Hausfrauen:"dumm und dämlich"

    • (1) 22.01.07 - 07:48

      Hallo ihr Lieben

      Gestern hatte ich ein sehr explosives Gespräch mit ein paar Bekannten.
      Die meisten von ihnen arbeiten und sind überzeugt davon, daß Kinder nur "Arbeit machen und Geld kosten".
      So, und meine Ansicht ist:Jeder muss selber wissen was er will. Kind ja, Kind nein. Dabei spielen die Gründe für mich keine Rolle. Ich akzeptiere deren Lebensweise. Aber sobald es heißt, man ist Hausfrau und Mutter wird man gleich in eine Schublade gesteckt. Langweilig, dumm,....:-[
      Ja und?! Ich bin gern Mutter und Hausfrau.
      Als wäre es so etwas schäbiges!
      Wo ist das Problem, wenn Frauen die ersten Jahre zu Hause bleiben?
      Nur weil heute immer mehr Frauen Karriere machen heißt das ja nicht, daß ich es auch muss...Und solang es finanziell hinhaut...
      Jedenfalls hat diese Unterhaltung mich wieder total aufgeregt!
      Aber es ist mir schon öfter passiert. "Wie, Sie arbeiten nicht?"
      Hausmütterchen....
      Hausfrauen führen doch ein erfolgreiches, kleines Familienunternehmen..dachte ich?:-p

      So, genug#bla#bla

      LG
      Nina(die gleich ihre Hausfrauen-Pflichten erfüllt:-p)

      • Naja,

        das ist doch wie mit allen Vorurteilen, ein Körnchen Wahrheit steckt halt drin.

        Nicht auf alle Personen bezogen, sondern auf Einzelpersonen.
        Jeder kennt doch von allen ein paar Exemplare - ich kenne Hausfrauen die sich zu nichts aufraffen können, mit einem Kind super gestresst sind, keine Hobbies haben, über nichts anderes reden können als Kinder etc.

        Genauso kenne ich Hausfrauen voller Power, die einen 6-Personen-Haushalt managen, vielfältige Interessen haben etc....

        Mir persönlich geht es auch so, dass ich oft denke, wenn ich höre: 1 Kind und im Erziehungsurlaub: Was macht die eigentlich den ganzen Tag?

        Aber vielleicht ist das auch ein wenig Neid, weil ich nicht den ganzen Tag Zeit habe?

        Jede Familie sollte das für sie passende Lebensmodell leben und glücklich sein. Wenn sie das schafft, dann ist das doch schon viel wert.

        LG
        Amelie

        • (3) 22.01.07 - 13:46

          Mich berührt dieses Stammtischgelaber nicht. Ein interessanter Mensch wird durch die Hausfrauentätigkeit nicht weniger interessant. Und ein langweiliger Mensch wird durch einen Beruf nicht interessanter.

          Natürlich gibt es frustrierte faule starrsinnige Hausfrauen. Es gibt aber auch frustrierte faule starrsinnige berufstätige Frauen.

          (4) 22.01.07 - 19:13

          1 Kind und im Erziehungsurlaub: Was macht die eigentlich den ganzen Tag?


          Erziehungsurlsaub ist nicht dazu da um zu beweisen was man nicht alles tut und schafft und putzt und wäscht..... sondern um das DA SEIN für das Kind zu ermöglichen. Ich werde sogar länger als ein Jahr zu Hause bleiben....ganz einfach weil das die einzige Zeit im Leben ist, wo du dein Kind noch wirklich ständig bei dir hast....wenn man mal arbeitet und die Kinder in Kindergarten und Schule gehen ist es aus....und dafür sind 2 Jahre Erziehungsurlaub meines Erachtens nicht lang....

      Guten Morgen Nina,

      ...genauso viele Menschen gibt es, die behaupten: "Was, Ihr habt Kind(er) und Du gehst trotzdem nebenher arbeiten?!? #schock"

      Viele denken dann, dass die Kinder immer "abgeschoben" werden, wenn die Mutter in den ersten Jahren nebenher jobben geht...

      Naja, leider bin ich noch keine Mutter, aber wenn's soweit ist, dann sind mein Mann und ich davon überzeugt, dass die ersten 3 Jahre dem Kind gewidmet werden! Ich selbst hatte meine Mutter auch die ersten Jahre ganz für mich (als Ältere ;-)) und weiss dies heute zu schätzen und das möchte ich meinen Kindern auch bieten!

      Aber wie Du schon sagtest: jedem seine Einstellung #pro

      So, das war mein Senf nun dazu :-)
      LG und eine schöne Woche
      Dani #hasi

      Nina,

      da hast Du aber fein die Werbung (von Vorwerk) assimiliert und Dich verladen lassen.

      Ja, Mütter die mehrere Jahre einfach zu Hause bleiben sind realitätsblind. Keine eigene Rente, keine Sicherheit, kein eigenes Leben (die Kinder werden irgendwann groß), keine kulturellen Anreize (würde ja Babysitter kosten).

      Und selbst wenn Dein Mann für immer und ewig bei Dir bleibt (soll vorkommen), was, wenn er ernsthaft erkrankt oder einen Unfall hat? Kannst Du wiedereinsteigen, oder endest Du dann als Hilfskraft, weil die früher gemachte Ausbildung nichts mehr wert ist? Wer kommt dann für Euch auf?

      Am besten sind diese Mütter, bei denen jeder zweite Satz anfängt mit: "mein Mann hat gesagt:.... " und die anderen Sätze mit: "mein Kind kann schon .... "

      Nichts für ungut. Du hast Dir dieses Leben gewählt. Deine Sache. Über was soll ich mich mit Dir unterhalten? Vermutlich haben Deine Freunde von früher das gleiche Problem.

      Ach so: Du kannst ja den netten Herrn von Vorwerk zum Kaffee einladen, der macht bestimmt Konversation mit Dir.

      Ironie off.

      Gruß

      Manavgat

      • (7) 22.01.07 - 11:46


        das sehe ich auch so, nicht nur wenn man Kinder hat,
        sondern auch bevor man welche auf die Welt setzt
        sollte man so denken:-D

        (8) 22.01.07 - 12:00

        Jedem seine Meinung, aber Du müsstest nicht so von oben herab reden. Ich nehme an, Du gehst arbeiten. Dein Kind ist ja auch schon 14, da geht das sicher gut.
        Aber bist Du deshalb ein besserer Mensch?
        Es gibt eben Mütter, für die ist es die Erfüllung für ihr Kind 3 Jahre den ganzen Tag da zu sein. Und jetzt? Hut ab vor diesen Müttern! 3 Jahre daheim sein heisst nämlich auch, sich 3 Jahre hauptsächlich um jemand anderen zu kümmern, und sich selbst ein Stück zurückzunehmen. Wer macht denn heute noch sowas? Wer ist denn bereit einen Teil seines Lebens ausschließlich für einen anderen Menschen da zu sein?
        Sprechen wir mal nicht nur immer von Geld (so wie Du das machst), sprechen wir mal von der emotionalen Bindung zwischen Mutter und Kind. Manche Frauen finden das belastend, aber manchen Frauen gibt es eben sehr sehr viel. Warum sollten sie also darauf verzichten?
        Im Übrigen machen 3 Jahre an der Rente auch nicht viel aus. Bis wir in Rente gehen gibts vermutlich eh ne Einheitsrente oder gar keine mehr.
        Also mach mal darum nicht so einen Wind.
        Und wer sagt, dass nach der Elternzeit die Ausbildung nichts mehr wert ist? Was soll der Quatsch? Selbst in Elternzeit kann man sich fortbilden und informieren.
        Ich versteh solche Aussagen einfach nicht.

        • (9) 22.01.07 - 12:21

          #pro#pro#pro
          Stimme Dir also vollkommen zu und ich brauch auch nichts mehr hinzufügen.

          Liebe Grüße

          (10) 22.01.07 - 12:50

          #pro

          Sehe ich genauso.

          Witzigerweise vergessen viele, dass die allermeisten Mütter nicht allein für sich arbeiten gehen, sondern weil die Brötchen verdient werden müssen!

          Mein arbeiten Gehen war nämlich durchaus auch "sich X Jahre hauptsächlich um jemand anderen zu kümmern, und sich selbst ein Stück zurückzunehmen". Damit dieses Kind eine solide fianzielle Basis hat, habe ich mich nicht jahrelang auf meinen Bobbes gehockt und nur schön die Mami gegeben. Ich habe auf ein Studium verzichtet, habe ein Ausbildung gemacht, weil ich so wusste, dann habe ich schneller das Einkommen, um mein Kind zu ERNÄHREN!

          Ich verstehe Beiträge wie Deinen nicht. Sie sind für mich das, was manavgat so treffend beschrieben hat: Realitätsblind. Und zwar ziemlich!

          Im Ürbigen ist die emotionale Bindung zwischen mir und meinem Kind wunderbar! Nicht die Quantität des Kontaktes zur Mutter macht die gute Bindung aus, die Qualität ist es!

          • "was manavgat so treffend beschrieben hat: Realitätsblind. Und zwar ziemlich! "

            Manavgats Beitrag war nicht "treffend", sondern ein Schlag ins Gesicht allen Hausfrauen gegenüber.

            Ich finde es völlig okay, wenn hier jemand seine Meinung vertritt, daß er sich ein reines "Hausfrau und Mutti"-Leben nicht vorstellen kann.
            Ich finde es auch okay, wenn jemand leise/höflich/sachlich anfragt, was Hausfrauen denn den ganzen Tag machen, da Haushalt schmeißen und Kinderbetreuung nicht unbedingt 10 Stunden ausfüllen.

            Aber was manavgat geschrieben hat, war einfach nur herablassend und vor Verachtung gegenüber Hausfrauen triefend.
            Daß manavgat meistens extreme Postings verfaßt, bin ich von ihr gewohnt, aber daß du ihr Posting so unreflektiert "treffend" findest, überrascht mich sehr, da ich von dir eigentlich gewohnt war, daß du eine Sache von zwei (oder mehreren) Seiten betrachtest.

            LG,
            Juniorette

            • Seit ich etliche Frauen zu betreuen haben, die sich vor Jahren der Kinder wegen aufs alleinige Hausfrauendasein zurückzogen und mit denen wir nun einen Riesenschaff haben, sehe ich das anders. Teils sind da die Männer arbeitslos geworden, die Familie hängt deswegen im ALG II und auch die Frau muss nach dem SGB II nun wieder zusehen in Arbeit zu kommen; teils ist auch der ganze Mann samt seines Einkommen abhanden gekommen und nun stehen diese Frauen dumm da. Und nein, wir reden nicht von Frauen um die 50, deren Kinder nun "groß" sind und die eine neue Aufgabe suchen - wir reden von Frauen zwischen 30 und 45, die nach nur wenigen Jahren aus dem Job ohne große Förder- und Weiterbildungsmaßnahmen fast nicht mehr vermittelbar sind, weil sie sich für Jahre auf "Ich bin Mutter und Hausfrau, das reicht" zurückzogen.

              Wer als Frau in Zeiten wie diesen länger als die Elternzeit zuhause bleibt und sich allein auf die Alimentation durch Männes Einkommen verlässt, der IST realitätsblind. Und zwar hochgradig.

              Beispiel: Im Moment bin ich mal wieder die Hauptverdienerin und Ernährerin der Familie, da das befristete Arebtisverhältnis meines Mannes ausgelaufen ist. Hätte ich mich jahrelang auf "Mami und Hausfrau" zurückgezogen, hätte ich nicht die Qualifikation, die ich habe - die Qualifikation, die es mir ermöglicht, Kind und (!) im Moment auch den Mann unabhängig von staatlicher Hilfe zu ernähren! Eine Frau sollte IMMER so fit im Job sein, dass sie nötigenfalls auch (und wenn es nur eine Weile ist), die Hauptlast der finanziellen Versorgung tragen kann. Wir leben schließlich nicht mehr in den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts!

              Im Übrigen sind so manche Statements der Hausfrauen auch Schläge ins Gesicht der berufstätigen Mütter.

              • "Im Übrigen sind so manche Statements der Hausfrauen auch Schläge ins Gesicht der berufstätigen Mütter."

                Danke, damit gibst du mir wenigstens indirekt Recht, daß manavgats Aussage ein Schlag ins Gesicht aller Hausfrauen war.

                Wie du dir denken kannst, bin auch ich nur Hausfrau und Mutter. Zur Hausfrau wurde ich übrigens schon vor meiner Schwangerschaft. Das hatte viele Gründe, die zu persönlich sind, um sie hier preiszugeben.
                Einer davon war allerdings, daß mein Mann und ich eine Wochenendehe hätten führen müssen, da mein Mann einen neuen und besseren Job in einer Stadt, die 500 km von meiner Arbeitsstätte liegt, bekommen hat (allerdings war das noch nicht mal der Hauptgrund).

                Und realitätsblind waren wir beide nicht: zuerst haben wir durchgerechnet, ob wir mit nur einem Gehalt unsere Zukunftspläne (eigenes Haus + Kind) finanzieren können.
                Zum anderen haben wir auch viel darüber gesprochen, was mein Sprung in die Arbeitslosigkeit für MICH bedeutet (aber: no risk, no fun).
                Natürlich war mir auch klar, daß ich mich unabwendbar für immer in die finanzielle Abhängigkeit von meinem Mann begebe (ich habe einen relativ gut bezahlten Job in der IT-Branche gehabt, und ein Jahr aus dem Beruf raus in dieser Branche ist gleichbedeutend mit 10 Jahren aus dem Beruf raus in anderen Branchen).

                Mein Mann und ich haben auch darüber gesprochen, was werden würde, wenn er als Alleinverdienender seinen Job verlieren würde - daß uns das in einen Abwärtsstrudel in den sozialen Abgrund reißen würde.

                Aber manche Risiken muß man halt eingehen: ein Autofahrer geht jedes Mal, wenn er mit dem Auto losfährt, das Risiko ein, daß er es nicht überlebt.

                "Wer als Frau in Zeiten wie diesen länger als die Elternzeit zuhause bleibt und sich allein auf die Alimentation durch Männes Einkommen verlässt, der IST realitätsblind. Und zwar hochgradig. "

                Nochmal: ich finde es nicht realitätsblind, aber natürlich risikoreich für die Frau (oder den Mann, wenn er den Hausmann macht).
                Ich fand es toll, daß meine Mutter nicht gearbeitet hat, als ich ein Kind war (sie fand es nicht so toll, sie hätte gern einen Job gehabt). Und diese Geborgenheit möchte ich meinem Kind auch geben, damit er nicht in Ganztagsbetreuungsplätzen aufwachsen muß (Teilzeitjobs gibt es in der höher qualifizierten IT-Branche nämlich nicht - ganz im Gegenteil, da wird die 40-Stunden-Woche schon als Teilzeit-Job angesehen).

                Du hast deine Lebenserfahrungen gemacht, ich die meine.
                Und aus meiner Situation war es damals unabdingbar, daß ich meinen Job kündige. Ich habe natürlich vorher Bewerbungen für andere Jobs abgeschickt, aber das war zu der Zeit, wo der IT-Hype gerade zusammenbrach - keine Chance.
                So wurde ich damals zur Hausfrau.

                Mir ist klar, daß wir in dieser Sache niemals auf einen gemeinsamen Nenner kommen werden, aber auch die Frage "Nur Hausfrau oder nicht?" verdient mehr als nur die Betrachtungsweise "dumme, naive, faule, realitätsblinde Weiber".

                LG,
                Juniorette

            Hallo,

            ich finde Manavgat's Antwort nicht schlimm.
            Ich bin auch einiges gewöhnt von Micha, das härtet ab!;-)
            Wer das zu persönlich nimmt, zieht sich den Schuh auch an. Oder hat's nicht verstanden was gemeint war.

            Grüße, Heidi

            • "Wer das zu persönlich nimmt, zieht sich den Schuh auch an. "

              Keine Angst, DEN Schuh ziehe ich mir nicht an.

              "Oder hat's nicht verstanden was gemeint war. "

              Ich habe verstanden, daß manavgat die Risiken angesprochen hat, die eine Hausfrau eingeht, wenn sie sich in die finanzielle Abhängigkeit ihres Ehemanns begibt.

              Ich fand nur ihren "Tonfall" unmöglich. Das, was sie gemeint hat, hätte man genauso gut sachlich formulieren können. So wie lucretiamyreflection in ihrer Antwort an mich - sie hat ausführlich und sachlich ihre Sicht der Dinge begründet, das kann ich akzeptieren. Manavgat hat nur ihre Verachtung ausdrücken wollen, das kann ich nicht akzeptieren.

              LG,
              Juniorette

        Wenn jemand eine abgeschlossene Ausbildung hat, einige Jahre Berufserfahrung, dann ein Kind bekommt und einfach 3 Jahre aussteigt, wo ist dann das Problem? Ich spreche hier ausdrücklich von KÖNNEN. Wer es sich finanziell nicht leisten kann, der soll sich hier bitte auch nicht angesprochen fühlen. Ich habe nie was davon gesagt, dass ich es nicht gut finde wenn Mütter arbeiten gehen wenn sie es müssen. Soviel mal dazu.
        Ich sprach auch nicht davon, dass Mütter die arbeiten gehen KEINE emotionale Bindung zu ihrem Kind haben. Aber man muss es Müttern auch zugestehen, diese Bindung zu genießen wenn sie es wollen.

        "Ich habe mich nicht jahrelang auf meinen Bobbes gehockt und nur schön die Mami gegeben"

        Das ist Deine eigene Entscheidung gewesen, und kein Grund solch abfällige Bemerkungen zu machen.
        Ich kenne keine Vollzeitmutter, die jahrelang auf ihrem "Bobbes" hockt. Es ist genauso Arbeit daheim zu sein. Nur weil Du diesen Zustand nicht kennst urteilst Du so.
        Ausserdem gibt es auch durchaus noch Familien, in denen ein Teil zu Hause bleiben kann, und nicht gezwungen ist zu arbeiten. Der Teil der zu Hause bleibt ist dann in Deinen Augen wahrscheinlich auch faul oder?
        Ich war 2 ganze Jahre zu Hause, und habe dann angefangen 2x die Woche abends wieder arbeiten zu gehen wenn mein Mann zu Hause war. Bin ich realitätsblind?
        Bin ich realitätsblind weil ich die Zeit mit meinem Sohn gemeinsam genossen habe? Bin ich realitätsblind, weil ich dachte, ich bleibe lieber bei meinem Sohn solange es finanziell machbar ist? Vermutlich war ich realitätsblind, weil meine Emotionen es sowieso nicht zugelassen hätten, mein kleines Baby schon in fremde Hände zu geben.

        Hier jetzt nochmal zum Mitschreiben:
        Jede Frau hat ein anderes Ziel im Kopf. Die Eine ist eben mehr Familienmensch, die andere weniger. Manche sind Karriereorientiert, manchen ist ihre Familie wichtiger als Karriere. Und dann gibt es noch die, die arbeiten gehen müssen, und denen das Herz dabei blutet.

        Und es MUSS alle diese Frauen geben, und es ist okay, egal für welchen Weg man sich entscheidet.

        Hausfrauen sind NICHT dumm, dämlich und Realitätsblind, und arbeitende Mütter sind KEINE Rabenmütter.

        Warum kann man das nicht einfach mal so akzeptieren? Es muss doch nicht immer ein Kampf sein, wer die Bessere ist.
        Wir alle wollen das Beste für unsere Kinder, und das ist doch das Wichtigste.

    (18) 23.01.07 - 12:57

    sie war bestimmt nicht herablassend
    nur harte worte
    und sorry es gibt genaus diesich voll aufopfern
    doch viele sehen ihre 3 jahre doch eher als urlaub an und kenne das fernsehprogramm in und auswendig

    es ist eifnach ne mischung es gibt solche und solche
    und soweit ich weis hat mana sich nie was schenken lassen und stand immer auf ihre 2 beine

(19) 22.01.07 - 14:09

Hallo,

hm, bei mir werden die Elternzeit Jahre bei der Rente berücksichtigt.
Nebenbei bin ich im öffentlichen Dienst und kann problemlos wieder an meinen Arbeitsplatz zurück.

Nebenbei wohnen wir auf dem Land wo es keine Krippe gibt. Die nächste Krippe ist für den halben Landkreis zuständig und da haben zuerst die Alleinerziehenden Anspruch und dann diejenigen die wieder Arbeiten müssen, sprich die das Geld dringend brauchen. Du siehst, ich habe kaum eine andere Chance als Elternzeit zu nehmen.

Im übrigen pflege ich meine Hobbies und Interessen weiterhin und kann mich noch durchaus mit meinen kinderlosen und arbeitenden Freunden unterhalten. Ich spreche auch nicht nur über Kinder und "meinen Mann" (ich hasse diesen Ausdruck sowieso, denn "mein Mann" hat auch einen Namen ;-) ).

Du siehst also, man kann auch die Elternzeitnehmer nicht alle über einen Kamm scheren. (Das Wort Hausfrau hasse ich ebensosehr wie "mein Mann")

IdS

blum mit David und STS (29. SSW)

(20) 22.01.07 - 14:20

Hallo!

Finde deinen Beitrag nicht gerade freundlich...

Für mich hört sich das wie von einer frustrierten Alleinerziehenden an, die sich leider nicht den Luxus gönnen konnte, mehrere Jahre daheim beim Kind zu bleiben.

Im Übrigen kann man auch in Elternzeit durchaus kulturelle Anreize erhalten und ein eigenes Leben führen! ;-)

LG
Kati

  • (21) 23.01.07 - 12:50

    "Finde deinen Beitrag nicht gerade freundlich...

    Für mich hört sich das wie von einer frustrierten Alleinerziehenden an, die sich leider nicht den Luxus gönnen konnte, mehrere Jahre daheim beim Kind zu bleiben. "

    Genauso sehe ich das auch. Aber bei vielen von manavgats Postings kann man diese Einstellung rauslesen.

    LG,
    Juniorette

(23) 22.01.07 - 15:54

Hallo!
So hat meine Schwägerin auch immer gedacht.
Trotzdem hat sie mir eines Tages gesagt, daß sie mich beneidet, weil ich mich dafür entschieden habe, bei meinen Kinder zu bleiben.
Weißt Du, wann das war? Als sie mit gerade 54 Jahren auf dem Sterbebett lag. Als es für sie zu spät war, all das mit ihren Kindern zu erleben, was ich mit meinen Kinder erlebt habe.
Als es zu spät war, für die viele, viele Erinnerungen der Kinder an ihre Mutter zu sorgen.
Ich bin vielleicht nicht reich im materiellen Sinne. Aber ich bin reich, steinreich an unglaublich vielen Erinnerungen. Und sollte mich nicht irgendwann eine Krankheit hinwegraffen, die mir meine Erinnerungen auslöscht, so wird man mir diesen Reichtum niemals nehmen können! Ganz im Gegensatz zur Rente. Oder glaubst Du wirklich, daß wir noch viel erwarten können? Und privat vorgesorgt habe ich schon seit fast 20 Jahren.
Viele Grüße
Trollmama
P.s.: Ich würde mir ehrlich gesagt ganz viele Gedanken machen, falls mein Interesse an Kultur usw. von einer Berufstätigkeit abhängt....

  • (24) 22.01.07 - 16:58

    So,wie deine Schwägerin,empfinden das aber auch nur die Leute,die nicht voll und ganz hinter dem von ihnen gewählten Lebenskonzept stehen.

    Für mich persönlich wäre das nix,zu Hause zu bleiben - über Jahre hinweg mich nur über Heim und Herd zu definieren.

    Ich bereue das kein Stück,das ich arbeiten gehe - stehe aber eben auch voll dahinter.

    Das sollte man,egal für welchen Weg man sich entscheidet. Dann kommt im Nachhinein auch keine Reue auf...

    Gruss
    agostea

(25) 22.01.07 - 19:33

Hallo,

also viel herablassender geht es ja kaum noch.

Hier wird unterstellt, dass jede Frau, die bei den Kindern zu Hause bleibt, realitätsblind ist. Natürlich sind solche Mütter zu blöd, sich Gedanken um ihre Rente zu machen, geschweige denn sich weiter zu bilden, am kulturellen Leben teilzunehmen oder sich ein eigenes Leben aufzubauen. Nein, sie sitzen den ganzen Tag nur zu Hause und gucken Löcher in die Luft, rennen ihren Kindern hinterher und bringen dem geliebten Göttergatten die Pantoffeln an die Tür, wenn er von der Arbeit nach Hause kommt. Natürlich haben sie auch keine eigene Meinung und erst recht nichts zu sagen. Ich weiß ja nicht, in welchem Jahrhundert Du stehen geblieben bist. #kratz

Da soll es sogar vorkommen, dass sich die Eltern oder auch nur die Mütter mal frei nehmen und etwas für ihre Bildung tun. Auch Mütter, die nicht arbeiten, werden tatsächlich an der Theaterkasse nicht abgewiesen und für die Volkshochschule brauchte ich noch nie eine Arbeitsbescheinigung. Ich lese meine Bücher immer noch von vorne nach hinten, weiß über das politische Tagesgeschehen Bescheid und bin sicher nicht auf den Kopf gefallen, genauso wie viele andere "nur" Mütter auch nicht.

Es sind solche Aussagen, wie Deine, die den Müttern und Hausfrauen das Leben schwer machen. Warum müssen wir uns dafür rechtfertigen, dass wir eben zu Hause bei den Kindern bleiben wollen?? Was spricht dagegen, dass unsere Kinder nicht im Internat sind, sondern auf eine Regelschule gehen und aus diesem Grund eben nachmittags, in den Ferien und auch sonst so oft Betreuung brauchen, die meiner Meinung nach eben am Besten die Mutter gewährleisten kann. Ich habe Kinder bekommen, weil ich es wollte und mir war klar, dass sie mich brauchen, auch über die 3 Jahre Erziehungsurlaub hinaus.

Mit würde im Traum nicht einfallen, jemanden dafür anzugreifen, dass er sein Leben so lebt, wie er es für richtig hält. Muss ja jeder selber wissen.

Mich würde mal interessieren, wie Du auf eine absurde Behauptung kommst, alle Hausfrauen wären realitätsblind. Ich werde es wohl nie herausfinden, da Du Dich mit sowas wie uns ja nicht unterhalten kannst. Wir entsprechen ja nicht Deinem Intellekt. #schmoll

Einen schönen Abend noch

nida, die jetzt schnell zur Haustür muss, weil der Göttergatte nach Hause kommt und seine Pantoffeln verlangt. #schwitz

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