Elternzeit zu zweit

Hallo ich habe mal eine Frage. Ist euer Mann oder seid ihr in den zwei Monaten Elternzeit oft euren Hobbys nachgegangen? Wie lange habt ihr eure Frau mit dem Baby alleine gelassen? Seid ihr früher heimgekommen wenn sie gesagt hat das dass Kind sich nicht beruhigen lässt? Hatte eure Frau oder hattet ihr auch mal Zeit für euch?

Danke schon mal für die Antworten.

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Mein Mann war gar nicht in Elternzeit. Einmal habe ich ihn angerufen, dass er sofort von der Arbeit heim kommen muss. Als er da war, hat er erstmal die beiden weinenden Kinder am Treppengitter beruhigt, dann mich ins Bett gebracht und anschließend die Lache meines Erbrochenen aus dem Flur gewischt und die Toilette gereinigt.

Elternzeit zu zweit bedeutet aus meiner Sicht im Idealfall, dass beide Elternteile jeweils Zeit für sich, exklusive Zeit mit dem Baby und Zeit als Familie gemeinsam haben. Elternzeit für den Papa bedeutet aus meiner Sicht nicht, dass er Zusatzurlaub hat für Party, Freunde, Hobbies und Heimwerken (liest man hier öfter, gehe aber an der Zielrichtung der Elternzeit vorbei).

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Ich verstehe die Frage nicht ganz.
Wir sind mit oder ohne Elternzeit unseren Hobbys nachgegangen.
Mein Freund hatte im ersten Jahr keine Elternzeit.
Er nimmt sich dieses Jahr 1 Monat (ohne Elterngeld dann) und wir machen eine große Reise.

Jeder hatte immer auch Zeit für sich und seine Hobbys.

In erster Linie ist die Elternzeit natürlich für die Versorgung des Kindes da und nicht um 24/7 Freizeit zu haben

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Nee nicht wirklich. Also zumindest keine Hobbys (wir haben aber beide auch keine wirklichen Hobbys). Mein Mann geht mal ins Stadion, das war’s aber auch.

Wir haben tatsächlich die Zeit zusammen verbracht, wenn mein Mann sich mal mit deinen Kumpels treffen wollte konnte er das natürlich machen, das kommt aber eher selten vor. Hat halt jeder sein eigenes Leben.

Aber ja, jeder hatte mal Zeit für sich. Da muss man dann kommunizieren. Wenn einer kaputt war, dann hat der andere übernommen. Aber alles in allem hatten wir Familienzeit und haben viel zusammen unternommen oder uns um die Sachen gekümmert die im Haus liegen geblieben sind.

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Wir schauen in jeder Situation (egal wer gerade Elternzeit hat oder nicht), wie viel freie Zeit bleibt und teilen sie 50:50 auf. Also entweder haben wir beide Zeit für Freunde, Hobbys, Sport etc., oder in schwierigen Phasen auch mal beide nicht.

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Mmh stell ich mir schwierig vor. Oft hat man schon dinge vorgeplant. Wenn das kind dann krank ist finde Ich es sinnlos alles abzusagen damit beide keine Freizeit haben. 🫤
Diese 50:50 Sache ist in Theorie ganz toll, im Alltag aber nicht wirklich umsetzbar.

Ich sehe es eher so, dass manchmal einer mehr freizeit hat und dann der andere wieder. Aber unmittelbar 50:50 nicht. Finde es auch irgendwie anstrengend das immer „abzurechnen „.

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Unser Kind kommt jetzt im Sommer erst, aber ich frage mich was man da großartig in den ersten 12- 18 Monaten verplant, sofern keine Hochzeiten oder runde Geburtstage anstehen.

Ich kenne es aus meinem Freundes- und Verwandtenkreis eher so, dass da bewusst wenig geplant wird und beim Vereinssport schon angekündigt wird, dass man reduziert, spätestens wenn die laufende Saison vorbei ist.
Also das man schaut, noch einmal in der Woche zum Training zu kommen, aber der Rest halt nicht verbindlich zu gesagt wird.

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Von deiner Fragestellung her, gehe ich davon aus dass deine Frau dir keine Freizeit mehr lässt und dich nur rumkommandiert?

Unterstütze deine Frau. Schau aber auch dass ihr BEIDE Auszeiten habt.
Es gibt Frauen die können problemlos alleine mit kind sein, andere sind nach 2 stunden völlig überfordert. Für mich ehrlich gesagt keine „option“. Ich denke 1 Person kann sich durchaus alleine um ein Baby kümmern. Da braucht es nicht zwei. Für was? Man ist ja nicht tagelang alleine. 🤷🏼‍♀️

Ich habe meinen Mann noch nie angerufen dass er früher nach Hause kommen soll nur weil Baby geweint hat. Ausser mal als ein Unfall mit Kind passiert war, oder bei einer Krankheit, als wir dann dringend zum Notfall fahren mussten.

Ich sehe nicht ein, dass 2 Personen ein Baby überwachen müssen und keiner mehr wegdarf.

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Klar, aber die Menge macht das Gift.
Wenn der Mann jetzt ständig auf Achse ist, kanns halt nervig und anstrengend werden. Man will ja auch Zeit als Familie und sich nicht nur die Klinke in die Hand reichen.

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Joa. Gibt sicher viele Männer, die dir da zustimmen, aber wenn sie dann alleine mit Kind sind, nach 10 Minuten die Frau anrufen (weil die das halt „besser“ kann oder das Kind ja „die ganze Zeit weint“ 🙃).

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Wieso wird hier nur nach 2 Monaten Elternzeit gefragt, wenn doch meist mindestens 12-24 Monate genommen werden?

Jeder bekommt von uns jeweils einen freien Abend pro Woche.
Ansonsten wird da flexibel geschaut wie es dem Kind geht, was ansteht und das man auch gemeinsame Familien- aber auch Paarzeit hat.

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Weil es hier wohl um die obligatorischen Partnermonate (im Elterngeldbezug) geht, nicht um die grundsätzliche EZ. Diese weitläufige Standardgeschichte halt.

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Okay, für uns stand nie zur Debatte, diese gemeinsam zu nehmen, um so den Betreungszeitraum bewusst zu verkürzen.
Mein Mann ist von 18 Monaten, 8 alleine zuhause geblieben und dann noch die 4 möglichen Monate in Teilzeit, gleichzeitig mit mir.

Hatten gemeinsame Zeiten durch Rest Urlaub und Überstunden.

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Er kann gerne mal Freunde treffen, aber die Elternzeit (läppische vier Wochen nach ET) ist dazu da um sich einzugrooven und vor allem um mich zu unterstützen. Und ich glaube das ist nicht verwerflich. Im August fährt er ein Wochenende weg, da er seinen JGA feiert. Da wird das Baby ca. 8 Wochen alt sein, wenn es pünktlich kommt. Habe schon etwas Bammel davor, weil drei Tage mit Neugeborenen ist schon eine andere Hausnummer als nur mal den Tag über und abends kommt „Ablöse“. Habe daher meine Schwiegermama und eine Freundin auf Abruf, sollte ich Hilfe brauchen. Was absolut keine Schande ist!

Aber das ich konstant mit Baby daheim sitze und er feiert eine Party nach der nächsten wird es nicht geben. 🫣

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Das kommt ja darauf an, wie zeitintensiv dein Hobby ist. Und das deiner Frau. Wie alt das Kind ist. Und ob deine Frau zeitgleich berufstätig ist oder nicht. Ich denke, so lange du in Elternzeit bist, sollte dein Fokus auf deinem Kind bzw deiner Familie liegen. Das heißt natürlich absolut NICHT, dass du immer nur mit dem Kind alleine zuhause sitzen musst. Jeder sollte Zeit finden, etwas für sich alleine zu tun. Zb einen Abend die Woche zum Sport etc. Wenn ihr natürlich ein sehr anstrengendes Kind habt, wenig Schlaf, viel schreien, dann ist das umso wichtiger, dass jeder mal durchatmen kann. Aber auch, dass ihr euch abwechselt und unterstützt. Und nicht alles an einem Elternteil hängen bleibt.

Die allermeisten Männer die ich kenne haben zwei Monate Elternzeit genommen als das Kind 1 Jahr alt war, in denen sie ihre Freizeit so richtig genießen wollten, weil das Kind dann nicht mehr so "anstrengend" ist. Aber nur zeitgleich mit der Mutter. Ubd dann noch mit der Familie 4 Wochen mit dem Wohnmobil durch Europa fahren. Kann man machen. Wenn das für alle Beteiligten ok ist. Ist für mich aber nicht das, was Elternzeit insbesondere für den Vater ausmacht.

Bearbeitet von Inaktiv
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Mein Mann hat die 2 Monate am Ende genommen. Direkt nach der Geburt fanden wir beide unsinnig....müssen ja nicht zwei Leute das Baby den ganzen Tag anstarren. Direkt nach der Geburt hatte er ne Woche Urlaub, aber Zeit für uns hatten wir zwischendurch immer mal, von Anfang an.

Keiner ist hier (unaghängig davon ob EZ oder nicht) früher nach Hause gekommen, nur weil das Kind weinte. Da mussten wir beide durch, wozu dem anderen da den eh knappen Freiraum versauen?

Die zwei Monate gemeinsame EZ haben wir haben wir mit Reisen verbracht, alleine, alleine mit Kind...aber auch als Familie.

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Bei dem ersten Kind fanden wir beide das auch unsinnig. Bei dem zweiten jetzt haben wir die zwei ersten Monate und diese waren Goldwert. Ich hatte einen Kaiserschnitt mit einem Tschnitt, also eine Wunde über den gesamten Bauch, konnte kaum mich selbst versorgen, ein Baby und ein Kleinkind waren undenkbar.

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Ich denke, das erklärt sich von selber.

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