waren wir auch so übervorsichtig ?

    • (1) 26.10.18 - 14:05

      hallo, dieser Beitrag richtet sich an Mütter über 50.
      ich weiss , dass es heute möglich ist über alles zu googeln und viele Untersuchungen zu machen , die es zu unseren "Schwangerenzeiten " einfach noch nicht gab.

      aber ich denke mal , wir sind unbesorgter mit unserer Schwangerschaft umgegangen , weil wir nicht so viele Infos hatten was schädlich ist , was man nicht tun sollte oder was man tun soll.
      teilweise lese ich hier von Medikationen oder Untersuchungen , die doch nur dazu führen , dass die Schwangerschaft wie eine Krankheit behandelt wird.

      mein 1. Schwangerschaft endete 1985 auch in einer Fehlgeburt.
      dann war ich 1986 im 3. Monat schwanger als das mit Tschernobyl passierte. keiner wusste , wie sich das auswirken kann , und es gab ja auch kein Ausweichen vor dem Ganzen!
      meine Tochter kam gesund zur Welt und 1990 dann auch die 2.

      ich habe auch in beiden Schwangerschaften geraucht , zwar weniger wie vorher, aber trotzdem. mein Frauenarzt sagte , es würde reichen zu reduzieren.
      beide Kinder kamen mit über 3000g und absolut fit zur Welt mit je einem Apgar von 10/10/10.
      meine Freundin damals , die gleichzeitig schwanger war und nur für die Schwangerschaft gelebt hat , bekam ihre beiden Kinder auch zum ET und beide mussten sofort auf Intensiv.

      warum ich das alles schreibe ?

      es tut mir einfach weh , wie sich heute alle Sorgen machen um falsches Essen , Haustiere, Aussagen der Ärzte u. a. Dingen.

      wie war es bei euch damals?

      bitte keine Angriffe von Schwangeren , es war damals einfach eine andere , unbesorgtere Zeit.
      #winke

      • #winke - Teilweise geb ich Dir Recht - wobei ich habe nie während der Schwangerschaft geraucht, dies war auch 1988 ein No Go. Und auch einiges andere macht sicher heute Sinn.
        Aber manchmal bin ich einfach platt, wenn ich mitbekomme ,welcher Aufstand um die Schwangerschaft gemacht wird und wieviel Geld da in ein Baby investiert wird.

        Hallo!

        Ich bin ein bisschen jünger als du, habe meine Kinder aber erst mit Mitte 30 bekommen.

        Mein Problem damals war, dass viel mit Angst gearbeitet wird. Man bekommt eigentlich keine sachlichen Informationen, sondern immer nur gesagt, was schief gehen kann. Ich war damit schon mal gleich risikoschwanger, weil zu alt. Und zu dick. Zwischendurch hatte ich eine FG, womit noch ein Risiko dazukam. Dabei ging es mir gut, den Babys ging es gut, die Geburten waren leicht und unkompliziert. (Beim ersten Kind zu Beginn der Schwangerschaft wurde aber immer angedroht, dass bei meinem Gewicht die Geburt ganz schön schwierig werden könnte...)

        In der ersten Schwangerschaft wurde ich zunächst durch einen niedergelassenen Gyn betreut. Das war schrecklich. Er suchte nach Fehlern und fand auch welche, wobei er sich manchmal auch einfach verrechnet hatte. Das wusste ich dann zum Glück besser, weil ich das auch mal gelernt hatte.

        Ich konnte erst "guter Hoffnung" sein als ich mich in die Betruung der Hebammen begab. Die gaben mir Sicherheit, die sagten mir, dass alles in schöner Ordnung war.

        Heute ist so viel möglich und alles wird kritiklos und ohne zu hinterfragen angewendet. Ich musste mich oft gegen Untersuchugnen richtig wehren. Das konnte ich, weil ich darüber vorher schon viel nachgedacht hatte und nicht erst mit der Schwangerschaft von all den Möglichkeiten überrumpelt wurde. Die meisten Mütter sind aber jünger und haben nicht alle eine Ausbildung im medizinischen oder pflegerischen Bereich. Natürlich kriegen die Panik!
        Sie sind nicht alle besorgter, sondern verängstigt.

        Rauchen war und ist allerdings immer schon ein NoGo in der Schwangerschaft gewesen. In meiner Ausbildung erlebte ich zwei Babys, die in einen ordentlichen Entzug gerieten. Das ist nicht witzig und auch nicht zu entschuldigen. Was man dem Kind durch Rauchen oder Alkohol zufügt, kommt meist auch erst später zutage.

        LG

        Hallo

        Bin noch nicht ü50, aber wegen deinem Rückblick auf eine "unbesorgtere" Zeit: ich wuchs auch noch ohne Internet u Foren auf. Es war bei manchen Fragestellungen des Lebens schlicht nicht möglich, eine Antwort zu suchen u zu finden. Deshalb bedeutet das aber nicht automatisch, dass man weniger Fragen u Sorgen hatte. Man lebte bei trivialen Fragen mehr auf gut Glück, was ja auch geklappt hat - irgendwie! Sorgenfrei würde ich das Leben damals jedoch nicht nennen. Solche Familienforen können bei Unsicherheiten durchaus entlastend sein

        LG mindgames

      • Gottseidank!!! war ich schon 5fache Tante mit reichlich Baby- und Kleinkinderfahrung, als mein erstes Kind sich anmeldete und ich hatte eine Tagesmutter für meine Kinder, die selber schon 5 Kinder hatte und meist auch 5 Pflegekinder dazu. Ängste hatte ich überhaupt keine, nicht mal, wenn sie krank waren; ich wusste, das war "normal".
        Alle Mode-Erscheinungen von damals - Kind muss unbedingt auf dem Bauch schlafen sonst erstickt es am Erbrochenen, es muss unbedingt nach genauem Zeit- und Mengenplan gefüttert werden usw usw - waren für mich nicht relevant. Meine Schwester wie auch die Tagesmutter machten es so, wie es ihre reiche Erfahrung war - und das war auch gut so und ich übernahm es einfach. Ich las keinen einzigen Babyratgeber, wäre garnicht auf die Idee gekommen :-)
        Eine Hebamme, die mich (wie heute leider sooo oft) hätte verunsichern können, hatte ich garnicht - wozu auch? Internet gabs auch noch nicht, vielleicht ein Segen. Leider gibt es Mütter, die sofort "Symptome" ihrer Kinder googeln - und werden zu 100% fündig, das ist garantiert. Meine Kinder wuchsen gesund auf, sie bekamen Beikost nicht nach Zeitplan, sondern wenn es ihnen schmeckte, man probierte es einfach aus. Wenn ich heute manchmal von den jungen Müttern der Bekannten höre, was ihnen die Hebammen alles eintrichtern, hab ich Mitleid mit den Mamas - das MUSS einen ja verunsichern. Nein meine Kinder hatten keinerlei Allergien/Unverträglichkeiten, obwohl sie nur ganz kurz gestillt wurden, ich musste ja wieder arbeiten gehen. Sie bekamen auch keinen Schaden, wenn nicht genau prozentual Pastinake/Karotte/Kartoffel dem Essensplan zugefügt wurde - was sie nicht mochten, spuckten sie von alleine aus, das war aber nicht viel - und sie brauchten auch keine Therapie, wenn sie von der Tagesmutter oder mir angepfiffen wurden, weil sie nicht hörten. Man erklärte vieles - aber nicht alles und manchmal war einfach Schluß mit der Diskussion, egal ob pädagogisch wertvoll oder nicht #cool. Wenn mein Sohn von der Rutsche abschmierte oder meine Tochter vom Treppengeländer, fuhr ich mit ihnen zum Unfallarzt, ließ sie anschauen/behandeln - und bin dann wieder heim. Heute fährt die Mama in die Notaufnahme und besteht darauf, dass das Kind zusammen mit ihr mindestens eine Nacht im KrHaus bleibt - nagut, nicht alle, aber doch viele. In unserer Notaufnahme des KrHauses sitzen vorwiegend Mütter mit Kindern und deren Bagatellkrankheiten. Normal ist das nicht - ist es Angst oder die Bequemlichkeit, auf einen Kinderarzttermin warten zu müssen?
        Keine Ahnung. Ich finde, entspannter waren wir......#cool LG Moni

        PS. Ich denke, spätestens beim dritten Kind sind Eltern auch heute dann wieder entspannter #freu

        Ja ich darf eigentlich noch nicht schreiben, aber ich finde dein Rauchbeispiel Quark. Dein Arzt hat dir damals schon Quatsch erzählt und ich finde es gut, dass man heute viel aufgeklärter ist. Meine Mama hat ihre Kinder 77, 80 & 84 bekommen und immer aufgehört zu rauchen.

        Bei anderen Themen gebe ich dir recht. Diese vielen Ultraschalle, Meinungen, Untersuchen können in die falsche Richtung gehen.
        Habe ich selbst in meiner Schwangerschaft erleben müssen und daraus viel gelernt.

      • Hallo ich bin zwar erst 39 bwz. fast 40 aber meine beiden großen Kinder sind schon 20 und 18 Jahre alt. Die jüngste ist 11

        Als ich jung schwanger war dachte ich mir selbst gar nichts. Und mein Frauenarzt hatte auch nichts zu sagen zu Lebensmitteln oder sonstwas. Er hat mich gefragt ob es mir gut geht. Hat mir erzählt das es dem Baby gut geht und das alle Werte im Normbereich liegen.
        Bei der jüngsten war es schon etwas schlimmer. Das hat mich genervt weil ich mich gut gefühlt habe und mich das Gewese um meine Schwangerschaft super genervt hat.
        Ich habe in allen Schwangerschaften ordentlich Gewicht zugelegt und während das bei den ersten niemand gestört hatte war es bei der dritten ein Problem. Habe ich nicht verstanden weil es ging mir gut und das Gewicht verschwand dann auch innerhalb eines Jahres nach Geburt wieder. Auch mein zu niedriger Blutdruck und was weis ich noch alles war ein Problem.
        Am Ende war mein Kind gesund ich gesund und niemand hatte mehr was zu quatschen.

        Als meine Freundin vor drei Jahren schwanger war und die hat auch schon zwei große Kinder saßen wir zusammen und haben den Bogen vom Frauenarzt studiert was man nun alles machen lassen kann inkl. Kostenaufstellung. Wir haben nur den Kopf geschüttelt.
        Einer anderen Freundin wurde erzählt wie schwer das Baby wäre und das sie es nie auf natürlichem Wege bekommen würde.... Das Kind war mit2500 g nur halb so leicht wie die Ärzte dachten. Aber Hauptsache der guten Frau Monatelang Angst machen und sie zu einem Kaiserschnitt zu nötigen

        Ich finde schon das den Frauen heute sehr viel Angst gemacht wird. Und ich finde das nicht richtig. Das verrückte ist eigentlich das wenn eine Frau zum Arzt geht und da eigene Bedenken äußert wird das oft abgewiegelt weil ist ja nur ihr Bauchgefühl ABER wenn ein Arzt meint eine Untersuchung zu empfehlen dann schwingt da unterschwellig oft so ein Zwang mit.

        Ich finde es schade das Schwangere oft so "entmündigt" werden. Ich bin mir durchaus bewusst das nicht jeder Arzt so ist aber es gibt genügend.

        Also ich weiß genau was du meinst und ich finde es schrecklich

        LG

        Ich bin auch noch nicht 50+, aber kurz davor. Als Späterstgebärende, meine Tochter bekam ich mit fast 37, war ich schon mehr Untersuchungen ausgesetzt, als eine junge werdende Mutter Mitte 20. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass es heute so viele Möglichkeiten gibt. Trotzdem bin ich nicht zum verängstigten, übervorsichtigen Muttertier mutiert. Ich hab gegessen, was geschmeckt hat, Katzen gestreichelt, gearbeitet bis zum Mutterschutz und nach dem Mutterschutz gleich weiter für ein paar Stunden pro Woche. Bei Fieber, Husten und Schnupfen bleibe ich entspannt, aufgeschürfte Knie bekommen ein Pflaster und nur bei gröberen Stürzen lass ich einen Arzt drauf schauen. Ich befrage schon auch mal Dr. Google oder lese in Foren bei bestimmten Auffälligkeiten, aber doch nicht unreflektiert. Ich denke, das hat auch was mit der eigenen Persönlichkeit zu tun.
        Auf Rauchen und Alkohol hab ich allerdings schon in der langen Kinderwunschzeit verzichtet. Ich bin Kind einer in der Schwangerschaft rauchenden Mutter, mein Geburtsgewicht lag bei 1920 g (52cm)(14 Tage über ET geboren), mein Bruder kam 3 Wochen zu früh mit 1760g auf 49 cm. Wir wurden beide in der Frühchenstation aufgepeppelt und erst nach 4 Wochen entlassen. Unsere Mutter wurde quasi zum abstillen gezwungen, sie durfte 1973 und 1974 in der DDR nicht bei uns im KH bleiben und konnte uns mangels Auto und weiter Entfernung ohne brauchbare öffentl. Verkehrsmittel nicht täglich besuchen.
        Wir bekamen alle 3 Stunden Fläschchen mit festgelegten Mengen, auch dann zu Hause und unter strenger Aufsicht der Mütterberatung. Wir wurden quasi gemästet. Ich finde, auch früher wurden junge Mütter schon sehr stark beeinflusst und verängstigt, das ist kein neues Phänomen. Damals halt durch Arzt und Hebammen, heute zusätzlich durch die verfügbaren Medien.
        Unsere Tochter hatte bei 40+1 3020g auf 53 cm, trotz Schwangerschaftsdiabetes. Dank Untersuchungsmöglichkeit rechtzeitig erkannt, sodass ich etwas tun konnte um das ungeborene Kind zu schützen. Früher kamen halt grosse und schwere Kinder zur Welt, die ein Leben lang drunter zu leiden hatten.
        Jede Zeit hat ihr Vor- und Nachteile, jeder muss für sich entscheiden, inwieweit er sich davon beeinflussen lässt und die Möglichkeiten nutzt oder es lässt.

        • Die Mädels meines Jahrgangs wurden nacheinander ziemlich flott schwanger und wir tauschten uns rege aus. Wir wurden echt nicht verunsichert, von niemandem. Hebammen hatten wir alle nicht, wir gingen zum Frauenarzt und dann eben ins Krankenhaus. Die meisten von uns arbeiteten 8 Wochen nach der Geburt wieder, Kind hatte die Oma, bei mir eine Tagesmutter. Ich hatte einen Frauenarzt, der vom Bauernhof abstammte, und der bewies sogar eine stoische Ruhe, als er mich für 6 Wochen stationär ins KrHs schickte wegen Nierenbeckenentzündung...ich hatte keinen Moment Angst, weil er mir versicherte, dass wir das hinkriegen - fertig.
          Keine Ahnung, was man da heute draus machen würde. Ich wurde engmaschig kontrolliert, musste absolut salzlos leben- und ging dann wieder heim.
          Vielleicht vertrauten wir damals einfach auch mehr auf das, was Mütter, Schwiegermütter, Tagesmütter uns sagten, sie hatten uns die Erfahrung ja voraus. Heute fühlt sich ja jede junge Frau sofort auf den Schlips getreten, wenn jemand aus der Vorgeneration was sagt - ist ja sofort übergriffig(siehe urbia :-p). Manchmal vielleicht, aber bestimmt nicht immer. LG Moni

          • Meine Mutter ist Jahrgang 52, die dritte von 12 Kindern (8 Mädchen, 4 Jungs) und auch zügig schwanger geworden (ich bin ein 4-Monats-Kind 😚 und der Grund für die inzwischen 46jährige Ehe meiner Eltern). Ihre ältere und eine jünger Schwester bekamen die ersten Kinder. Ich bin ebenfalls die 3. von insgesamt 21 bei den Enkeln meiner Großeltern mütterlicherseits. Meine jüngste Tante ist 4 Jahre älter als ich. Ich weiß, das auch bei meiner Mutter damals viel Erfahrungsaustausch unter den Schwestern, Cousinen, Freundinnen, Tanten etc. stattfand und wir Kinder sind im Umgang mit den jüngeren Familienmitgliedern ab Babyalter ganz unbefangen eingebunden gewesen. Ich glaube, das ich dadurch sehr viel sicherer und unaufgeregter in die "Mutterschaft" gestartet bin. Als ich endlich schwanger war und meine Eltern von unserem und ihrem Glück erfuhren, hat meine Mama mir viel erzählt aus ihrer Schwangerschaft und jungen Mutterschaft. Ihr ist vor allem die Bevormundung durch die "Mütterberatung" in der DDR in negativer Erinnerung geblieben, aber das war einfach so und nicht änderbar. Sie hat mich an ihrer Erfahrung teilhaben lassen, mir Sicherheit gegeben, sich aber nie aufgedrängt. Dafür bin ich bis heute dankbar - sowohl für die Teilhabe, als auch die Möglichkeit, aufs Bauchgefühl zu hören und Dinge anders zu machen.
            Nur eine Sache war und ist ihr beim Enkelkind wichtig: sie hat sofort aufgehört zu rauchen. Weil sie heute weiss, was damals nicht so gefährlich schien.
            Ich nutze die heutigen medizinischen Möglichkeiten (und bin froh darüber), lasse mich aber nicht von ihnen indoktrinieren. Ich glaube, ein wenig mehr Gelassenheit täte allen gut.

      Hallo

      jede Generation hat ihre Ammenmärchen und daraus entstandene Verhaltensweisen.
      Natürlich hatten wir früher weniger Informationen, aber dank Zeitschriften, Büchern etc. doch mehr Informationen, als die vorherige Generation.
      Sicherlich spielt auch das Verhalten der Frauen in der Famiie eine Rolle.
      Jede Zeit hat ihre Regeln und Erkenntnisse.Ich hatte auch so meine Pläne wie z.B. unbedingt Stillen, meine Mutter hat es sich schnell ausreden lassen, nach den ersten auftretenden Schwierigkeiten.
      Ich habe 87 ,95 und 97 meine Kinder bekommen.Ich sah keinen Grund mich verrückt machen zu lassen.Meine Großmütter haben unter teils wirklich abenteuerlichen Bedingungen ( im Freien z.B. ) ihre zahlreichen Kinder bekommen.
      Meine Mutter hat mich auf dem heimischen Sofa entbunden, wovon sie heute noch schwärmt.
      Ich wollte Sicherheit für die Kinder und habe die Klinik vorgezogen, war also vorsichtiger wenn man so will.
      Meine beiden frühen Fehlgeburten habe ich zeitnah und zügig verarbeitet.Auch hier hat mich wohl meine Mutter beeinflusst, für die in den ersten drei Monaten das Alles oder Nichts Prinzip galt.Für sie gehörten FG fast zu einem durchschnittlichen Frauenleben dazu.
      Generell bin ich nicht so leicht zu verunsichern und habe mir auch immer mehrere Meinungen
      angehört.
      Heute gibt es eine Flut von Informationen und möglichen Vorsorgeuntersuchungen.
      Ich hatte als Spätgebärende lediglich beim zweiten und dritten Kind, die Entscheidung für oder gegen eine Fruchtwasseruntersuchung zu treffen.
      Der Umgang mit Schwangerschaft, Geburt etc.ist wohl hauptsächlich eine Frage der Persönlichkeit.

      L.G.

    Es ist eine typfrage. Ich hatte zwei unbeschwerte Schwangerschaften. In einem Forum werden fragen gestellt. Die Frauen, die keine haben bleiben unsichtbar. So entsteht der Eindruck, dass alle Schwangeren fragen und sorgen haben. Ich kenne das von mir und meinem Umfeld nicht!
    Das mit dem Rauchen ist ein no Go!

    Nun, meine Mama hat damals (Ende 70'er) den Ärzten oder Hebammen geglaubt, dass sie nicht genug Milch hätte, um mich oder meine Schwester (1 Jahr später) zu stillen... und dass wir mit 1 Jahr "sauber" sein müssten etc. ...

    Aus meiner Kindheit kenne ich auch einige Frauen, die so waren.

    Von "mach dich nicht schmutzig, das muss sonst gewaschen werden"
    über tu dies nicht, iss das nicht, iss nicht zu viel.

    Meine Mutter war voll auf Demeter und Ernährung. Damals ihrer Zeit voraus, heute würde sie mitten ins Bild passen. Sie hatte immer Angst vor Krebs und anderen Krankheiten.
    Letztlich ist sie u.a. daran gestorben. An ihrer Angst.


    Internet hatte sie nicht. Vorteil: so konnte sie sich nicht noch mehr Ängste holen.
    Nachteil: ihre Angst ließ sie an uns Kindern aus und prägte die Familie. Austauschen konnte sie sich dazu kaum.


    Mein Vater war beim Thema essen lockerer. Hauptsache genug.

    Ich kenne aus meiner Kindheit noch einige Erwachsene. Nicht in Massen wie heute, aber auch. Nur dass sie es familienintern oder an den Kindern ausgelassen haben.

    Oder in der Schule. Eine Mutter war kam häufiger in den Unterricht um während des Unterrichts zu klären, wie es um ihr Kind steht.
    Mehrere andere kontrollierten ihre Kinder bis in persönliche Details. Aus Angst sie könnten etwas wichtiges verschweigen oder Schaden nehmen, wenn sie als Mutter nicht alles wissen.

    Diskussion im Wartezimmer des Kinderarztes. Eine Mutter, die dem Kinderarzt nicht vertraut und Angst hat, dass das Kind etwas gravierendes hat. Dass der Kinderarzt nicht ausreichend qualifiziert sei, sie keinen anderen wählen würde, weil nur dieser die Krankengeschichte des Kindes kennen würde.


    Vieles lief damals einfach versteckter ab, weil nicht darüber gesprochen wurden, sich nicht ausgetauscht werden konnte.
    Und wenn doch, wurden sie eher belächelt. Seltene schräge Vögel damals.

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