Wenn das Kind heiratet...

    • (1) 11.11.18 - 18:40

      Hallo
      Ich dachte in diese Kategorie passt die Frage am besten ;-)
      Was habt ihr bei der Hochzeit eures Kindes übernommen oder geschenkt?
      Meine Tochter hat dieses Jahr geheiratet. Standesamtlich, auch mehr für das Papier, weil sich einiges geändert hat.
      Eigentlich sollte mit der Familie im Sommer etwas gefeiert werden, das wird jetzt doch erst nächsten Monat passieren. Wir (sowie Eltern des Schwiegerkindes) haben sich daran nicht beteiligt. War auch nicht gewünscht, weil sie es altmodisch finden und sich selbst in der Verantwortung sehen. Wir ticken ähnlich. Also eigentlich alles super.
      Allerdings habe ich mittlerweile trotzdem schon fast ein schlechtes Gewissen. Gefühlt alle Kollegen mit älteren Kindern, haben alles durchfinanziert und finden das Selbstverständlich.
      Wir haben schon etwas geschenkt und werden noch einmal etwas schenken. Eine größere und kostenintensivere Sache die schon länger auf der Wunschliste stand und jetzt etwas persönlicheres mit sentimentalem Wert.

      LG

      • (2) 11.11.18 - 23:51

        Hallo

        das steht mir noch drei mal bevor.
        Vielleicht auch schon nächstes Jahr das erste Mal.

        Jedes Kind soll so feiern wie es will und sich nicht irgendwie verpflichtet fühlen "groß" zu heiraten.
        Aber ich wär dabei.#freu
        Wir haben natürlich etwas zurückgelegt, falls doch groß geheiratet werden soll.
        Brautkleid und Zubehör zahle ich allein.Und da ich selbst eine kleine Brautzilla war, können sich meine Töchter diesbezüglich austoben .
        Falls sie lieber alleine im Ausland heiraten wollen,wäre das auch o.k. für mich.
        Hauptsache ich bekomme schöne Fotos.
        Nach dem Studium hat doch niemand groß Rücklagen.Meine Älteste war in diesem Jahr auf mehreren Hochzeiten, die überwiegend von den Eltern gesponsert wurden.

        Deine Tochter wollte das nicht, da brauchst du auch kein schlechtes Gewissen zu haben.
        Bestimmt freut sie sich über das persönlich, sentimentale Geschenk.

        L.G.

        Hallo!
        Ich kann erstmal nur von mir sprechen.
        Ich habe spät geheiratet (31), mein Mann (36) - wir waren also mitten im Leben, insbeondere beruflich udn damit fiannziells chon lange unabhängig.
        Wir haben unsere Hochzeit selber geplant ohne Rücksicht auf irgendeine Beteiligung. Meine Eltern haben uns gesponsert mit einem festen Betrag - den gesamten Betrag der Hochzeitsausgaben haben sie nie erfahren. Die Eltern meines Mannes waren da schon tot. Das Geld kam uns trotzdem zugute, wir haben es in unser Hausb gesteckt.

        Wären wir jünger, bedürftiger gewesen, hätten wir vermutlich schon unser Hochzeitsbudget auch ein bisschen an den Beitrag unserer Eltern angepasst, aber trotzdem selber "gewirtschaftet".

        Was wir definitiv vermeiden wollten, waren irgendwelche echten "Dinge" auf eine Hochzeitsliste setzen (Staubsauger, Waschmaschine, Geschirr, Besteck, ....), die wir bei "geschenkt" einfach hätten hinnehmen müssen. Auch irgendwelche Dinge von denen manche geglaubt hätten, wir könnten die gebrauchen .... dafür waren wir dann doch zu "alt" und hatten dann doch jeder schon einen vollständigen Haushalt.

        Deswegen ist es eher schwierig was zu sagen, kommt darauf an in welcher Lebensphase sich die "Kinder" so befinden ...

        LG, I.

        Hallo

        sowohl unser Sohn als auch unsere Tochter sind beide verlobt (da sind sie alte Schule ;-)). Allerdings habe ich das Gefühl, dass unser Töchterchen eher heiraten wird, ggf schon im kommenden Jahr. Nicht riesig groß, aber schon mit der ihnen wichtigen Verwandten und Freunden; das sind so 60 bis 65 Personen. Es soll nicht das Teuerste sein, aber auch nicht "nur" eine Grillparty im eigenen Garten.
        Schon mit Musik und Tanz und leckerem Essen in einer schönen Location, aber nix überkandideltes.
        Sie wollen das selbst stemmen; wobei wir durchaus haben durchblicken lassen, dass wir finanziell helfen, wenn sie das denn möchten. Das Brautkleid zahlen wir, das ist uns eine Herzenssache und auch da wird es ein großzügiges Budget geben. Es wird ein Geschenk geben, das eher finanzieller Art gestaltet sein wird. Denn einen eigenen Haushalt hat sie bereits mit ihrem Partner.


        Unser Sohn dagegen mit zukünftiger Schwiegertochter möchten nur eine kleine ruhige Hochzeit: Standesamt, Mittagessen, Kaffee trinken. Mit den engsten Freunden, den Großeltern, Eltern, Geschwistern und Paten. Das werden nicht mal 30 Personen sein. Seine Braut ist Einzelkind, ihre komplette Familie besteht aus 7 Personen, die im Ausland leben, und davon sicher mindestens 2 Personen die anstrengende Reise sicher nicht mehr auf sich nehmen werden...
        Sie möchten keine Feier, einfach nur schön beisammen sitzen und ihren Tag genießen... Dass wir die Feier ausrichten, das werden sie nicht wollen.
        Aber daran werden wir uns auch irgendwie beteiligen mit dem gleichen Betrag wie für unsere Tochter - und wenn das Geld komplett als Präsent verpackt wird.
        So haben wir es immer gehalten, in Geschenken wurde vom Wert her nie ein Unterschied gemacht.



        LG

      • Meine Tochter bekam ihr Brautkleid von mir samt allem Zubehör, ein Geldgeschenk (nicht sehr groß) und eine kleine Hochzeitsreise, Busreise nach Monaco. Dazu noch bezahlte ich den Organisten für die Trauung, der ein Jugendfreund von mir war.
        Mein Sohn bekam etwas mehr Geld, weil er seine Kleidung selber zahlen wollte und ebenfalls den Organisten bezahlt. Somit war das Geld eben auch ein Zuschuss zur Hochzeitsreise.
        Alles durchfinanzieren hätte ich bei beiden Kindern garnicht gekonnt, mein Sohn hatte über 120 Leute bei der Hochzeit #cool
        LG Moni

        Ich kenne das eigentlich von niemandem, dass die Eltern die Hochzeit groß finanzieren.
        Bei einigen im Bekanntenkreis haben die Eltern das Brautkleid bezahlt, bei anderen das Essen, bei einigen überhaupt nichts.
        Die meisten Leute, die ich kenne, finanzieren ihre Hochzeit selbst.

      • (7) 28.11.18 - 09:29

        Beide Mütter haben bei uns einen unteren dreistelligen Betrag geschenkt. Von meiner Oma gab es noch etwas mehr, einen mittleren dreistelligen Betrag. Eine Mutter hat mit schlechtem Gewissen geschenkt ("ich würde euch so gerne mehr geben, das gehört sich doch, aber ich kann nicht!") die andere nicht.
        Beide Mütter haben aber bereits diesen Betrag definitiv als ein "einkaufen" in die Hochzeitsplanung gesehen... wir haben beiden den Zahn gezogen. Sie können was schenken oder es lassen, aber es ist unsere Hochzeit, wir entscheiden wer eingeladen wird und wie gefeiert wird - mit noch mehr Geld wäre der "wir dürfen aber jetzt auch mitentscheiden" Druck noch größer geworden, insofern wäre ich da von mir aus auch raus gewesen.
        Frag mal Deine Kollegen, inwiefern sie das Geld tatsächlich bedingungslos herschenken oder wieviel Druck dann dahinter ist, Tante Inge noch mit einzuladen, die Tischordnung selbst zu machen, etc.pp.

        Wenn ich mir jetzt rückblickend hätte etwas wünschen dürfen, hätte ich mir etwas organisatorische, bedingungslose (!) Unterstützung gewünscht (ich hatte meine Familie z.B. ganz konkret um einen kleinen Fahrdienst am Abend vor der Hochzeit gebeten und statt Geld hätte ich mich über ein nettes Geschenk auch mehr gefreut.

Top Diskussionen anzeigen