Wann hört die Sehnsucht auf ...

    • (1) 26.10.17 - 20:44

      Liebe Frauen Ü40 😊 vielleicht könnt ihr mir Mut machen ...
      Ich stecke mitten im Prozess „Abschied vom Kinderwunsch“ - unfreiwillig, denn ich bin 45 ...
      meine wundervolle Tochter wird jetzt bald 6 Jahre, wir haben ca 3 Jahre auf sie gewartet.
      1,5 Jahre nach der Geburt wollten wir es nochmal versuchen, vergebens. Im Januar diesen Jahres wurde ich dann doch mit 44 nochmal schwanger. Es fühlte sich so richtig an und mein Herz war selig. Ich war selig. Bei 9+0 verlor ich meine eineiigen Zwillinge. Vermutlich eine Chromosomale Störung...

      Mein Verstand weiß, es ist vorbei. The Point of no Return ist erreicht. Aber meine Herz schmerzt... Meine Seele weint ... 😥

      Liebe Frauen, wie war es bei euch, als euch bewusst wurde, es wird keine (weiteren) Kinder geben ?
      So gerne hätte ich diese Entscheidung selber getroffen, so gerne hätte ich mit gutem Gefühl eines Tages sagen wollen „unsere Familienplanung ist abgeschlossen, wir sind komplett ...“

      Es gibt gute Tage, ja, aber diese Trauer ist da - immer wieder. Mal mehr mal weniger aber nie ist sie weg. Bleibt das jetzt für immer so ?! Oder kann ich mich irgendwann damit arrangieren oder sogar aussöhnen?!

      Lg wackeldackel

      • Hallo..
        Mir geht es ähnlich. Ich bin jetzt 44, meine Tochter ist 6 Jahre alt.
        Von ihrem Papa lebe ich seit der Schwangerschaft getrennt, und seitdem ist leider auch kein passender Partner mehr in mein Leben getreten.
        Selbst wenn ich jetzt wen kennenlernen würde, das Thema Kinderwunsch habe ich, altersbedingt, begraben. Begraben müssen.
        Ich hatte noch immer vieles aufgehoben. Kinderwagen usw.
        Aber nun werde ich die Sachen alle weggeben müssen. Und das tut irgendwie weh, macht traurig.

        Die Fehlgeburt tut mir sehr leid. Das muss furchtbar sein..

        Ich wünschte, ich hätte allgemein mutmachendere Worte für Dich, aber mir geht's halt genauso .

        Liebe Grüße

        • Danke für deine Nachricht. Ja die Fehlgeburt war das Schlimmste, was mir jeh passiert ist bisher.

          Ich wünsche dir auch alles gute 🍀 und dass es dir gelingt Frieden zu finden ...

          Ich habe es auch noch nicht geschafft alle Sachen zu verkaufen 😏

          Lg 🙂🍀

      Ich bin 46 und habe meinen Sohn mit knapp 40 bekommen.
      Er hat sich einfach so "eingeschlichen!" Daher sind wir glücklich, dass wir überhaupt noch Eltern geworden sind. Ich kann dich aber verstehen. Es ist traurig, wenn man sich seine Lebensplanung anders vorgestellt hat. Aber vielleicht klappt es ja nochmal?

      • Wenn dann müsste sich etwas „einschleichen“ aktiv machen wir nichts 😊 die Angst, dass etwas schief geht ist zu groß und mein Respekt vor der Macht der Natur ist gewachsen 😳
        Naja, und auf der anderen Seite versuche ich die Vorteile mit nur einem Kind in den Fokus zu stellen. Die Fehlgeburt hat mich Demut gelehrt - dankbar zu sein für das, was ich habe.
        Die Trauer über den Verlust und über den Abschied vom Kinderwunsch ist dennoch präsent und lässt sich im Moment schwer integrieren ...

        Dir auch alles gute 🍀🙂Lg ☺️

        • Mir hat es tatsächlich sehr geholfen, mir die "Vorteile" bewusst zu machen. Auch wir haben nur ein Kind. Und auch ich hatte Fehlgeburten. Es ist zugegeben nicht ganz leicht gewesen für mich, "Vorteile" zu entdecken. Wir wollten immer mehrere Kinder haben.

          Aber es ist, wie es ist. Ich habe mittlerweile gelernt, tatsächlich das Gute zu sehen und über das, was uns nicht vergönnt war, nicht mehr traurig zu sein.

          Sehr gut ist zum Beispiel: Unser Sohn (17) wird immer selbstständiger. Er genießt es, mehr Freiraum zu haben. Und wir geben ihm diesen Freiraum sehr gern. Gleichzeitig sind wir - mein Mann und ich - die Nutznießer davon, dass unser Sohn uns nicht mehr so intensiv braucht wie früher.

          Wir genießen unsere Zeit zu zweit sehr und entdecken viele Möglichkeiten ganz neu: Wandern, Schwimmen, Tischtennis spielen, Reisen, Essen gehen, in Klassische Konzerte gehen und vieles mehr. Und wir lieben Kurzurlaube (verlängerte Wochenenden) und das "zweckfreie" Knuddeln #verliebt#verliebt

          Zugegeben, ich habe mehrere Jahre dafür gebraucht, um meinen Kinderwunsch endgültig loslassen zu können. Ich denke, es ist gut, sich selbst die Zeit zum Verarbeiten zu lassen. Es ist so eine Art Reifeprozess. Rückblickend bin ich sehr dankbar dafür, dass ich diese Zeit bewusst und intensiv durchlebt habe. So kann ich nun meine neue Lebensphase viel bewusster erleben und gestalten.

          Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Trost #liebdrueck

          • Vielen Dank für deine Nachricht 😇
            Es ist „schön“ zu lesen dass es sich verändert, dass der Schmerz sich verändert, dass sich diese Leere irgendwann mit anderen Dingen füllt.

            „Zweckfreies Knuddeln“ wird dann auch ganz oben stehen 😂

            Das mit den Vorteilen habe ich auch schon nach oben gestellt.
            Meine Tochter hat übermorgen Geburtstag und wir „geben Vollgas“ weil wir es uns „leisten“ können da wir „nur“ ein Kind haben 💝 ich übertreibe diese Jahr unbewusst bewusst 🎉 inklusive Vorfreude und Dekoration. Weil ich dieses Jahr besonders glücklich bin mit ihr ihren Tag zu feiern 🎉😍

            Lg und alles gute 🍀 für dich

            • Oh ja, das klingt gut. Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Geburtstag feiern.

              Übrigens, wir haben all die Jahre hindurch die Zeit mit unserem Sohn auch immer sehr genossen und vieles gemacht, was mit mehreren Kindern so in der Form nicht möglich gewesen wäre.

              Zum Beispiel bin ich sehr oft mit unserem Sohn als "Single mit Kind" verreist. Für meinen Mann war das o.k., dass wir immer mal einen kleinen "Sonderurlaub" eingelegt haben :-) Und ich hab's geliebt, mit unserem Sohn zu verreisen. Das war so ein Luxus, den ich mir zwar nie gewünscht hatte, den ich aber dann sehr genossen habe :-)

              Wir waren im Harz, im Thüringer Wald, im Bayerischen Wald und im Vogtland. In Ferienhotels habe ich "Single mit Kind, Halbpension" gebucht - immer für 5 bis 7 Tage. Diese Angebote gab es damals für ca. 220,00 EUR komplett.

              Wir haben gern die Osterferien und die Herbstferien dazu genutzt und auch immer eine Woche in den Sommerferien. Und die Zeit, bevor unser Sohn in die Schule kam, sind wir meistens auch 2 bis 3 Mal pro Jahr verreist. Da waren wir zeitlich noch flexibler und sind gern außerhalb der Ferienzeiten gefahren.

              Lustig war: Wir haben damals im Schwarzwald gewohnt. Und immer, wenn wir dann irgendwo in einer waldreichen Gegend im Urlaub waren, hat mein Sohn mich gefragt, warum wir eigentlich verreisen, wo wir doch zu Hause auch so viel Wald haben? #rofl Aber genossen hat er unsere Ausflüge trotzdem immer sehr. Mit großem Vergnügen erinnere ich mich z. B. daran, dass wir immer gern das gemacht haben, was zu Hause so nicht "üblich" war: Essen im Bett und dabei Fernsehen zum Beispiel #rofl

              Als unser Sohn dann 11, 12 Jahre alt war, hörten die Reisen "Mama mit Kind" auf. Und auch das war für mich damals ein sehr schmerzlicher Abschied. Ich wäre gern noch ein Weilchen weiterhin so in der Form verreist, andererseits war aber auch klar: Jetzt ist die Zeit "natürlicherweise" einfach vorbei.

              In dieser Zeit wurde dann mein Kinderwunsch übrigens noch einmal sehr stark. Ich glaube, es war die Sehnsucht, diese schöne Zeit noch einmal erleben zu können.

              Geblieben sind uns viele wunderbare, schöne Erinnerungen. Und deshalb: Nutzt diese Zeit mit Eurer Tochter. Diese Zeit ist so kostbar und mit nichts zu vergleichen #paket

              • Oh Mann, da kommen mir wirklich die Tränen bei deinen letzten paar Sätzen.

                Generell gilt ja für das Leben, dass die Zeit viel viel viel zu schnell vorbei geht.

                Ich wünsche dir von ganzem Herzen alles Gute#herzlich

                • Vielen Dank #herzlich - Mir geht's richtig gut. Ich habe jetzt - mit inzwischen fast 50 Jahren - meine Sehnsucht nach einem weiteren Kind gut bewältigen können. So merkwürdig das auch jetzt klingen mag, aber ich genieße die Zeit, in der ich mich jetzt befinde, ebenso intensiv wie die Jahre zuvor.

                  Diese Zeit jetzt ist ganz anders: Ich genieße, dass ich jetzt ganz viel Freiraum habe für Dinge, die so in der Form während der "Familienzeit" nicht möglich gewesen wären. Beispielsweise begleite ich meinen Mann auf Dienstreisen, wann immer ich Gelegenheit dazu habe. Und auch beruflich kann ich vieles wieder machen, was ich vorher mit Rücksicht auf die Familie nicht gemacht habe.

                  Also, ich erlebe: Die Sehnsucht ist tatsächlich vorbei - und das tut gut. So lange die Sehnsucht noch bestand und es vor allem auch noch die biologische Möglichkeit für eine weitere Schwangerschaft gegeben hätte, hat mich diese Sehnsucht oft mächtig umgetrieben. Es war nicht so leicht, damit klarzukommen.

                  Aber nun ist es rein "biologisch" gesehen gar nicht mehr möglich, noch einmal Mama zu werden. Und interessanterweise verhilft mir jetzt genau diese "Tatsache" dazu, diesen neuen Lebensabschnitt, in dem ich mich jetzt befinde, anzunehmen. Ich entdecke die Vorteile dieser Zeit und genieße diese ebenso intensiv, wie die Vorteile der Zeit(en) vorher :-)

    Ich denke dass das Problem darin liegt dass du soviele fruchtbare Jahre nicht genutzt hast... 39 beim ersten Kind befeutet dass du 20 Jahre fruchtbare Jahre hast verstreichen lassen, ob bewusst oder unbewusst bleibt mal dahin gestellt.
    Ich bin 46 und seit 8 Jahren sterilisiert.
    Mein Sohn ist 14 und meine Tochter 8.
    Das zweite Kind war nicht geplant und ich finde persönlich alte Mütter nicht gut.
    Mein Kinderwunsch war mit dem ersten Kind abgeschlossen, da ich damals schon 32 war.
    Ich verstehe daher deine Gefühle überhaupt nicht.

    • Na ja, sie schreibt ja oben, dass sie auf ihre Tochter 3 Jahre lang warten musste, sprich sie war 36 J. als sie in die Kinderwunschzeit gestartet ist.

      Das Leben ist nun mal kein Wunschkonzert. Vielleicht hatte sie schon viele Jahre Kinderwunsch und nicht den richtigen oder keinen Partner, nicht die finanzielle Sicherheit oder, oder, oder. Es gibt leider viele Gründe, weshalb frau den Kinderwunsch nicht früher angehen kann.

      Auch sehe ich kein Problem darin, eine "alte" Mutter zu sein. Beim 1. Kind war ich 32 J., beim letzten 40 J. Ich sehe keine Nachteile, die mein letztes Kind gegenüber meinem 1. haben sollte, nur weil ich bei der Geburt älter war. Du warst ja selbst bei der Geburt des 2. Kindes 38 J. Was empfindest oder empfandest Du denn als nicht gut an der Situation?

      • Ich hab mich einfach zu alt gefühlt.
        Und ich hätte nie und nimmer noch ein Kind mit 38 geplant.
        Ich stand mit 44 bei einer Einschulungsfeier.
        Ich war mit Abstand die älteste und man
        sieht auch wie alt ich bin.
        Mein Mann ist 50, ist schon übel jetzt immer noch in der Kinderphase fest tu stecken.
        Ich wollte mit 50 wieder unabhängiger sein.
        Tatsache ist ich habe dann eine 12jährige hier und damit die anstrengendste Phase der ganzen Aufzucht vor mir, die Pubertät.
        Mein Sohn ist eh eine einzige Problemzone aber ich hoffe er ist mit 18 soweit dass er trotzdem auf eigenen Füßen stehen kann.
        Womöglich muss er in ein betreutes Wohnen.
        Ich fühle mich alt, hab graue Haare, Arthrose und möchte einfach meine Ruhe.
        Es ist mir zu stressig mit den Kindern und zu laut.
        Ich komme nach einem langen Arbeitstag nach Hause aber von Füße hoch legen kann ich dann nur träumen.
        Mit 46 hab ich mich da woanders gesehen.
        Durch die Kinder muss ich auch noch viel länger arbeiten als ich das geplant hatte.
        Normalerweise wollte ich mit 50 auf halbe Stelle gehen und mit 55 aufhören.
        Das wäre ohne unsere Jüngste finanziell ohne Probleme machbar gewesen.
        Ich hab ohne Unterbrechung seit meinem 25.Lebensjahr Vollzeit gearbeitet und gutes Geld verdient.
        Ein Kind kostet locker 200.000 oder mehr.
        Das Geld fehlt mir.
        Mein Mann ist schon auf Teilzeit wegen unseres Sohnes und seiner Eltern.
        Auch dieses Geld fehlt obwohl er weniger verdient als ich.
        Es passt einfach nicht in meine Vorstellung meines Lebens mit 50 noch Pubertierende hier zu haben.

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