Toxoplasmose und streptokokken-tests

    • (1) 04.04.17 - 15:40

      hallo frau dr. kolsch,

      vielleicht können sie mir eine verständnisfrage zu den o.g. tests beantworten?
      ich verstehe so recht den sinn dahinter nicht - was habe ich zum bsp. davon zu wissen, dass ich toxo-negativ bin? - ich meine, lässt sich ein ansteckungsrisiko dann noch irgendwie anders verhindern als auf hygiene zu achten? (was ja ohnehin selbstverständlich ist..)
      das gleich gilt für die streptokokken..

      vielen dank im voraus!

      • Liebe Trytrytry,

        bei allen Infektions-Tests in der Schwangerschaft geht es immer darum, eine frische Infektion zu erkennen. Wenn man z.B. einen positiven Titer hat und immun ist, ist man quasi nicht in Gefahr. Sollte man aber keine natürliche Abwehr haben und es kommt zu einer frischen Infektion in der Schwangerschaft, ist das Kind gefährdet.

        Die Toxoplasmose spielt vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel eine Rolle. Eine frische Toxoplasmoseinfektion kann mit Antibiotika behandelt werden und somit das Infektionsrisiko für das Ungeborene verringert werden. Das Risiko für Folgeschäden sinkt im Schwangerschaftsverlauf, und im 3. Trimenon sind keine Beeinträchtigungen des Ungeborenen mehr zu erwarten.

        Die ß-Streptokokken findet man bei 10-20% aller Frauen im Scheidenmilieu. Dort tun sie der Frau nichts, jedoch können sie unter der Geburt auf das Neugeborene übertragen werden und dort unter anderem zu Lungenentzündungen führen.
        Man testet die ß-Streptokokken in den letzten Wochen der Schwangershaft und würde einer Schwangeren, die zwar einen Blasensprung, aber noch keine Wehen hat, ggf. prophylaktisch eine Antibiose geben.

        In meinen Augen sind all die Tests sehr sinnvoll. Hierbei geht es doch immer um das Wohl des Kindes!

        Alles Gute!
        Julia aus dem Team Dr. Kolsch

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