Stillen reduzieren

Hallo, meine Tochter ist 1,5 Jahre und schon seit sie ein halbes Jahr alt ist untergewichtig. Organische Ursachen wurden ärztlich abgeklärt und war alles in Ordnung. Auch sonst ist sie von ihren Fähigkeiten ziemlich fit. Als Beikost gab's Brei und parallel auch BLW. An dem Essen für die Hand hat sie sehr lange nur rumgelutscht, Brei hat sie auch nur sehr kleine Portionen, max. 100 g, gegessen, manchmal auch nur ein paar Löffel. Ich habe die ganze Zeit weiter voll gestillt. Mittlerweile isst sie meist bei uns mit, Brei bieten wir ihr ab und zu noch an, wenn sie sonst nichts gegessen hat. Das Problem ist, dass sich an den Portionsgrößen immer noch nichts geändert hat. Eigentlich dachte ich, dass nach dem 1. Geburtstag so langsam das Essen mehr wird und das Stillen irgendwann mal weniger. Aber sie isst nur kleine Miniportionen und will immer noch ständig an die Brust. Nachts wird sie ca. 8 mal wach, will immer an die Brust, morgens hängt sie ne Stunde an meiner Brust und würde noch länger, wenn ich sie lassen würde, mittags wird sie müde, will dann kein Mittagessen, sondern Brust. Während ihrem Mittagsschlaf wird sie wach, will Brust, schläft dann weiter. Nach dem Mittagsschlaf will sie natürlich erstmal Brust. Wenn ich sie auf dem Arm habe oder mich mit ihr hinsetzen und ein Buch schauen möchte, hat sie wieder nur Brust im Kopf. Prinzipiell stille ich gerne, aber habe zurzeit das Gefühl, es artet aus. Finde es echt nervig. Und nachts komme ich auch an meine Grenzen, da ich seit einem Jahr jede Nacht fast stündlich wach bin. Was würden sie mir empfehlen? Noch eine Weile durchhalten? Stillen reduzieren oder abstillen? Wenn ja, eher erst tagsüber oder nachts? Wenn es nach mir ginge würde ich gerne bis zum 2. Geburtstag noch stillen, aber 1-2 mal am Tag und nicht so wie jetzt. Viele Grüße

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Hallo giraffe395,

stillst du so häufig, weil in du Angst hast, dass sie sonst nichts isst und abnimmt?
Ich denke die ist alt genug, dass du sie nicht immer an die Brust lässt, wenn sie das will. ZB nur noch zum einschlafen. Das wird natürlich hart und du musst ihren Frust darüber aushalten. Das klappt aber nur, wenn du dir sicher bist und es durchhältst und keine Angst hast, dass sie verhungert. Ich vermute sie wird nach ein paar Tagen mehr vom Tisch essen.

Grüße
Hebamme Sarah

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Danke für die schnelle Antwort. Also, ich hab eigentlich immer nach Bedarf gestillt und wegen ihres Untergewichts war ich natürlich auch froh über jede Kalorienaufnahme. Wobei sie auch bestimmt nicht die ganze Zeit nur getrunken hat. Wenn ich das Stillen nun reduziere bis auf das vor dem Schlafen, wie soll ich denn da am besten vorgehen? Liebe Grüße! "

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Tatsächlich ganz unkompliziert, nämlich ihr die Brust verweigern, mit kurzer Erklärung, sie mit Körperkontakt trösten und ggf. auch Schnuller/ trinken anbieten. Es ist schwer konsequent zu bleiben, da die Kinder häufig wirklich verzweifelt sind. Daher musst du sicher in deiner Entscheidung sein., denn wenn du immer wieder abbrichst, machst du es euch beiden schwer, sie orientiert sich an deiner Sicherheit.