Hilfe bei Familienprobleme (Schwiegereltern)

Es geht darum, dass der Vater meines Mannes sich freiwillig hat einweisen lassen nachdem er erfahren hat, dass er Depressionen hat. Seine Frau ist jetzt in der Geschlossenen und ist nach wie vor sehr liebenswert und dankbar. Bei seinem Vater ist jedoch das Gegenteil der Fall. Er ist zum einen immer sehr fordernd (wenn er Sachen braucht) und zum anderen weiß er nicht ob er das Haus behalten will (was einer der Hauptgründe war warum es ihm jetzt so schlecht ging. Das ging schon seit Jahren so und er hat nie auf seine Kinder gehört). Teilweise hat er sogar drüber geredet, dass er nicht weiß ob er länger bei seiner Frau bleiben will (die ihn trotz seiner egoistischen Art noch sehr lieben zu scheint).

Das Problem ist, dass er ständig mit seinen Überlegungen hin- und herspringt. Mal überlegt er mit seiner Frau in betreutes Wohnen zu gehen, dann will er doch lieber im Haus bleiben. Dann sagt er wieder, dass er nicht weiß ob er jemals wieder dort rauskommt... was natürlich auch für die Kinder psychisch belastend ist. :-(

Wie würdet ihr mit der Situation umgehen? Momentan fahren sie alle zwei Wochen zu ihren Eltern und erledigen die Besorgungen für sie. Ich merke nur, dass mein Mann immer wieder genervt von seinem Vater ist. Ich habe aktuell nur noch Kontakt mit seiner Mutter, da mich die Situation selber runterzieht (ich bin selber mit Depression diagnostiziert seit über 10 Jahren). Jedenfalls zieht sich das jetzt schon seit einigen Wochen so und ich merke einfach wie hilflos mein Mann ist.

Seine Mutter ist wie gesagt immer sehr verständnisvoll. Fragt auch Mal nach wie es den Kindern geht. Während der Vater nur an sich denkt und auch nur über sich redet (zumindest hat laut meinem Mann er noch nie nach ihnen gefragt in den letzten Wochen). Es ist einfach schade wie sich das alles entwickelt und ich bin oft ratlos. Seine Eltern sind halt noch keine Rentner und eigentlich wollen die beiden Geschwister (die Partner natürlich auch) ihr Leben noch genießen. Was unter den Umständen gerade durch seinen Vater erschwert wird. (Seine Mutter wünscht sich einfach nur eine schöne Zukunft für ihre Kinder und unterstützt sie, obwohl sie kaum etwas hat, aufgrund ihrer eigenen psychischen Krankheit: Borderline. Während sein Vater noch mehr als genug hat, aber meist nur einseitig das eine Geschwisterteil unterstütz). :/

Habt ihr einen Rat wie ich ihm helfen kann?

Ich will auch keine Ferndiagnosen aufstellen, aber er verhält sich halt gerade sehr egoistisch gegenüber seinen Kindern und in manchen Punkten auch echt undankbar dafür, dass die Kinder gerade spontan immer sich auf die neue Situation einstellen müssen. :-[

Danke für jeden Ratschlag. #herzlich

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Also sind beide Eltern deines Mannes krank? Und beide aktuell in Behandlung?

Vielleicht gibt es Gruppen für Angehörige? Oder dein Mann sucht sich selbst mal eine:n Therapeut:in?

Sein Vater ist krank. Du hast ja eine ungefähre Ahnung, wie es mit Depressionen ist (wobei die sich ja auch unterschiedlich äußern), aber scheinbar kann dein SV nicht aus seiner Haut! Dein Mann sollte sich da emotional distanzieren. Er kann geben, soviel er bereit ist zu geben und kann und darf klare Grenzen setzen.
Und deutlich sagen, wenn er grade nicht helfen kann oder über bestimmtes nicht reden möchte.

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Meinen Mann selber geht es gut, aber es belastet ihn halt, dass sein Vater oft sehr fordernd ist. Ja, beide sind gerade in Behandlung. Sowohl die Mutter, als auch der Vater. Wobei die Mutter vorher schon mit Borderline diagnostiziert wurde. Also das läuft schon seit vielen Jahren so.

Ja, das weiß ich. Das ist nicht immer einfach und ich hab ja auch Verständnis, aber es ist halt nicht abzusprechen, dass er gerade sehr fordernd ist und nicht viel Rücksicht auf die eigenen Kinder nimmt. Was ich auch sehr schade finde, da ich ihn ja auch als Schwiegervater immer sehr gern hatte.

Das ist ein guter Tipp. Das werde ich auch so weitergeben. Danke für die schnelle Antwort.

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Sich abzugrenzen ist schwer, grade wenn der andere viel fordert. Aber nur, weil er es fordert, muss dein Mann dem nicht nach kommen ;) im Gegenteil!