Mein Mann ist kaum „Vater“ was tun?

Guten Abend allen

Mein Mann und ich haben vor knappt 3 Monaten unser erstes Kind bekommen, absolut gewünscht. Wir sind beide 29 Jahre alt und seit 6 Jahren ein Paar, drei davon verheiratet. Er arbeitet Vollzeit, oft im Homeoffice und ich bin in Elternzeit

Wir haben während der SS viel miteinander gesprochen, wie wir unser Familienleben gestaltet wollen, dass er seine Zeit zuhause genau so intensiv mit dem Kind nutzen möchte, wie ich es tue.

Nun ist unser Kind schon auf der Welt und bis auf ein bisschen spielen und kuscheln (insgesamt vielleicht 60 Minuten am Tag) egal ob an freien Tagen oder nicht, ist da nicht. Ich habe es mehrfach angesprochen und jedes Mal wird Besserung gelobt aber nichts geändert, außer ich fordere explizit etwas ein.

Er hat unser Kind bisher 1 mal gewickelt, ganz am Anfang. Sobald der kleine weint werde ich dazu gerufen und er ist überfordert. Er weiß nicht mal wirklich wo all seine Sachen sind. Wenn er zuhause ist und das ist er häufig, da er die Arbeit im HO schnell erledigt, dann wird gezockt am Handy oder an der Konsole.
Haushalt, Termine, Erledigungen usw. Mache auch alles ich.

Ich bin unglücklich, distanziere mich von ihm und bin unendlich traurig, weil mein Kind mir leid tut. Er sieht sich als super Vater, das ist er aber nicht.

Wie soll denn das Kind eine Bindung mit ihm aufbauen? Vorher wurde alles so anders besprochen und nun habe ich das Gefühl, dass ich ein 2. Kind zuhause habe.
Mein Umfeld hat auch bereits bemerkt, dass er sich ja quasi gar nicht um das Kind kümmert.

Ich möchte die Familie nicht einfach hinschmeissen aber ich möchte auch nicht, dass es weiterhin so verläuft. Weder für mich, noch für unser Kind.

Wenn ich ihn darauf anspreche fühlt er sich angegriffen und antwortet dementsprechend auch.

Psychisch nimmt mich das sehr stark mit. Ich hoffe, dass ich hier vielleicht andere Wege aufgezeigt bekomme oder einfach nur Aufmunterung.

3

Du musst deinem Mann klarmachen, dass er mit seinem jetzigen Verhalten den Grundstein für die spätere Vater-Kind-Beziehung legt. Kinder spüren in dieser frühen Phase sehr, sehr genau, wer für sie da ist und wer nicht. Sie werden sich später zwar nicht bewusst daran erinnern, aber unterbewusst wissen sie ganz genau, wer es gut mit ihnen meint.

Ich denke, dein Mann muss sich die Frage stellen, was für ein Vater er sein möchte. Will er ein Boomer-Daddy sein, der die Kohle ranschafft, aber nur das Nötigste mit dem Kind macht oder möchte er ein moderner Vater sein, der bewusst und viel Zeit mit seinem Kind verbringt. Von der Beantwortung dieser Frage hängt maßgeblich ab, welche Beziehung sein Kind später zu ihm haben wird. Daher soll er sich sehr gut überlegen, was er tut.

Mein Sohn ist jetzt 21 Monate alt. Ich habe immer so viel Zeit wie möglich mit ihm verbracht. Habe ihn gewickelt, bin nachts aufgestanden, um ihn zu füttern etc. Ich WOLLTE ein präsenter Vater sein, weil ich meinen Sohn liebe. Und jetzt streiche ich dafür den Lohn ein. Mein Sohn kommt genauso oft zu mir wie zu meiner Frau. Wenn er sich weh tut, kommt er auch zu mir, um sich trösten zu lassen. Er zeigt mir, dass er mich liebt und dass er weiß, dass er sich auf mich verlassen kann. Ich denke nicht, dass das so wäre, wenn ich ihn in den ersten Monaten mit Ignoranz gestraft hätte.

Ein guter Vater zu sein, bedeutet halt nicht, dass man nur da ist, wenns Spaß macht oder cool ist, sondern gerade auch dann, wenn es hart ist und wenn von Seiten des Kindes nicht so viel zurück kommt.

8

das dtimmt so nicht, mein sohn war fast 2 als er seinen Zieh vater kennenlernte, als sein 1. verstarb war er 8 monate allt und hat daran gar keine Erinnerung, und sie haben eine super Beziehung.
er st sich unsicher, würde ich sagen und du kannst nichts erzwingen.

10

Klar, aber das kannst du dich gar nicht vergleichen. Vermutlich wirst du dein 2-jähriges Kind nicht sofort mit deinem Partner allein gelassen haben, sondern die Beziehung hatte Zeit zu reifen.
Da der Mann der TE ja bereits ab Geburt anwesend ist, ist ihr mit spätestens 2 Jahren wirklich daran gelegen, dem Vater das Kind über mehrere Stunden, vielleicht sogar über Nacht anvertrauen zu können. Dann erst anfangen zu müssen, die Bindung zwischen beiden zu festigen, ist mehr als ätzend für alle Beteiligten.

weitere Kommentare laden
1

Oh je, das kenne ich leider auch. Tatsächlich genau so, wie du es beschreibst.
Wir haben so viel gestritten deshalb und ich hab ernsthaft überlegt, die 13 vorangegangenen Jahre hinzuschmeißen und zu gehen.
Und plötzlich, als unser Sohn ca. acht Monate alt war, hat sich mein Mann um 180 Grad verändert und ist seitdem ein richtig, richtig toller Papa.
Rückblickend sagt er, er war völlig überfordert mit dem Neugeborenen. Dieses klebte in den ersten Wochen an mir und er fühlte sich überflüssig. Je mehr unser Kind in Interaktion treten konnte, desto besser wurde es mit den beiden. Heute kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, dass es jemals anders war - und das, obwohl es aktuell mit unserem zweiten Kind (3 Monate) wieder genauso läuft...
Ich glaube, manche Männer können mit kleinen Babies einfach nichts anfangen und fühlen sich unwohl.
Ich drücke dir die Daumen dafür, dass es bei euch ebenfalls nur eine "Phase" ist und diese schnell vorbei geht! 🍀

2

Danke für deinen Beitrag ❤️

Mein Mann sagt auch manchmal, dass er glaubt, dass das alles noch kommt wenn er beispielsweise laufen kann und eben ins Alter kommt „wo er was mit anfangen kann“.

Dennoch fühle ich mich aktuell ziemlich alleine, obwohl wenn ich ihm etwas sage, er es auch macht aber von selbst kommt da nicht viel außer bisschen kuscheln. Die Verantwortung liegt aber irgendwie nur auf mir und ich finde das schade. Ich hatte irgendwie ein anderes Bild von uns als Familie und habe Angst, dass es nicht besser wird.
Gleichzeitig ist es mir auch beispielsweise vor meiner Familie unangenehm, die schon angemerkt haben, dass er sich ja kaum mit dem Baby beschäftigt und alles an mir hängt.

Ich bin total unglücklich mit der Situation aktuell und denke mir wirklich leider, dass ich alleine wohl besser dran wäre. Natürlich möchte ich nicht einfach hinschmeissen aber momentan geht es mir damit sehr schlecht und ich habe das Gefühl, dass unser Kind gar keine richtige Bindung zu ihm aufbauen kann.

17

Ach Mensch, hier ein ähnliches Bild. Hoffen wir, dass es besser wird, wenn die Kleinen sich besser äußern können.

Meiner hat gestern unser funf Monate altes Töchterchen zum ersten Mal abends zum Einschlafen gebracht. Prompt wollte er mir dann erklären, wann ich sie zu stillen habe nachts.

Vor dritten ist es bei uns im übrigen komplett anders. Da ist er der Vorzeigepapa und liest ihr und mir jeden Wunsch von den Augen ab. Daheim verschwindet er nach Feierabend an den Rechner und wart nicht mehr gesehen.

weitere Kommentare laden
4

Vielleicht hat er Angst oder ist überfordert? Fühlt sich kontrolliert?

Meiner Erfahrung hilft es oft, wenn die 2 „da durch“ müssen. Sprich: du gehst mal für 1-2 Stunden weg ;) am besten, wenn das Kind grade gestillt wurde, falls du stillst.

Geh spazieren, mach dabei das Handy aus und dann ist er am Zug. Dann MUSS er es hinbekommen 😅

Was auch oft hilft: eine feste Aufgabe. Bei uns war bei Motte baden Papa Sache. Dazu gehört Wickeln, ausziehen, dann baden, danach evtl einölen/cremen und kuscheln, neue Windel und anziehen.

Und im Gespräch bleiben, auf keinen Fall resignieren und alles selbst machen!

„Tom, ich weiß du bist genervt und willst nicht drüber reden. Aber wir müssen! Es geht um unser und somit auch DEIN Kind!“ und dann redet! Evtl mit der Hebamme? Vllt mag er mal alleine mit ihr sprechen?

23

Das sind gute Vorschläge. Zumindest ich musste lernen nicht immer meine Ratschläge zu verteilen nur weil ich geübter war und auch wenn er z.B. morgens einfach das Kind nach dem wickeln im Schlafanzug gelassen hat. Ich es aber definitiv umgezogen hätte. Und noch viele andere Kleinigkeiten. Das hat meinen Mann schwer genervt und er war kurz davor bevor er ständig angeraunzt wird nichts mehr zu machen. Anders ist nicht sofort falsch oder schlecht.

6

Erstmal: das klingt wirklich belastend für dich.
Ich kann das so nicht nachfühlen, weil mein Mann da anders ran gegangen ist. Er hat viel gewickelt, hat von mir eingefordert, dass ich ihn das allein machen lasse. Das erste was er gemacht hat, wenn er nach Hause kam, war den Kleinen zu nehmen. Heute hat er ein super Verhältnis zu beiden Kindern (1 und fast 3 Jahre alt). Sie toben mit ihm, lesen, lassen ihn im Normalfall alle Aufgaben übernehmen, außer Zubettgehen mit Nummer zwei und selbst das geht, wenn ich nicht da bin.
Ich schließe mich zwei Dingen an, die hier genannt wurden:
Ich glaube dass Papas oft mit sooo kleinen Kindern nicht viel anfangen können. Ich glaube aber auch, dass sie „da durch“ müssen. Denn „wenn er laufen kann“ ist viel zu weit weg, als dass man dann anfangen kann eine Beziehung mit dem Kind aufzubauen.

Mein Tipp wäre auch:
Setzt euch hin und überlegt, wie ganz konkret die Aufgaben verteilt werden können. Wünsch dir von deinem Mann doch zum Beispiel, dass er an jedem Samstag Wickeldienst hat. Bei uns war das abendliche Umziehen immer Papasache. Die beiden haben auf der Wickelkommode zwanzig Minuten Quatsch gemacht und ich war währenddessen entspannt im Bad und habe geduscht oder Ähnliches. Das war Exklusivzeit für Papa und Kind. Mein Mann hat zudem unsere Söhne viel in der Trage gehabt wenn er am Wochenende zuhause war Oder ist für Schläfchen sehr lange spazieren gegangen.

Nimmt dein Mann Elternzeit? Wenn ja: sorge dafür, dass er dann mindestens halbe Tage ohne dich mit Kind zu tun hat. Dann „muss er ran“, wie es oben schon hieß. Mein Mann war leicht besorgt, hat sich aber von mir einen Tagesplan hinlegen lassen und gemacht und am Ende gingen mit Papa Sachen, die bei Mama in Geschrei endeten.

Bearbeitet von primela
7

Aus meiner Erfahrung hilft einfach Baby in die Hand drücken oft besser als reden.
"Das Kleine hat die Windel voll und ich muss dringend XYZ machen. Bitte wickle es."
"Bitte Bade du den Zwerg, ich hab noch 1000 Sachen zu erledigen"
Und das immer und immer wieder. Es gibt leider einfach Männer, die muss man zu ihrem Glück zwingen. Nach den ersten paar Mal ist irgendwann die Scheu verloren und es klappt von selbst.

Auch bei der Ehre packen hat in Bekanntenkreis schon funktioniert ala "Du willst doch ein toller, fürsorglicher Vater sein oder etwa nicht?! Du schaffst das bestimmt, das Baby zu beruhigen. Ich vertraue dir!" Kind auf den Arm und dann aber weggehen und ihn machen lassen.


Alles Gute

Bearbeitet von drawernisvoll
11

Hallo!

Das Problem ist, daß Du ihn machen läßt. Ja, Du redest mit ihm, aber im Endeffekt kümmerst Du Dich doch wieder.

Weint das Baby, sage ihm, daß er sich kümmern muß, ob er will oder nicht. Da liegen Windeln, da ist etwas zum anziehen und zieh Dich dann da vollkommen raus. Will er sich mit "ich weiß aber nicht, ich kann aber nicht....." rausreden, dann sage ihm, daß er ein erwachsner Mann ist und entsprechend handeln soll.

Nörgelt er wieder, dann frage ihn, wie er sich das vorstellt, wenn Du plötzlich ausfällst, z. B. durch einen plötzlichen Krankenhausaufenthalt. Denn dann muß er ran, oder ob er sich die Blöße geben will, um Hilfe zu rufen, weil er es als erwachsener Mann nicht schafft, sich entsprechend um sein Baby zu kümmern.

Viele Grüße
Trollmama

13

Ich glaube dein Mann braucht einfach nen festen Plan. Er kommt eben nicht von allein drauf, nur wenn du ihn bittest, also setzt euch zusammen und legt feste Zeiträume fest, wo er dran ist. Mit allem was das Kind betrifft und das aber nur denn, wenn er nicht arbeitet. Auch im Homeoffice ist er nicht fürs Kind oder Haushalt oder anderes da. Da arbeitet er. Wie produktiv ist nicht dein Thema.
Ich denke so wird er sicherer mit dem Baby und erkennt - vielleicht - irgendwann von allein was zu tun ist und muss dich nicht mehr rufen.
Das erste Babyjahr ist hart für die Beziehung. Ich war mit dem Vater meines Kindes auch 6 Jahre zusammen bis wir unseren Sohn bekamen und unsere Beziehung hat das nicht überlebt.
Wir waren nicht im Gespräch, wir sind nicht aufeinander eingegangen. Es lag durchaus auch an mir, weil ich zur Glucke mutiert bin und sich mein Leben nur ums Wohlergehen des Baby gekreist ist und er eben meinte, das muss nicht so sein. Das wird bei euch vielleicht anders sein, aber euer Leben hat sich komplett geändert und muss sich eben zurecht schütteln und da müsst ihr beide dran arbeiten. Zwischen Theorie und Praxis liegen hier Weltern.
Ich wurde für meine Meinung hier schon mal angegangen, aber ich glaube tatsächlich, dass wir Frauen - weil ab Minute 1 das Baby auf der Brust - schneller im neuen Leben sind, als Männer, die eben durch die Arbeit nicht non-stop dabei sind.
Würdest du arbeiten gehen und dein Mann zu Hause sein, wäre er sehr wahrscheinlich da schon ganz anders drauf.

Mein Tipp also - aus eigener Erfahrung: verliere dich nicht im Frust. Bleibt im Gespräch und vielleicht helfen eindeutige Aufgabenaufteilungen - wo du ihn aber auch machen lassen musst, ohne es besser zu wissen ;-)

In Summe fand ich das Babyjahr aber auch ziemlich Mist. Überhaupt die Kleinkindzeit mega anstrengend und diese Angespanntheit führt ja auch oft dazu sehr empfindlich zu sein.

Wird schon werden :-)

14

Hast Du zusammen mit dem Baby und der Plazenta noch ein Handbuch "Umgang mit einem Neugeborenen" rausgepresst? Nein?

Musst Du auch alles lernen? Ausprobieren, was hilft? Das ist alles keine Raketenwissenschaft. Auch Mütter sind überfordert und manchmal sogar genervt. Hilft aber nix. Das Kind ist jetzt da und hat jetzt Bedürfnisse, die befriedigt werden müssen, und da es nicht nur ein Elternteil hat, sind eben beide dafür zuständig.

Vielleicht ist ihm nicht klar, dass bei Dir auch nicht alles automatisch kam, dass Dein Wissen über das Kind und Deine Fertigkeiten im Umgang mit dem Kind erworben sind. Das kann er auch. Und je weniger Vorsprung er Dir da gibt, umso weniger dämlich wird er sich fühlen, wenn er was nicht hinkriegt. Das ist auch eine Warnung an Dich, keinesfalls auf das "wenn das Kind größer ist und er mehr damit wird anfangen können, dann ändert sich das schon!" zu hoffen. Du bleibst nämlich die mit dem exklusiven Expertenwissen, wie man einem Kind die Windel wechselt, auch wenn es auf dem Wickeltisch den Aal macht, wie man es ins Bett bringt und tröstet. Und er bleibt der seltsame Mann, der auch in Eurer Wohnung wohnt und ab und an Faxen mit dem Kind macht.

19

"Hast Du zusammen mit dem Baby und der Plazenta noch ein Handbuch "Umgang mit einem Neugeborenen" rausgepresst?" #rofl
Ja, ich glaube viele Männer denken das wirklich, ohne es böse zu meinen.

An die TE: Ich war bei Kind 1 3 Tage im Krankenhaus. Papa hat dem kleinen also ein paar Stunden gesehen und ist dann ab nach Hause, erstmal schlafen. Ich lag mit dem kleinen Wesen auf der Brust und vollkommen überfordert da. Noch nie eine Windel gewechselt, noch nie ein Baby gehalten. Hilft nix, die Lernkurve war steil. Ich konnte dann auch nicht abhauen, bis die Wickelzeit vorbei ist, einer muss ja da sein. Kommt man dann nach 3 Tagen heim, wirkt es für die Väter so, als wären ihre Partnerinnen Naturtalente, ist aber nicht so, das ist einfach Übung.

Ich denke auch, er ist überfordert. Friss das nicht in dich hinein. Sprich ihn darauf an. Vielleicht kannst du auch erklären, dass du genauso überfordert bist/warst wie er und dass es mit Übung schnell leichter wird. Mach dir Termine, an denen du weg bist und er alleine mit Kind ist (Kaffee trinken, Friseur, Rückbildungskurs). Dann muss er es schaffen und das wird er auch.

21

Das kann ich nur unterschreiben! Diese Spirale haben wir durch, ich habe mich die ersten 2 Jahre fast ausschließlich alleine um das Kind gekümmert - mit den ähnlichen scheinheiligen „Argumenten“ Selbstverständlich bin ich da selbst schuld, aber manchmal merkt man es einfach nicht, dass sich eine unschöne Dynamik entwickelt hat. Nachdem ich gedroht habe zu gehen, hat er sich angefangen zu bemühen mit entsprechenden inneren großen Wiederständen, da er ja quasi von 0 angefangen hat und ich es „besser“ konnte. Ende vom Lied: Selbst jetzt mit über 3 stimmt die Beziehung hinten und vorne nicht, ich bin leider mit ganz viel Abstand immer die erste Wahl.
Je länger er sich da „rausreden kann“ desto mehr manifestieren sich die Unterschiede. Ich bereue es ehrlich, da nicht aktiver eingefordert zu haben! :/

15

Männer können alles genauso gut wie Frauen, außer Stillen.
Unser Baby ist genauso alt wie eures und mein Mann war von Anfang an eingebunden, weil er eben ein auch eine gute Bindung zu unserem Kind aufbauen möchte und es innig liebt. Wickeln hat er bereits im Krankenhaus gelernt.
Da würde ich ansetzen. Wenn er sich Wickeln nicht zutraut, weil er es erst einmal gemacht hat. Dann soll er zweimal bei dir zusehen, wie es geht und danach siehst du 2x bei ihm zu und dann kann er das und hat das dann auch regelmäßig zu übernehmen. Übung macht bekanntlich den Meister 😉
Ich gehe auch hin und wieder alleine weg, zur Rüchbildung, Sport etc. Und genieße meine Me-Time. Die Mütter mit Kind können bei der Rückbildung nie so gut mitmachen, weil das Kind gestillt, bespaßt, getragen werden möchte.
Rede am besten nochmal mit ihm. Nicht mit Vorwürfen, sondern als Ich-Botschften und Wünsche, zB.: "Ich möchte nicht die einzige sein, die wickelt. Ich wünsche mir, dass du auch wickelst". Eventuell geht auch ein Grad härter: "ich erwarte von dir, dass du auch wickelst."
Ich wünsche euch alles Gute ❤
Liebe Grüße, jukimaus