Lebensmitte

    • (1) 21.09.16 - 09:37

      Hallo

      ich sehe grade, dass es nun die "Lebensmitte" gibt - das ist so toll, dass die Idee umgesetzt wurde und so schnell.

      Herzlichen Dank dem urbia Team dafür!!!!

      Hoffentlich tummeln sich hier bald noch ein paar Leutchen mehr, ich bin auch nur grad durch Zufall drauf gestoßen.
      Zufall, weil ich "meinen Urbia-Trott" gehe, also meine persönlich Reihenfolge der Forumsrubriken immer gleich ist.
      Bei manchen schreibe ich ganz selten, bei einigen bringe ich mich etwas mehr mit ein.

      LG

      Hallo!

      OK, ich habe meine Kinde eher spät bekommen, mit 33 und 37.
      Jetzt nach 15 Jahren bin ich faktisch in der Lebensmitte, aber habe noch schulpflichtige Kinder. dennoch habe ich schon die Gedanken, die man ab der Lebensmitte so hat ....
      - für meine Altersversorgung wird es knapp, wenn ich noch was machen müsste
      - ich rechne, dass meine Kinder in spätestens 7 Jahren unser Haus nur noch "sporadisch" betreten werden - was macht man mit dem großen Haus ohne Bewohner? Umziehen? Unterverermieten?
      - ich habe noch 20 Berufsjahre vor mir. Ich habe einen Job wo ich mich zwar engagieren kann, aber auch nebenher mal Kinder dengeln kann. Ist das nun meine berufliche Endstation, oder lege ich noch einen Endspurt hin? Irgendwann sind die Kinder nicht mehr zum dengeln da - eigentlich auch jetzt schon immer weniger ....
      - für Hobbys hatte ich wirklich nicht viel Zeit, aber die haben mir auch nicht gefehlt - war ausgelastete mit Beruf, Haus und Hof und Kinder. mit 60 brauche ich mir nicht mehr wirklich welche zu suchen. Was mache ich nun?

      Erzählt mal wie ihr es seht!
      Ab Lebensmitte noch mal eine Lebensänderung durchmachen, oder eher das Gewonnenen genießen.

      LG, I.

      • Hallo.

        Ich habe vier Kinder. Die Älteste ist 26 (schon aus dem Haus) und der Jüngste ist 8, dazwischen 18 und 19 jährige Mädchen. Ich glaube meine Lebensveränderung habe ich mit Ende 30 gemacht. Habe mich von meiner ersten Ehe gelöst (grausam) und habe meine Jugendliebe wieder getroffen. Mit dieser ist geplant, die zweite Lebenshälfte zu verbringen. Bisher klappt es auch schon gute 10 Jahre. Wir erinnern uns auch sehr gerne an unsere "erste" Zeit als Teeniepaar. Das peppt unsere Beziehung doch schon etwas wieder auf. Und der Nachzügler musste sein, der uns noch jung und fitt hält. Aber ich denke mal, wenn er so allmählich ruhiger und selbständiger wird, dann werde ich mich auch mal mehr mir widmen und auch unsere Beziehungen etwas verzweisamen. Also ich erhoffe mir dadurch nicht mehr große Änderungen, nur dass ich dann mein Leben anders gestalte und genieße. Die Kinder sind ja nicht weg, die gehen nur ihren eigenen Weg und ich hoffe, sie beziehen uns ab und an mit ein.

        LG

        Geniessen, ganz unbedingt geniessen! :-)

        Ich haben zwei Ehen hinter mir - eine binational und ohne Kinder, eine deutsch/deutsch mit einer Tochter, die ich erst mit 35 bekommen habe.

        Gefühlt habe ich nun ca. 25 Jahre meines Lebens der "Hege + Pflege" der jeweiligen Partner und des Kindes gewidmet und ich kann den Moment kaum abwarten, dass ICH mal wieder dran bin.

        Das Kind ist fast flügge, braucht mich aber ganz klar noch und unsere Mächen-WG wird auch gerne von Freundinnen und Freunden - sowohl ihre als auch meine - aufgesucht. Wir verstehen uns zum Glück generationenübergreifend gut, lassen uns aber auch immer mehr Freiräume.

        Sie weiß, dass ich am Wochenende am liebsten bei meinem Partner bin, ganz kinderlos und unbeschwert. Ihr ist es Recht, denn so kann sie die sturmfreie Bude für Pärchen- oder Mädchenabende nutzen. Einzige Bedingung: Schön wieder aufräumen, bevor Mama nach Hause kommt! ;-)

        So wachsen wir nun beide aus der Erziehungszeit heraus, sie wird hoffentlich ihren Weg ins Leben finden und ich gehe meinen schlicht zu Ende. Ich habe immer Vollzeit gearbeitet, wenn auch nicht in meinem Traumjob, aber jetzt noch mal was Neues anfangen? Dann hätte ich ja wieder keine Zeit für mich, müsste wieder kämpfen ... nein, das möchte ich nicht.

        Ich lerne dennoch gerade etwas Neues kennen, nämlich meine ureigensten Bedürfnisse. Die waren schon ewig verschüttet und nun grabe ich sie aus, integriere sie in mein Leben und gestalte es darum herum und ich muss sagen, das fühlt sich sehr sehr gut an.

        Insofern freue auch ich mich gerade sehr über die "Lebensmitte", denn es ist definitiv ein neuer Abschnitt, der des ein oder anderen Gedankens bedarf, der gerne auch mit anderen getauscht werden kann.

        lg
        lillebi

        Hi,

        ich würde sagen: sich auf beides einlassen, sowohl das Gewonnene genießen aber auch Änderungen dürfen in diesem Alter noch sein.

        Ich werde nächstes Jahr 50, unsere Kinder sind 18 und 20 J. Früher dachte ich mir immer, wenn sie mal dieses Alter haben, ja dann kann ich mich ganz und gar zurücklehnen und auf meine Vorlieben, Bedürfnisse konzentrieren. Davon jedoch bin ich momentan schon noch ein gutes Stück weit entfernt... der KLeine hat mir schon immer viel abverlangt und macht das auch dato noch, wobei ich "Lichtschimmer im Dunkel" erkenne, momentan sind wir da auf einen sehr zuversichtlichen WEg.

        Früher waren 50jährige für mich schon ziemlich alt... das sehe ich heute definitiv anders.

        LG

        Hallo erstmal an all Ihr lieben,

        bin ganz neu hier, ab wann ist man eigentlich in der Lebensmitte? Bei mir nicht so einfach weil ich Kinder von fast 35, 34, und 9 habe naja, die Großen sind schon längst selbst Eltern
        der älteste fast 14 und der jüngste 1,5, dazwischen sind auch noch ein paar Herzchen. Es ist merkwürdig, wenn meine Große mich fragt ob es bei mir auch so ist mit den Wechseljahren und ich bin noch nicht mal drin. Jetzt weiß Sie das ich darauf dringend gewartet habe, aber Frauenarzt meint es gibt manchmal solche Ausnahmen wo das einfach nicht feststellbar ist. Deshalb hab ich kurzen Prozess gemacht und hab mich veröden lassen. Würde ich immer wieder machen.

        liebe Grüße

        • (11) 27.09.16 - 22:54

          Also ich fühle mich mit fast 40 in der Lebensmitte. Ich mache das nicht an den Wechseljahren fest, sondern daran, dass die Gedanken langsam andere sind. Früher wurde mein Leben und die Lebensentscheidungen, vollumfänglich von den Kindern bestimmt. Das wird es auch heute noch :-D. Aber so ganz langsam deutet sich das Ende der hochintensiven Familienphase ab. Heute habe ich schon ganz andere Freiheiten, als noch vor 2 bis 3 Jahren. Die Kinder werden größer und gehen ihrer Wege, auch wenn sie mich als Mama natürlich noch ein paar Jahre brauchen, aber halt anders. Ich soll da sein, aber bitte im Hintergrund. :-)

          Ich spüre die Veränderung, daher sehe ich mich durchaus in der Lebensmitte, auch wenn ich noch einen Erstklässler zu Hause sitzen habe :-).

          Grüße
          Matea

    "Hoffentlich tummeln sich hier bald noch ein paar Leutchen mehr"

    Also, ICH bin da und gucke sicher öfter mal rein. :-)

    Auch, wenn ich noch ein Kind im Kindergartenalter habe und meine Lebensmitte - als längere Zeitspanne verstanden - bitte gerne gerade erst beginnt (ich bin 37 #cool), fühle ich mich hier angesprochen.

    Viele Grüße!

    Ich finde die Idee und die Umsetzung auch toll. Ich hatte zunächst zwar keine große Lust, mich zu "outen", dann ist mir jedoch eingefallen, dass mein Alter in meiner Visitenkarte steht#schwitz#rofl

    Meine Kinder habe ich schon mit 18 bzw 20 Jahren bekommen, so dass das Thema "Kinder werden flügge" bei mir schon lange passé ist und nicht mit meiner "Lebensmitte" zusammen gefallen ist.

    Lebensmitte? Cooles Forum.

    Ich bin fast 46 und damit wohl auch in der Lebensmitte angekommen.

    Meine Kinder sind 10 und zweimal 6 (Zwillinge), so dass ich trotz meines Alters noch mitten drin bin im Elternbusiness. Mich mit mir, meinen Hobbys und meiner Partnerschaft beschäftigen ist neben Kindern, Job (30 Stunden/Woche), Haus(halt) und Garten noch nicht drin - meine Tage sind noch immer bis zum Rand ausgefüllt. So wie ich das jetzt sehe, wird "meine Zeit" erst in 13 Jahren beginnen, wenn meine Twinnies nach einem selbstverständlich grandiosen Abitur unser Haus gen Studium verlassen :-)

    Was ich dann tun werde? Ich bin dann fast 59 und werde mich auf die Rente vorbereiten. Davor gruselt es mich derzeit noch etwas, immerhin wird dann ziemlich zeitgleich alles wegfallen - Kinder, Arbeit,....,. Da werde ich etwas mehr benötigen als ein Urbia-Forum :-)

    Vielleicht tummeln sich ja hier noch mehr Frauen mit einer ähnlichen Biografie?

    LG, Cherish

    • Davor gruselt es mich derzeit noch etwas, immerhin wird dann ziemlich zeitgleich alles wegfallen - Kinder, Arbeit,..

      Kann ich Dir nur zustimmen. Da sollte man wirklich vorher sich mal nach neuen Hobbys und Beschäftigungen umsehen - mit 60 findet man keine neuen Freundinnen mehr - ist leider so. Da haben die meisten Frauen ihre langjährigen Freundschaften und sind leider Neuem nicht immer aufgeschlossen. Erlebe nicht nur ich sondern auch andere Bekannte, die lebenslang arbeiteten und nicht viel Zeit zum Freundschaften knüpfen hatten.
      Meine Kinder sind schon über 15 Jahre aus dem Haus und ich arbeitete Vollzeit bis 60, ging dann in Altersteilzeit. Mein Mann war schon länger krank aber genau zu der Zeit wurde er dann schwerkrank und starb schon neun Monate später. Dann war erstmal tiefes Loch angesagt.....:-( Nichts war mehr mit "Reisen, wenn wir mal Zeit haben".....
      "Freunde" ziehen sich ja schon früh zurück, wenn jemand so krank ist, dass er keine großartigen Feiern mehr mitmachen kann - auch das ist Fakt, erlebte ich in einem Pflegeforum in Dutzenden Fällen..... leider.
      Ich habe mir nun ein Jahr Zeit gelassen, einfach zur Ruhe zu kommen - und dann angefangen, in meiner Wohnung einiges neu zu machen, anzuschaffen - und auch mal gründlich überall auszurümpeln, wozu man nie kam.

      Habe auch schon mehrfach versucht, Kontakte zu anderen Frauen zu knüpfen - ging aber über einen Kaffee nicht raus - Gründe siehe oben - die haben alle ihre Freundinnen schon.

      In den nächsten Jahren solltest Du wirklich versuchen, Dir ein "eigenes" Leben aufzubauen und auch durchzusetzen - damit Du was hast, auf das Du später mal aufbauen kannst.
      LG Moni

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