es helfen lauter und übertrieben aua zu sagen und dementsprechend ein wenig "zu weinen", auch die Situation verlassen könnte eine andere Möglichkeit sein.
Es dem kind gleich zu tun könnte, je nach Charakter des kindes, in verschiedene falsche Richtungen gehen.
Vielleicht zieht es sich mit der zeit eher zurück oder aber die Situation schaukelt sich jedesmal ein Stück weiter hoch, genauso könnte es passieren das das kind weiter macht, weil es dadurch natürlich eine gewisse Aufmerksamkeit bekommt. Alles nur Vermutung aber gerade wenn es sich jedes Mal ein bisschen mehr hochschaukelt, wie möchte man dann aus diesem Kreislauf wieder heraus?

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Ich habe das Beißen umgeleitet. "Nein, ich möchte nicht gebissen werden! Beiß da rein!"
Er bekam dann zB ein Kuscheltier, ein kleines Kissen oder wenn gar nichts zu greifen war den Saum von meinem Shirt. Irgendwann hat er es verstanden und diese Dinge automatisch genommen.

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...und wenn das Kleinkind haut soll dann zurück gehaut werden?? Was für ein unfassbar schlechter Rat der Familie.
Ich würde niemals mein Kleinkind beißen.
Es ist bis zu einem bestimmten Punkt normal, dass das Kind beißt, zum Beispiel wenn es frustriert oder wütend ist. Es kann sich noch nicht ausdrücken. Sobald sich der Wortschatz erweitert, wird in der Regel weniger gebissen.
Wir haben Junior aus der Situation genommen und ihm mehrmals erklärt, dass das Beißen weg tut.
Bei uns war es eine kurze Phase und ist auch schon wieder vorbei.

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Für mich keine Option.
Was soll das Kind daraus lernen? Wenn meine Eltern das machen, wird das schon richtig sein.

Wenn mich jemand haut, haue ich zurück. Ich finde die Ratschläge nicht sehr an moderne Erziehungsformen angepasst, sondern dieses typische von früher, wo mit einem Klaps auf den Po auch nicht sparsam umgegangen wurde.

Ich würde dem Kind deutlich machen, dass mir wehtut, wenn ich gebissen werde und versuchen die Situation zu beenden. Bei manchen Kindern braucht man da vielleicht einen längeren Atem.

Ich habe als kleines Kind übrigens auch viel gebissen, so heißt es zumindest. Meine Eltern bekamen den Rat mich dann im Bad einzuschließen. Was auch immer da der Lerneffekt sein sollte, wenn ein kleines Kind eingeschlossen wird und glaubt die Familie ist weg.

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Wäre keine Option für mich. Genauso wie zurückzuschlagen. Das Kind ist ein Jahr alt und quasi noch ein Baby. Es weiß nicht, dass es weh tut, wenn man beißt, weil ihm jegliche Empathie fehlt. Wenn man als Mutter dann ebenfalls beißt, nimmt das Kind nicht mit "Oh, das tut weh, dann lasse ich das mal.", denn zu so einem Perspektivwechsel ist es nicht fähig. Sondern es lernt: Wenn ich beiße, tut meine Mama mir weh. Um diese Strafe zu vermeiden, beißt es nicht mehr. Das Ziel wird erreicht, aber um welchen Preis? Das würde ich nicht wollen. Und wenn man ds 1000x sagen muss, ist das zwar anstrengend, fruchtet aber auch. Hat es zumindest bisher bei unseren Kindern.