Einladung zur Mammographie

    • (1) 10.03.18 - 12:26

      Hallo Ihr Lieben,

      ich starte mal dieses Thema, weil mich das in den letzten Wochen echt beschäftigt hat.

      Mitte letzten Jahres erfuhr ich mehr nebenbei, dass man, sobald man 50 wird, alle 2 Jahre eine Einladung zur Mammographie bekommt. Meine Schwiegermutter ist fast 80 und bekam letztes Jahr leider eine Brustkrebsdiagnose.

      Seit ich wußte, dass mir diese Einladung ins Haus flattern würde, hab ich mich damit beschäftigt. Irgendwie bekam ich auch direkt Angst.

      Im Dezember wurde ich dann 50 und Mitte Februar erhielt ich dann auch die Einladung. Im ersten Moment hab ich sie erstmal weggelegt. Ich kann nicht sagen warum, aber mir machte das ziemliche Angst. Mein Mann hat mich ausgelacht und konnte meine Beunruhigung nicht nachvollziehen.

      Ich bin dann aber trotzdem hingegangen und bekam zum Glück auch ziemlich schnell den Befund zugeschickt. Alles ok Gott sei Dank.

      Ich hab mich mit dem Thema ziemlich viel befasst in den letzten Wochen. Die 2-jährige Einladung zu dieser Untersuchung ist arg umstritten. Im Internet konnte ich nachlesen, dass Fachleute davon ausgehen, dass von 1000 Frauen nur sehr wenige Frauen wirklich davon profitierten, zu dieser Untersuchung gegangen zu sein. Wie diese Zahl zustande kommt, kann man nachlesen. Es sterben nicht weniger Frauen an Brustkrebs durch die regelmäßige Mammografie. Die allermeisten Geschwulste in der Brust werden immer noch durch die Frauen selber beim Abtasten entdeckt.

      Allein in NRW werden dieses Jahr über 2 Mio Frauen eingeladen. Ich hab das Gefühl, dass dies auch eine riesige Geldmaschinerie ist.

      Und ich glaube, es ist auch ein Spiel mit den Ängsten der Frauen.

      Im Zuge meiner Unsicherheit hab ich auch erfahren, dass meiine Bekannten sehr unterschiedlich mit dieser 2-jährlichen Einladung umgehen. Gestern erzählte mir meine 62-jährige Arbeitskollegin, dass sie noch nie dahin gegangen sei. Sie werfe die Einladung regelmäßig weg.

      Andere wiederum, gehen regelmäßig. Meine Schwägerinnen gehen unregelmäßig. Eine war vor ca. 5 Jahren das letzte Mal.

      Was denkt ihr darüber. Werdet ihr hingehen, wenn ihr eingeladen werdet? Habt ihr euch schonmal mit den Hintergründen befasst.

      Ich für mich muss jetzt im Nachhinein gestehen, dass ich recht froh bin, aktuell zu wissen, dass alles ok ist. In den Wochen vor der Untersuchung, hat mir jedes Ziehen in der Brust extrem Angst gemacht.

      Psychisch hat mich allein der Gedanke an die Einladung stark verunsichert.

      Wie steht ihr zu diesem Thema?

      • (2) 11.03.18 - 09:57

        Hallo

        ich habe mal in meinen Vierzigern eine sogenannte "Basis-Mammographie" machen lassen, die dann künftig zum Vergleich herangezogen werden sollte.Das war eine damalige Empfehlung.Dieses Gequetsche plus Strahlenbelastung und Risiko der Fehlinterpretation, brauche ich ohne Not nicht mehr.
        Als dann die Einladungen in meinen Fünfzigern kamen, hatte ich mich( nach Recherchen Nutzen/Risiken ) bereits gegen Mammographie entschieden.
        Ich gehe zweimal jährlich zur Vorsorge mit Abtasten und Ultraschall.Sollte es hierbei jemals zu einem Befund kommen, fahre ich in ein zertifiziertes Brustzentrum und lasse ein anderes bildgebendes Verfahren( z.B. CT) machen.
        Mich verunsichert bezüglich des fortschreitenden Alters wenig.
        Ich entscheide über Vorsorgeuntersuchungen nach familiärer Disposition und Vorerkrankungen.
        Deshalb steht bei mir z.B. jetzt die zweite Darmspiegelung an.
        Man sollte besser grundsätzlich davon ausgehen, dass alles O.K. ist.:-)

        L.G.

        (3) 11.03.18 - 13:27

        Hallo #winke#winke

        Ich werde in ein paar Tagen Fünfzig und bin mal gespannt, ob und wann die Einladung zur Mammographie ins Haus flattert (meine Freudin wurde vor einiger Zeit 51 und hat bislang noch kein Schreiben erhalten).

        Ob ich der Einladung folgen werde - ich weiss es aktuell ehrlich gesagt noch nicht.
        Da ich leider ein sehr ängstlicher, zur Hypochonderie neigender Mensch bin, weiss ich nicht, ob ich mir diesen Stresstermin noch zusätzlich antun möchte/werde.

        Ich gehe 2 x im Jahr zum Gynäkologen und lassen einen Ultraschall machen,
        taste selbst regelmässig ab.
        Das versetzt mich allein schon in ein Zustand der Unansprechbarkeit.

        Das Erlebnis einer anderer Freundin baut hier auch nicht wirklich auf ... sie ist zur Mammographie und erhielt dann einen Anruf, sie möge bitte rasch einen Termin ausmachen zur Besprechung. Dieses rasch zog sich dann aber über zwei Wochen. Was in dieser Zeit in ihrem Kopf vorging kann man sich ja denken. Die Besprechung war dann binnen 5 min erledigt. Ihr wurde lediglich gesagt, dass "etwas" gefunden wurde, was aber nicht gefährlich sei und den Namen Zyste trage. Die Erleichterung war gross, die Wartezeit der Horror.

        Ich hoffe, dass hier noch einige Erfahrungsberichte ausgetauscht werden, die mich in einer Entscheidung unterstützen können.

        LG

        • (4) 11.03.18 - 15:54

          Danke für eure Antworten.

          Ich bin ähnlich gestrickt wie du und bin auch jemand der sich bei solchen Dingen schrecklich fertig machen kann. Ich bin leider kein Mensch, der grundsätzlich bei sowas vom Guten ausgeht. Eher ist das Gegenteil der Fall. Ich tendiere immer dazu an das Schlechte zu glauben.

          Ich hab in den Wochen vor der Mammo so oft und intensiv abgetastet, dass mir wirklich anfing die Brust zu schmerzen. Und dann glaubte ich nun wirklich an irgendwas Böses.

          So eine Erfahrung mit so einer Fehlmeldung, hat meine eine Arbeitskollegin auch gehabt. Auch sie bekam einen Befund. Sie ist fast durchgedreht. Heraus kam dann auch eine Zyste.

          Auch solche Erfahrungen sind der Grund, warum viele Fachleute das inzwischen kritisch sehen. Man verunsichert zu viele Frauen vollkommen nutzlos.

          Obwohl ich es jetzt erstmal hinter mich gebracht habe, treibt mich das Thema um. Ich hab viel gelesen in den letzten Wochen und Informationen für mich zusammengetragen.

          Ich für mich kann nur sagen, dass das Röntgen an sich nicht schlimm war. Das hab ich mir viel schlimmer vorgestellt. Da liest man ja auch teilweise Horrorgeschichten von anschließenden Blutergüssen etc.

          Nein, es tat weder weh, noch war es irgendwie unangenehm. Ja, es war ein wenig Geziehe und Gezerre bis alles in der richtigen Position liegt, aber es geht ja sehr schnell und ich hätte auch mitreden können, wenn der Druck zu groß geworden wäre.

          Blutdruckmessen am Arm ist bedeutend schmerzhafter.

          Aber das Warten auf den Befund ist wirklich unangenehm. Zum Glück war mein Befund nach 4 Tagen schon da.

          Meine Einladung kam übrigens ca. 2,5 Monate nach meinem 50. Geburtstag.

      (5) 11.03.18 - 17:52

      Hallo!

      Nein, ich gehe nicht zu diesen Reihenuntersuchungen. Zum einen, weil sie umstritten sind, zum anderen fühle ich mich durchaus in der Lage, entsprechende Termine selbst zu machen, und zwar bei einer Ärztin, die ich mir selbst aussuche, wenn die Indikation gegeben ist. Etwas anderes ist das sicher bei Frauen mit familiärer Vorbelastung, aber die werden ja wohl nicht bis zum 50. Geburtstag auf diese Einladung warten, sondern schon eher aktiv werden.

      Nur, weil ich 50 bin, bedeutet das nicht, dass ab sofort permanent der sichere Krebstod droht. So eine Mammographie ist auch nur eine Momentaufnahme und keine Versicherung.

      Ich befasse mich sehr viel damit (und das schon lange), was ich an Diagnostik und Früherkennung haben möchte und was nicht. Eigentlich habe ich weniger Angst davor, dass irgendwann mal irgendwas an Erkrankung auf mich zukommt, was ich ja nicht verhindern kann. Richtige Angst habe ich vor falsch positiven Befunden. Die können einem erst recht das Leben versauen. In diesem Mammographie-Brief stand, dass bei 3 von 100 Frauen irgendwas gefunden wird, das aber in dem allermeisten Fällen dann doch harmlos ist. 3% falsch positive Befunde und den Frauen stehen ängstliche Wochen bevor. Nee, lass ma!

      "Meine Schwiegermutter ist fast 80 und bekam letztes Jahr leider eine Brustkrebsdiagnose."

      Zu diesem Screening laden sie dich aber nur bis zu deinem 70. Geburtstag ein, glaube ich. Aber sollte ich mit 80 diese Diagnose bekommen, dann gedenke ich das mit Fassung hinzunehmen und werde sehr gut überlegen, welche Therapie ich zulassen werde. Wahrscheinlich nicht mehr so viel.

      Ansonsten gibt es noch viele, viele andere Krebsarten, die man gar nicht früh erkennen kann. Umbringen wird mich nur eine davon oder vielleicht versterbe ich auch an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Damit befasse ich mich, wenn es so weit ist. Vorher möchte ich nicht angsterfüllt auf Diagnosen warten. Wozu?

      Hey, ich bin schon 50. Das mit dem jung sterben geht schon fast nicht mehr. Ich habe schon viele andere überlebt. So darf man das auch sehen und muss nicht ab jetzt völlig verschreckt jedes Zipperlein als Bedrohung sehen.

      LG

      • (6) 11.03.18 - 19:28

        Ja ich meine gelesen zu haben, dass man zwischen 50 und 69 eingeladen wird. Wobei ich an anderer Stelle auch gelesen habe, dass es gar nicht so selten ist, dass man in recht hohem Alter noch betroffen ist.

        Meine Schwiegermutti hat sich auch ganz bewußt gegen Chemo entschieden. Sie wurde operiert, das hat sie auch gut weggesteckt. Dann bekam sie 15 mal Bestrahlung. Mehr hat sie abgelehnt. Aktuell geht es ihr gut.

        Ansonsten muss ich dir in allen deinen Punkten und bei deinen Argumenten zustimmen. Das sehe ich inzwischen alles genauso.

        Ich sehe diese Einladung sehr kritisch inzwischen.

        • (7) 11.03.18 - 20:16

          Hallo!

          Wie sich hier schon rumgesprochen hat, habe ich beruflich einiges mit Sterbebegleitung zu tun.

          Wenn ganz alte Frauen einen Brustkrebs - oder was auch immer für einen Krebs bekommen- dann ist das meist nicht mehr die ganz große Katastrophe. In der Regel leben sie eine lange Zeit einigermaßen gut MIT ihrer Erkrankung und am Ende geht das oft ruhig und gelassen. Es gibt natürlich keine Regel und jeder stirbt seinen eigenen Tod. Dennoch denkt man mit 80 schon ein bisschen anders über seine Endlichkeit als mit 40 oder 50.

          Diese Einladung zur Mammographie hat mich sogar ordentlich wütend gemacht und ich habe zukünftige Einladungen schriftlich "abbestellt". Ich glaube ich kann ganz gut für mich selbst sorgen und auch selbst die Verantwortung für mein Handeln tragen.

          LG

    (10) 12.03.18 - 14:19

    Hallo,

    ich würde auf jeden Fall hingehen (w, 44).
    Mein Brustgewebe ist sehr knotig, würde ich selbst abtasten, würde ich denken, ich habe Knoten über Knoten.
    Vor ca. 3 Jahren haben ich diese Untersuchung machen lassen und es war alles in Ordnung. Die Kosten übernahm damals meine Krankenkasse.

    Dieses Jahr im Sommer lasse ich mich wieder testen und zahle selbst.

    VG

    (11) 13.03.18 - 12:53

    Ich war vor einem Jahr zur Mammographie und Ultraschall, da war ich 39 J.. Ich wurde von meiner Frauenärztin überwiesen, weil meine Brust Flüssigkeit absonderte. Aber es war dann alles in Ordnung.
    Ich muss das auch nicht mehr so schnell haben. Da ich eine kleine, noch relativ feste Brust habe, tat das alles ganz schön weh.
    In unserer Familie ist auch keiner vorbelastet mit Brustkrebs. Meine Mutter und ich dann auch hatten Schilddrüsenkrebs und da wird die Vorsorge bei unseren Kinder dann in erster Linie stehen.

    Ich gehe regelmäßig, da ich zu keinem Frauenarzt mehr gehe. Ich muss ehrlich sagen, dieses flüchtige Abtasten der Brust war auch keine richtige Untersuchung, da ist mir eine Mammographie schon lieber.
    Eine Gebärmutter zum Untersuchen habe ich nicht mehr und somit brauche ich keinen Frauenarzt, der mir zur Begrüßung gleich die ellenlange IGEL-Liste hinlegt. Andere Vorsorge macht meine Hausärztin.
    In zwei Wochen habe ich wieder Mammographie-Termin - und selbstverständlich gehe ich hin.
    Zu JEDER Untersuchung gibt es zig "Studien" und Veröffentlichungen pro und contra.
    Das ist mir vollkommen egal.
    Mir gibt es Sicherheit und ich gehe hin. Psychisch beeinträchtigen tut mich das Ganze sicher nicht. Ich mache zwar mit mulmigem Gefühl immer den Brief auf, wenn das Ergebnis kommt - und freue mich dann eben wie Schneekönig, wenn nichts ist.
    LG Moni

    • (13) 14.03.18 - 11:09

      So unterschiedlich wird das empfunden.:-)
      Meine FA tastet sehr gründlich ab und macht Ultraschall ( das leiste ich mir ).
      Auch wird ( Untersuchung und Stuhltest) dort die Früherkennung Darmkrebs gemacht.


      Meine Mammographie vor 20 Jahren habe ich in unschöner Erinnerung.
      Vielleicht sind das heute ganz andere Geräte und die Brust wird nicht mehr so derbe eingequetscht!?!

      Ansonsten gilt auch hier wohl Dale Carnegie: sorge dich nicht, lebe :-)

      L.G.

      • (14) 14.03.18 - 12:03

        Früherkennung Darmkrebs, Hautscreening und was sonst so anfällt, macht alles meine HÄ - ich lasse auch immer ein erweitertes Blutbild machen, wo man eigentlich das meiste sieht, was ungewöhnlich sein könnte. Die wenigen Euro ist mir das wert.
        Da ich genug "Material" habe zum Untersuchen;-) , tut das "Einquetschen" auch wirklich nicht weh - es drückt ein bissl, ist aber absolut harmlos. Die Frauen, die das dort machen, sind wirklich vorsichtig und angenehm. Aber ich weiß wenigstens, dass genauer untersucht ist wie das Abgefummele beim Frauenarzt damals.
        LG Moni

Hallo, interessante Frage. Ich beschäftige mich schon länger damit, aber aus einem anderen Thema heraus...

Meine Kleine hat "ungünstig" Geburtstag. Mitte Februar. Am Anfang hatten wir eine wirklich gute Kinderärztin, die es jedoch mit den Terminen der U-Untersuchung sehr genau nahm. Ein Tag nach dem jeweiligen Geburtstag konnte die Untersuchung nicht mehr gemacht werden.

Also bin ich schon im Oktober hin und habe um einen Termin gebeten. Neeein, jetzt doch noch nicht. Das gleiche Spiel im November und Dezember. Im Januar hieß es dann, jetzt nicht, Krankheitswelle. Und im Februar war es zu spät.

Gleichzeitig habe ich aber böse Briefe vom Gesundheitsamt bekommen, ich würde kein Kind den U-Untersuchungen entziehen und wenn das so weitergeht, würde man das dem Jugendamt melden.

Ich habe dann sehr ausführlich die Lage geschildert. Man hat sich entschuldigt und ich war "befreit".

Wenn man sich im Nachhinein überlegt, wieviel Lebenszeit (nicht nur von mir) draufgegangen ist und das Kind ist bis heute kerngesund, muss man die Durchdachtheit dieser Reihentests zwangsläufig hinterfragen. Gleichzeitig fanden übrigens regelmäßige Reihenuntersuchungen im Kindergarten statt. Mein Kind immer mit dabei.

Ich persönlich habe mir meine Meinung dazu gebildet. Und das sollte wirklich jeder für sich tun, statt wie ein Lemming jeder Einladung zu folgen...

  • Ich hab das bisher immer recht gelassen gesehen. Auch damals die U-Untersuchungen bei menem Sohn. Ich war immer total entspannt. Ich wußte, er ist gesund und hab mich da auch nie besonders verrückt gemacht.

    Aber alles was mit dem weitläufigen Thema "Krebs" zu tun hat, triggert mich einfach.

    Da verliere ich jegliche Gelassenheit.

    Ich finde es sehr spannend zu lesen, wie andere Frauen darüber denken und das handhaben. Da mich das Thema, bis zu dem Moment, wo ich erfahren habe, dass mir diese Einladung ins Haus flattern wird, gar nicht interessiert hat, war mir bisher gar nicht klar, welche unterschiedlichen Auffassungen zu dieser Untersuchung existieren.

    Wie gesagt, ich bin aktuell nicht böse drüber zu wissen, dass ich zum Zeitpunkt der Untersuchung gesund war. Mehr wie eine Momentaufnahme ist es ja eh nicht.

    Wie ich das in 2 Jahren handhabe weiß ich noch nicht.

    Ich gehöre übrigens auch zu den Frauen, die bisher die Erfahrung gemacht haben, dass das Abtasten beim Frauenarzt mehr so nebenbei und nicht wirklich sorgfältig gemacht wird. Das mach ich daheim viel gründlicher.

(17) 16.03.18 - 06:24

Ich habe einmal wegen eines Verdachts eine Mammographie machen lassen und weiß, dass ich das nie wieder machen werde. Das Gequetsche der Brust war bei mir so schmerzhaft und kann einfach nicht gesund sein. Eine gute (!) Vorsorge durch den FA mit Abtasten und US ist in meinen Augen sinnvoller.
Darüber hinaus kenne ich 2 FÄ, die selbst vornüber Mammographie abraten und nicht für sinnvoll erachten.

  • Meine Arbeitskollegin meinte auch, dass sie das Gefühl gehabt hätte, ihr würde die Brust platzen, so sehr wäre da gequetscht worden.

    Das hat meine Unsicherheit verstärkt, weil ich echt nicht gut bin im Schmerz aushalten.

    Mit entsprechender Erwartungshaltung bin ich dann auch hingegangen.

    Kurz vor dem Moment, wo die erste Brust platziert werden sollte im Gerät, hab ich nochmal panisch gefragt, ob mich jetzt Schmerzen erwarten. Da meinte die Schwester, dass sie mir quasi andeuten würde, welchen Druck sie für die Aufnahme braucht und ich soll direkt signalisieren, ob ich das aushalten kann. Ich hab dann wirklich gewartet, bis es anfängt weh zu tun. Aber bei mir war das echt nicht der Fall. Sie fragte mich dann, ob ich das aushalten könnte. Es war wirklich schmerzfrei rein vom Druck her und locker aushaltbar.

    Durch das Ziehen, ist mir unter der Brust die Haut ein wenig eingerissen. Aber das hab ich bissel gecremt, dann wars nach 2 Tagen wieder gut.

    Kann es sein, dass es da unterschiedliche Geräte gibt oder es auch ein wenig an der Brustgröße liegt? Wobei ich da nicht gerade wenig habe.

(20) 16.03.18 - 16:33

Hi,
ich denke, das muss jeder für sich entscheiden - so wie halt auch bei der normalen Krebsvorsorge. Wobei Mammografie natürlich durch die Röntgenstrahlen schon belastender für den Körper sein wird, als eine Blutabnahme etc.

Ich war das erste Mal bereits mit ca. 44 zur Mammografie und nun nach meinem 50.ten Geburtstag zum zweiten Mal (aufgrund der Einladung).

Ob ich das wirklich alle zwei Jahre machen werde kann ich derzeit noch nicht sagen. Ich glaube mal eher nicht.
Ich seh es so: Wenn etwas ist, dann können zwei Jahre eine verdammt lange Zeit sein. Aber zwischendurch tut es mir vlt. gut, einfach mal ein beruhigendes "OK" zu bekommen.
Ich taste meine Brust regelmäßig ab und sollte dies auch mal wieder beim Arzt machen lassen.
In meinem Umfeld habe ich einige Brustkrebspatienten, bei den meisten ist es glücklicherweise gut ausgegangen - aber eben nicht bei allen.

Ich glaube einfach, manches kommt ohne es abwenden zu können und wenn mir manches "auferlegt" ist, wird mir vlt. eine regelmäßige Untersuchung nicht wirklich weiterhelfen können. Andererseits bin ich aber i-wie innerlich immer überzeugt davon, nicht zu jenen zu gehören, denen solch ein Schicksal widerfahren wird.

Also: Einerseits tuts mir manchmal gut, zu hören, dass alles in Ordnung sei - andererseits mach ich micht aber auch nicht verrückt, wenn ich nicht regelmäßig zur Vorsorge gehe.

Und ja, ich glaube schon, daß es teilweise wirklich Geldmacherei ist.
Eine Bekannte (unter 50) hat unlängst die Diagnose Brustkrebs (mit Befall einiger Lymphdrüsen) erhalten. Festgestellt hat es eigentlich ihre Ärztin beim Abtasten - die hat sofort Alarm geschlagen. Die darauf folgende Mammografie war dann erst mal "ohne Befund". Das war echt der Hammer! Erst als Frauenärztin und Patientin nicht "locker" ließen, wurde nach nochmaliger mammografie und Biopsie doch was festgestellt.
Lg

Da ich mit 36 schon an einen anderen Krebs erkrankt bin, bin ich schon eher in die Mammographie-Mühle geraten.
Ich komme damit gut zurecht , da ich jede "Einladung" als Erinnerung an das aktive Leben sehe das ich führe, das ich noch führen kann, das ich weiter führen möchte.

Hinzugehen beleibt ja deine freie Entscheidung.

Mal ganz davon ab, dass ich auch zu der pro-Seite viel im Netz finden kann...

Hallo !
Meine Meinung...mit Krebs ist nicht zu spaßen!
Diese Vorsorgeuntersuchung ist ein Angebot ,nicht mehr und nicht weniger. Ich nutze das Angebot und für mich ist jedesmal Weihnachten wenn alles gut ist!
Diese Untersuchung kann nichts verhindern ,aber es ist eine Möglichkeit der Schadensbegrenzung .
Da nützt es nichts den Kopf in den Sand zu stecken..... die endgülige Entscheidung wie eine solche Erkrankung ausgeht trifft jemand anders......
Ich möchte mir später keine Vorwürfe machen müssen leichtsinnig mit meiner Gesundheit umgegangen zu sein ....ich weiß ,ich werde hier noch gebraucht....

(23) 20.03.18 - 14:58

Hallo,

für mich selbst steht dieses Thema zwar noch in weiterer Ferne und wer weiß, was dann ist, aber meine Mutti ist 2002 an Brustkrebs erkrankt. Damals war sie 45 Jahre alt.
Sie hat den verdächtigen Knoten selbst ertastet. Und eine Mammographie, selbst kurz vor Entfernung des Krebses hat NICHTS angezeigt. Daher und aufgrund der Untersuchungsbeschreibung ihrerseits (die sich in den Kommentaren wiederfindet - Schmerzen, einquetschen,...), bin ich mir heute schon ziemlich sicher, nicht zu dieser Regeluntersuchung zu gehen. Vielmehr bin ich selbst aktiv, taste regelmäßig, meine FÄ weß Bescheid und achtet bei den Kontrollen auch ihrerseits auf eine gründliche Abtastung (was sie hoffentlich eh bei jeder Patientin macht).

LG

(24) 21.03.18 - 10:05

Hallo!

Mammographie als Reihenscreening mache ich nicht mit.
Diagnostische Mammographie immer und wird mir genauso von dem FA verordnet nachdem bereits Tastuntersuchung und Ultraschall erfolgten.

Viel erwarte ich jedoch nicht von dieser Untersuchung, bzw. wäre ein positives oder unklares Ergebnis nichts anderes als Anlass zu weiteren Untersuchungen. Umgekehrt ist ein negatives Ergebnis auch ganz sicher kein Freundenfest.
Eine Freundin hat mit 45 Brustkrebs bekommen. Erkannt hat es der Mann beim #sex. Die Mammographie war nicht besonders aufschlussreich ..... es war ein unklarer Befund #gruebel

Die Freundin meiner Mutter selber Krankenschwester auf der Onkologischen und familiär vorbelastet ist jährlich zur Mammographie schon recht früh. Und was war das Ergebnis: Jan - Mammo OK, März -> Brustkrebs, nächsten Jan - Mammo OK, März - tot!

Für mich ist Mammo eine Untersuchungsmöglichkeit mit der man was entdecken könnte, aber nicht muss, auch wenn es da wäre.

An Deiner Stelle würde ich versuchen das Thema Mammo zu entemotionalisieren!

LG, I.

Liebe Winterfee,

ich gehe auch meinem 50. Geburtstag entgegen und habe genau dieses Gespräch vor ein paar Wochen mit einer Freundin geführt, die Heilpraktikerin ist.

Brustkrebsrisiko gibt es in meiner Familie nicht. Da ich eine große Brust habe, lasse ich aber neben dem regelmäßigen Abtasten einmal im Jahr einen Ultraschall machen. Immer ohne Befund. Meine Freundin sagt ganz klar:" Das reicht, tu Dir die Strahlenbelastung nicht an, wenn es nicht sein muss."

Da mein Vater Darmkrebs hat/hatte, habe ich bereits vor dem angeratenen Alter meine erste Darmspiegelung machen lassen. Das war für mich wichtig und für meine Eltern wahrscheinlich beruhigender als für mich.

Ich weiß noch nicht, wie ich entscheiden werde, ich werde das Gefühl einfach mal auf mich zukommen lassen.

Da meine Schwiegermutter bereits Brustkrebs hatte und die Brust meine Schwägerin voll von Ablagerungen und Zysten ist, werde ich meiner Tochter mit Sicherheit zur Mammographie raten, wenn es an der Zeit ist...

Aber bis dahin gibt es noch ganz andere Methoden ;-)

Liebe Grüße
Grizzy

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