Noch zuviel Fruchtwasser?

    • (1) 07.04.17 - 16:34

      Hallo Frau Doktor

      ich bin heute ET + 6 und hatte bisher 3 komplett unauffällige CTGs ohne eine einzige Wehe.

      Die FÄ schaut immer nach dem Fruchtwasser und meinte heute, dass es auch am Köpfchen noch genug hätte, es also sein könnte, dass der Kopf nicht richtig ins Becken drücken kann und so Wehen ausgelöst werden.

      Ich selber habe das Gefühl, dass zwar tagsüber beim Laufen und Bewegen der Kopf sehr weit unten ist, aber dass er nachts durch die horizontale Position wieder rausrutscht. Ich hatte in den letzten Tagen auch das dumme Gefühl, mein Kleiner "wehrt" sich irgendwie gegen die Enge, kommt aber nicht weiter. Gleichzeitig werden seit ET die Schmerzen stärker, aber sie sind dauerhaft, keine Wellen. Wenn Wellen, dann sehr leicht und auch nur sehr wenige.

      Der GBMH war vor 10 Tagen fast verstrichen und das Köpfchen tief. Das Baby wurde schon da auf 3700 gr geschätzt. Seither hat sie nicht mehr gemessen, vielleicht um mich nicht zu beunruhigen?
      Kann so überhaupt eine Geburt ausgelöst werden? Oder muss die Blase gesprengt werden?
      Am Montag muss ich zur Kontrolle ins KH und habe Angst, dass sie mir gleich mit Einleitung drohen, obwohl es langsam schon ein Nervenkrieg ist.

      Vielen Dank für Ihre Antwort!
      doppelhelix (40+6)

      • Liebe Doppelhelix,

        manchmal lassen sich die Kinder Zeit und veranstalten tatsächlich einen kleinen Nervenkrieg mit einem. Sie setzen selber das Signal, wann sie zur Welt kommen wollen. Ein Untersuchungsbefund ist zwar für den Moment gültig, kann sich aber schon nach einer Stunde deutlich ändern. Darum wäre jede Aussage hier reine Spekulation.

        Viele Frauen haben Angst vor einer Einleitung. Sicherlich gib es Schöneres, als im Krankenhaus auf Wehen zu warten, aber bei vielen Frauen hilft schon eine kleine Unterstützung, damit es los geht (und bei einem verstrichenen Muttermund hast Du sehr gute Voraussetzungen ;-) ). Die Leitlinien empfehlen eine Einleitung ab ET+7, um eine mögliche Gefahr für Mutter und Kind (falls es zu einer langen Übertragung kommt) zu verringern. Darum möchte ich Dich im Sinne Deines Kindes bitten, alle Untersuchungen und Empfehlungen wahrzunehmen. Bevor es losgeht, wirst Du noch mal untersucht und ausführlich über alles aufgeklärt.

        Viel Glück und alles Gute für die Geburt!
        Julia aus dem Team Dr. Kolsch

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