Wie kann eine Oma von ihren Enkelkindern so genervt sein?

Hallo zusammen, wie kann eine Oma von den eigenen Enkeln so genervt sein? Zumal sie sich ausdrücklich ein Mehrgenerationenhaus gewünscht hat. Was wird sie sich darunter nur vorgestellt haben? Wahrscheinlich so…. So lange sie niemanden braucht zurückgezogen leben ohne einen anstrengenden Kontakt und wenn sie später mal Hilfe brauch, sich gut versorgt zu wissen. Aber es ist natürlich sehr schwierig jemanden im Alter zu helfen, wenn dieser selbst beim Besuch eine total abweichende Haltung bzw. rausgeworfen wird, weil die Oma jetzt ihre Ruhe haben will. Dieses passiert jedesmal! Es hat noch nie einen Besuch von den Enkelkindern gegeben, ohne irgendeine negative Äußerung.
Entschuldigung für meine vielen negativen Gedanken. Aber es ist hier eine echt sehr anstrengende Situation.
Hier ausziehen ist leider nicht möglich, weil sie bereits vorgesorgt haben, dass wir es uns mittlerweile nicht mehr leisten können. Sie haben ihre eigenen Söhne in meinen Augen über den Tisch gezogen. Sie haben sie finanziell an sie gebunden.
Es war ein Fehler von ihnen, aber nicht mehr zu ändern.

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Ich gebe zu, wir haben in unserem Umfeld Kinder welche derart drüber und schlecht erzogen sind, dass ich wirklich jedesmal schwerst genervt bin. Da spielt der verwandtschaftliche Grad keine Rolle, Nervensäge bleibt Nervensäge.

Du kannst dir den Einwand, deine Kinder sind die nettesten, besten und liebsten Kinder überhaupt sparen, dass sagen alle Eltern ob es stimmt oder nicht. Oft gibt es hier Beiträge über Nachbarn welche sich über Dauerkrach beschweren, bei denen sich gegenseitig bestärkt wird auf keinen Fall Rücksicht zu nehmen, weil Kinder eben Kinder sind und überhaupt.
Daher wäre ich sehr an der Begründung interessiert, weshalb sie so genervt ist.

Warum man sämtliche Kinder über den Tisch ziehen kann, verstehe ich nicht so ganz. Noch weniger, warum die Schwiegertochter sehenden Auges gleich mit ins Unglück rennt.

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Das tut mir natürlich leid, dass das Zusammenleben nicht so harmonisch ist, wie ihr euch das vorgestellt habt.
Wenn ihr nicht ausziehen könnt, müsst ihr die Situation einfach so hinnehmen. Bei dämlichen Kommentaren auf Durchzug schalten. Kinder lernen das schneller als Erwachsene. Ansonsten akzeptieren, dass die Frau ihre Ruhe haben will. Halt nicht mehr hingehen. Wenn sie mal Hilfe braucht, würde ich das tun was notwendig ist aber eben keinen Handschlag mehr. Eigentlich sind dafür auch die Söhne verantwortlich.
Vielleicht kann sie auch einfach nicht so gut mit Kindern oder wird altersstarrsinnig.

Bearbeitet von astrido90
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Wow, wow, wow.... Du bist gerade echt hoch, merkt man.

Aber, es gibt immer eine Möglichkeit etwas zu ändern, auch bei Senioren, die mit ihrem Holzkopf " ihre Welt" bestimmen wollen. Das wird nicht schön und es gibt böses Blut, aber auch SIE wird nicht ausziehen können.


Schließ dich mit ihren Söhnen zusammen, ich vermute davon ist einer dein Mann?! und überlegt, wie ihr gemeinsam, und nur so geht es, Oma wieder in die Spur kriegt. Man braucht sich nicht so viel gefallen zu lassen, es ist auch dein zu Hause, auch du musst dich da wohlfühlen. Und wenn es finanziell so ist, wie du schreibst, dann war ihr es schon bewusst auch mit dir zusammen leben zu müssen.

Laß es richtig knallen, das ist mies, aber sonst ändert sich nichts.
Vielleicht Hilfe holen? Seniorenberatung? Bei der Stadt oder einer karitativen Organisationen , AWO etc?

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"dieser selbst beim Besuch eine total abweichende Haltung bzw. rausgeworfen wird, weil die Oma jetzt ihre Ruhe haben will. Dieses passiert jedesmal! Es hat noch nie einen Besuch von den Enkelkindern gegeben, ohne irgendeine negative Äußerung."

Wieso muss es denn "knallen", was ist denn so "mies", das die Oma dringend wieder "in Spur" gebracht werden muss?

Ja, sie zieht sich innerhalb des Mehrgenerationenhauses zurück.

Ja, sie ist offenbar gestresst von den Besuchen der kleinen Kinder und kommuniziert deutlich, dass sie mehr Ruhe braucht.

Wäre da nicht das Naheliegende, sie nicht mehr unaufgefordert in ihrem Teil des Hauses zu besuchen und sie einfach "in Ruhe zu lassen"? Warum muss man jemandem seinen Besuch und Kontakt aufzwingen mit "knallen lassen" und Vorwürfen?

Ich lese hier nichts raus, das sich die Oma auch ggü der TE in deren Bereich übergriffig verhält, da wäre es was anderes. Aber es geht der TE ja explizit um das Zurückziehen und das "Rausgeworfenwerden" bei Besuch, weil Oma ihre Ruhe braucht? Warum kann man nicht einfach akzeptieren, dass es introvertiert Menschen gibt, die zwar gern andere in der Nähe haben, aber auch schnell "zu viel" Nähe? Und warum muss man deren deutlich kommuniziert Grenzen immer so dringend mit der Dampfwalze plattwalzen, weil man irgendwie der Meinung ist, nur weil man unter einem Dach lebt, hat der andere kein Recht auf Privatsphäre in dem Maß, wie er/sie es braucht??

Die Oma rennt nicht in den Bereich der Familie, mischt sich nicht ein, ist auch sonst nicht übergriffig oder "böse" - sie braucht nur offenbar mehr Ruhe bzw kürzere Besuche und sagt das auch.

Ich verstehe das Problem ehrlich nicht. 🤷‍♀️

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Ich seh das wie du…
Oma möchte offenbar nicht Dauer nanny spielen und muss jetzt „in die Spur“ gebracht werden…

Wäre es umgekehrt und Oma stünde immer bei Schwiegertochter auf der Matte, wären die Kommentare anders ausgefallen!

Was besseres als jedem seinen Freiraum zu lassen kann doch beim Zusammenleben in einem Haus gar nicht passieren…

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Naja, wenn man mehrmals rausgeworfen wird und negative Kommentare bekommt, geht man halt nicht mehr hin.

Wenn "zurückgezogen" leben trotz des gemeinsamen Hauses möglich ist, ist doch alles chic.
Vielleicht nicht das, was du dir erhofft hast.

Je nachdem, wie offen man kommunizieren kann, könnte man das noch einmalig ganz klar ansprechen und eventuelle Konsequenzen aufzeigen. Muss man aber auch nicht.
Wer seine Enkel (ich nehme an Kleinkinder) nicht sehen will, muss sich halt nicht wundern, wenn die Enkel sich später als Jugendliche nicht einspannen lassen, um mal was aus der Stadt mitzubringen oder das neue Handy einzurichten.

Und du selbst kannst dich auch ganz auf deine Kinder konzentrieren und gehst keine inoffiziellen Verpflichtungen für später ein.
Hat alles seine Vor- und Nachteile. Versuch, die Vorteile zu sehen.

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Warum seid ihr auf die Idee mit dem Mehrgenerationenhaus eingestiegen ? Hat die Oma euch gezwungen ? Ihr werdet doch sicher auch Vorteile für euch gesehen haben, sonst hättet ihr es nicht gemacht. Ihr seid doch erwachsen und konntet eure Geschicke selber lenken. Habt ihr gehofft, dass die Oma jetzt als Babysitterin zur Verfügung steht ?
Und ja, ältere Leute empfinden Kinder manchmal als anstrengend, weil die Kraft und Geduld vielleicht nicht mehr so da ist.
Eine Lösung wäre vielleicht, die Räumlichkeiten und den Alltag soweit wie möglich zu trennen, um wenig Berührungspunkte zu haben.

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Oma will ihre Ruhe? Dann geh einfach nicht mehr hin. Super, wenn sie sich zurückzieht in ihre 4 Wände, dann habt ihr den Rest vom Haus und Garten für euch. Ist doch ein positiver Aspekt, oder nicht?

Ich weiß du findest es vermutlich schade für die Kinder, wenn sie keine Bilderbuch Oma haben. War bei uns auch so. Ich hab der einzig lebenden Oma die Kinder quasi nachgetragen, damit ein Bezug entsteht. Im Nachhinein war es vergebene Mühe. Man kann es nicht erzwingen. Schade für die Kinder, aber erstaunlicherweise hat es ihnen weniger etwas ausgemacht als mir.
Sie sind doch robuster als man denkt. Dann waren ihnen eben andere Menschen wichtiger.

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Die wichtigere Frage wäre hier sicherlich, was DU dir unter einem Mehrgenerationenhaus vorgestellt hast.

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Wieso haben sie die Söhne finanziell an sich gebunden? Das verstehe ich nicht. Es war ja wohl auch deren Entscheidung… nun die Verantwortung komplett auf die Oma abzuschieben ist merkwürdig. Ihr seid alle erwachsen und die Oma war wohl noch nie total herzlich und einladend oder?

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Liebe TE,

was soll ich jetzt unter einen Mehrgenerationenhaus verstehen? Wenn ich google, finde ich das:

https://www.haus.de/bauen/mehrgenerationenhaus-30163
<<<Im Mehrgenerationenhaus werden die Gemeinschaftsräume, also Küche, Wohnzimmer, Esszimmer, Balkon, Garten, aber auch ein individuell als Gemeinschaftsraum ausgewiesenes Musikzimmer, eine Bastelwerkstatt oder ein Yogastudio, von jedem genutzt.<<<

Na da müsste man ja schon die passenden Bewohner haben, die miteinander harmonieren. Für mich hört sich das eher nach einen "Wir gehen uns gegenseitig auf den Keks"-Wohnen an. Ganz ehrlich, dann lieber in einem 3-Familienhaus wohnen als in einem Mehrgenerationenhaus. Jeder hat seinen abgeschlossenen Wohnbereich mit eigener Küche und Bad und seine Ruhe und muss sich nicht jeden Tag über den Weg laufen. Und selbst in einem 3-Familienhaus muss man harmonieren können. Das wäre beides nichts für mich. Dann würde ich z.B lieber zu Oma Theresa (die meinetwegen zwei Straßen weiter wohnt, ist für mich immer noch nah genug) mit meinen Kinder nach voriger Absprache, ob es passt oder nicht besuchen.
Man muss schon für ein Mehrgenerationen-Haus erschaffen sein (Hut ab vor solchen Leuten), den das früher oder später das dauernde Miteinander nicht stört und wenig Rückzug für sich brauch. Ich kann es nicht, obwohl ich eigentlich gerne unter Leuten (aber bitte nicht dauernd die Famiie). Die kommen und gehen nach ein paar Stunden wieder.

Ich weiß ja nicht wie groß das Mehrgenerationshaus ist. Kann man dort die Räumlichkeiten abteilen und vielleicht zusätzlich noch zwei Küchen und Bäder einbauen? Damit es halbwegs wie ein 3-Familienhaus ist?

LG Hinzwife