Geplanter Kaiserschnitt nach Sterngucker und Schulterdystokie?

    • (1) 13.02.18 - 13:27

      Hallo zusammen,

      ich bin 29 Jahre alt und habe 2014 und 2016 meine zwei Kinder spontan und auf natürlichem Weg entbunden. Das Erste war ein Sterngucker (3800 g, 52 cm, KU 36, 5 Tage vor ET) mit 3 stündiger AP und suspektem CTG. Bei der zweiten Geburt (4000 g, 51 cm, KU 37, am ET) trat eine Schulterdystokie auf. Beide Kinder hatten apgar 10 und keinerlei Spätfolgen. Beide Geburten waren ohne Einleitung, ohne pda und ohne Saugglocke o.ä.. Geburtsverletzungen hatte ich nur beim Sterngucker, bei der Schulterdystokie gab es keine Verletzungen.
      Ich selbst bin gesund, 172 cm, 64 kg, keine Diabetes oder sonstiges, also liegen von "Grund auf" keine Risikofaktoren vor.
      Nun bin ich mit dem dritten Kind schwanger und die Ärzte legen mir einen geplanten Kaiserschnitt ans Herz... Ich wiederum möchte eigentlich viel lieber erneut spontan und auf natürlichem Wege entbinden, da ich beide Geburten zwar als schwer, aber nicht als extrem schmerzhaft oder schlimm empfand. Auf der anderen Seite habe ich natürlich Bedenken, dass bei der Vorgeschichte erneut Komplikationen auftreten könnten, die das Kind oder auch mich in eine gefährliche Situation bringen. Zudem bereiten mir die möglichen Folgen einer erneuten Schulterdystokie ziemliche Sorgen. Des Weiteren befürchte ich, mit mehr Angst in die Geburt zu gehen. Gerne würde ich nun Ihren unabhängigen Rat hören, ob Sie eine spontane Geburt ebenfalls als riskant einstufen und einen geplanten Kaiserschnitt empfehlen würden?

      Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße


      Eleonora

      • Hallo Eleonora,

        diese Frage ist sehr schwer zu beantworten. Jede Geburt ist anders. Eine Schulterdystokie ist abhängig vom Gewicht des Kindes, der Geschwindigkeit der Geburt und auch Lage der Frau. Außerdem spielt auch das Verhalten des Personals eine Rolle, frühzeitiges Pressen zB begünstigt es.
        Die Frage die man sich stellen muss, war es eine richtige Schulterdystokie? Also mehrere Minuten zwischen Kopf und Körper, welche Maßnahmen mussten ergriffen werden. Oder war es eine erschwerte Schulterentwicklung, weil das Kind sich erst zurechtruckeln musste, also einmal den McRoberts Manöver (Beine hoch und runter bei dir).
        Ich denke du solltest nach deinem Gefühl gehen und mit einer Hebamme vor Ort besprechen, mit deinem alten Geburtsbericht.

        Grüße
        Hebamme Sarah

        • Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung.
          Die Geburt verlief schneller als die Erste, aber Presswehen gingen trotzdem über 30 Minuten (zwischen Muttermund 4 cm und Geburt lagen 6,5 Stunden, beim Sterngucker von 8 cm bis Geburt über 10 Stunden). Das Problem war, welches bei beiden Kindern vorkam, dass sie immer wieder hochrutschten, wie die Hebammen und Ärzte sagten. Ich habe im Liegen entbunden. Es wurde auch das mc Roberts Manöver angewendet und die Schulter konnte so gelöst werden. Die Schulterdystokie wurde im Mutterpass und im u Heft eingetragen, von daher gehe ich davon aus, dass es sich auch eine solche handelt? Ich habe nun die Geburtsberichte angefordert und werde diese mit meiner Hebamme und gebenenfalls einer weiteren Klinik mal besprechen. Es wäre sehr schön, wenn ich auch das dritte Kind auf natürlichem Wege zur Welt bringen darf.

          Vielen Dank nochmal für Ihre Hilfe

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