Hilfe ist es ein Scheidenvorfall???

    • (1) 01.07.17 - 11:35

      Hallo!
      Ich brauch dringend Rat, bin total verzweifelt. Zu den Fakten: ich bin 39., hatte am 4.11.17 eine Spontangeburt, Austreibung dauerte lange und wurde zum Schluss mit der Saugglocke unterstützt. Ich hatte keinen Dammriss/schnitt. Bin leicht in der Scheide gerissen, was genäht wurde und gut verheilt ist. Mein Kind wog bei Geburt 3910g, bei 54cm und 37cm KU. Ich stille voll. Ich selbst bin schlank (hatte nur 14kg zugenommen), 1,62m groß und sehr sportlich, habe den Reitsport jahrelang professionell betrieben. Mein Beckenboden war sogar noch eine zeitlang unter der Geburt sehr fest. Jetzt ist er aber total hin. Mein Bindegewebe ist so Lala. Also ich hab Dellen am Po, habe aber trotz riesigem Bauch nicht einen Dehnungsstreifen bekommen.
      Letzen Sonntag hatte ich ein Fremdkörpergefühl an der Mu, so als ob ein Tampon zu tief sitzt. Habe dann mal hingefühlt und einen riesigen Schreck bekommen. Da schaute ein Stück meiner Scheidenwand raus. Wie eine Art Geschwülst. Mit dem Finger könnte ich es wieder rein schieben und es kam dann wieder raus.
      Bin dann Mo früh gleich zu meiner Gyn. Beschrieb ihr meine Beobachtung und was ich vermute. Sie untersuchte mich indem sie sozusagen reinleuchtete und später tastete. Sie meinte es sei ausgeleierte Scheidenwand, ich hätte einen normalen Befund und das wird schon mit der Zeit. Ich könne spazieren gehen und auch reiten.
      Ich besuche jetzt den Rückbildungskurs, mache ständig diese Ticktackübung und versuche zu hause Übungen zu machen.
      Seit gestern habe ich nun auch das erste Mal nach Geburt meine Tage, die sich 3 Tage davor mit ständiger ganz leichter Schmierblutung ankündigten. Ein Tampon kann ich nicht nehmen, der rutscht raus. Wollte mit Konen und Liebeskugeln den BB trainieren, aber ich kann nix halten.
      Nun meine Frage:
      Die "Beule" ist nur da, wenn ich stehe oder auf Toilette sitze. Im Liegen und normalen Sitzen ist sie weg. Ist das bei einem Scheidenvorfall auch der Fall????
      Schmerzen hatte und habe ich keine. Wasser kann ich halten, obwohl ich öfter das Gefühl hätte die Blase ist voll, ich aber weiß sie ist es nicht und diesem Drang dann auch nicht nachgehe, sondern aushalte.
      Ich überlege, ob ich nun Mo nochmal zur Gyn fahre, komme mir aber doof vor, weil sie meinte es sei ein normaler Befund.
      Oder sollte ich mir eine zweite Meinung einholen. Problem ist, liege ich auf dem Stuhl, sieht man von der Scheidenwandwulst nichts.
      Hat die Ärztin recht und handelt es sich nur um ausgeleierte Scheidenwand? Gibt es sowas überhaupt. Geht das wieder weg, wenn ich meinen Beckenboden wieder fit habe??

      Ich brauche dringend Rat, mache mich sonst echt verrückt. Hat jemand Erfahrung damit. Gibt es hier eine Hebamme die soetwas schon gesehen hat. (Meine ist im Urlaub und hat mich von dort aus zum Arzt geschickt, wo ich auch war.)
      Freue mich über Antworten!

      Maria

      • Habe mich verschrieben. Am 11.4. habe ich entbunden.

        • Hallo!
          Erstmal, es kann Dir geholfen werden!!
          Zum Einen:während der Stillzeit steht der ganze Körper, auch das Gewebe im Urogenitaltrakt noch unter dem Einfluss der Hormone. Also kann sich das Ganze nach dem Abstillen noch zum Positiven verändern!

          Zum Anderen: lass Dir einen Termin in einer Beckenboden-Inkontinenz-Sprechstunde geben. Dort arbeiten Ärzte die sich genau mit so etwas auskennen und Dich hoffentlich auch im Stehen untersuchen, da wie Du schon vermutest wirkt die Schwerkraft in der RL nicht und somit kann man auch keinen funktionellen Befund erheben!!! Bestehe darauf!
          Und was sind Ticktack-Übungen?
          Lass Dir vom Gyn oder auch Urologen ein Physiotherapie Rezept geben und SUCHE einen geeigneten Therapeuten (gibt's nicht viele-Therapeutenliste AG-GGUP oder Tanzberger-Konzept)
          Lass die Vaginalkonen oder andere Trainingsgeräte in der Schublade. Diese frustrieren nur und bringen wenn nur eine bessere Durchblutung und kein funktionelles Training!
          Viel Erfolg und liebe Grüße

          • Vielen Dank für deine Antwort!
            Diese Sprechstunden gibt es beim Urologen??
            Und hast du zufällig einen Link für die therapeutenliste? Wöhne östlich von Berlin, denke wird schwer mit geeigneten Therapeuten.
            Muss ich deswegen das Stillen aufgeben? Wollte eigentlich min 6 Monate stillen, dann muss ich wohl so lange mit der Beule zw den Beinen leben. Hauptsache es wird nicht schlimmer. ????

            LG

            • Hallo zurück ;-)
              Eine Beckenboden-Inkontinenz-Sprechstunde gibt es an vielen Kliniken (bei uns auch im Kreiskrankenhaus) oder sicher auch an Unikliniken! Einfach mal nachfragen! Die Therapeutenlisten kann man ganz einfach googeln! Sind nach Postleitzahlen geordnet!
              Mit dem Stillen muss man nicht vorzeitig aufhören, man kann jederzeit mit der Therapie anfangen, wollte Dir nur Mut machen da es oft so ist das nach der Stillzeit, wenn sich der Hormonhaushalt wieder normalisiert, die Therapie noch besser anschlagen kann!
              Liebe Grüße

      Hallo Maria,

      deine Geburt ist noch nicht lange her, dein Kind war groß und schwer und dein Beckenboden wurde durch Schwangerschaft und Geburt ordentlich gefordert. Dein Körper ist durch die Hormone noch auf weich eingestellt.
      Grundsätzlich ist zu sagen, eine Schwangerschaft geht, solange sie gekommen ist. Solange kann man seinem Körper Zeit geben, bevor man bewertet was ist normal und was nicht.
      Von daher hat dein FA recht, allerdings hast du Probleme und Angst. Also von daher, solltest du jetzt schon etwas unternehmen, bzw so weiter machen wie bisher. Am besten, noch einen zweiten Rückbildungskurs ( bei einem Physiotherapeuten) hinterher machen. Du kannst in der nächst größeren Klinik schauen, ob es eine urogenital Sprechstunde gibt.
      Du kannst und sollst weiter stillen und du brauchst dich bezüglich es Tampons usw nicht verrückt machen, dass haben tatsächlich viele Frauen im ersten Jahr nach der Geburt.

      Alles Gute
      Hebamme Sarah

      • Hallo Sarah,

        Vielen Dank für deine Rückmeldung.
        Ich war heute nochmal bei einer anderen Ärztin. Bei ihr musste ich auf dem Stuhl auch mal nach unten pressen. Befund Descensus vaginae anterior (1+G).

        Sie meinte das bekomme ich wieder hin, wenn ich jetzt ordentlich meinen Beckenboden trainiere. Habe jetzt ein Rezept für Vaginalkonen bekommen und für die Physio. In 4 Wochen folgt bei ihr eine Kontrolle. Sie meinte, wenn ich gut bin, habe ich es vor Ende der Stillzeit im Griff und danach wird das Gewebe nochmals besser. Nun soll ich mich schonen, das Reiten erstmal lassen (mein armes Pferd), nicht schwer heben und mit den Konen den Beckenboden trainieren.
        Das beruhigt mich erstmal.

        Zum anderen ärgere ich mich über mich selbst, weil ich selbst daran Schuld habe. Da hätte eine Aufklärung im Vorfeld, was eine Belastung über das Wochenbett hinaus für folgen haben kann gut getan. Auch meine Hebamme hat zum Thema Rückbildungsübungen kein Wort verloren. Wäre sicher gut gewesen schon mit einigen Übungen zu beginnen.

        Und doch bin ich erstaunt, das es mich so getroffen hat, wo ich doch gerade durch das professionelle jahrelange Reiten einen super Beckenboden hatte. Da hätte ich im Leben nicht gedacht, das es mich trifft. Nach einer Bilderbuch Schwangerschaft (ich hatte keine Begleiterscheinungen, nur der Bauch wurde eben immer größer), einer anstrengenden, dennoch tollen Geburt, einer schnellen Genesung, mit schneller Rückkehr zur normalen Figur (ohne irgendwie auf die Ernährung zu achten), nun das.

        Es ist mir eine Lehre und sollte ich nochmal ein Kind bekommen (ich würde gerne, auch wenn andere wegen des Alters sicher mit den Augen rollen), dann bin ich schlauer.

        Und ich schicke hiermit eine Wahrnung an alle zukünftigen Neumamis raus.

        Passt auf euch und euren Körper auf und übernehmt euch nicht, auch wenn ihr euch noch so fit fühlt!!!!!

        Gruß Maria

        • Hallo Maria,

          das ist nicht nur die Belastung im Wochenbett....du hast da noch ganz andere Risikofaktoren mitgebracht:

          Dein Alter: Das Bindegewebe ist dann nicht mehr so straff
          eine lange Austreibungsphase
          Saugglocke
          Scheidenriss.
          schweres Kind

          mir ging es leider genau so:
          ich bin 40, hatte eine lange Austreibungsphase (2.5 Stunden, wo ich auch noch pressen musste), 4.4 kg Baby mit großem KU.

          mich selber hat es auch mächtig erwischt, auch die Blase, dazu aber noch Gebärmutter und Enddarm :(

          Leider steigt das Risiko mit großem Kind und älterer Mutter, so einen Schaden zu nehmen. Dazu kommen Vakuum oder Zange mit extra Risiko nur: das sagt einem keiner. :(

          die Hebammen bei mir waren übrigens auch grottig. Hab der noch im Krankenhaus gesagt dass ich mich fühle als würde gleich mein ganzer Körperinhalt unten rausfallen....die Antwort war: hm, sowas.
          Anstatt mal aufs Wochenbett hinzuweisen, Beckenboden, Schonung. :(

          FAlls du nochmal ein Kind bekommst, überlege dir bitte einen Kaiserschnitt. Da wird zwar auch gerne gesagt, Beboschäden entstehen nur in der Schwangerschaft und die Geburt trägt nix dazu bei, das stimmt aber nicht.

          Hauptauslöser für solche Sachen sind die vaginale Geburt.

          Drücke dir (uns!) die Daumen dass es wengstens besser wird. Dass es ganz weggeht, daran glaub ich nicht so ganz :(

          • Hallo!

            Wie lange ist es denn bei dir her??
            Ich turne jetzt täglich nach der DVD mein starker Beckenboden, mache einen Rückbildungskurs, geh zur Physiotherapie und übe mit Vaginalkonen und nehme Sepia. Da ich noch voll stille, sind da eben noch zusätzlich die Weichmacher.
            8 Wochen nach der Entbindung war ja alles ok. Riss verheilt, kein Druckgefühl oder Fremdkörpergefühl, das ging erst später los, an einem WE ganz plötzlich.
            Da ich weder übergewichtig bin und sehr sehr sportlich (war Profireiterin Dressur/Springen) kann ich es erst recht nicht so ganz verstehen, warum es nun so kam.

            Jetzt komme ich mir allerdings wie behindert vor und es nervt. Das die Senkung der Gebärmutter nicht wieder komplett zurück geht, ist mir klar. Aber ich hoffe doch, das es soweit geht, das dieses Fremdkörpergefühl zurück geht. Zum Glück bin ich nicht mehr undicht, das habe ich schon geschafft.
            Habe in einem anderen Forum einen Bericht einer Frau gelesen, der es sehr ähnlich ging, der mir echt Hoffnung gemacht hat.
            LG Maria

            • Hi!

              Als ich habe auch im April entbunden, und die Senkung habe ich so ca. 6/7 Wochen später gemerkt :(

              ich bin eigentlch genau so wie du: total sportlich, immer ewig mit meinen Hunden draussen etc.

              Allerdings hat mich schon die Geburt umgeworfen, ich vermute ich hab einen total Beckenbodenschaden, evtl sogar Muskelabriss :( (levator ani).

              Ich hatte auch alle Risikofaktoren, zu alt, Kind viel zu groß, lange Austreibungsphase, und dazu noch eine bekloppte Hebamme die mich hat pressen lassen wie blöd.

              Ich hab da schon gemerkt: da ist was kaputt gegangen.

              Ich lag dann 4 wochen lang flach, null Kraft, bin gelaufen wie eine alte Frau, und jetzt drei Monate später schaff ich grad mal 2 km zu laufen. :(

              ich hab mir auch ein paar DVDs geholt, Rückbildung mache ich nicht (weil ich keine Lust habe noch irgendeine Hebamme zu sehen).
              aber mein Körper ist schon wieder da wo wo er vorher war, bin also wieder schlank, nur die Mitte ist halb....kaputt :(

              ist bei dir denn auch die Blase betroffen?

              DAss man vorher fit war, das macht nix. bei dir wurde auch Vakuum genutzt, da kommen dann nochmal ganz besondere Kräfte dazu.

              Entweder ist dann das Scheidengewebe total überdehnt, oder wie gesagt es kann ein Muskelabriss sein, was ich bei dira ber nicht glaube, da du ja geschrieben hast dir ging es danach gut. Ich kenne Leute mit Abriss, die haben wochenlang gekämpft, um überhaupt ein paar Meter gehen zu können :(

              ich mache noch Elektrotherapie (aber nicht regelmäßig, weil wenn man schon down ist und sich dann die Eletkroden da unten reinstecken muss, dann ist das nicht so besonders aufbauend), ich lieg viel auf der Couch um, und mach so 30 min bebo gymnastik am tag, eigentlich nur so anspannen/ loslassen. Ich versuche mich sehr bebofreundlich zu bewegen, sprich ich heb nicht schwer, kein hüpfen, rennen etc. Hab da Anst dass die Senkung sich verschlimmert :(

              ich hoffe auch sehr dass sich das bessert., bei mir ist das PRoblem aber leider eher hintenrum :(

              musstest du auch viel pressen währed der GEburt?

              DAs Fremdkörpergefühl ist bei mir ein bisschen besser geworden (ich konnt am Anfang nicht mal auf einem Stuhl sitzen....ich sass da ungelogen auf meinen Innereien :( ) , aber nerven tut es immer noch.
              Hat man dir einen Würfel oder so angeboten?

              Lg anna

              • Hallo!

                Also, ich habe das Ganze vor 5 Wochen bemerkt, innerhalb von einer Woche würde es dann schlimmer. Bei mir ist es wohl ein Trauma. Hervorgerufen wahrscheinlich weil ich vor 5 Wochen was schweres gehoben habe und das ganze natürlich möglich bedingt durch die Geburt.

                Mein Bindegewebe, dachte ich zumindest, muss ganz gut sein, zumindest bin ich während der Schwangerschaft trotz großem Bauch nicht gerissen.
                Also, ich denke mal schon, das die Blase und etwas auch der Darm mitbetroffen sind. Zu Beginn war ich immer etwas undicht. Das wurde aber mit der Zeit besser, bzw. ist es jetzt wieder ok. Vielleicht hat das turnen schon geholfen. Die Beule die bei mir nach außen drückt muss ein Teil der Blase sein. Geh ich pipi machen, ist sie danach kurz weg.
                Ich geh jetzt zur Physio. Und die tut mir echt gut. Sie zeigt bzw. erklärt mir, wie ich die wichtigen Muskeln trainieren kann. Und sie hat mir ostheopathisch geholfen und meine Blase angehoben. Klingt blöd, aber bereits nach der ersten Behandlung guckte so gut wie keine Beule mehr unten raus.

                Ich bin optimistisch, das es wieder soweit in Ordnung kommt, das ich keine Op brauche und wieder eine vernünftige Lebensqualität bekomme, ohne ständig da unten etwas blödes zu fühlen.

                Die Therapeutenliste habe ich auch gefunden, alle die für mich was wären würden eine Stunde (eine Tour) Fahrweg bedeuten. Ich bin mit meiner glücklich, auch wenn sie keine gesonderte Ausbildung für diesen Bereich hat, versteht sie ihr Handwerk.
                Nun heißt es üben und geduldig sein.

                LG Maria

                PS: Ich kann dir nicht genau sagen, ob ich viel pressen musste. War meine erste Geburt. Ich dürfte zumindest ab und an mal die Stellung wechseln. Da der Kleine nachdem die erste Hebamme die Fruchtblase öffnen musste (was ich nicht gemacht hätte, denn wenn Zeit ist, passiert es von selbst), Probleme bekam (Herztöne gingen runter), war es etwas angespannt im Kreissaal. Sie haben auch nochmal Sono gemacht, um sicher zu gehen, das der Kopf nirgends hängt.

                Und ich sollte immer schön entspannt bleiben. Haha

                • hallo maria!

                  das hört sich doch gut an!!
                  meine physio hatte überhaupt keine ahnung was sie mir zeigen sollte, bin dann mit so übungen wie beckenbodenbrücke und sowas rausgekommen, also nix was denk ich mal wirklch hilft.

                  und wenn die dir im kreissaal zur entspannung geraten haben, dann find ich das auch ziemlich gut, bei mir hiess es nur "PRESSEN!!!!", und soweit ich gelesen hab presst man sich dadurch den beckenboden gerne mal kaputt.
                  Das ist dann schon traurig, dass man den leuten vertraut, und die machen dann sowas mit einem :(

                  nicht so ganz fair.
                  aber na ja. passiert ist passiert.

                  ja kann gut sein dass es die blase ist. google mal zystozele. aber ich denke auch dass da gute chancen bestehen dass sich alles wieder hochzieht. und wenn du es noch ein wenig merken solltest, kannst du dir ja von deiner FA einen Würfel geben lassen oder einen Schwamm kaufen.

                  drück dir auf alle fälle die daumen, dass das wieder hinhaut! denn ja, dieses gefühl da ständig ist sowas von nervig, echt übel :( aber das soll man wohl mit einem würfel auch ganz gut wegkriegen.

                  lg anna

            http://www.ag-ggup.de/therapeutenliste/therapeutenliste-beckenboden/?choice_filter=2&land_filter=..&plz_filter=&ort_filter=alle&plz2_filter=&stadt_filter=

            • (14) 28.08.17 - 02:06

              Hallo,
              mir geht es ähnlich wie Euch. In der Schwangerschaft hatte ich keinerlei Probleme, alles war super, auch keine häufigen Toilettengänge.
              Ich wurde eingeleitet, obwohl das Kind nicht richtig im Becken war. In der Austreibungsphase war die ersten 1,5h keiner da und die Wehen weg, sodass gar nichts passierte. Die Anweisung war, dass ich alleine bei jeder dritten Wehe pressen sollte. Es folgten über 100 Sprünge Kristellerhilfe auf meinen Bauch, also 3x pro Wehe, während ich angefeuert wurde, "Feeeeeesssster, feeeeeester, feeeeester pressen, das ist nicht genug!" Das Ganze lief dann 2,5h und endete mit einer Zange.

              Genau wie hier schon geschrieben, dachte ich, dass die Geburtshilfe einem hilft, das Kind zur Welt zu bringen. Pustekuchen, keine Hilfe, sondern der Beckenboden ist hin. Das Baby sah aus wie verprügelt, das Köpfchen einschließlich Gesicht knallrot als ob es 100 Schläge abbekommen hat. Ich könnte heute noch heulen, wenn ich Fotos anschaue.
              Mein Kind war von den Daten her voll im Durchschnitt. Daran liegt es nicht, dass der BB hin ist.
              Ergebnis ist, dass ich 12 Monate nach der Geburt den Beckenboden immer noch nicht anspannen kann und nichts davon merke. Der Beckenboden ist abgerissen und die Scheide ist auch abgerissen. Senkungen sind da. Elektrotherapie hat bei mir nichts gebracht. Ehrlich gesagt, ich war bei so vielen Ärzten, ich weiß nun auch nicht, was ich noch tun soll. Beckenbodengymnastik: Da wurden mir keinerlei gute Übungen gezeigt, die mir helfen, da ich den BB ja gar nicht mehr merke.

              Andererseits will ich Euch die Hoffnung auf Besserung nicht nehmen. Ich glaube, wenn es "nur" ein schwacher BB ist oder ein Teilabriss, dann kann man das mit gutem Training hinbekommen.

Top Diskussionen anzeigen