Überfordert mit der 3. SS

    • (1) 22.02.17 - 09:18

      Hallo. Ich brauche dringend Rat von jemand aussen stehenden.

      Zur Situation: Mein Mann und ich erwarten (absolut ungeplant!) unser drittes Kind. Ich bin noch im ersten Trimenon,unsere beiden Kinder sind 4 & 1Jahr. Mein Mann und ich arbeiten beide. Ich fast ausschließlich im Nachtdienst. Die Kinder gehen bis 12 h in die kita (leider sehr teuer bei uns). Hilfe von Großeltern haben wir kaum.
      Das Problem ist dass diese SS einfach nicht geplant war und ehrlich gesagt von mir auch immer noch nicht gewollt ist. Nach dem ersten Schock und vielen vielen Tränen haben wir uns über DIE Alternative informiert nur um fest zu stellen dass ein Abbruch nicht in Frage kommt (psychisch). Seitdem ist mein Mann eher glücklich... und ich komme nicht mehr zurecht.

      Übelkeit, Rückenschmerzen durch eingeklemmten Nerv, Ekel vor Gerüchen die das Einkaufen und kochen zur Hölle werden lassen, Schlafdefizite und der Riesenzweifel an allem machen mich fertig.
      Dazu kommt noch die Sorge ob sich das Kind gesund entwickelt hat, wurde es doch in der frühst SS einer Vollnarkose und zwei Röntgenbildern ausgesetzt.
      Mein Mann sagt zurecht ich solle mich mal langsam freuen, wie furchtbar sei es für das Kind eine missmutige Mutter zu haben. Das Ultraschallbild hab ich mir bis heute nicht angesehen.

      Ich schäme mich! Und ich bin enttäuscht von mir selber. Bekomme den Hintern nicht hoch und kümmere zur Zeit mich nur halbherzig um Alles.

      Wird sich das noch ändern? Werden die Muttergefühle, die ich bei den ersten 2 Kindern so stark hatte/habe irgendwann hoch kommen? Oder brauche ich vielleicht doch professionelle Hilfe?

      Der lange Text tut mir leid. Aber es tut gut es einmal nieder geschrieben zu haben.
      MfG K.

      • (2) 22.02.17 - 14:50

        Kannst Du vielleicht noch schnell eine Mutter-Kind-Kur oder eine Mütterkur beantragen um Dich zu erholen?Gibt es andere Möglichkeiten der Entlastung für Dich? Mir kommt es so vor, dass Du gerade völlig erschöpft bist und dringend neue Kraft brauchst für die Zeit, die vor Dir liegt. Vielleicht kann Dir eine gute Beratungsstelle da weiterhelfen? Die kirchlichen Stellen haben meist noch Extra-Töpfe für irgendwelche Unterstützung.

        (3) 22.02.17 - 16:52

        Hallo

        Ich verstehe dich sehr gut. Meine SS war auch sehr ungeplant (trotz Pille, kann mir nicht erklären wie es dazu kam) und ich wusste auch lange nicht, ob ich mich für oder gegen das Baby entscheiden sollte.

        Nun bin ich in der 27. Woche und mein Partner und ich freuen uns unglaublich.

        Das war aber nicht immer so. Ich hatte einige Wochen gar keinen Bezug zum Baby und habe mich immer gefragt, was falsch ist mit mir. Ich denke, das hat auch damit zusammengehängt, dass ich völlig überrumpelt, unvorbereitet und geschockt war... Auch wenn es bei mir das erste Kind ist, könnte ich mir schon vorstellen, dass es bei dir ähnlich sein könnte...

        Liebe Grüsse

        PS: mittlerweile freue ich mich über jeden Tritt und bin schon unglaublich gespannt auf das kleine Mädchen :)

        Liebe einderdaus,

        eine schwierige Situation. Ich kann dein Gefühlschaos gut verstehen. Und daher mein Tipp: ja, suche dir professionelle Hilfe. Du kannst starten über "Emotionelle Erste Hilfe" (http://emotionelle-erste-hilfe.org/content/emotionelle-erste-hilfe) und dich im weiteren auch an einen Arzt wenden.

        Bespreche dich zudem mit Freunden, der Familie und weiterhin natürlich mit deinem Mann. Was macht ihn so zuversichtlich und dich so gram? Welche konkreten Ängste hast du und wie kannst du/könnt ihr ihnen begegnen? Wende dich schon jetzt an "Wellcome", vielleicht kannst du da Hilfe nach der Geburt beziehen.

        Alles Liebe
        Claudia

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