Meine Eltern - soo schwierig

    • (1) 09.10.17 - 10:40

      Hallo,
      das Verhältnis zu meiner Mutter war noch nie sonderlich innig oder gut, zu meinem Vater ganz ok.
      Meine Mutter wird immer mehr zum Pflegefall, sie ist körperlich stark beeinträchtigt, gehbehindert seit vielen Jahren und das wird jetzt natürlich immer mühsamer und schlechter.
      Bei meinem Vater schleicht sich wohl allmählich eine Demenz ein. Er ist vom Wesen her nicht mehr so, wie er war. Er konnte immer schon ziemlich stur sein, aber war doch umgänglich, nicht sehr nachtragend. In letzter Zeit sieht er an jedem v. a. nur noch das Negative.
      Meine Eltern finden BEIDE buchstäblich jedes Haar in der Suppe. Ich wohne weit genug von zu Hause entfernt, daß sie nicht einfach mal so bei mir vorbeischauen, das ist auch gut so.
      Trotzdem: Es sind meine Eltern, ich denke mir "Ok, sie werden älter und sonderlicher" die paar Jahre werde ich das noch "aushalten".
      Da ich nun krank geschrieben bin, jedoch nicht bettlägrig, habe ich momentan viel Zeit. Daher habe ich sie letzte Woche zum Kaffee eingeladen - einfach so. Zumal ich weiß, zuhause fällt ihnen schier die Decke auf den Kopf, sie haben wenig Kontakte und kommen kaum raus (außer zu Arzt, Physio, etc.). Ich weiß, daß ich für sie immer Anlaufpunkt bin, wenn sie mal "raus müssen". Dann rufen mein Papa normalerweise an und frägt nach, ob es ok ist, wenn sie kommen.
      Also hab ich sie eingeladen und dann einfach so nebenbei meinen Vater gefragt, ob soweit alles ok sei bei ihnen (meine Mutter war in diesem Moment gerade zur Toillette).
      HEUTE nun ruft mich meine Mutter an, und fragt tatsächlich nach, WARUM ich diese Frage stellte? Ob denn bei mir was nicht in Ordnung sei? Wenn ich sowas frage, dann würde ich wohl was auf dem Herzen haben....#schwitz
      Da macht sie echt ein Ding aus Nichts. Es ist unvorstellbar.
      Ich muß dazu sagen, meine Mutter hört echt das Gras wachsen, schon immer#augen.

      Ich frag mich gerade - die haben jetzt drei/vier Tage gehadert, was denn bei mir los sein könne #schock - schon allein wenn sie dann anruft, und mit dieser Frage rausrückt. Man kann es sich nicht vorstellen, wenn man das nicht live erlebt.
      Sie ruft mich normalerweise NIE an, vielleicht mal zum Geburtstag - das wars dann.

      Ich ärger mich hier einfach gerade drüber, daß ich sie (wieder) mal eingeladen habe, und es danach nicht einfach ganz "normal" weitergehen kann. Ach, ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll.

      • >> Wenn ich sowas frage, dann würde ich wohl was auf dem Herzen haben....#schwitz<<

        >>Da macht sie echt ein Ding aus Nichts.<<

        sorry, aber bei mir kommts so rüber, als ob DU jetzt aus Nichts ein Ding machst.
        Was hast du deiner Mutter auf die Frage denn geantwortet?

        • Ich hab ihr gesagt "Alles in Ordnung, hier passt alles",... weißt du, damit ist aber nicht genug, sie hakt dann nach und hakt nach und hakt nach... ich solle doch sagen was los sei, was nicht stimmt...usw.
          Ich muss dazu erwähnen: Meine Eltern (v. a. meine Mutter) sind für mich keine Anlaufstelle, wenn ich wirklich Probleme habe. Das wird sie aber in den letzten 50 Jahren irgendwann registriert haben. Dafür ist einfach zu viel vorgefallen. Da ist einfach viel zerstört worden in den ersten 20 LJ. (Zwei meiner Geschwister haben jeglichen Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen)
          Ich kann es hier gar nicht recht beschreiben, WAS mich daran so nervt.#gruebel
          LG

          • >>Ich hab ihr gesagt "Alles in Ordnung, hier passt alles",... weißt du, damit ist aber nicht genug, sie hakt dann nach und hakt nach und hakt nach... ich solle doch sagen was los sei, was nicht stimmt...usw.<<

            ähm, DU hattest doch gefragt, ob bei deinen Eltern alles so weit ok sei. Wenn deine Mutter dies dann so empfindet, als dass du was auf dem Herzen hast, wenn du so etwas fragst, dann sag ihr halt, dass du NUR so halt wissen wolltest, dass bei ihnen alles ok ist.
            Ich seh jetzt kein Problem.
            Ich glaub, ihr beiden gebt euch nichts, du und deine Mutter;-)

            • Stimmt, ich hab gefragt, ob alles ok ist. Und sie hat mich dann eben 4 Tage später angerufen und wollte wissen, warum ich diese Frage gestellt habe. Daraufhin hab ich ihr gesagt, daß ich da halt eben NUR so gefragt habe...
              Ja - damit ist es aber nicht gut. Da kommt dann ihre Antwort "Du fragst doch das nicht einfach nur so - ist denn bei euch was nicht in Ordnung" - "Doch, ich habe das einfach nur so dahingefragt, bei uns ist alles in Ordnung" - Sie aber dann: "Ja komm jetzt sag schon, was los ist" "Irgendwas ist doch" ... usw.
              Ich hab ihr letztendlich gesagt, ich werde das nächste mal solch eine Frage lieber nicht mehr stellen, wenn SIE deswegen drei Nächte nicht ruhig schlafen kann und das für SIE so ein Problem ist.
              Das Ende vom Gespräch: Sie versteht nicht, warum ich ihr nicht sage, was denn los ist und ist beleidigt.
              So ist das - leider.

              • >>Sie ruft mich normalerweise NIE an, <<
                >> "Du fragst doch das nicht einfach nur so - <<

                wie schon geschrieben, ihr gebt euch gegen seitig nichts.
                Alles Gute, fahr runter und morgen siehts schon wieder anders aus

      (7) 09.10.17 - 15:25

      Hallo!

      Auf was möchtest Du denn genau hinaus oder was brachst Du an Ratschlägen?
      Oder wolltest Du Dich einfach mal ausheulen?!

      Sorry, aber ich weiss nicht genau was Du mit Deinem Post bezwecken möchtest da ich wirklich nichts wirlich problematisches an Deinem Text rauslesen kann?! #gruebel

      Vielleicht fehlt einfach noch ein wenig Zusatzinfo???
      Also ganz alleine an der Frage ob denn bei DIR alles I.O. sein kann es doch nicht liegen oder?

      • (8) 10.10.17 - 19:09

        Hallo,
        du hast recht - ich musste mich einfach ausjammern.
        Jetzt, wo ich eine Nacht drüber geschlafen habe, fällt es mir auch schon leichter, es einfach abzuhaken.
        Und ja - es fehlen einige Zusatzinfos.
        Diese Stimmung meinerseits kommt einfach durch viele tieferliegende Probleme die ich mit meiner Mutter habe. U. a. weil sie halt all meine Entscheidungen bzw. mein Tun so gut wie nie einfach akzeptiert(e), auch wenn es sich um "Belanglosigkeiten" handelt(e).
        LG

    (9) 10.10.17 - 09:30

    Hey #winke

    ich verstehe mich sehr gut mit meinen Eltern, beide Ü70 (auch wenn sie mich manchmal ganz schön nerven;-), aber je älter ich werde, desto weniger nerven sie mich, weil mir immer bewusst ist, dass sie eben irgendwann nicht mehr da sind und es sich zudem von einen Tag auf den anderen ändern kann, dass sie nicht mehr so altergemäß fit sind, wie es jetzt der Fall ist), wir sind füreinander da, wenn was ist, wohnen nicht weit auseinander, sehen uns aber auch phasenweise mal nicht so oft.

    Also etwas anders gelagert, aber ich wollte Dir zumindest erzählen, dass mein Vater dass auch ganz fantastisch kann... :-[ ich sag irgendeinen Satz, der mir überhaupt nicht so bewusst ist, er grübelt mehrere Tage drüber nach und dann kommt der Anruf.... #augen mal besorgt, mal schimpfend... und ich brauch erstmal zehn Minuten um zu verstehen, worum es geht #augen#rofl inzwischen kann ich das mit Humor nehmen, da eben Abstand da ist, ich weiß allerdings, dass er das bei meiner Mutter auch gut kann und da die das im Alltag erlebt, hat die es manchmal nicht so leicht....

    Aber wer weiß, wie komisch man selbst mal irgendwann wird #zitter#schein:-p

    • (10) 10.10.17 - 19:10

      Ich danke dir für deine Antwort.
      Ja, ich werde wahrscheinlich auch irgendwann, irgendwie komisch#augen
      LG

      • (11) 10.10.17 - 19:22

        Wer weiß, wie komisch man schon ist, ohne es überhaupt zu merken #zitter#rofl

        Ab welchem Alter geht das wohl los mit dem komisch werden? #gruebel


        #winke

        • (12) 10.10.17 - 19:24

          DAS zieht sich durchs ganze Leben#rofl#rofl

          • (13) 10.10.17 - 19:28

            Da haste auch wieder recht #rofl

            Kann man nur froh sein, wenn die Ausgangsbasis des komisch seins nicht all zu so komisch ist...

            Wobei, meist leidet das Umfeld ja mehr als man selbst, wenn man komisch wird... #schein#schein

            Ob man das merkt, wenn man immer noch komischer wird als man eh schon ist? #gruebel

            Mir mird grad ganz komisch #schwitz

            #rofl

            • (14) 10.10.17 - 19:43

              Tja - teilweise merke ich schon, das der "Altersstursinn" auch bei mir langsam einzieht.

              Jaja, aber die wirklichen Macken, erkennt man bei den anderen immer deutlicher als an sich selbst#huepf#rofl

              • (15) 10.10.17 - 19:50

                Wenn der wenigstens Miete zahlen würde #rofl

                Wobei, ich glaub, in Sachen Starrsinn sind die Männer schlimmer :-p

                Erleb ich so bei meinem Vater, bei meinem Schwiegervater und meine Freunde berichten von ihren Vätern das gleiche.

(16) 10.10.17 - 15:52

Hi,

den Gegenüber kann man nicht ändern, nur sich selbst ....

Meine Eltern sind seit jeher superkritisch, in allen Bereichen: Aussehen, Style, Partnerwahl, Berufswahl, .... als Kind war ich übermäßig bemüht, ihnen alles Recht zu machen, weil die Kritik so weh tat. Als Teenager hat mich das auch noch sehr getroffen.

Heute 40+ habe ich mir ein total dickes Fell zugelegt. Meine Mutter lässt grundsätzlich einen doofen Spruch ab, erst letztlich wieder - da haben wir den Garten neu bepflanzt. Die Hecke ist nicht gerade (findet sie), Buchs ist "so unmodern" und überhaupt haben wir kein Talent und hätten mal einen Landschaftsgärtner kommen lassen. Hätten wir das gemacht, dann hätte ich zu hören bekommen, dass ich mein Geld zum Fenster rauswerfe.

Arbeite an dir selbst. Du weißt nicht, wie lange du deine Eltern noch hast. So überkritische Leute kann man nie zufrieden stellen.

GLG
Miss Mary

  • Hallo,
    ich danke dir.
    Du hast den Nagel ziemlich auf den Kopf getroffen.
    LG

    • Hallo,

      erzähle ja nicht so viel Privates. Das kommt immer als Munition zurück. Ich rede eigentlich immer nur über total Belangloses. Werde aber auch nicht gefragt.

      Ansonsten versuche ich auch nicht mehr, mich zu verteidigen. Das wäre früher so gewesen. Da hätte mir die Bemerkung meine ganze Freude am neuen Garten versaut. Aber da die Bemerkung von meiner Mutter kam .... Ich sage dann nur "ah ja, das nächste Mal macht das dann der Gärtner, für jetzt geht es". Lustig war, dass eine Freundin meiner Mama am Garten vorbeikam und gleich fragte, ob wir das selbst gemacht hätten? Es würde super aussehen. #schein Da sagte sie nichts mehr.

      GLG
      Miss Mary

      • Ja - ich erzähl leider auch nur das Allgemeine.
        Wenn es Probleme gibt bei uns - das erfahren sie von mir (leider) nicht.
        Es stimmt - ich lass es normalerweise auch nicht mehr nah an mich ran, ich weiß ja eh, daß von meiner Mutter nur Kritik kommt - micht reißt es richtig, wenn sie mal sagt "Das ist schön" #gruebel
        LG

        • Hallo,

          weißt du, ich tröste mich damit, dass jede Konstellation einfach Vor- und Nachteile hat.

          Meine Freundin ist bei ihren Schwiegereltern eingezogen - die teilen sich Küche und Wohnzimmer. Der Schwiegervater ist schnell verstorben, die führen praktisch eine Ehe zu dritt. Meine Freundin findet es super, weil die Schwiegermutter den Haushalt wuppt, mit den Kindern hilft. Ich selbst fände so viel Familiennähe gruselig.

          Wenigstens haben wir nie Theater ... meine Eltern legen keinen Wert auf Geburtstage, gemeinsame Familienfeste oder irgendwas. Mein Bruder hat mal vor Jahren ausprobiert, wenn er sich nicht meldet, wie lange es dauert, dass es ihnen auffällt .... und es war fast ein halbes Jahr. #schein Irgendwie traurig, aber es ist so.

          Als Kind/ Jugendliche habe ich immer gedacht, dass mit mir etwas nicht stimmt und dass ich total unliebenswert bin, oder adoptiert, oder so. Glücklicherweise bin ich glücklich verheiratet und habe einen großen, stabilen Freundeskreis, mit anderen Verwandten komme ich auch aus ... von daher ... liegt es nicht (nur) an mir. Das weiß ich inzwischen auch und in schwachen Momenten sage ich mir das immer. Meinem Bruder ist das gleiche passiert, nur unsere Schwester kommt super mit den beiden klar.

          GLG
          Miss Mary

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            weißt du, ich tröste mich damit, dass jede Konstellation einfach Vor- und Nachteile hat.
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            Das stimmt. Ich war, solange ich zuhause wohnte, relativ auf mich allein gestellt (wie auch meine Geschwister). Da juckte es keinen, ob die Hausaufgaben gemacht sind, ob man ordentlich gekleidet aus dem Haus ging, usw. Folglich hatte man als Kind auch kaum "Streß mit den Eltern", keine Probleme, denn die sah keiner, bzw. hat sich keiner drum angenommen. Also mein Bruder würde heute, gut 40 J. später, sicherlich die Diagnose ADHS erhalten.
            Ich war zwar ein sehr schüchternes Kind, aber ich habe doch gelernt, daß ich mich um wichtige Dinge halt einfach kümmern muss.

            Ich würde nun auch nicht sagen, daß ich meine Kindheit als "schwer" empfand, es war einfach so, wie es war. Wir mussten viel mit anpacken (hatten Landwirtschaft), wenn andere im Sommer an den Weiher gingen, waren bei uns Erntearbeiten angesagt, wobei mein älterer Bruder es immer verstand, sich davor zu drücken.

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            Wenigstens haben wir nie Theater ... meine Eltern legen keinen Wert auf Geburtstage, gemeinsame Familienfeste oder irgendwas. Mein Bruder hat mal vor Jahren ausprobiert, wenn er sich nicht meldet, wie lange es dauert, dass es ihnen auffällt .... und es war fast ein halbes Jahr. #schein Irgendwie traurig, aber es ist so.
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            Das ist wie bei uns! Ich glaub, als Jugendliche habe ich mich dann insgeheim schon nach Anerkennung/Liebe gesehnt. Von Seiten meiner Mutter gab es das nie - keine Umarmung, kein liebes Wort - Nix! Wenn sie überfordert war, und das war sie oft mit Landwirtschaft und 4 Kindern, kam von ihr sehr oft der drohende Satz "Wenn ihr nicht brav seid, dann.... häng ich mich auf; ...oder.... lauf ich davon". DAS sehe ich rückblickend als Psychoterror. Ich weiß bis heute, wie oft ich panisch nach ihr suchte, wenn ich von der Schule heimkam und sie nicht im oder ums Haus war.

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            Als Kind/ Jugendliche habe ich immer gedacht, dass mit mir etwas nicht stimmt und dass ich total unliebenswert bin, oder adoptiert, oder so.
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            Ich hab mir immer vorgestellt, wie es denn wäre, wenn ich in eine andere Familie hingeboren worden wäre...
            Meine Anerkennung, bzw. fehlende Liebe habe ich in jungen Jahren wohl in den vielen wechselnden Liebschaften gesucht.

            Im Laufe der Jahre habe ich meinen inneren Frieden damit geschlossen, wie es bei uns war. Heute sehe ich, daß auch meine Eltern ihre eigene Kindheit hatten, die sie geprägt hat (Die Mutter meiner Mutter ist "abgehauen" als sie ca. 6 Jahre alt war). Ein besonders inniges Verhältnis kommt aber 30 J. später natürlich da auch nicht mehr zustande, wo es nie war.
            LG

            • hm, wenn ich so lese, was du schreibst.....
              An Umarmungen in meiner Jugend kann ich mich nicht erinnern. Auch meine Mutter drohte mit allem möglichen und ich hatte sehr oft den Wunsch, ab zu hauen, weg zu laufen.
              Heute weiss ich, dass meine Mutter das nicht bös gemeint hat, nein, sie war, obwohl wir nur zu zweit waren, aber sehr lebhaft, hoffnungslos überfordert. Irgend wie musste sie uns ja "zähmen", ohne Hilfe meines Vaters, da er die Woche über auf Arbeit weg war und nur am Wochenende heim kam.
              Heute und erst recht nach dem Tod meines Vaters ist meine Mutter eine ganz andere. Es gibt Umarmungen, Küsschen auf die Wange, sie ruft mich an und fragt, wie es mir geht. Fühlt sich manchmal immer noch echt komisch an, da ungewohnt, war ja früher ganz anders.
              Heute ist sie mein "großes Kind" das hysterisch weinend an ruft, ich denke, um Himmels Willen, was ist jetzt los und dann stellt sich heraus, dass der Fernseher nicht funktioniert (Unitymedia hat neulich um gestellt und es musste ein Sendersuchlauf gestartet werden). Da muss man halt sehen, dass der Fernseher ein sehr wichtiger Bestandteil ihres 82-jährigen Lebens ist, ob wohl sie sehr oft auf Kaffeekränzchen geht und sich mit Freundinnen trifft.
              Man sollte nicht alles auf die Waagschale legen, was Eltern, wenn sie alt werden, so von sich geben. Leichter gesagt, als getan, ich weiss

              • Auf die Waagschale lege ich es längst nicht mehr, was sie so von sich geben.
                Ich will wohl einfach nur ein Stück weit meine Ruhe haben, wenn ich bekunde, dass alles in Ordnung ist. Denn auf Ratschläge seitens meiner Mutter, kann ich sowieso verzichten.
                Weißt du, egal was wäre, von ihr käme nie einfach nur ein verständnisvolles Zuhören oder Trost - da kamen immer dann Geschichten: bei der und dem war das auch so und so, ja und der hat dann eine schwere Krankheit bekommen...., oder ....Die ist daran "durchgedreht " und in der Klapsmühle gelandet.....

                • ist alles nicht so leicht...... Manch mal kommts mir so vor, als ob sich viele Menschen was anderes wünschen, als das, was sie haben. Erwachsene Kinder, deren Eltern früh gestorben sind, wünschten sich, dass sie ihre Eltern länger gehabt hätten, dass sie sich um sie hätten kümmern können. Und sie schauen auf die, die das haben und verstehen nicht, wie so das diesen Menschen u. U. so schwer fällt.
                  Diese Menschen über legen, wie es wohl wäre, hätte man die alten Eltern schon verloren, wie es sich an fühlen würde, einfach nur um sie zu trauern.

                  • Das war in jungen Jahren (so etwa zwischen 15 -20, dass ich mir darüber Gedanken gemacht habe, wie es wohl gelaufen wäre, wenn ich in einer anderen Familie groß geworden wäre.
                    Heute ist das längst nicht mehr so, denn mittlerweile ist mir absolut klar : überall ist Irgendwas, unter jedem Dach ein Ach. ...
                    Klar, manch einem spielt das Leben übler mit, als dem anderen.
                    Nein, es ist eben wie es ist. Das ist das Leben. Jeder muss auf seine Art durch.

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