2. Trennung mit Kleinkindern

    • (1) 12.04.16 - 11:19

      Hallo,

      folgendes Problem...

      Mein Mann und ich haben uns im vergangenen Jahr getrennt... Wir hatten beide recht schnell neue Partner, die unsere Kinder nach einer gewissen Zeit (bei mir erst nach 2 Monaten, bei ihm bereits nach 3 Wochen) kennengelernt und auch akzeptiert haben.

      Nun legt mein neuer Partner seit geraumer Zeit einen Lebenswandel an den Tag, mit dem ich absolut nicht klar komme. Er lebt in den Tag hinein, ihm ist alles wurscht. Er ist zugegebenermaßen gesundheitlich beeinträchtigt, aber ich finde, deswegen muss man sich nicht gehen lassen.

      Für meine Kids - die Kleine ist knapp 3, der Große knapp 5 - ist das ja auch kein Zustand, wenn mein Partner an einem sonnigen Sonntag bis Nachmittag im Bett verbringt, weil er einfach zu nix Bock hat.

      Ich hab ihm jetzt die Pistole auf die Brust gesetzt... Entweder er ändert etwas, oder ich werde mich trennen. Bislang zeigt er keinerlei Änderung, weshalb ich ihn nun über kurz oder lang rausschmeißen werde...

      Ich selbst denke, dass es das beste auch für die Kinder ist... Dennoch mache ich mir Gedanken, ob es für die beiden denn gut ist, wenn ich mich innerhalb von einem knappen halben Jahr (so lange kennen sie ihn jetzt) schon wieder trenne...
      Ich mache mir halt Sorgen, wie sie das verkraften... Ist es in diesem Fall für die Mäuse nicht so "schlimm", weil es nicht der Papa ist und sie ihn auch noch nicht so lange kennen, auch wenn sie ihn mögen?

      Jetzt für die Kids zurückstecken würde für mich ehrlich gesagt, eine Belastungsprobe werden... Ich mache mich gerade selbständig, bin rund um die Uhr am arbeiten oder habe eben die Kids... Und er macht es sich hier gemütlich... Das ist für meine Selbständigkeit schon nicht gerade schön, da ich von zu Hause aus arbeite, aber auch so entspricht es eben absolut nicht meinen Vorstellungen und ist auch meiner Meinung nach nicht kindgerecht...

      Was meint ihr... Besser sofort trennen oder für die Kids ihm erstmal ne Chance auf Änderung geben, die er eigentlich - nachdem ich schon mehrfach mit ihm darüber gesprochen habe - bislang nicht vollzieht...

          • Es ist lachhaft, dass du das Wort "erst" verwendest... jetzt nach 8 Monaten könntest du ihn vorstellen... ach ne, ihr wohnt ja schon zusammen und trennt euch nun #augen

            Hätte man den Kindern ersparen können.

            • Ich habe lange genug mit meiner eigenen Therapeutin darüber geredet. Mein Ex hat seine Neue gerade mal 3 Wochen nach der Trennung vorgestellt... Aber ich werde verurteilt, dass ich es nach 2 Monaten gemacht habe... Das brauche ich grad garnicht...

              Meine Kinder haben - nachdem sie die Neue meines Mannes kennenlernen "mussten" (was ich 3 Wochen nach der Trennung nicht gerade prickelnd fand) irgendwann gefragt, ob ich denn auch mal einen neuen Mann habe, den sie kennenlernen dürfen - vermutlich, weil sie die Neue meines Mannes so schnell kennengelernt haben... Kinder sind so unterschiedlich und jedes Kind geht anders mit einer Trennung um, da kannst du schlecht urteilen, ob ein Kind einen neuen Partner nach 2 oder besser erst nach 8 Monaten vorgestellt bekommen sollte...

              Ich hätte gern konstruktive Erfahrungen und keine Vorhaltungen... Oder hast du damit Erfahrungen? Dann teil sie doch einfach mit mir oder lass es... Das ist nicht böse gemeint, aber deine Antworten helfen mir nicht weiter

              • Und ja, wir wohnen zusammen... Das aber auch erst seit nem guten Monat... Achso, sorry... Das Wort "erst" ist hier sicher wieder lachhaft... Er hat halt bisher bei seiner Ex gewohnt, weil er nicht aus dem Mietvertrag rausgekommen ist... Der wurde dann beendet, aufgrund von ALG2 und leider einen negativen Schufa (oh ja, der böse) hat er leider keine Wohnung gefunden... Und ja, mein Gott, dann ist er vor einem Monat bei mir eingezogen... Die Kinder haben auch immer nach ihm gefragt, wo er denn ist, wenn er mal nicht da war wollten sie wissen, ob er mich nicht mehr lieb hat...

                • Vielleicht sollte ich auch mal noch etwas ausholen... Mein Ex-Mann hat den Kindern monatelang vor der Trennung recht deutlich zu spüren gegeben, dass sie ihn nerven. Er hat sie ständig gemieden oder angebrüllt... Deshalb habe ich mich auch von ihm getrennt, weil das für mich ein absolutes NoGo war... Er hatte dann eigentlich gleich eine Neue, war plötzlich in Bezug auf die Kinder wie ausgewechselt und hat die Neue, ohne mich zu fragen, den Kindern vorgestellt...

                  Als meine Kinder dann irgendwann fragten, wann ich denn mal einen neuen Mann habe und ich meinen Partner bereits einen Monat kannte, habe ich mir lange überlegt, ob ich es machen soll mit der Vorstellung. Irgendwann habe ich den Kindern erzählt, dass es jemanden gibt, den ich gern habe... Sie wollten ihn kennenlernen... Wir haben das alles auf neutralem Boden gemacht (im Gegensatz zu meinem Ex-Mann, der die Kinder mit in ihre Wohnung geschleppt hat) und uns weder geküsst, noch sonst irgendwas...

                  Irgendwann fragten mich die Kids, ob ich ihn denn lieb hätte, denn sie hätten ihn lieb... So war er jeden zweiten Tag bei uns zu Besuch und hat die Wochenenden hier geschlafen... Tja, bis das Problem mit der Wohnung für ihn kam... Auch da habe ich mit den Kindern gesprochen und sie gefragt, ob sie denn möchten, dass er hier wohnen soll... Beide haben sich gefreut, der Große meinte sogar, dass ich ja dann wieder einen Mann hätte, der auf mich aufpasst...

                  Seit einem Monat wohnt er nun hier, legt aber seit etwa 2 Wochen halt dieses Verhalten an den Tag... Das merkt man aber eh immer erst, wenn man zusammenzieht - ob nun die Kinder ihn nach 2 Monaten kennengelernt haben oder nach 8 spielt dabei glaub ich keine Rolle...

                  • Um noch was zu erwähnen... Genau wegen der Neuen hat er vermutlich auch die Kinder gemieden... Denn die hatte er - so wie es sich herausgestellt hat - schon wesentlich eher kennengelernt und sich offensichtlich recht schnell in sie verliebt... Ob er mich betrogen hat, weiß ich bis heute nicht, vermute es aber...

                    • Du musst dich bestimmt nicht rechtfertigen, auch habe ich übersehen, dass ich ins Expertenforum gerutscht bin, auch meinte ich meine Antwort nicht böse, sondern nur kurz und knapp.

                      Ich (und ich bin auch alleine) kann es aus Mamasicht eben nicht nachvollziehen, dass man Kinder gleich in eine neue Beziehung mit einbezieht. Ob nun 3 Wochen oder 2 Monate macht für mich da keinen Unterschied und es geht hier um dich und nicht um deinen Ex.

                      Einen Partner lernt man erst richtig kennen, wenn die rosa Wolke verflogen ist und man die Dinge etwas klarer sieht. Dafür muss man nicht zusammen ziehen, wobei das natürlich auch ein weiterer Schritt ist - den ich persönlich, zum Beispiel voraussichtlich gar nicht mehr gehen würde solange mein Kind bei mir ist. Ja, da sehe ich meine Verantwortung. Aber mein Kind ist noch klein, es kann sein, dass ich meine Ansicht da noch ändere.

                      Auch wenn ich kein Experte bin: ich sage: du warst zu schnell damit Nägeln mit Köpfen zu machen. Mal sehen, was die Expertin dazu sagt.

                      Alles Gute.

                      • Meine Hauptfrage bleibt ja bestehen... Besser sofort trennen oder ihm die Chance auf Änderung geben... Und wie Kinder mit sowas umgehen, wenn es nicht der eigene Partner ist... Immerhin haben sie sich schon fast "gewünscht", dass er hier mit wohnt... Und meine Therapeutin damals hatte mir auch dazu geraten, ihnen ihn schon vorzustellen, wenn sie danach fragen... Mein Großer war damals richtig "besorgt", dass ich immer alleine schlafe und hat bis dato nie durchgeschlafen... Als er meinen Partner dann kannte schlief er immer besser durch, seit mein Partner hier wohnt ist er nachts sogar trocken... Ich hätte es eher genau andersrum erwartet... Bei der Kleinen ist es ähnlich... Sie schläft wieder durch, seit er hier wohnt und hat jetzt das Bestreben "groß" zu sein und will die Windel nicht mehr... Alles Sachen, die auf mich positiv wirken, wenn ich aber auf Dauer sehe, wie mein Partner seinen Alltag verbringt, dann wird es mir ja vermutlich auch auf Dauer nicht mehr gut gehen damit, was ja wiederum meine Kinder mitbekommen dürften...

                        • Der eigene Papa meine ich natürlich, nicht der eigene "Partner"

                          Du hast ja nicht wirklich eine Wahl. Wenn du mit den Eigenschaften nicht leben kannst, wirst du unglücklich und deine Kinder auch.
                          Die Reaktion deiner Kinder zeigt, dass sie entweder zuviel mitbekommen haben von deinem Unglück oder eben besonders sensibel sind.
                          So oder so brauchen auch sie dann vielleicht Hilfe.

                          Aber wir sollten jetzt der Expertin nicht weiter vorgreifen!

                          Alles Gute!

                          Ob du ihm noch eine Chance einräumen willst oder nicht, musst du für dich selber entscheiden. Dies geht nicht ohne ein vernünftiges Gespräch.

                          Das deine Tochter sich sorgen um dich macht, scheint auf dem ersten Blick süss, auf dem zweiten zeigt es deutlich das die erste Trennung ihr Spuren hinterlassen hat. Ich glaube auch nicht, das es daran lag, dass der Kindsvater seine neue so früh vorgestellt hat. Die Kinder haben feine Antennen und deine große hat wohl öfters mitbekommen, dass mama traurig ist und vielleicht sogar weint. Deine Tochter hat in gewisser Weise versucht Verantwortung für dich zu übernehmen... und war dann wohl froh dass da ein neuer Mann ihr die Verantwortung abnimmt. Wichtig sollte sein, dass alle beteiligten wieder glücklich werden ob mit der Trennung oder ohne. Aber du musst gucken dass du deinen Kindern nicht das Gefühl vermittelst- nicht klar zu kommen. Das ist sicher nicht böse gemeint. Wenn du das Gespräch mit ihm suchen solltest, dann nehme Bitte nicht deine Kinder als Argument. Sondern sage ihm womit du nicht mehr umgehen kannst, wenn er wert auf diese Beziehung legt dann wird er es ändern. Das es den Kindern nicht gefällt das er den ganzen tag faulenzen tut ist klar, daß kannst du auch in einem separaten Gespräch mit ihm klären.

                          • Meine Kinder schiebe ich grundsätzlich bei solchen Entscheidungen nicht vor, wenn ich sie dennoch auch mit einbeziehe, denn sie gehören zu mir...

                            Ich habe ihm bereits deutlich klar gemacht, dass ICH damit nicht klar komme und er was ändern muss. Bislang sieht es nicht danach, nur ändert man sich ja auch nicht innerhalb von 4 Tagen. Ich vermittle meinen Kindern auch nicht das Gefühl, dass ich nicht klar komme - das hab ich noch nie... Geweint hab ich auch nie vor den Kindern, ich reiße mich immer zusammen, auch wenn meine Therapeutin (die habe ich NICHT wegen der Trennung) mir dazu geraten hat, solche Gefühle sogar vor den Kindern zuzulassen, da sie so lernen mit solchen Gefühlen umzugehen. Ich kann es einfach nicht, vor meinen Kindern weinen...

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