Aprednisolon-Gabe nach Scratching - hinderlich für die Zytokinexpression?

Sehr geehrter Herr Dr Peet, ich habe bereits zwei Kinder, die natürlich, spät und mühelos entstanden sind. Das dritte klappt nicht, so dass wir nach mehreren Fehlgeburten, biochemischen Schwangerschaften, Inseminationen und Medikamenten IVF überlegen, da es ein großer Wunsch von mir ist. Ich bin leider bereits 43 und habe Adenomyose sowie eine Gerinnungsstörung, die auch in der Kiwu-Klinik in Behandlung ist. Bei den letzten Versuchen (auch Inseminationen) bekam ich Aprednisolon 7.5mg ab dem ES. Nun wurde ein Scratching mit Endometriumbiopsie an ZT 11 durchgeführt, in Hinblick auf eine IVF in den nächsten Monaten, wir hatten davor GV, es könnte also theoretisch auch in diesem Zyklus klappen. Ich habe vergessen, die Aprednisolongabe mit der Ärztin durchzubesprechen, habe aber dann gelesen, dass dieses die Zytokinexpression hemmt und die sollen ja entstehen durch das Scratching, wenn ich es richtig verstanden habe (ich vermute, dass durch die Adenomyose v.a. nach meinen 2 Kaiserschnitten die immunologische Lage im Uterus im Ungleichgewicht ist, kann das sein?). Ich habe meiner behandelnden Ärztin dann gestern gemailt, ob Aprednisolon ab sofort hinderlich sei, sie schrieb zurück, nein. Empfahl es aber auch nicht ausdrücklich. Ich bin nun am Schwanken, ob ich es nehmen soll oder nicht? Ich traue mich nicht, ihr nochmal zu mailen, grüble nur herum. Die Chancen für eine bereits erfolgte Befruchtung sind nicht sehr groß in diesem natürlichen Zyklus, aber vorhanden. Reduziere ich die Wirkung des Scratching in Hinblick auf die Einnistung, wenn ich es nehme? Oder soll ich es sicherheitshalber auch in diesem Zyklus nehmen? Haben andere Scratching-Patientinnen, denen Aprednisolon verschrieben wurde, Kortison genommen oder unmittelbar nach diesem Eingriff für einen Monat pausiert?

Bearbeitet von Inaktiv