PCO und Pille

    • (1) 06.04.17 - 14:30

      Hallo,

      Bei mir wurde vor Jahren ein PCO festgestellt: im Ultraschall viele Eibläschen und starke Behaarung, Hormonwerte waren immer im normalen Bereich. Bin 2 mal mit Hilfe von Clomifen schwanger geworden: 1 FG und einmal Kaiserschnitt bei Frühgeburt. Habe immer schon unregelmäßige Zyklen und immer 10 Tage vor Einsetzen der Mens Schmierblutungen. Meine Frauenärztin hat mir vor einem halben Jahr wieder die Pille verschrieben, seitdem neige ich zu Gewichtszunahme und Libidoverlust, weswegen ich sie absetzen möchte. Nun habe ich jedoch gehört, dass bei PCO die Pille auch wegen der vielen negativen Wirkungen des Hormonungleichgewichtes genommen werden soll, d.h. Diabetes, Blutfette und erhöhtes Krebsrisiko weil der ES ausbleibt. Stimmt dies? Kommt die Spirale für mich nicht in Frage, weil ich keine natürliche Geburt hatte? Wirkt die Spirale weniger auf die Libido?

      • Liebe Engyca11,

        es ist tatsächlich so, dass das hormonelle Ungleichgewicht, welches durch das PCO-Syndrom verursacht werden kann, durch eine Pille in ein Gleichgewicht gebracht werden kann. Dies wirkt sich dann auch auf andere Organe/Erkrankungen etc. aus.
        Wenn jedoch die Pille, die man gerade einnimmt, eher zu einer Verchlechterung der Symptome führt, sollte man das Präparat wechseln. Pille ist nicht gleich Pille: die meisten unterscheiden sich durch ihren Gestagenen-Anteil voneinander. Unter anderem deswegen reagiert auch jede Frau etwas anders.

        Es gibt sog. antiandrogene Gestagene, die besonders bei Deinen geschilderten Beschwerden helfen könnten. Ich empfehle Dir, dich noch mal mit Deinem Frauenarzt zu besprechen, gemeinsam könnt Ihr entscheiden, was das Beste für Dich ist.
        Bei Hormonen muss man immer etwas Geduld haben: bis der Körper sich umgestellt hat, dauert es manchmal ein paar Monate!

        Alles Gute!
        Julia aus dem Team Dr. Kolsch

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