Kaiserschnitt in 26 Tagen oder lieber Einleitung...

    • (1) 18.10.18 - 11:35
      Pippi-Langstrumpf123

      Liebe Hebamme Sarah,
      ich befinde mich jetzt in der 36. SSW mit unserem zweiten Sohn, der am 13.11. bei 38+5 per geplantem KS auf die Welt kommen soll. Momentan bin ich, was das betrifft, jedoch ziemlich unschlüssig, nachdem mich die Oberärztin in der Geburtsklinik hartnäckig von einer natürlichen Geburt überzeugen wollte, weil es ihrer Meinung nach keine medizinische Indikation für einen KS gäbe.
      Dazu kurz die Vorgeschichte: unser erster Sohn kam 2015 auf natürlichem Weg zur Welt mit 37cm Kopfumfang und über 4kg schwer. Die Geburt war für mich alles andere als ein positives Erlebnis. Zwischendurch war es aufgrund eines Geburtsstillstands sehr hektisch und letztendlich wurde er per Saugglocke geholt. Ich habe einen Dammriss 3. Grades sowie einen Scheidenriss davongetragen und konnte daher mehrere Wochen nicht sitzen. Kurz nach der Geburt hatte ich dann einen Bandscheibenvorfall (mein zweiter), der laut Orthopäde vermutlich durch den unglücklichen Geburtsverlauf begünstigt wurde und an dem ich über 2 Jahre herumgedoktert habe mit sämtlichen Therapiemaßnahmen (jedoch keine OP). Besonders in den ersten Monaten konnte ich mich schlecht um unseren Sohn kümmern, da ich zum Teil nicht aus dem Bett hoch kam geschweige denn ein Baby irgendwie heben konnte. Das Ganze hat mich damals sehr mitgenommen und auch psychisch war ich schwer angeschlagen. Ursprünglich wollte ich schon damals einen Kaiserschnitt haben, da ich einfach Angst um meinen Rücken hatte, habe mich aber von allen Seiten „bequatschen“ lassen, dass ich unbedingt eine natürliche Geburt probieren soll und dieses im Nachhinein sehr bereut, da es für mich schlichtweg kein schönes Erlebnis war mit langen Folgen für meine Gesundheit. Also stand für mich immer fest, dass ein zweites Kind nur per Kaiserschnitt zur Welt kommen kann.
      Unser zweiter Sohn ist nach bisher allen Untersuchungen noch größer als sein Bruder (drei Ärzte haben unabhängig voneinander in der 34. SSW einen Kopfumfang von 35cm geschallt sowie bereits 3500 Gramm). Durch die Vorgeschichte (langwierige Geburtsverletzungen bei der Geburt des ersten Kindes, Bandscheibenvorfall, Blasensenkung, zu erwartende Größe des zweiten Kindes) sind meine behandelnde Gynäkologin und auch die Hebamme auch damit einverstanden, dass es dieses Mal ein Kaiserschnitt wird, auch wenn sie grundsätzlich immer für eine natürliche Geburt plädieren. Letztendlich befürchten sie aber, dass ich bereits so ängstlich einer natürlichen Geburt gegenüber stehen würde, dass ich mich darauf ohnehin nicht werde einlassen können und es dann möglicherweise zu Komplikationen kommt, die einen Not-KS erfordern, was für mich der absolute Supergau wäre. Nachdem ich jetzt das Gespräch zur Geburtsplanung hinter mir habe, komme ich nun wieder ins Grübeln, da ich wirklich sehr großen Respekt vor einem Kaiserschnitt und vor allem vor den Schmerzen danach habe. Die Oberärztin im Geburtskrankenhaus sagte zwar zum Schluss, dass sie bei den Maßen des Kindes verstehen würde, dass ich nicht mehr natürlich gebären will nach meinen Erfahrungen, aber sie trotzdem dann eher eine frühere Einleitung vor ET bevorzugen würde als einen KS. Mir ist völlig klar, dass ein Kaiserschnitt eine große Bauchoperation ist und ich bin ja wie bereits geschrieben auch absolut nicht wild drauf, aber das Kind muss ja nun mal irgendwie raus und ich weiß inzwischen einfach absolut nicht mehr, was jetzt die richtige Entscheidung ist. Momentan habe ich auch kein Bauchgefühl, weil ich beide Vorstellungen furchtbar finde und vor beiden Varianten wirklich Angst habe. Was kann ich bloß tun? Woher weiß ich, was das Richtige für mich und das Baby ist?

      • Hallo Pippi-Langstrumpf123,

        ich finde es immer wieder schade, dass zum Schluss ein „neuer“ Arzt alles was eigentlich besprochen wurde, unbedacht umstößt.
        Das du deine erste Geburtund die Zeit im Gesamtbild als traumatisch empfindest, kann ich gut verstehen. Du hast bereut dich bequatschen zu lassen und warst klar in der Entscheidung eines Kaiserschnitts.
        Dein Arzt und deine Hebamme, die die dich kennen, tragen diese Entscheidung mit dir zusammen.
        Eine vorzeitige Einleitung hat statistisch gesehen auch die häufige Konsequenz eines Kaiserschnitts, weil das Kind noch nicht bereit ist.
        Es tut mir leid, beide Optionen sind nicht optimal, ich kann dich nur darin bestärken, deine eigene Wahl zu treffen und dich nicht drängen zu lassen.

        Alles gute
        Hebamme Sarah

        • (3) 20.10.18 - 10:57
          Pippi-Langstrumpf123

          Vielen Dank für die Beantwortung, auch wenn sie mir bei der Entscheidung nicht unbedingt weiterhilft. Wenn ich schlafe, träume ich direkt wieder von der Geburt und wache jetzt jeden Morgen völlig fertig auf, weil ich nicht weiß, was die bessere Entscheidung wäre. Ich hoffe, dass mein nächster Arzttermin Anfang November mir den richtigen Weg aufzeigt und ich dann klarer denken kann.

      (4) 04.11.18 - 20:33

      Hallo!
      Ich kann deine zweifel sehr gut nachvollziehen, bei mir lief es ähnlich!

      Die 1. Geburt einfach nur Horror, jetzt bekomme ich in ein paar Tagen den grwünschten Kaiserschnitt.
      Ich habe viek darüber nachgedacht, mich belesen, mit anderen Müttern darüber ausgetauscht.

      Ein KS ist natürlich eine OP, aber mittlerweile eine Routine OP und die Heilung verläuft meist schnell und gut, stehe zeitig wieder auf, lass dir Schmerzmittel geben und laufe umher. Es gibt Frauen die verlassen nach 3 Tagen das KH weil es ihnen schon so gut geht.

      Ich freu mich jetzt auf mein Baby, dass ich es in ein paar Tagen im Arm halten kann.

      Sei positiv dem ganzen eingestellt!

      Alles liebe für die Zukunft!

      • (5) 05.11.18 - 11:26
        pippi-langstrunpf123

        Danke dir! Ich habe den Termin zum KS jetzt in 8 Tagen. Heute ist mein letzter Vorsorgetermin bei meiner Gynäkologin. Ich bin momentan einfach nur gerädert, weil ich jetzt seit Anfang Oktober (da bekam ich die Grippeimpfung) eine dicke Erkältung Mist mir rum schleppe und die wird trotz Antibiotikum einfach nicht wesentlich besser. Zu allem Übel ist unser Dreijähriger seit gestern auch noch krank mit Fieber, Schnupfen, Husten und natürlich total anhänglich. Jetzt habe ich natürlich direkt Panik, dass es bei mir noch wieder schlimmer wird. Das hätte ich mir kurz vor der Geburt wirklich anders gewünscht, aber ansonsten bin ich inzwischen ganz positiv gestimmt und sehr gespannt auf den kleinen Krümel! Dir auch alles Gute!

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