Wehen auf dem CTG?

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Liebe Jana,

ich bin aktuell bei SSW 29+4, bei mir wurde in der 25. SSW ein verkürzter GMH festgestellt von 2,4 cm, vorher hatte ich eine Länge von 4-5 cm. Dieser wurde wohl durch stressbedingt vorzeitige Wehen ausgelöst, wie beim stationären Krankenhausaufenthalt festgestellt wurde. Mittlerweile habe ich ein Beschäftigungsverbot erhalten und soll mich schonen.

Zurzeit nehme ich täglich 600 mg Magnesium, 3x 2 Messerspitzen Bryophyllum und 2x am Tag je 200mg Utrogest als vaginale Kapsel, 1x die Woche Kontrolle bei FÄ.

Der gestrige Vorsorgetermin wurde von einer Vertretungsärztin durchgeführt. Sie nannte mir eine Zervixlänge von 2,5 cm, bei Valsalva/Pressen 2,3 cm. Sie sagte, dass bei mir ja bereits im Krankenhaus vor einem Monat 2,4 cm Zervixlänge festgestellt wurden und der Wert somit an sich ja stabil geblieben sei. Bei den wöchentlichen Untersuchungen variierte die GMH-Länge ansonsten immer zwischen 2,5 -3,2 cm.

Beunruhigend fand ich schlussendlich das CTG, welches wohl laut der Vertretungs-FÄ Wehen aufgezeichnet hat, welche ich nicht gespürt bzw. eher als Übungswehen aufgenommen habe, da ich es kenne, dass der Bauch hin und wieder hart wird. Dazu muss ich anmerken, dass der Kleine mehrfach gegen den CTG-Knopf getreten hat und generell während des CTGs aktiv war und ich danach/währenddessen den Ausriss in der Kurve gesehen habe. Ich merke grundsätzlich über den Tag verteilt öfter einen verhärteten Bauch, vor allem, wenn das Gedankenkarussell rund um die GMH-Verkürzung einsetzt.

Vor zwei bis drei Wochen wurde im Krankenhaus zur Kontrolle ebenfalls ein CTG durchgeführt und nichts von Wehen gesagt. Zudem sagte die FÄ gestern, dass der äußere Muttermund relativ tief in die Scheide ragt, das könnte aber wohl an einer Bindegewebsschwäche liegen. Utrogest soll ich nach wie vor 1x am Tag nehmen, bisher habe ich es 2x am Tag genommen und weiß nun nicht, ob es Auswirkungen haben wird, wenn ich es nur noch 1x am Tag einnehme?

Was sagst Du zu den CTGs und laut Frauenärztin "angeblichen Wehen", der Utrogestreduzierung und dem tiefliegenden Muttermund?
Kann es denn sein, dass die starken Kindsbewegungen die Gebärmutter reizen, dass der Bauch davon mehrmals hintereinander hart wird? Ich merke zudem schon seit vielen Wochen, dass der Bauch nach dem Bücken oder eine Weile Stehen hart wird, das soll wohl normal sein?

Das obere CTG im eingefügten Bild ist von der Krankenhausuntersuchung von vor 2-3 Wochen, das untere von der gestrigen Untersuchung. Ich meine auch, dass das CTG im Krankenhaus anders eingestellt war als das bei der FÄ.

Entschuldige den langen Text, viele Grüße!

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Liebe lina2017,
Für mich klingt die Situation gerade nicht bedrohlich. Der Gebärmutterhals ist stabil, klassische Wehen kann ich in dem CTG nicht sehen, deinem Kind scheint es gut zu gehen und dass die Gebärmutter sich ab und zu bei Bewegung zusammen zieht ist auch normal und wichtig für das Wachstum. Mit dem Befund solltest du natürlich keine Bäume ausreißen aber in Kombination mit der regelmäßigen Kontrolle scheint es gut im Blick zu sein.
Versuch dich zu entspannen und zu genießen, dass der Gebärmutterhals aktuell stabil ist. Meditieren? Akupressurmatte? Lesen? Malen? Du wirst selber am besten wissen, was dir Entspannung bringt und dich vom Gedankenkarussel fern hält.
Alles Gute, Hebamme Jana