Welchen Zeitpunkt definiert ihr als Lebensmitte?

    • (1) 20.05.18 - 16:30

      Hallo,
      mich wundert, dass dieses Unterforum so wenig genutzt wird...
      Liegt es an der Definition? Möchten vielleicht die Wenigsten wahrhaben, dass sie die Mitte ihres Lebens schon erreicht oder gar überschritten haben?
      Und wie lange dauert denn die sogenannte Mitte an? 5 Jahre? Oder 10?
      Ich bin 35 und wenn ich 70 werde, hab ich ja JETZT die Mitte meines Lebens erreicht...
      Geht man davon aus, dass viele Leute heute 80 werden, ist es zumindest mit 40 soweit und dann kommt es auf die Zeitspanne an, die man einkalkuliert.
      In der Zeitung las ich heute bei 48-50-jährigen von der Lebensmitte. Sorry, soll man davon ausgehen, dass man 100 wird? Ich finde es einerseits erschreckend, dass ich, wenn ich 70 werde, mein halbes Leben schon hinter mir habe. Und selbst bei 80 sind es nur noch gut vier Jahre.
      Dass man 90 oder 100 wird - davon kann man schließlich nicht mit Gewissheit ausgehen.
      Umso interessanter finde ich, was heute alles in die zweite Hälfte des Lebens gelegt wird: Kinderkriegen allem voran, Hausbau, Karriere usw. Irgendwie wird die zweite Hälfte ja so vollgepackt, dass es eigentlich unnatürlich scheint.
      Also welches Alter ist denn für euch die Mitte? Ich finde, viele, die hier schreiben, sind 50 oder 60 und haben somit die rechnerische Mitte überschritten...

      • Ich nehme den Namen des Forums "Lebensmitte" nicht soo wörtlich.

        Hier schreiben eher Frauen, deren Interessen nicht mehr nur ums Kinderkriegen, Partnersuche, Hausbau, Partnerkonflikte etc gehen, sondern auch mal um sich selbt.

        Hallo
        Ich denke die Beschreibung von Urbia trifft schonmal ganz gut : "Wenn die Kinder groß werden oder schon aus dem Haus sind, beschäftigen uns neue Themen. Wechseljahre, Hormone, Älter werden, Pubertät, das leere Nest. Frauen und Männer in ihrer Lebensmitte, alteingesessene Urbianer und neue Mitglieder, finden hier zusammen.".
        Dabei geht es weniger um das Alter selbst, sondern eben um Themen die für frisch gebackene Erstlingsmütter in weiter Ferne liegen bzw. je nachdem auch einfach noch nicht interessieren, auch wenn man eher in der Lebensmitte ist aber gerade erst mit der Familienplanung startet.
        Viele die vom Lebensabschnitt hier gut reinpassen würden, sind einem Forum wie Urbia vielleicht langsam einfach entwachsen. Auch wenn es hier "Allgemeines","Medienwelt",... gibt, ist es halt doch irgendwie ein Familienforum. Ab einem gewissen Punkt ist man da vielleicht in einem anderem Forum besser aufgehoben, als in 2-3 schlecht besuchten Unterforen.
        Ich werde 38 und denke ich könnte sagen ich bin so ziemlich in der Lebensmitte.Aber ich sehe das nicht so eng. Wer weiß was kommt? Ich mache mich nicht verrückt und rechne meine möglich verbleibende Zeit aus. Ich lebe im Hier und Jetzt und das ist auch gut so.

        LG

        🙋

        Ich hatte vor kurzem meinen 50ten ...
        und fühle mich eigentlich nicht in der Lebensmitte angekommen zu sein.

        Warum?

        Meine Tochter ist 11, mein Mann 42 ...
        von Wechseljahren keine Spur, körperlich fitter als mit 30, optisch werde ich auf höchstens 40 geschätzt.

        Dennoch lese ich gerne in diesem Forum - denn irgendwann wird sie kommen, die Zeit ohne Kind - wobei ich heute schon genügend Hobbis habe, dass mir nicht langweilig werden wird, die Zeit der Wechseljahre usw
        Und es ist interessant wie Andere die das schon hinter sich haben, damit umgehen.

        Von daher bitte noch viel hier schreiben 😊

        LG

      • Hallo,

        gute Frage. Mit genau der Frage haben wir uns neulich im Freundeskreis beschäftigt. Wir, das sind Leute zwischen 45 - 49, im Juni wird der erste 50. Und genau alle haben empfunden, dass genau dieses Alter die "Mitte" des Lebens darstellt. Obwohl man natürlich nicht weiß, wie viel Zeit einem noch gegeben ist.
        Mein Mann und ich kinderlos, zwei Paare mit bereits erwachsenen Kindern, meine beste Freundin, frisch verbandelt mit ihrer neuen Liebe, mit einem 10-jährigen Mädchen, zwei männliche Singles. Alles in allem ist man an der Jungend deutlich vorüber. Für die meisten ist die Zeit des Kinderaufziehens vorbei, man kann sich wieder eigenen Interessen und Hobbies widmen. Beruflich sitzt die Mehrheit fest im Sattel, auch persönlich ist man endlich an dem Punkt, an dem einen nicht mehr so viel erschüttern kann. Andere wiederum sind getrennt und bauen sich gerade ein neues Leben auf. Persönlich klopfen bei mir die Wechseljahre immer lauter hörbar an, das ein- oder andere körperliche Zipperlein ist aufgetreten und bremst mich gerade bei meinem geliebten Joggen aus.

        Trotzdem bin ich mehr als neugierig, was die nächsten Jahre bringen. Auf meiner persönlichen Agenda steht noch so viel, was ich erleben möchte. Ich hoffe inständig, dass von meinen Lieben niemand lebensbedrohlich erkrankt, der Rest wird sich finden.

        Hat mir als junger Mensch jemand gesagt: "sie steht in der Mitte des Lebens..." habe ich mir eine ältere Dame vorgestellt, kurz, für mich war man da alt.
        Jetzt, wo ich selbst an diesem Punkt angekommen bin, fühlt es sich überhaupt nicht schlimm an, im Gegenteil, ich bin immer noch verliebt in meinen Mann, ich bin glücklich... Manchmal meldet sich noch die Wehmut, dass uns leider keine eigenen Kinder vergönnt waren und es deshalb auch keine Enkelchen geben wird.
        Das macht aber nichts, da mir meine beiden Lieblingsnichten bereits heute versprochen haben, dass ich fest in die Beaufsichtigung ihrer (noch ungeborenen) Kinder eingeplant bin;-).

        Ich empfinde es als Glück, nicht genau zu wissen, wann man sich in der Mitte des Lebens befindet. Mit 35 habe ich dererlei Gedanken übrigens überhaupt noch nicht gehabt.

        LG

        Nici

        (6) 23.05.18 - 13:42

        Kann sich die Lebensmitte wirklich am Alter festmachen lassen? Glaube ich nicht. Bei unserem Alter zählt schließlich auch die (früheste) Kindheit mit. Zeit, an die ich kaum Erinnerungen habe, die ich zwar erlebt habe, aber habe ich sie richtig gelebt? Nein, ich finde nicht. Das hat erst angefangen mit eigenen Entscheidungen, Erfolgen, Fehlern, Tiefschlägen, Enttäuschungen, tollen Erlebnissen. Diese Sammlung wächst seit etwa fünfundzwanzig Jahren, während ich noch hoffentlich vierzig vor mir habe. Also habe ich die Hälfte des 'bewussten' Lebens noch nicht erreicht.
        Frauen, die mit Mitte/Ende dreißig erst Kinder bekommen, wie können die da in der Lebensmitte sein, wenn sie gefühlt gerade am Anfang stehen?
        Ich denke, bei mir wird dieses Gefühl so mit fünfzig kommen. Auch das letzte Kind erwachsen - zumindest auf dem Papier - vielleicht kommen die ersten Enkel, wer weiß, das ist so für mich die Mitte.

      • <<<Irgendwie wird die zweite Hälfte ja so vollgepackt, dass es eigentlich unnatürlich scheint.>>>

        Echt? Kann ich nicht sagen. Ich würde eher sagen, meine zweite Hälfte wird ruhiger, da einige Dinge "selbstständig" werden. Die Kinder sind selbständig, die Arbeit läuft und man kann sich mehr der zweiten Hälfte persönlich wieder widmen. Oder habe ich jetzt den Satz falsch verstanden.#kratz

        Hallo,

        Anfang/Mitte 40 würde ich als Anfang der Lebensmitte bezeichnen, die aber nicht abrupt nach 5 oder 10 Jahren endet.

        Mit 60 ist man dann aber sicher drüber und im letzten Drittel angekommen. Ausnahmen, wenn auch selten, gibt es natürlich immer. Würde es nicht nur an der Jahreszahl festmachen.

        Lg Miriam

        Für mich bezieht sich "Lebensmitte" auf das Erwachsenenleben. Von 20 bis 40 ist man "jung", von 40 bis 60 "mittel", ab 60 "älter" und irgendwann, und das misst sich an der abnehmenden aktiven Teilhabe am Leben, "alt".
        Jede Phase hat natürlich ihre eigenen Themen. Die Lebensmitte umfasst neue Freiheiten, Adoleszenz der Kinder, Unterstützung der alten Eltern, Sinnfragen, Neuaufbrüche.

        (10) 25.05.18 - 09:36

        Hallo,

        auch ich mach die Lebensmitte nicht konkret an einem Alter fest, sondern an einem Lebensabschnitt.
        Einem Lebensabschnitt, der zumindest bei mir mit sehr viel Neuorientierung verbunden ist im Sinne von einer stärkeren Fokussierung auf mein Selbst, weil die Anforderungen andere sind. Es gibt weniger Verpflichtungen und Verbindlichkeiten, man hat nicht mehr für eine Zukunftsperspektive zu sorgen, weil man sich die Zukunft bereits geschaffen hat, ich könnte noch weiter "Karriere" machen, ich könnte, aber ich MUSS nicht (im Sinne von Ausbildung/Studium beenden, Jobeinstieg, Fuß fassen, usw.); die Familiengründung ist beendet, familiäre Verpflichtungen sind auch hier andere (eher in Form von Begleitung), eine Beziehung wird als positive Ergänzung angesehen, verbunden mit gestiegenen Ansprüchen. Anders gesagt es ist sehr viel Raum vorhanden und zu füllen und die Sinnhaftigkeit verschiebt sich. Klingt zwar alles toll, so hedonistisch und ego, ich finde es aber manchmal anstrengend (Preis des Freiraums).
        Daher kann ich verstehen, wenn andere in meiner Situation (Anfang 40, erwachsenes Kind, Jobstanding, Single) noch einmal komplett durchstarten mit Vollprogramm.
        Ich schwimme gerade etwas vor mich hin, freu mich einerseits über die Ruhe, male Bilder und bin doch andererseits innerlich getrieben, etwas tun zu wollen. Nur was, weiß ich noch nicht.

        LG

        (11) 30.05.18 - 00:16

        also ich habe mit 52 die Mitte desLebens bereits überschritten, ich sitze auf dem absteigenden Ast, selbst wenn ich 100 werden sollte:-p

      Ich würde sagen zwischen 30 und 60...
      wenn man eben nicht mehr nur mit leben aufbauen beschäftigt ist, aber eben auch noch fernab der Rente.
      Thematisch würde ich hier nicht scherpunktmäßig Kinder bekommen, Job suchen und Hausbauen erwarten, auch wenn das durchaus immer noch und wieder eine rolle spielt

      (14) 04.06.18 - 15:10

      Das hängt für mich nicht vom Alter ab.
      Bei manchen gibt es auch 2-3 Lebensmitten. Eher Drittel dann.

      Es sind für mich oft einfach Lebensabschnitte, die bei manchen früher, bei anderen später kommen.

      Baby, Kleinkind, Schule, weiterführende Schule (hier gibt es bereits Bundesländerunterschiede), Ausbildung / Studium, Fachstudium , Beruf.

      Beruf fing zur Zeit meiner Eltern bereits mit 16/17/18 Jahren an. Ausbildung fertig.
      Zu meiner Zeit machten viele da grade ihr Abi oder nach der Ausbildung erste Gehversuche.
      Die meisten meines Schuljahrgangs fangen so zwischen 30 und 35 Jahren mit ihren ersten Berufserfahrungen an. Nebenjobs, Studentenjobs, Praktika mal ausgenommen.

      Von meiner alten Klassenstufe bin ich eher Ausnahme. 3 von uns haben mit Mitte 20 ihre Kinder bekommen, Berufserfahrung und jetzt wo die Kinder größer sind orientieren wir uns neu. Umschulung, zweite Ausbildung, erste Gehversuche als Eltern von Pubertierenden :-p

      Bei mir kam noch Krankheit hinzu. Somit schon auch Lebensmitte. Dadurch hat sich bei mir vieles verändert. Beruf, Familie, Neuanfang, "krankheits bedingte Midlife Crisis" - was andere aus dem Bauch heraus mal eben ändern, ging bei mir nicht anders, änderte sich ob ich wollte oder nicht.

      Die meisten meiner Klassenstufe fangen jetzt so langsam mit ihren unbefristeten Arbeitsverträgen an. Endgültiges Ausziehen bei den Eltern. Eigene finanzierbare Wohnung - neuer Lebensabschnitt nach der Studentenbude! Kinder sind noch nicht in Sicht. Na ja, vier oder fünf haben nun schon Nachwuchs. Einige warten noch, bis sie nach dem Fachstudium und ersten Gehversuchen in der Berufserfahrung, erster eigener Wohnung mit eigens erarbeiteter Einrichtung etwas angespart haben, um auch bei beruflichen Engpässen für ein Kind sorgen zu können.
      Für sie ist es noch lange nicht Lebensmitte. Eher Neuanfang. Erwachsen sein und finanziell unabhängig. Neues Drittel im Leben. Wenn Kinder kommen und diese noch klein sind, muss die Lebensmitte also noch warten. Zumindest bis diese so in die Pubertät kommen oder so. ;-)

      Bei meinen Eltern war die Lebensmitte kurz nachdem ich kam. Später Nachzügler. Die Großen schon in der Pubertät. Anfangs ging es noch, aber sie merkten, was sie schon alles hinter sich hatten. Nicht nur mit den Großen, sondern auch im Leben. Erlebt, erspart, aufgebaut, verloren, Krankheiten und Zipperlein. Was sie mit mir machen wollten, aber merkten, wie es bei den Großen noch einfacher war.
      Meine Mutter sagte oft: bei dir habe ich mehr Erfahrung und Wissen. Bei deinen Geschwistern hatte ich das noch nicht. Aber dafür war ich mutiger, intuitiver, gelenkiger, sportlicher, spontaner. Bei dir bin ich halt gebundender: Beruf, Arbeitszeiten, Schulzeiten der anderen; Erfahrungen, die toll waren, aber sie aus Erfahrung, nicht noch mal machen würde ;-)

      Als ich mich dem Schulabschluss näherte fühlte sie sich schon alt. Die Großen Erwachsen, ich zumindest in der Pubertät. Noch vor meiner Volljährigkeit waren beide Eltern Pflegefälle.
      Letzteres führte bei meinen Geschwistern zur Lebensmitte, als die Eltern starben.
      Bei mir war es ein Sprung ins kalte Wasser. Von der Pubertät, wo zuerst der Tod kam und dann das Erwachsen werden.

      Manche Bekannten fangen auch so mit Mitte/Ende 50 an so langsam an die Lebensmitte zu denken. Sie fühlten sich mit Anfang 40 noch nicht reif und würden rückblickend sagen, dass sie dann erst grade so aus der Pubertät rauskamen. Mit Kind und Zweistudium (weil mit dem Erststudium kein Verdienst mehr möglich ist), wollen sie das noch mal durchziehen. Bei den Prüfungen seien sie dann so in der Mitte. Noch mal neuanfangen (3. mal) wäre dann doch zu viel.

      Von daher sehe ich mich in diesem Forum ganz gut aufgehoben, auch wenn ich momentan nicht viel zu schreiben habe.
      Wechseljahre haben hoffentlich noch eine Weile Zeit.
      Meine Oma fühlte sich ab den Wechseljahren alt, kam aber auch sehr spät rein und hatte da schon einige Enkelkinder #schein Lebensmitte war für sie, als die ersten Enkel kamen (ungefähr).

      Hallo,
      ich definiere die Zeitrechnung des Lebens etwas anders...
      Kindheit
      Junior (zwischen 20-30)
      Erwachsener (ab 31 - so circa#schein)
      best ager (ab 50)
      Senior (ab 65)
      alter Senior (ca. 75)
      tot (irgendwann nach 75 #schein)

      Will sagen, ich definiere nach Möglichkeiten...
      Ich glaube, ab #kratz 68(um mal eine Zahl zu nennen) kommen so die echten Zipperlein, die dich körperlich so richtig einschränken können - DANN habe ich meine Lebensmitte überschritten..
      Wenn ich nicht mehr sauber funktioniere...

      Gut, ich bin über 45 und habe Zipperlein aber die sind noch harmlos.... ;-)
      Und ich lebe JETZT, feddich bin ich damit... #ole

      lg Tanja

      38- 45 Jahre ..wenn man von 75- 85 Lebensjahren ausgeht.

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