Herpes(?) und Frühschwangerschaft

    • (1) 18.03.17 - 17:53

      Liebe Frau Kolsch,

      ich bin sehr früh (biochemisch) schwanger (ES+11) und habe eine unangenehme Frage. Ich habe an den Schamlippen eine einzelne Stelle (pickelartig). Sie juckt nicht, aber wenn ich sie berühre oder Urin sie berührt, brennt es stark. Letzte Woche fiel mir auf, dass ich pickelartige Stellen an den Lippen im Gesicht hatte (das waren so kleine "unausdrückbare" Pickelchen, die eher einen ziehenden Schmerz verursachten, wenn man dran rumpulte - ich weiß, soll man nicht #schein).

      Könnte es sich um einen leichten Herpes-Ausbruch handeln und falls ja, kann ich da noch ein paar Tage selbst beobachten oder sollte ich möglichst Montag sofort zum Gyn, um das abzuklären? Ich habe nämlich eigentlich Mo-Mi durch Fortbildungen so gut wie gar keine Zeit irgendwo zum Arzt zu gehen. Die noch so frische Schwangerschaft möchte ich aber auch nicht in Gefahr bringen, besonders, da ich bereits zwei frühe Aborte hatte.

      • Hat sich erledigt.. die Blutungen für meinen dritten Abort haben bereits eingesetzt. Es ist einfach nur ätzend. :-[ (Ich teste so früh, weil wir eigentlich IVF/ICSI-Kandidaten sind und bisher die Überzeugung war, dass ich Probleme habe, schwanger zu werden. Anscheinend habe ich jedoch auch Probleme, sie zu halten. :-()

        Hallo,
        bitte stellen Sie sich zeitnah Ihrem Frauenart vor. Aufgrund Ihrer Schilderungen kann es sich durchaus um einen Herpes handeln.

        In der Schwangerschaft und vor allem während der Geburt kann eine Herpes genitalis-Infektion für das Baby sehr gefährlich werden. Ein hohes Risiko besteht vor allem dann, wenn sich die Schwangere zum ersten Mal mit Herpes genitalis infiziert und noch keine Antikörper gegen den Erreger ausgebildet hat. Bereits vorhandene Antikörper bewirken bis zu drei Monaten nach der Geburt auch eine weitgehende Immunität des Babys gegen Herpes genitalis-Viren.

        Eine Ansteckung des Babys erfolgt vor allem während der Geburt. Sehr selten ist eine Infektion über die Plazenta, die nur dann erfolgen kann, wenn die Infektion der Mutter auf den gesamten Organismus übergreift.

        Allerdings kann ein unbehandelter Genitalherpes durch eine durch die Vagina aufsteigende Infektion auch die Fruchthöhle erreichen. In diesem Fall sowie bei einer Virämie kann es zu vorzeitigen Wehen, Fehlgeburten sowie gesundheitliche Beeinträchtigungen des Kindes kommen. Folgen einer vorgeburtlichen Infektion können beispielsweise Wachstumsstörungen, Gehirnentzündungen oder Störungen der kindlichen Gehirnentwicklung sein.

        Alles Gute!

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