Familie oder Geld???

    • (1) 09.02.18 - 21:30

      Hallo ihr lieben Lebensmittler, die Zeit vergeht, es ist zum Heulen. So, mein eigentliches Problem : Habe 2 zuckersüße Kinder und vor ein paar Tagen sagt meine große Tochter (4,5 J.) zu mir : „Mama, ich bin traurig das du soviel arbeitest !“ Es hat mich zum Zweifeln gebracht. Ich arbeite seit circa 9 Monaten wieder und das Ganze 50 Stunden circa, inklusive Wochenende. Sehr gut verteilt die Zeit, so daß ich immer zum Frühstück und Abend für die Kinder da bin. Sind oft im Urlaub und leben sehr gut, bis auf den Zeitmangel. Ich würde gerne weniger machen aber(!) müsste auf circa 3Tsd. Euro im Monat verzichten. Ich frage mich was ich tun sollte.? Helft mir ein bisschen auf die Sprünge bitte. Liebe Grüße

      • Mal zum Verständnis, arbeitest du 50 Stunden in der Woche oder im Monat?
        Und du bist nur zum Frühstück oder zum Abend für die Kinder da? Was definierst du unter
        Zeitmangel? Das du dich nicht genügend um die Kinder kümmern kannst.
        Kann du uns bitte mal mehr sagen darüber

        Naja, das ist sicherlich keine Frage, die hier beantwortet werden kann.

        Auf 3T Euro zu verzichten heißt für Euch?? Weiß ich ja nicht, wenn dein Mann 6T Euro verdient kann man ja damit zurecht kommen.

        Ich denke lieber weniger Geld, dafür viel Zeit für die Kinder. Für die sind Urlaube auf dem Campingplatz genauso gut wie Flugreisen in 4 Sternehotels.

        Deinen Job in der Arbeit kann zur Not auch eine andere Person machen, aber die Mutter Deiner Kinder bist nur Du! Wenn Du in 10 oder 20 Jahren zurückblickst auf Deine Kinder, was willst Du dann sagen können?
        Wenn das Geld ewig knapp ist, Ihr jeden Cent ein paar mal rumdrehen müsst, dann ist Geld verdienen schon wichtig, denn Kinder leiden unter Armut. Aber wenn es bei Euch nicht um Armut geht, Kinder sind mehr Wert als alles Geld der Welt! Und die Entwicklung der Kinder geht immer weiter. Wenn Du eine Zeit/Phase verpasst hast, da Du nicht wirklich da warst, kann das nicht nachgeholt werden. Was sollen Deine Kinder anderen von Dir als Mutter erzählen? Welche Geschichten aus der Kindheit sollen sie ihren Kindern weiter geben? Was hast Du Dir früher von Deinen Eltern gewünscht? Was erzählst Du Deinen Kindern von Dir früher?
        Was bei uns die Kinder noch viel erzählen, sind die Abenteuer als Familie, die gemeinsam bewältigten Krisen, der gemeinsame Spaß (Picknick irgendwo, ferngesteuerte Boote fahren lassen, Fußball im Schnee, gemeinsame Projekte...)

        • "Deinen Job in der Arbeit kann zur Not auch eine andere Person machen, aber die Mutter Deiner Kinder bist nur Du! Wenn Du in 10 oder 20 Jahren zurückblickst auf Deine Kinder, was willst Du dann sagen können?"

          Seltsam, warum wird das nie Vätern geraten? Aber der TE noch ein schlechtes Gewissen machen.

          • Wieso? Mein Mann sieht das mittlerweile genau so und sagt das auch immer wieder seinen jüngeren Kollegen. Das betrifft alle: Wenn die Kinder groß sind, kann man die Zeit nicht zurückdrehen.

            • Toll, wenn Dein Mann das so sieht. Wenn die Kinder groß sind, muss ich aber für meinen Ruhestand sorgen. Und das geht schlecht mit Minijob und Teilzeit. Zeit kann man nicht zurückdrehen - sicher, aber die Zukunft kommt auch.

              • Es geht ja nicht darum, dass Du komplett zu Hause bleibst, bis die Kinder aus dem Haus sind. Sondern nur darum, die wichtigsten Jahre präsent zu sein.
                Und der TE hatte ich geschrieben, wenn sie von Armut bedroht ist (das gilt auch für Altersarmut), dann hat sie keine Wahl und muss voll arbeiten gehen. Aber wenn es nicht um Armut oder Altersarmut geht, sondern nur um mehr oder weniger großen Luxus, dann ist der Luxus ZEIT wichtiger als der Luxus GELD!

      Das musst ganz allein du entscheiden.
      Kannst du nicht anfangs wenige arbeiten? Die Hälfte der Zeit, dafür die Hälfte weniger Geld?

      Die Zeit mit deinen Kindern gerade in diesem Alter kannst du dir nicht zurückkaufen. Mit keinem Geld der Welt.

      Hallo

      es gibt einen tollen Spruch

      Die Arbeit läuft Dir nicht davon, wenn Du mit Deinem Kind den Regenbogen betrachtest. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis Du mit Deiner Arbeit fertig bist...

      50 STd / Woche arbeiten, so verstehe ich das. Was bleibt da an Zeit für Deine Kinder um mit ihnen zu spielen, Schwimmbadbesuchen, Spaziergängen im Wald, etc., p.p.???

      Warum reduzierst Du nicht auf die Hälfte der Stelle, so dass Du nur während des Vormittages wenn die Kinder im Kindergarten sind, außer Haus bist. Dann ist zwar nachmittags noch der Haushalt, aber Du bist zu Hause und somit für die Kinder immer ansprechbar.
      Die Kinder möchten Dich auch im Alltag haben und nicht nur in den Urlauben.
      Schraubt Eure finanziellen Ansprüche für eine Zeit lang runter und verbring Zeit mit deinen Kindern, die kannst Du mit allem Geld der Welt nicht aufwiegen.

      Ich bin der Meinung wenn man nicht unbedingt arbeiten muss, damit man finanziell über die Runden kommt, gönnt Euch den Luxus und verbringt die Zeit in, für und mit der Familie.

      Ich selbst habe immer gesagt, ich bin froh, dass ich mir den Luxus leisten konnte, nicht arbeiten zu müssen und in den ersten Jahren voll und ganz für die Kinder da zu sein. Bereut habe ich das nie. Ich war immer gerne Hausfrau und Mutter.
      Und ich freue mich unbändig wenn ich von meinen mittlerweile erwachsenen Kindern gesagt bekomme, wie schön es für sie war, dass sie immer und jederzeit zu mir kommen konnten um besondere Erlebnisse mit mir zu teilen oder wenn sie traurig waren, sofort getröstet werden konnten und nicht warten mussten, bis ich irgendwann endlich von der Arbeit heimkam.
      Auch viele Freunde unserer Kinder fanden das toll, oft habe ich gesagt bekommen, wie schön das sei, dass ich immer da sei, ihre Mama ist immer arbeiten....

      Mein Mann hatte dank eigener Firma die Möglichkeit, zum Mittagessen immer da zu sein, so dass wir drei Mahlzeiten miteinander teilen konnten - das Mittagessen wurde zum ausgiebigen Quatschen und Miteinander genutzt. Abends nach dem Essen war dann Kuschelzeit vor dem Insbettbringen /-gehen...

      Kindern ist es nicht wichtig, dass sie in Australien, Thailand oder sonst wo waren, wichtig ist ihnen Zeit mit Mama und Papa zu verbringen, egal wo!

      LG

      Wie soll man dir so pauschal raten? Bist du auf das Geld angewiesen? Wie werden die Kinder betreut? Kann der Vater beruflich kürzer treten, damit die Kinder dann einen Elternteil um sich haben? Könntest du von zu Hause aus arbeiten, wenigstens teilweise?

      Es ist irgendwie traurig, dass sich fast ausschließlich nur die Mütter solche Fragen stellen...

      Zu Deinem Posting: wenn Du etwas von 50h/Woche schreibst, heißt das wohl, dass Du in einer Führungsposition arbeitest, so dass für Dich das ArbZG nicht gilt und eine Stundenreduzierung auch nicht möglich ist?
      Kann Dein Mann statt Dir seine Stunden etwas reduzieren?
      Grundsätzlich denke ich, dass Kinder durchaus damit zurecht kommen, wenn die Eltern Vollzeit arbeiten aber dabei noch zusammen frühstücken und auch noch was am Abend voneinander haben. Ich denke, diesen Spruch, der von Deiner Tochter kam, den hören TZ-arbeitende Mütter sicherlich auch mal... Genauso, wie ein Kind gelegentlich mal nicht in die Kita oder Schule gehen will, sondern lieber zu hause bleiben möchte. das heißt ja nicht gleich, dass es ihnen in der Kita und in der Schule grundsätzlich nicht gefällt.
      Darüber hinaus würde ich versuchen, alles an Haushalt so gut es geht, nach "außen" zu verlagern (falls ihr das nicht eh schon getan habt), also eine Putzfrau einstellen, besser noch eine richtige Haushälterin, die nicht nur sauber macht, sondern auch einkauft und gff,. Besorgungen für euch macht, so dass ihr die berufsfreie Zeit eben wirklich ausschließlich als Familie nutzen könnt.

      Hallo,

      ein Kind in diesem Alter versteht noch nicht, was Arbeit bedeutet. Arbeit bedeutet nicht nur Geld, sondern kann erfüllend sein, Spaß machen, ein Teil des Lebens sein. Erkläre das Deiner Tochter. Du bist morgens und abends da. Nutze diese Zeit.
      Ich habe auch viel gearbeitet, teilweise 60 h in der Woche. Dafür habe ich mir am Wochenende und in den Ferien Zeit für sie genommen. Meinen Jungs habe ich vermittelt, daß ich keine Mutterglucke bin, sondern eine Mutter MIT einem Job. Trotzdem habe ich ihnen abends vorgelesen, mir ihren Tag angehört. Manches habe ich sicher verpasst, dafür waren eben andere Familienmitglieder dabei. Als Mutter bin ich eine wichtige Person für meine Kinder, aber ebenso mein Mann, die Großeltern und der Rest der Familie.

      LG
      Mistel

      Um da was drauf zu antworten fehlen informationen.
      Wie sind die Kinder betreut während du arbeitest? Wie viel arbeitet der Papa und wie viel Zeit verbringt er mit den Kindern?
      Wenn er dafür weniger arbeitet und "den Alltag" mit den Kindern schmeißt dann ist das so.
      Aus dem Zeitalter "Papa bringt das geld nach Hause, Mama bleibt bei den Kindern" sind wir ja zum Glück raus.
      Wenn natürlich beide Vollzeit arbeiten und die Kinder sich beklagen sollte man überlegen ob entweder beide ein bisschen oder einer etwas mehr runter schrauben können.

      Mein Mann arbeitet auch viel, verdient aber auch entsprechend. Das könnte ich in meinem Beruf niemals ausgleichen. Ich müsste doppelt so viel arbeiten wie er um auch nur annähernd das Geld zu bekommen. Also haben wir entschieden, er vollzeit, ich Minijob. So bin ich fast immer für die Kinder da und wir brauchen selten Fremdbetreuung. Und die Zeit die Papa mit ihnen hat ist dann aber auch zum größten Teil Qualitätszeit und nicht "Alltag" wo zwischendurch Haushalt erledigt wird oder sowas.

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