Nachzügler

    • (1) 12.12.17 - 21:28

      Ich bin 48 Jahre alt. Meine ältesten Kinder sind schon erwachsen, gehen teilweise schon ihre eigenen Wege. 2 Kinder sind mitten in der Pubertät. Und dann habe ich noch eine kleine Nachzüglerin von 6 Jahren. Wer ist in einer ähnlichen Situation?
      In meinem Alter treffe ich meist auf Frauen, deren Kinder schon älter sind und die ihre neuen Freiheiten genießen, sich neu orientieren.
      Wenn ich bei den Müttern mit Kindern im Alter von meiner Jüngsten mich umschaue, dann sind das meist jüngere Mütter, deren Gesprächsbedarf meinem vor 10 Jahren entsprach. Die weder pubertierende Jugendliche, noch (fast)erwachsene Kinder haben.
      Auch stelle ich fest, dass mich die 22 Jahre Erziehungsarbeit etwas "müde" gemacht haben. Bei den ersten Kindern hatte ich noch viel mehr Lust zum Spielen und Basteln, als jetzt. Natürlich machen wir noch Einiges zusammen, aber irgendwie ist da "die Luft raus". Ich sehne mich öfter danach, mal Zeit nur für mich zu haben.
      Trotzdem genieße ich auch unsere Kleine sehr, fühle mich durch sie wieder deutlich jünger, genieße die einzelnen Phasen viel mehr als vorher...
      Wer kennt so etwas auch?

      • (2) 12.12.17 - 22:14

        Hallo
        Hier! Das jüngste Kind 1, das älteste 20. Ich bin im Sommer 37 geworden.
        Mein Freundes- und Bekanntenkreis ist bunt gemischt. Jünger und älter als ich, bewusst kinderlos bis erwachsene Kinder ist alles dabei.
        Ich erlebe die Zeit mit den jüngsten anders als damals, teils positiv, teils hat mir das Alter schon etwas jugendlichen Leichtsinn genommen ;-) Aber ich bin generell schon noch ein entspannter Mensch und schaffe es viele Gedanken im Kopf zu lassen.
        Ich habe hier auch mal ein Thema eröffnet zu diesem Thema weil es durch diesen Altersunterschied immer wieder mal interessant wird (wer wie zu wem steht, erste Schulkameraden der ältesten werden Eltern und ich werde, mit gefühlt frisch geschlüpftem Kind, gefragt wann es denn bei ihr soweit ist,....).
        Generell genieße ich diesen Abstand wirklich sehr. Ich weiß es auch sehr zu schätzen dass ich Freiheiten habe und Menschen die Interesse an den Kindern haben.
        Kontakte über die Kinder finde ich generell etwas schwierig. Wenn es auf menschlicher Ebene passt, super! Aber oft besteht die Verbindung ja zumindest erstmal nur durch das Kind, da geht es dann halt auch darum.
        Die Müdigkeit die du beschreibst erlebe ich etwas durch die Baby/Kleinkind Umgebung. Aufgeregte Erstlingseltern bzw. Eltern von jüngeren Kindern sind teilweise echt stressig. Wenn große Reden über etwas geschwungen werden dass in ferner Zukunft ist, in der Krippe diskutiert wird wer sein Kind definitiv nicht zur Grundschule x gehen lassen wird weil Lehrerhin y Kinder mobbt und #bla .... #zitter

        LG

        • *Lehrerin :-)

          Huhu,
          ich habe zwar keinen Nachzügler, habe meine Kinder aber erst nach langem unerfüllten Kinderwunsch und nach x-ICSI-Versuchen bekommen. Mein Großer kam, da war ich 35, die Zwillinge habe ich mit 39 bekommen.

          Es stimmt schon, dass viele der Mütter, die ich im Laufe der KiGAzeit kennenlernte, deutlich jünger waren als ich oder dass Mütter in meinem Alter schon große Kinder hatten. Man ist ein bisschen aus der Zeit gefallen und gehört nirgends so richtig hin.

          Ich verstehe gut, dass Du Dich in den typischen Kränzchen und den typischen Kinder- und Grundschulthematiken nicht so recht wohl fühlst.

          Da müssen wir alten Mütter wohl durch.

          LG, Cherish

      (5) 13.12.17 - 09:33

      Hallo,

      Ich bin 47, meine Ältesten sind 20 und 25, die Jüngsten 3, 5 und 8 Jahre, alles Jungs.

      Wir könnten schon Großeltern sein, aus der Klasse meines Ältesten haben schon mehrere Kinder.
      Ich kenne einige die in meinem Alter schon ein oder mehrere Enkel haben.

      Mit über 40 gibt es hier Frauen, die noch kleine Kinder haben, aber die Mehrheit hat die Kinder groß oder schon aus dem Haus.

      In der Kitagruppe meines 5j. ist ein 4j. Mädchen, dessen Eltern kürzlich Großeltern wurden, die Familie hat 6 Kinder, schon mehrere erwachsene Kinder.

      Bei uns wird es mit Enkeln noch dauern, der Älteste ist nach fast 7 j. Beziehung wieder solo.
      Wir hätten für Enkel jetzt noch gar keine Zeit, von daher darf es gern noch auf sich warten lassen.

      Der Schlafmangel schlauchte mich die letzten Jahre schon, aber mit 20-30 bei den 2 Großen ging es mir bis sie durchschliefen, was immer länger auf sich warten ließ, nicht anders.

      Seit auch der Jüngste in die Kita geht, mit 2 war Kitastart, ist es schon deutlich leichter.

      Ich arbeite schon lange wieder stundenweise, was mir gut tut. Wenn ich frei habe und alle gesund sind, ist bis Nachmittag Ruhe im Haus, turbulent ist es trotzdem täglich.

      Unser Ältester wurde schon mehrmals für den Papa gehalten, wenn er mit seinen kleinen Brüdern unterwegs war, hier haben viele in seinem Alter schon Kinder.

      Ich hab gar keine Zeit mir über die Lebensmitte und das Altern schon oft tiefere Gedanken zu machen, ich lese hier mit, aber es läuft an einem vorbei.

      Sicher wäre manchmal mehr Ruhe schön, aber die haben wir wenn die Kinder aus dem Haus sind oder schlafen, das genießen wir auch.

      Unterstützung durch Großeltern gibt es nicht, die sind schon zu alt, haben kein Interesse oder wohnen zu weit weg.

      LG
      Anja

      • (6) 13.12.17 - 17:33

        Hallo,

        ich habe zwei Kinder. Mein Großer (19 Jahre) ist ja schon erwachsen und unser Nachzügler ist 13 Jahre alt und ist mehrfachbehindert. Und ich bin 52 Jahre alt.

        Unter Schlafmangel litt ich viele Jahre permanent, weil unser Jüngster (hat Autismus)
        oftmals die Nacht zum Tag gemacht hatte. Kommt generell mit wenig Schlaf aus.
        Geht im Moment, da die Pubertät ihn doch ein paar mehr Schlafstunden gönnt#huepf
        Unser Alltag ist turbulent, weil Kind immer noch sehr häufig beaufsichtigt werden muss
        und immer viel Unsinn im Kopf hat. Dazu Therapie und Arztbesuche. Entlastung gibt es
        durch Kurzzeitpflege oder anderweitige Betreuung für ein paar Wochen im Jahr.
        Zeit für mich habe ich kaum, weil es doch sehr anstrengend ist. Über eigene Altern
        oder Lebensmitte sich Gedanken drüber machen bleibt da auch auf der Strecke.
        Großeltern zum Aufpassen haben wir nicht. Meine Mutter lebt im Pflegeheim. Mit ihrer
        Pflege zu Hause war ich auch schon mal für einige Wochen beschäftigt. Auf längere Zeit
        wäre es nicht gegangen, weil meine wenige Zeit dafür auch noch drauf gegangen wäre.
        Und dann hätte ich meine Kinder vernachlässigt.

        • (7) 13.12.17 - 22:25

          Hallo,

          Mein 2.Sohn, der 20j., ist auch schwer mehrfachbehindert und Epileptiker, mit fast 18 zog er in ein Wohnheim um. So lange er täglich zu Hause war, nutzten wir auch Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege und die zusätzlichen Betreuungsleistungen, waren 4x mit ihm zur Kur, 2x als Familie.
          Alternative zur Kur wäre ein Aufenthalt in einem Kinder-u. Jugendhospiz, noch haben wir damit keine Erfahrung, wurde uns aber empfohlen.
          Durch die Epilepsie mussten wir jahrelang oft in der Nacht raus, er hat generell einen gestörten Tag/Nachtrhytmus.

          Die letzten Jahre bestimmen die kleinen Brüder den Alltag, es bleibt sicher noch viele Jahre turbulent, Ruhe und mehr Zeit für eigene Bedürfnisse kommt schon immer wieder zu kurz, mein Ausgleich ist der Job.

          Ganz gesund sind die Jüngsten auch nicht, alle 3 haben Neurodermitis, beim 8j. bestand Verdacht auf ADHS, bisher ohne sichere Diagnose, ein Wirbelwind war er von Anfang an. Beim 5j. kam jetzt auch was neu dazu, Rolando-Epilepsie, zum Glück diesmal die gutartige kindliche Epilepsieform, nicht wieder die heftigen Grand Mals.

          LG Anja

    (8) 13.12.17 - 21:08

    Ich bin 46. Mein Sohn ist 6 und ich kann nachvollziehen wie du dich fühlst. Beim 100 mal Lego zusammen bauen, Fussball spielen etc. denke ich auch manchmal "oh nö jetzt nicht!" Ich mache alles mit ihm, aber manchmal ertappe ich mich auch bei dem Gedanken, dass ich gerade lieber was für mich machen möchte.

    Hallo,

    ich bin 41 und habe zwei Töchter von 14 und 12 und einen Sohn von 22 Monaten.
    Ich fand die Schwangerschaft super anstrengend. Mit dem Schlafmangel kam ich auch schlechter zurecht als bei meinen Töchtern.
    Insgesamt merke ich körperlich keinen Unterschied. Mag aber auch daran liegen, dass ich mehr auf mich achte, was mir gut tut und was nicht.
    Ich arbeite Vollzeit, mein Mann Teilzeit, so dass ich die Zeit mit den Kindern sehr genieße.
    Ich bin bei meinem Sohn viel entspannter und gelassener.
    Klar, das Umfeld reagiert unterschiedlich. Einige bemitleiden mich, andere finden das super.
    Ich konnte mit Krabbelgruppen und Müttertreffs nie was anfangen, weder mit 30 noch mit 41. Kinderturnen ist das Höchste der Gefühle;-).
    Ich brauche auch Zeit für mich, aber bin recht schnell wieder fit für die nächste Runde.
    Wobei ich sagen muss, dass ich mit unserer Rollenverteilung sehr zufrieden bin.
    Ich liebe meinen Job. LG

    (10) 14.12.17 - 22:26

    Meine Kinder sind 2., 6. und 9. Klasse. Ich bin 49.
    die Kindergartenzeit hat sich gezogen, insbesondere als ich dann schon ein Kind in der weiterführenden Schule hatte fühlte ich mich so manchen Kindergartenthemen gegenüber doch ziemlich "abgeklärt". Ich bin ganz froh, dass ich jetzt nur noch Schulkinder habe. (Und auch die Grundschulzeit ist absehbar.)
    Noch sind meine Großen involviert in die Familie, ich finde es gut bei uns, zumal sich die Kinder auch ganz gut verstehen. Aber ein Ende dieser Konstellation ist absehbar. Der Große macht in drei Jahren Abi, und drei Jahre sind eine kurze Zeit. Am Spannendsten ist es aktuell für mich zu sehen, wie er sich verändert und ich bin neugierig auf den Erwachsenen, der er bald sein wird. Die anderen beiden werden uns noch ein bisschen bleiben, sicher macht mir das das Loslassen einfacher. Insgesamt genieße ich es, "große" Kinder zu haben, aber eben noch mit Kindern zusammenzuleben. Die Frauen, mit denen ich auf einer Wellenlänge bin, haben ähnlich alte Kinder und sind zwischen 40 und 50.

    (11) 15.12.17 - 18:31

    Hallo :-)

    ich werde in knapp 3 Wochen 44, meine Kinder sind 17, 13 und 4 Jahre alt. Und ich verstehe, was Du meinst. Mir geht es auch oft so.
    Meine große Tochter macht im nächsten Jahr Abi und ein Jahr später wird meine Kleinste erst eingeschult.
    Eine gute Bekannte von mir, die jetzt mit Ende 50 ihren Nachzügler-Sohn fast volljährig hat, erzählt mir immer, dass die Zeit zwischen 50 und Mitte 50 am heftigsten war. Ihre Freundinnen konnten ihre Freiheit genießen, während sie noch ein pubertierendes Kind Zuhause hatte. Das ist eben dann nicht mehr so einfach, wie mit 30 bis 40 Jahren. Da mache ich mir auch keine Illusionen.
    Okay, letztendlich sind wir Menschen unterschiedlich belastbar, ich z.B. leider nicht besonders :-(

    LG

    (12) 19.12.17 - 17:39

    Ja wenn man nicht ganz der Norm entspricht wird es etwas schwierig gleichgesinnte zu treffen.

    Ich bin 30....Meine große ist 13, der kleine wird 2.
    Mütter mit kleinen Kindern und in meinem Alter findet man oft, aber in meinem Alter und mit Teenie. Da hörts auf.

    Was solls. Es muss einfach gut passen und letztlich ist es nicht so wichtig ob der gegebenüber 1 kind oder 5 hat und welche Abstände diese haben.

    (13) 09.01.18 - 17:19

    Hallo,
    Kinder halten jung. Sage ich mir zumindest immer wieder. Ich werde bald 46 und mein Jüngster ist 7, die Mittlere 8 und die Große 15. Bei der Großen in der Klasse gehöre ich zu den jungen Mamas und beim Jüngsten könnte ich die Oma sein. Mein Oma war tatsächlich in meinem Alter bereits dreifache Oma. Aber die Zeiten ändern sich und heute bekommt man immer später Kinder. Aber es ist tatsächlich auch so, dass ich eher Kontakt zu den älteren Mamas bei meinen jüngeren Kindern habe. Die jüngeren liegen nicht so auf meiner Wellenlänge.

    (14) 12.01.18 - 06:26

    Hallo.

    Ich bin auch 48. Habe vier Kinder im alter von 27, 20, 19 und 9. Ich merke auch, dass ich bei dem Jüngsten schon ganz schön ausgelaugt bin. Muss mich manchmal auch durchringen, wenn er mit mir spielen möchte. Aber wenn wir dann mittendrin sind, geht es wieder. Nun wird er ja auch immer selbständiger, sodass ich mich auch wieder für mein Leben interessieren kann. Ich habe mich jetzt beim Fitnessclub angemeldet, um mich auch körperlich wieder mal zu entrosten. Mein Mann macht gleich mit. Dadurch haben wir zwar wieder einen anderen Tages- bzw. Wochenplan, aber ich denke mal, auf Dauer bringt es schon was. Ich habe keine Probleme, mich mit den Eltern der Freunde vom Jüngsten Kontakte zu schließen. Sicherlich gibt es Themen, wo ich mich dann etwas ausklinke, aber im Großen und Ganzen funktioniert es. Muss dazu sagen, dass es einige "ältere" Mütter in seiner Klasse gibt. Aber man richtet sich ja meistens an die Eltern, die als Freunde des Kindes in Frage kommen. Es klappt sehr gut. Und man fühlt sich auch nicht gleich sooooo alt. Da komm ich auch noch ganz gut mit. Daher würde ich auch sagen, dass es mir doch dann besser geht, wenn ich mich wieder auf mich konzentrieren kann. Und der Kleine integriert sich dann natürlich auch mit, er versteht auch, dass ich auch mal Zeit für mich brauche. Dann bin ich wieder fitt für ihn.;-) Aber er geht auch schon seinen Weg, hat ja Freunde.

    Also du stehst nicht alleine damit da. Du musst jetzt nur versuchen, für dich was zu machen und auch die Kleine loslassen. Das ist immer so der Punkt.

    LG

    PS: Ich fühl mich eigentlich jetzt ganz gut, wie es ist. Habe etwas Freiheit wieder bekommen. Musste es nur umsetzen, das ist immer so der Knackpunkt.

    (15) 16.02.18 - 15:55

    ich werde nächste Woche 45, meine Söhne sind 24, 21, fast 19, 15 Jahre, meine Töchter sind 3 Jahre und fast 6 Monate alt. Mein Großer wird im September selbst Papa, gewünscht und geplant, somit ich Oma.
    Wir wohnen hier auf einem kleinen Dorf und haben keinerlei Kontakte. Zur Zeit bin ich noch in Elternzeit bis meine Kleinste 2 Jahre alt wird. Sie geht dann in den Kindergarten und ich wieder arbeiten.Familie hab ich keine mehr, aber ich genieße "meine Familie, meine Kinder" sehr. Als die Jungs noch klein waren hatte ich somit nie Hilfe oder Unterstützung durch Familie, war in Vollzeit berufstätig (überwiegend Nachtdienst) und ein Aupairmädchen, jetzt springen schon mal die großen Brüder ein :-) mit meinen Jungs war ich über 4 Jahre allein erziehend und mein jetziger Mann ist auch wenig zu hause (Beruf /Hobby) ich brauche keine anderen Muttis und genieße jeden Tag gerne meine Kinder, egal ob groß oder klein :-) , egal ob auf dem Spielplatz, beim Picknick im Wald oder als Fahrer für meine Partykids :-). Einsam fühle ich mich nicht, sie sind und bleiben immer mein größtes Glück.

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