Angst vor Hebammen wegen KS

    • (1) 10.03.18 - 13:42
      Inaktiv

      Guten Tag,

      ich hatte gestern ein Aufklärungsgespräch im KH mit Narkosearzt, Gynäkologe, Schwestern und einer Hebamme.

      Ich habe bei meinem Haus-Gyn schon ein Jahr vor der Schwangerschaft angemeldet, dass für mich nur ein KS in Frage kommt, andernfalls würde ich auf Kinder verzichten.

      Hintergrund in Kurzfassung:

      Ritueller/sexueller Missbrauch und Misshandlungen während meiner ganzen Kindheit und Jugend, entsprechende Traumata und psychische Erkrankungen und das Wissen, wie stark Schmerzen (da unten) sein können.

      Mein Haus-Gyn, der Chefarzt-Gyn vom KH, der Gyn, der mich aufgeklärt hat, der Gyn, der voraussichtlich die OP macht, die Schwestern sowie der Narkosearzt haben darüber nicht im Ansatz diskutieren wollen.

      Ich habe ein Attest meiner Psychiaterin und Psychologin als "Beweis" beigefügt, dazu sämtliche Unterlagen, die ich habe incl. Schwerbehindertenausweis und und und. Ich bekomme EU-Rente bzw. Pension in ausreichender Höhe und teilte dem Chef-Arzt auch mit, dass ich die Kosten selbst übernehmen würde, sollte die KK nicht zahlen, ist aber scheinbar kein Problem.

      Zum Schluss sollte ich noch kurz ein CTG schreiben lassen und die Hebamme war furchtbar.

      Erstens bestimmt 10 Jahre jünger als ich und duzt mich - ich bin zwar psychisch krank (multiple Persönlichkeit und ein junger Persönlichkeitsanteil war wohl in dem Moment vorhanden), aber trotzdem habe ich ein Recht auf Respekt, von Mensch zu Mensch.

      Dann die Frage "Warum bekommen Sie einen Kaiserschnitt?" und ich antwortete dann auch kurz und knapp: Weil ich als Kind missbraucht wurde und da unten keine Schmerzen haben will.

      Dann kam von ihr: "Ja aber, bei einem KS ruckelt es auch..."

      Ich habe ihr dann geantwortet, dass ich eine Vollnarkose bekomme und dies ja auch in der Akte stünde.

      Dann wollte sie mir erklären, dass manche Frauen den KS bedauern und sie bat meinen Ehemann dann heraus und als sie wieder reinkam meinte sie zu mir, sie sei nicht mein Feind und alles sei ok.

      Dummerweise bin ich aber nun einmal psychisch krank, auch wenn ich nichts dafür kann.

      Ich hatte bis zu diesem Gespräch keinerlei Angst vor der OP, alle sind auf mich eingegangen, ich meine nicht diese Mitleidsschiene, sondern sie haben mich einfach als Mensch mit einem Problem behandelt, der furchtbares erlebt hat und deswegen nun einmal etwas anders ist.

      Und jetzt habe ich wahnsinnige Angst vor der Zeit NACH der OP.

      Ich werde auch nicht stillen und ich habe Angst, dass man mir im Halbschlaf das Kind einfach anlegt. Oder dass man mich wie ein Mensch 2ter Klasse behandelt.

      Warum kann diese (tschuldigung) blöde Kuh nicht 1 und 1 zusammenzählen, wenn ein Missbrauchsopfer eine vaginale Geburt nicht leisten kann? Muss man dieses Opfer von sexueller Gewalt dann noch unter Druck setzen? Was interessiert mich Geruckel am Bauch, wenn ich dadurch eine Retraumatisierung vermeiden kann bzw. vermutlich hochgradig Suizidgefährdet wäre nach erneuter vaginaler Gewalt (wovon der Schmerz zugefügt wird, ist ja erstmal unerheblich).

      Was kann ich machen, außer mich einen Tag nach KS entlassen zu lassen? Hebammen verweigern?

      Freundliche Grüße

      Heller Schein

      • Hallo,

        Deine Geschichte zur mir sehr leid. Ich kann da jetzt nichts vorsätzlich boshaftes von der Hebamme rauslesen. Sie war vielleicht etwas "trampelig", aber nicht vorsätzlich böse. Evtl. war sie auch nicht vorbereitet (ich weiß nicht, ob die Hebammen vorher immer die ganze Akte vorher lesen).

        Du hast ganz klar gesagt, was Du möchtest und was nicht. Du kannst das auch nochmal auf einen Zettel schreiben und den mitnehmen zur Entbindung. Keiner wird Dir im Halbschlaf das Kind anlegen wollen, es gibt ja auch ganz viele gesunde Frauen, die nicht stillen wollen.

        Alles Gute für Dich!

        Ich kann deine ängste wohl verstehen. Aber du bist ja jetzt irgendwie auch schwanger geworden? Vielleicht hilft es dir, dass du da nicht retraumatisiert wurdest. Ich denke vor dem 1. Sex hattest du ja bestimmt auch angst und es war dann vielleicht doch nicht so schlimm wie du dachtest. Kann bei der geburt jetzt ja auch der fall sein. Klar dwn sex kann man kontrollieren und eine geburt nicht...aber sex würde mich wohl mehr an den missbrauch erinnern als eine geburt. Aber wenn du wirklich so große bedenken hast, dann zieh es einfach durch.der arzt will es machen und da hat die hebamme nichts zu sagen. Ich denke nicht, dass sie dich damit verletzten wollte. Außerdem gibt es ja auch frauen die normal gebären könnten aber trotzdem nen KS machen. Es ist deine entscheidung und mach das wobei du dich besser fühlst

          • Was wolltr sie nicht?

            • Dass ihr jemand erklärt, dass das alles schon nicht so schlimm ist.

              Für die TE IST es schlimm, und ja, die Angst davor kann schlimmer sein, als die Geburt evtl. wäre. Natürlich ist sie schwanger geworden - jemandem mit diesem Hintergrund jedoch zu sagen "och komm, hast ja auch kein Trauma vom schwanger werden bekommen, vielleicht (! das widerum kann sie ja nicht einfach mal ausprobieren)" finde ich menschlich ziemlich fragwürdig.

              • Ja das war ja auch nicht böse gemeint..und ich hab ja auch geschrieben, dass man sex kontrollieren kann und ne geburt nicht. Und dass sie im endeffekt selber entscheiden muss. Sollte jetzt kein angriff sein. Aber für nicht betroffene ist es schwerer zu verstehen.

                • (8) 10.03.18 - 14:42

                  Nicht dass es dich etwas anginge, aber ich lebe komplett asexuell (trotz glücklicher Ehe) und mein Kind wurde gezeugt, indem mein Mann in eine 20 ml Spritze ejakulierte und ich mir diese einführte.

        Bei einer Geburt werden im Vaginalbereich teilweise noch andere Dinge nötig, als nur "Baby rausschieben". Wäre es nur das, dann wäre es für manche missbrauchte Frauen nicht so schlimm.
        Aber ein Arzt muss eben z.B. auch Schneiden, ggf. mit Instrumenten den Geburtsvorgang fortführen und nähen. Das retraumatisiert natürlich im schlimmsten Fall!

        Das mit freiwilligem Sex zu vergleichen halte ich für sehr gewagt.

      (13) 10.03.18 - 14:22

      "aber sex würde mich wohl mehr an den missbrauch erinnern als eine geburt"

      Soso. Selbst Missbrauchsopfer? Nein?

      Warum erdreistest du dich dann, der TE solche geschmacklosen und übergriffigen Dinge zu schreiben?!

      • Wer lesen kann ist klar im vorteil. Hab geschrieben dass man das manchmal nicht nachvollziehen kann wenn man nicht selber betroffen ist.

        • (15) 10.03.18 - 14:38

          Warum schreibt man dann überhaupt so einen Quatsch auf die Gefahr hin, ein Opfer mit seinem Gerede noch mehr zu drangsalieren und zu quälen, wenn man doch schon weiß (!) "dass man das manchmal nicht nachvollziehen kann wenn man nicht selber betroffen ist".

          Dann lass es doch einfach!

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