Angedeuteter Notch beidseitig trotz ASS und Heparin

    • (1) 21.03.17 - 22:08

      Guten Abend,

      bei mir ist jetzt rausgekommen, dass bei meinen beiden Arterien zur Gebärmutter ein angedeuteter Notch beidseitig ist...
      Obwohl ich schon seit Anfang der Schwangerschaft ASS100 täglich und Heparin Clexane60 täglich Spritze... ich versteh das nicht.. was soll ich denn noch mehr machen?
      Habe erst in 6 Wochen (jetzt noch 5) den nächsten Termin zum doppler Ultraschall. Ist das nicht zu lang hin? Bei meiner Frauenärztin hab ich auch nur in 4-Wochen-Abständen Termine trotz Risikoschwangerschaft.. habe das Antiphospholipid-AK-Syndrom.
      Trage auch jeden Tag Thrombose Strümpfe plus eben die ganzen Blutverdünner... und trotzdem ist meine Blutversorgung nicht so gut.. :-( hoffentlich wird mein Baby trotzdem ausreichend versorgt.... ich füge die Werte mal bei.

      (A. Uterina links erhöhte Pulsatilität bei rechts lateralisierter Plazenta.)
      Bei der rechten Aterie ist es doch eigentlich noch in der Norm, aber es steht trotzdem "angedeuteter Notch" da.

      Vielen Dank Hanni

      • Hallo,
        bitte machen Sie sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht zu viele Sorgen. In welcher Schwangerschaftswoche sind Sie?
        Ein notching ist bis zur 20/22. SSW häufig und physiologisch. Danach deutet es darauf hin, dass sich die Plazentagefäße nicht optimal entwickelt haben. Typischerweise findet man ein notching und/oder erhöhte Widerstände auf der Seite, wo weniger Plazentagewebe liegt, so wie bei ihnen. Das kann man also erklären und für die Beurteilung ob die Plazenta gut arbeitet oder nicht ist das nicht relevant. Nach der 22. SSW sollte wenigstens auf einer Seite das notching verschwunden sein und die Widerstände im Normbereich als Zeichen für eine normale Plazentaentwicklung. Zumindest das angedeutete notching haben Sie noch rechts. Dies kann ja im Verlauf auch noch verschwinden.
        Sie nehmen ASS und Heparin, alles richtig gemacht. Es werden regelmässige Dopplerkontrollen durchgeführt-perfekt.
        Das Intervall der Kontrollen bestimmt man anhand der Schwangerschaftswoche (zwischen der 20. und 30. SSW reichen Kontrollen nach 6 Wochen oder sogar mehr, je nach Befund) und den Maßen des Kindes. Hat man den Eindruck dass es langsamer wächst, empfiehlt man engmaschigere Kontrollen.

        Ganz allgemein: Ein notching oder erhöhte Widerstände der Aa. uterinae bedeutet nicht zwangsläufig dass ein Problem bei der Versorgung entsteht.Man weiß ja garnicht welchen Bedarf Ihr Kind hat und ob dieser nicht auch durch eine nicht so perfekt entwickelte Plazenta gedeckt wird. Die Dopplerkontrollen geben Ihnen da Auskunft.
        Ein beidseitiges notching erhöht das mütterliche Risiko für einen Blutdruck und eine Praeeklampsie. Dieses Risiko senken Sie schon mit ASS und Ihre Frauenärztin kontrolliert ja regelmässig die Blutwerte.
        Sie selbst sollten wachsam werden wenn Sie Kopfschmerzen, Übelkeit, Oberbauchschmerzen, Augenflimmer, innere Unruhe verspüren. Dann bitte zum FA oder ins Krankenhaus. Die meisten Praeeklampsien entstehen im III. Trimenon.
        Sie selbst können die Entwicklung nur wenig beeinflussen. Ein Gestationsdiabetes sollte vermieden werden (gesunde Ernährung, Zuckerbelastungstest 24.-28. SSW!) und Nikotinstopp, falls Sie rauchen.

        Ich hoffe, dass ich sie ein wenig beruhigen konnte.

        Alles Gute!

        • Vielen Dank für Ihre Antwort!

          Ich bin derzeit in der 24. SSW. Als ich bei dem Doppler Ultraschall war, war ich bei 22+1 und in der 29. SSW soll nochmal ein Doppler-US gemacht werden. Dazu bin ich auch noch alle 6 Wochen im Gerinnungslabor zur Kontrolle wegen den Antikörpern und Blutwerten. Da würden ja dann veränderte Leberwerte etc. auch erkannt werden oder?

          Die A. Umbilicalis Werte waren in Ordnung also beim Durchschnitt. Ist das die Versorgung der Plazenta und Nabelschnur? Müsste der wert dann nicht auch schlechter sein, wenn die zwei Aterien zur Gebärmutter nicht so gut sind oder ist das unabhängig voneinander?

          LG Hanni

          • Hallo,
            wenn in der 24. SSW ein angedeuteter noch vorliegt, gibt es noch gute Aussichten, dass dieser verschwindet, da die Plazenta ja weiter reift.
            Die A.umbilicalis stellt den Rückfluss zur Plazenta dar. Das Gefäß wird erst schlecht, wenn die Versorgung des Kindes tatsächlich nicht mehr optimal ist. Und selbst dann muss meist nicht sofort agiert werden (anhängig von der Schwangerschaftswoche). Solange also das Kind gut wächst und die A. umbilicalis gut ist, ist alles in Ordnung!

            LG

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