Umgang mit Süßigkeiten in Euren Familien

Liebe Urbinis,

wie handhabt ihr den Umgang mit Süßigkeiten in Euren Familien und mit Euren Kindern?

Unsere Tochter ist 4 sie ist normalgewichtig, viel draußen und hat eine gute Kondition. Mein Mann und ich sind übergewichtig.
Schon während der Schwangerschaft habe ich für mein Baby auf die Ernährung geachtet, sie hat immer gesundes bekommen und isst auch heute ausgewogen und eigentlich alles - nur Brot mag sie nicht. Bisher gab es eine Schublade in der immer ein paar Süßigkeiten drin waren und sie ab und zu was naschen durfte. In letzter Zeit wurde aus ab und zu aber ein mehrmals tägliches fragen und fordern nach Süßigkeiten und nachdem sie da öfter ein "nein" bekommen hat habe ich das Gefühl, dass ihr Drang danach nur größer wird.... Also habe ich mit ihr gesprochen über Zucker und gesundes und ungesundes Essen. Letzte Woche hat sie sich dann "heimlich" Süßigkeiten genommen. Ich will das Thema nicht zu groß machen, denn einmal ist sie absolut normalgewichtig und dann möchte ich natürlich nicht, dass sie einen Knacks bekommt und sobald sie selbstständiger ist sich Massen an Süßigkeiten kauft (so wie ich früher).... Nun gut also haben wir ihr eine Wochentüte gemacht, in der verschiedenes drin ist und sie darf es sich selbst einteilen. Das klappt erstmal ganz gut denke ich.
Nun waren wir die letzten beiden Tage jeweils bei Freunden zu Besuch, dort gab es Gummibärchen zur freien Verfügung. Sie hat am Freitag gegessen bis ihr schlecht wurde. Gestern fing sie wieder an möglichst viel in kurzer Zeit zu "stopfen", da bin ich dann eingeschritten....
Ich hab echt Sorge, dass sie keinen " gesunden" Bezug zu Süßigkeiten entwickelt, daher bin ich absolut offen für Tipps und freue mich zu lesen wie es in Euren Familien läuft!

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Da muss jeder seinen Weg finden

Bei uns läuft es ganz anders ....

Süßes steht absolut zur freien Verfügung von Beginn an.

Dadurch entsteht dieser "Drang" und dieses "unbedingt wollen" erst garnicht ,weil es ganz normal ist wie eine Gurke,Nudeln oder ein Stück Fleischwurst .

Süßes hat absolut keinen Stellenwert bei uns .

Sie dürfen zu jeder Tagzeit essen was sie wollen,wann sie wollen und wieviel sie wollen.

Ob es bei jedem Kind klappt,kann man pauschal natürlich nicht sagen.

Hier hat es bei 3 Kids super funktioniert.

Sie fragen genauso nach Schokolade,wie sie nach einer Banane fragen.

Es gab Mal Phasen,da haben sie viel gegessen,aber ich hab's ausgehalten und es hat sich reguliert

Sie wissen,dass zuviel davon nicht gut ist.
Aber es ist ja egal wovon man zuviel ist. Einseitig ist halt nie gut .
Nur Banane zu essen oder nur Salat wäre genauso "nicht gut" und einseitig .

Ich finde ,um so we iger Bedeutung man etwas gibt,um so normaler ist es und um so unwichtiger ist es

Durch dieses Reglementierung bekommt es einen Stellenwert,der nicht sein muss

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Genauso so handhabe ich das auch.
Ich habe schon immer das Süße einfach so stehen gelassen.
Für meinen Sohn (11J.) Ist das nichts besonderes mehr und er isst sehr selten Süßes.
Er hat zum Geburtstag (März) so eine Riesenkiste KitKat bekommen. Daraus fehlen genau 4 Stück. 3 davon hat er zu seinem Geburtstag verteilt und 1 am Geburtstag gegessen🤣
Es steht in seinem Zimmer ( so wie all seine Süßigkeiten) aber essen tut er es nicht wirklich.
Ich sortiere regelmäßig aus und gebe es an die Kinder meiner Schwester.

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Genauso halten wir es auch. Meine Tochter ist zwar erst 4, aber es läuft genau, wie von dir beschrieben. :-)

Sie hat trotz des vergleichsweise hohen Süßigkeitenkonsum ein perfektes Gewicht und selbst, wenn dem nicht so wäre, könnten wir jederzeit auf "gesündere" Süßigkeiten umsteigen. Den Unterschied würde sie nicht mal merken.

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was macht ihr selbst gegen euer Übergewicht?
Bei uns gab es immer Süssigkeiten im Überfluss, Noch heute haben wir eine Schokoladenschublade. Keiner von hat Übergewicht, manchmal braucht der Körper was Süsses für die Nerven.
Bei uns haben nur fremde Kinder im Übermass gegessen

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Bei uns gibt's die strikte Regel, dass es morgens nichts aus der Süßigkeiten -Schublade gibt. Erst nach dem Mittagessen. Also sozusagen feste Süßigkeitenzeiten :-) Nachmittags frägt sie ab und zu. Wenn wir draußen sind, frägt sie gar nicht.
Bei uns ist es so, dass die Fragerei durch die feste Regel, dass es morgens nix gibt, erheblich besser würde. Es machte für sie bald keinen Sinn mehr, morgens danach zu fragen.
LG

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Unsre nasch Regel ist das es nach dem Mittagessen Nachtisch gibt. Sonst nur zu besonderen Anlässen (Kuchen zu Geburtstagen/feiern nachmittags, Popcorn Mal zum Filmeabend/oder natürlich auch Mal Plätzchen etc zur Weihnachtszeit o.ä)
Dadurch das es feste Zeiten gibt kommt das Thema hier gar nicht auf den Tisch. Ab und zu vergreift sich mein Sohn wenn Besuch da ist heimlich an unsrer naschkiste und verkümelt sich laut kichernd mit seinem Kumpel in sein Zimmer 😎....das wird dann aber mit Einem Augenzwinkern abends kurz besprochen u d gut, kommt wirklich selten vor. Wenn die Kinder große süßlust habe , mach ich dann manchmal auch einfach Waffeln/Pfannkuchen oder nen Milchshake (alles ohne Zucker bzw mit Apfelmus dazu) mittags,oder Kekse mit sehr wenig Zucker bzw Honig das stillt dann auch erstmal die Lust .
Ich und mein Mann haben auch Übergewicht,achten aber daher sehr auf unsere Ernährung (Gewicht wird auch weniger 😁) mein großer ist ein Leichtgewicht (115cm auf 17kg),der kleine normal würd ich sagen (98cm auf 14kg😊

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Bei uns ist es auch ähnlich. Nach dem Mittagessen gibt es Nachtisch (Süßes aus der Süsigkeitenschublade) und ansonsten ab und zu mal Kuchen bei bestimmten Anlässen oder im Sommer mal ein Eis aus der Eisdiele, aber abgesehen vom Nachtisch gibt es bei uns nie Süßes. Da es so klar kommuniziert ist, gibt es dazu auch keine Quengelei

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Mein Sohn, auch 4 J, darf täglich etwas haben, die Schublade ist frei zugänglich, er kann da dran, aber muss fragen, wenn er was will, weil ich gerne sehen möchte, was er sich da rausnimmt.
ZB darf am Tag eine Milchschnitte oder einen Kinderriegel oder 5 Lachgummis oder 5 Mikado-Stäbchen.
Das Problem bei uns ist, er ist untergewichtig, regelmäßig beim Arzt zur Kontrolle und leider ein schlechter Esser, ich kann eher Sachen aufzählen, die er isst, als die, die er nicht isst, da die Liste endlos lang ist 😮‍💨
Ich will aber wirklich nicht, dass er hier einen ungesunden Bezug auf Zucker bekommt und wir mit der Kombi Untergewicht und viel Zucker noch mehr Schaden anrichten.
Zuhause hält er sich wirklich super an die Regeln, kein meckern oä, nur bei Oma, die ihm immer wieder was durchgehen lässt (auch in anderen Themen leider), da fragt er öfter.
Er hat noch nie so viel gegessen, dass er Bauchweh hatte oä, aber ich will nicht, dass es dort ausartet und Oma muss sich eben auch dran halten.
Woanders, wenn wir zu Besuch sind, hält er sich tatsächlich auch an die Regeln, dass es zB nur 5 Haribos sein dürfen.
Mal sehen, wie lange das noch so funktioniert.

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Wir Eltern sind zwar normalgewichtig, haben aber einen nicht allzu guten Umgang mit Süßigkeiten (was da ist, wird ziemlich schnell gegessen) und haben uns deshalb bezüglich der Kinder auch einige Gedanken gemacht. In den ersten 2 Jahren gab es fürs erste Kind nichts Süßes und es kamen auch keine schwierigen Situationen diesbezüglich auf. Im Sommer mit 2,5 gab es dann so zweimal pro Woche ein kleines Eis. Spätestens ab dem Kindergartenalter kann man Süßigkeiten ja nicht mehr unbemerkt fernhalten und Verbote erscheinen mir auch ungünstig. Dann kam der 4-Jährige vom Faschingszug mit einer riesigen Tasche (die auch zugeworfen wurde) voller Süßigkeiten nach Hause 🤷🙈. Also Süßigkeiten treten in unser Leben, ob wir wollen oder nicht und in immer größerer Menge 😒.

Also unsere aktuelle Regelung ist, dass wir Eltern keine typischen Süßigkeiten kaufen (machen wir auch für uns selbst nicht), aber wenn wir Besuch erwarten, backe ich zum Beispiel oft mit unserem Sohn einen Kuchen, von dem er dann so viel essen kann, wie er an dem Tag möchte. Außerdem sucht er sich beim Einkaufen meist einen Fruchtriegel aus (der gilt bei ihm als Süßigkeit). Eine Zeit lang hat er jeden Tag so einen Fruchtriegel gegessen, aber das ist durch die Faschingssüßigkeiten in Vergessenheit geraten. Was diese betrifft, haben wir ihm vorgeschlagen sie sich aufzuteilen und er hat dann von alleine nur einmal am Tag eine Süßigkeit aussuchen wollen. Bei uns ist das morgens nach dem Frühstück. Er genießt es dann sehr. Wir wissen, dass dann zeitnah Zähne geputzt wird und abends würde es viel mehr Quengeleien geben.

Wenn wir einen Ausflug machen, gibt es auch mal gemeinsam etwas süßes. Wenn wir irgendwo eingeladen sind und süßes frei herumsteht, darf er frei entscheiden, wie viel er isst (außer abends keine dunkle Schokolade, das macht uns allen die Nacht kaputt). Wenn er es übertreibt und es ihm danach nicht gut geht (z.B. Verstopfung, oder Bauchweh, oder nachts mit Heißhunger aufwachen, weil er abends nichts vernünftiges gegessen hat), dann besprechen wir mit ihm woran das liegt und das merkt er sich dann auch. Gestern waren wir auf einer Feier mit Buffet und er hat nachmittags sehr viele Süßigkeiten gegessen, aber immer erst gezeigt, was er vorhat zu essen. Irgendwann habe ich dann eben gesagt, dass ich jetzt eine Essenspause vorschlagen würde, damit abends noch Abendessen in den Bauch passt und er dann gut schlafen kann. Er wollte dann noch 3 Smarties (kein Problem) und dann war es für ihn völlig okay, mit dem Süßen aufzuhören. Hätte er weiteressen wollen, hätte ich ihn gelassen. Allerdings hätte es wahrscheinlich die ein oder andere negative Auswirkung gehabt und wir hätten das dann gemeinsam festgestellt. Das ist es ihm meistens nicht wert, deswegen fragt er auch uns Eltern um Rückmeldung, weil er merkt, dass wir die Konsequenzen oft besser einschätzen können.

Wir hatten jetzt letztens auch erstmals das Thema Gesundheit verschiedener Lebensmittel. Ich glaube es ging darum, warum wir nicht einfach unsere normalen Mahlzeiten durch Kuchen ersetzen. Ich habe ihm dann eben schon erklärt, dass in verschiedenen Lebensmittel unterschiedliche Stoffe drin sind, die der Körper braucht, um gesund und fit zu sein, und dass in Süßigkeiten viel zu wenig von diesen Stoffen drin ist und man dann weniger gesund/fit ist, wenn man den Bauch immer nur mit Süßigkeiten füllt und nichts von den anderen Sachen isst. Das hat er auch verstanden und akzeptiert. Über den Zusammenhang zwischen Gewicht und Essen haben wir noch nie gesprochen und ich habe es auch nicht direkt vor. Wobei es ja da eher um die Quantität (Menge der Kalorien) geht als um die Qualität (Art des Lebensmittels). Und in seine Essensmenge mische ich mich nicht ein. Bisher hat sein Körper das wunderbar selbst reguliert, da will ich nichts kaputt machen.

Also insgesamt fahren wir damit ganz gut, dass Süßigkeiten eher an bestimmte Anlässe geknüpft sind und dann nicht allzu viel begrenzt werden. Unser Sohn bestimmt aber im Alltag selbst, wie viel süßliche und wie viel herzhafte Lebensmittel er isst. Ich glaube manchmal koche ich zu "gesund" und er merkt beim Abendessen, dass ihm da noch was fehlt. Dann hört er nach einer Portion auf und isst noch ein Müsli (Naturjoghurt und Müsli ohne zugesetzten Zucker aber u.a. mit Trockenfrüchten). Oder in letzter Zeit wird nachmittags oft nach Erdbeereis verlangt (TK-Erdbeeren mit Joghurt und Banane püriert). Für meine Kinder ist auch Obst (z.B. Beeren, Melone, Birne, Mango, Trauben) ähnlich toll wie Süßigkeiten. Also wenn es vormittags in der Kita Mango gibt und nachmittags das selbstgemachte Erdbeereis, dann vermisst der 4-Jährige glaube ich an dem Tag nichts süßes.

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Bei uns sind die Süßigkeiten frei. Als meine Kinder noch kleiner waren, haben sie immer gefragt und auch meist etwas bekommen. Es gibt bis heute die Süßigkeiten in kleinen Schüsseln. Also keine Tüte Gummibärchen und daraus essen sondern sich ein paar rausnehmen in ein Schüsselchen. Dann noch einen Keks, ein Schokobon. Dadurch ist es nicht so viel.

Ich kenne viele Familien, wo alles reglementiert ist. Ein Freund meiner Tochter (da waren sie 5 oder 6) hat sich ungefragt an unseren Süßigkeiten bedient und stand mampfend in der Vorratskammer. Er darf sonst nur ganz wenig.

Meine Tochter hat meistens Süßhunger nach der Schule. Sie kommt um 16 Uhr nach Hause. Der Große ist Leistungssportler und achtet auf die Ernährung. Er isst meist wenig Zucker. Nur wenn er gerade einen Wachstumsschub hat. Bei ihm ist es mittlerweile so, wie ich es von vielen Männern kenne: er isst auf einmal ganz viel, ganzer Schokohase, Tafel Schokolade und dann ewig nichts. Seine Schwester schaut sich aber die gesunde Ernährung ab und beide machen sich häufig eine Bowl mit Joghurt, Früchten und Nüssen. Oder wir machen Eis aus gefrorenen Bananen und Heidelbeeren.

Meine Tochter und mein Mann sind normalgewichtig, mein Sohn etwas zu dünn, ich zu dick.

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Bei uns so:
Ich esse überhaupt keinen Zucker.
Papa hat seine Süßigkeiten-Vorräte, die gehen uns nichts an.
Der kleine "arbeitet" immer noch an seinem Osternest. Da biete ich ihm ab und zu sogar mal was an, damit es wegkommt, aber er mag gar nicht. Er ist drei und Süßigkeiten für ihn sind quetschies und der ganze andere Kram (freche Freunde usw.) aus der Drogerie.
Bei Oma gibt's ab und zu selbstgebackenen Kuchen und alle Schaltjahre bringe ich Schokolade mit, die ich in der Arbeit geschenkt bekommen habe.

Kein Konzept - hat sich so ergeben.
Aber ich muss schon sagen, dass ich es nicht möchte, dass das Kind sich an diese konventionellen Süßigkeiten (Kinder****) gewöhnt.
Es bringt dem Körper 0,0. Ebenso der Seele.

Schlechter Zucker, Kakao in der Regel in Zusammenhang mit Kinderarbeit gewonnen.... Muss nicht sein.

Ebenfalls die Nachtisch - Gewohnheit lehne ich ab.

Dennoch bin ich um Normalität bemüht 😅: wenn die Sonne so schön scheint, gehen wir entspannt ein Eis essen.

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Ich mag dein Konzept, das keines ist 😊👍

Wenn hier was Süßes eingefordert wird, gibt es Erdbeeren oder Banane oder, oder, oder. Funktioniert bislang super. Ab KiTa werden wir wohl umdenken müssen.

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Stimmt😅 und dann kommt noch die Schulzeit und das eigene Taschengeld 🫣🙈

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Hi,
wir sind da immer offen mit umgegangen. Die Jungs sind sportlich und normalgewichtig, aber doch auch leichtfuttrig, wie wir Eltern auch. Der Große hatte mit 12/13 eine Phase, in der er nah an der oberen Perzentile war, das hat sich aber komplett verstreckt. Er ist aber gar nicht so sehr der Süßkramesser.
Grundsätzlich essen wir wahrscheinlich alle hier zu viel Süßkram, wir Eltern bewegen uns im oberen Normalbereich, auch mal leicht drüber (ich aktuell nicht🤓), sprich wir haben unsere Speckansätze, da würde ein Verzicht sicherlich helfen😉. Aber ich koche schon ausgewogen, wir bewegen uns regelmäßig und haben keine gesundheitlichen Probleme, die auf die paar Extrapfunde zurückzuführen wären.
Als die Jungs noch kleiner waren, war das Zeug im frei zugänglichen Schrank, sie haben immer brav gefragt. Mittlerweile haben sie ihre Süßkramgeschenke auch in ihren Zimmern. Süßkram haben sie noch nie in sich reingestopft, woanders sind sie (bzw. waren sie damals) ohnehin eher zurückhaltend. Als ich den Kleinen letzthin fragte, ob er auch einer von denen sei, die z.B. in der Schule (ich hatte für meine Klasse Ostereier versteckt), sofort fragen, ob es noch etwas gebe, war er sehr empört und er findet diese Kinder auch ganz peinlich. Passt so für uns.

vlg tina