Apgar 4/7/10

    • (1) 02.10.18 - 20:11

      Hallo liebe Sarah,

      unser Sohn ist jetzt 10 Monate. Bis auf das Einschlafen, finde ich läuft es ganz gut. Das Einschlafen ist sowohl tagsüber als auch Abend sehr schwierig, er schläft nachts noch bei uns und kommt recht häufig zum trinken was für mich ok ist (ich stille ihn nachts und morgens noch).

      Leider muss ich immer wieder an die Geburt denken und bin sehr traurig, dass unser Schatz so einen schweren Start hatte. Es zerreißt mir das Herz, wenn ich daran denke das er einen Apgar-Wert von 4 hatte. Er lag in BEL und ziemlich kompliziert, der Kaiserschnitt war schlimm, auch für mich, aber der Arzt sagte es sei die richtige Entscheidung gewesen. Nun weiß ich nicht, ob ich mir Hilfe holen sollte, weil ich immer wieder so traurig bin und daran denken muss. Es geht mir nicht um mich, nur um den Kleinen. Ich habe Angst, dass er meine Traurigkeit spürt und darunter leidet. Er hatte zudem einen Schiefhals, ich habe mir Anfangs sehr große Sorgen gemacht und wir haben schon mit Physio begonnen als er 3 Wochen alt war. Entschuldige bitte den langen Text :-( Was ich eigentlich fragen wollte: Meinst du, dass er noch etwas in sich trägt wegen dem schweren Start? Eine Art Angst? Wie kann ich ihm helfen? Ich möchte das so gerne „wieder gut machen“. Meinst du ich brauche psychologische Hilfe? Ich möchte nicht mehr weinen müssen, wenn ich daran denke. Heilt die Zeit die Wunden?

      Danke für deine Meinung, das ist mir sehr wichtig. Liebe Grüße

      • Hallo goldfisch82,

        ich möchte dir erstmal sagen, dass du nicht alleine bist. Leider erleben viele Frauen traumatische Geburten. Nur weil es medizinisch die richtige Entscheidung war, kann es trotzdem für dich ganz schrecklich gewesen sein. Leider wächst über so etwas nicht einfach Gras und verschwindet von selbst, du solltest dir Hilfe suchen, damit du das Geschehene aktiv verarbeiten und loslassen kannst.
        Die gute Nachricht ist, dass der ApgarWert erstmal nur eine Zustandsdiagnostik ist, dein Sogn war sicher sehr überrascht, geboren zu werden und wahrscheinlich auch gestresst, aber nach 10min war sein gesamter Körper über den „Schock“ hinweg und außer den Schiefhals gab es sicher keine bleibenden Schäden. Dein Sohn hat sich sicher besser von den Geburtstrauma erholt als du.

        Alles Gute
        Hebamme Sarah

        • Vielen Dank für die Antwort. Darf ich noch etwas fragen? War er mit dem Wert von 4 aktut lebensgefährdet? Die Quellen im Inernet sagen das so. Er musste aber nicht auf Intensiv und wurde auch nicht überwacht, er hat nur kurz Sauerstoff bekommen. Hätte er mit dem Wert nicht überwacht werden müssen?

          Danke.

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