Baby trinkt zu viel - wie verhalte ich mich?

    • (1) 22.05.17 - 13:53

      Hallo!
      Mein Sohn ist 9,5 Wochen alt, nach berechneten ET wäre er jetzt aber erst 7 Wochen alt und unser Problem ist, dass der kleine einfach kein sättigungsgefühl kennt und sich und mich mit seinem derben Appetit extrem belastet. Ich stille ihn voll aber seit etwa 4 Wochen will er jede Stunde an die Brust und trinkt dann immer so 15-30min recht kräftig. Mittlerweile gebe ich ihm auch nur noch eine Brust pro Mahlzeit wegen des hohen Milchspendereflex. Meistens döst er zum Ende dabei ein und anschließend kommt immer das verhasste Bäuerchen, das er sehr schlecht und ungern macht. Meist muss ich mind. 10 min mit ihm verschiedene Positionen ausprobieren, damit überhaupt was kommt. Er schreit aber meist so bitterböse und schrill dabei, als hätte er richtig schmerzen, wenn das Bäuerchen kommt. So und das Ende von Lied ist eigentlich fast immer dass Magensäure mit hoch kommt oder ein ordentlicher Schwall Milch und er dadurch noch mehr weint. Wenn wir aber gar kein Bäuerchen machen, kommt ihm das ganze einfach später im Schlaf hoch. Wenn ich ihn dann endlich beruhigt habe und/oder nach einem kurzen Schlaf, geht das ganze Spiel von vorne los, denn die ersten hungerzeichen kommen wieder nach nur 1h (Lippen lecken, Hand in Mund). Ich kann ihn dann höchstens auf 1,5 h durch ablenken, Schnuller, spazieren, kuscheln hinauszögern bis das Geschrei dann wirklich groß ist. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Er leidet ganz offensichtlich daran dass ihm permanent was hochkommt, denn er ist eigentlich nur am schreien und ich leide an der Häufigkeit der Mahlzeiten, da ich gar nichts anderes mehr mache und das seit nun 4 Wochen.
      Der Kinderarzt hat ihn bloß gewogen und gesagt dass er einfach zu viel isst und man da nichts machen kann. Er hat in 16 Tagen 900 Gramm zugenommen, er ist also wirklich mittlerweile ein Pummelchen. Unsere Hebamme sagt ich könnte ihn versuchen wieder an den 3h Rhythmus aus der Anfangszeit zu gewöhnen indem ich ihn schreien lasse. Ich halte das aber langsam nicht mehr aus. Ich bin nervlich auch so schon am Ende, da er ja aktuell schon genug schreit.

      Zum Hintergrund des kleinen: er hatte ziemlich Stress bei der Geburt und lag 10 Tage auf der Kinderintensivstation, hat aber alle Tests usw. sehr gut überstanden. in den ersten 2 Wochen zu Hause musste ich ihn dann erst an die Brust umgewöhnen und er wurde noch mit einem Fläschchen zugefüttert. Da er aber schnell an Gewicht zugenommen hat, haben wir das Fläschchen weggelassen. Der 3h Rhythmus hielt danach aber nur noch 1 Woche :-/ in dieser Zeit hat er pro Mahlzeit je 20 min pro Brust getrunken alle 3 h und hat auch extrem viel gespuckt dabei, aber es kam keine Magensäure hoch und er hat dabei nicht so viel geweint.

      der kleine bekommt auch genug Nähe: er schläft bei mir im Bett und tagsüber ist er permanent bei mir auf dem Arm oder in der trage.

      Ich bitte dringend um Hilfe/ einen Rat, was ich noch tun kann.

      Danke & viele Grüße!

      • Hallo maggy,

        aus der Ferne ist so etwas sehr schwer zu beurteilen. Nach deinen Schilderungen fallen mir aber ein paar Dinge ein. Also wenn er wirklich Magensäure spuckt, sollte das nochmal abgeklärt werden, denn das ist nicht normal. Normales spucken ist ok, aber natürlich für alle sehr belastend, denn der Magen ist wieder leer und deshalb kommt das Hungergefühl schnell wieder. Wenn es soviel Luft im Magen gibt, muss er vor oder während des Trinkens sehr unruhig sein. Daher könntest du zwischendrin immer wieder Bäuerchen machen, außerdem sollte er aufrecht nach dem Trinken bleiben. Ich würde außerdem ein Besuch beim Osteopathen vorschlagen.

        Grüße
        Hebamme Sarah

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