Blasenentzündung und Pilzinfektion

Hallo!

Ich bräuchte mal eine Meinung sozusagen. Ich muss leider ein bisschen ausholen.

Ich bin in der 17.SSW und habe einen Uterus Unicornis mit einseitiger Niere. Beides links. Außerdem eine hartnäckige Pilzinfektion seit 2 1/2 Monaten die auf 3 Therapieversuche nicht angeschlagen hat (Canesten Once, Biofanal, Canesten 3-Tage). Die letzte Behandlung ist über 2 Wochen her. Manchmal piekst es in der Scheide. Ansonsten keine Symptome. Ausfluss war die ganze Zeit wässrig-weiß-krümelig und geruchlos. Wegen dem Pilz nehme ich 2x200mg Utrogest seit ca 5 Tagen oral statt vaginal. Bakterien Abstrich heute vor einer Woche war negativ. PH-Wert am Mittwoch war 4,0.

Ich habe seit ca 5 Tagen (Sonntag) Schmerzen im Unterleib beidseitig kurz über dem Schambein/Leistengegend und Flankenschmerzen links. Der Schmerz ist schwer zu beschreiben. Ich würde am ehesten sagen es fühlt sich „wund“ an innen. Außerdem Ziehen im unteren Rücken als ob ich meine Tage bekomme. Das hatte ich die komplette Schwangerschaft lang noch nie.

Am Mittwoch war ich zufällig bei der Hausärztin zur Urin und Blutabgabe weil am Donnerstag eine standardmäßige (Ultraschall) Kontrolle der Niere erfolgen sollte. Leider habe ich die Ärztin nicht gesehen und bin deshalb direkt von dort aus wegen der Unterleibsbeschwerden zum FA gefahren. Auch dort musste ich Urin abgeben. Der stellte eine „deutliche“ Blasenentzündung fest. Obwohl ich keinerlei typische Symptome wie verstärkten Harndrang, Brennen beim Wasserlassen o.ä. hatte. Das Baby war gesund und munter. Der Zervix zwar nur bei 4,1cm aber ja noch im Rahmen. Ich habe Pivmelam für 3 Tage verschrieben bekommen, womit ich sofort am Mittwoch mit 3 Tabletten begonnen habe. Im Anschluss sollte nochmal versucht werden den Pilz zu behandeln. Diesmal mit Kadefungin 3 Tage. Gestern dann bei der Hausärztin meinte die die Urinprobe bei ihnen am Tag zuvor war völlig unauffällig. Wie kann das denn sein? Zwischen den beiden Urinabgaben lag Max 1 Stunde! Außerdem waren die Beschwerden da ja schon 4 Tage lang. Die Niere sieht gut aus, kein Harnstau o.ä. Die Hausärztin meinte die Schmerzen kämen von der Dehnung der Mutterbänder. Eine erneute Urinkontrolle ergab sogar dass „das Antibiotikum anschlägt“. Alles ok. Ich soll’s weiter nehmen.

Gestern und Heute wieder Schmerzen. Plus hellgelblicher Ausfluss. Heute Morgen erneut zum FA und Urinabgabe. Aussage „leider schlägt das Antibiotikum nicht an“. Auf die Frage wie die unterschiedlichen Aussagen von Hausärztin und ihm zustande kämen, kam nur Schulterzucken. Ich soll jetzt das Pivmelam heute zu Ende nehmen und morgen falls es nicht besser ist eine 7-Tage Therapie mit Amoxicillin beginnen. Außerdem sofort anfangen den Pilz zu behandeln.

Ich mache mir a) große Sorgen dass es was Schlimmeres sein könnte was dann auch dem Baby schadet und bin b) sehr verunsichert wegen der unterschiedlichen Aussagen. Kann es noch was anderes sein, und das Antibiotikum schlägt deshalb nicht an? Wie gefährlich ist die Gabe von 2 verschiedenen Antibiotika (wenn auch zugelassen in der SS) nacheinander (sind ja dann insgesamt 10 Tage) für das Baby? Kann ein Pilz den gelblichen Ausfluss und die Schmerzen verursachen?

VG und danke im Voraus

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Liebe erinb,
zu den Untersuchungsergebnissen kann ich natürlich nichts sagen, aber ich wäre vermutlich auch skeptisch an deiner Stelle wenn sie so weit auseinander gehen. Ich versuche zu sortieren: Die Schmerzen über dem Schambein und der auffällige Urinstreifen passen zusammen. Die Schmerzen in der Leistengegend sprechen für die Mutterbänder, die sich dehnen. Wenn ich es richtig verstanden habe ist der Scheidenpilz unumstritten und sicher diagnostiziert. 2 Antibiotika am Stück Schaden dem Kind erstmal nicht und ich denke es ist gut, wenn die Keime in deiner Harnblase eleminiert werden (auch ohne Symptome abgesehen von den Schmerzen). Beim Thema Pilz sollte man unbedingt in Richtung Ernährung mitdenken und du solltest Zucker und Weißmehl vorerst komett weg lassen (füttert den Pilz). Dann gibt es Waschlotionen für den Intimbereich mit Soorbefall, was helfen kann (auch prophylaktisch für die Zukunft) sowie Teebaum-Rosen-Hydrolat zum häufigen aufsprühen (Vulva). Zusätzlich könnte man, sofern etwa 1 Woche nach der letzten Antibiotikagabe trotz Therapie keine Besserung eintritt, über ein Aromatogramm nachdenken, wo im Labor getestet wird, womit der Pilz, der bei dir wütet, in der Pflanzenheilkunde verringert werden kann. Wenn der Soor einmal weg ist, solltest du unbedingt deiner Scheidenflora eine Kur mit Milchsäurebakterien gönnen, damit sie widerstandsfähiger wird. Auch dein Partner sollte gegen Soor am Penis behandelt werden, da er beim Geschlechtsverkehr immer wieder "neue Funken setzen kann".
Alles Gute, Hebamme Jana

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Vielen Dank!