Frage zur Arbeit

Arbeiten in der Radiologie wenn Schwanger?

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    • (1) 10.04.17 - 07:55

      Hallo,

      Ich muss vor ab sagen, ich bin noch nicht schwanger!!! Wir versuchen es schon lange, und ich versuche geduldig zu bleiben.

      Nur mache ich mir bezüglich einer hoffentlich baldig eintreffenden Schwangerschaft schon jetzt Gedanken zu meiner beruflichen Situation....

      Ich arbeite in einem Krankenhaus, in der Radiologie. Risiken liegen also bei der strahlenbelastung, infektiösen Patienten, lagerung was schwere lasten beinhaltet und so weiter...

      Ich bin niemand der sich vor der Arbeit drückt, eher verrückt werden würde nur zuhause zu sein.. Aber ich habe einfach Angst das wenn es irgendwann nach langer Zeit klappen sollte, ich es riskiere in so einem Umfeld zu arbeiten. Würde mir immer denken es liegt daran wenn was schief geht auch wenn es etliche andere Gründe haben kann.

      Vielleicht kann mir jemand helfen da bessere gedanken zu bekommen?!

      • (2) 10.04.17 - 18:13

        Huhu... ist ja schön das du dir Gedanken machst, die hatte ich mir damals ebenfalls gemacht, sodass ich immer sagte " ich werde trotzdem weiter arbeiten " ich bin in der pflege tätig.... so dann wurde ich schwanger und von einen auf den anderen tag ging es mir richtig bescheiden. Übelkeit erbrechen, Kreislauf Probleme usw. Da willst du definitiv nicht arbeiten ;-) und bist froh wenn du zuhause im bett liegst. Ich denke in der Radiologie wirst du die Tätigkeit nicht durchführen können, sie werden dich dann anderweitig beschäftigen müssen. Aber ich wünsche dir dennoch nicht das du das gleiche erleben muss wie ich und viele andere ss auch ;-) :-) alles gute #klee

        Liebe Josy-punkt,

        es ist sehr gut, dass Du Dich bereits im Vorfeld informierst!
        Ja, Du darfst in der Schwangerschaft in der Radiologie arbeiten, aber es gibt rechtliche Vorgaben, die vor allem die Arbeit innerhalb und außerhalb des sog. Kontrollbereiches betreffen. Rechtlich geregelt ist dies im § 31a Abs4 der Röntgenverordnung (RöV).

        >Dort heißt es wörtlich:Bei gebärfähigen Frauen darf die über einen Monat kumulierte Dosis der Gebärmutter den Grenzwert von zwei Millisievert nicht überschreiten. Für ein ungeborenes Kind, das auf Grund der Beschäftigung der Mutter einer Strahlenexposition ausgesetzt ist, darf die Äquivalentdosis vom Zeitpunkt der Mitteilung der Schwangerschaft bis zu deren Ende den Grenzwert von 1 Millisievert nicht überschreiten. Als Äquivalentdosis des ungeborenen Kindes gilt die Organdosis der Gebärmutter der schwangeren Frau.Prinzipiell ist aber vorher zu klären, ob die betreffende Person innerhalb oder außerhalb des Kontrollbereichs tätig ist. Denn man kann - und meistens tut man es auch - Röntgenaufnahmen grundsätzlich auch auslösen, ohne sich dabei im Kontrollbereich aufzuhalten. Der Röntgenraum ist auch nur dann Kontrollbereich wenn die Röntgenstrahlung eingeschaltet ist - sprich beim Auslösen!Schwangere Frauen können deshalb problem- und bedenkenlos an einem Röntgenaufnahmearbeitsplatz tätig sein, solange sie das Auslösen der Strahlung von außerhalb des definierten Röntgenraumes, also außerhalb des Kontrollbereiches, vornehmen. ....etc. <
        (Quelle: http://www.mta-r.de/blog/duerfen-schwangere-mtra-mfa-und-aerztinnen-roentgen/)

        Aus diesem Grunde ist es ratsam, eine Schwangerschaft auch frühzeitig zu melden, so dass entsprechende Vorkehrungen/Schutzmaßnahmen getroffen werden können.

        Alles Gute und viel Glück!
        Julia aus dem Team Dr. Kolsch

        • Vielen lieben Dank für die Antworten.

          Die "ernsthaften" Sorgen, mache ich mir auch nicht unbedingt wegen der Strahlenbelastung, sondern eher wegen der anderen Tätigkeiten. Oder besser gesagt der damit verbundenen Probleme bezüglich der Lagerung der Patienten und der Infektionskrankheiten. Aber ich denke ich werde sobald eine Schwangerschaft eintritt, abwarten was mein Arbeitgeber diesbezüglich sagt. Mein Partner ist da jedoch sehr streng eingestellt, und der Meinung solch Tätigkeiten wären unzumutbar. Natürlich übertrieben, jedoch verstehe ich seine Bedenken. Also erstmal abwarten. Und vor allem schauen wie die Beschwerden werden... Bin nur unsicher was für eine Reaktion ich zeigen sollte, da auch die Kollegen unterschiedliche Meinungen haben. Und in einem Krankenhaus immer Stress herrscht. Ich bin gespannt, aber so wie es aussieht muss ich darauf sowieso noch eine Weile warten.

          Danke aufjedenfall, und noch einen schönen Abend! LG

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