Situation nach einem Abbruch

    • (1) 20.04.17 - 16:34
      hope*

      Hallo,
      Ich muss jetzt mal was Fragen. Ich hatte leider im Oktober einen Abbruch (bei 6+4). Ich weiß, sehr heikles Thema, bitte keine Belehrungen. Ich war ungeplant Schwanger, trotz Pille (nein, kein Einnahmefehler), und die Reaktion von meinem Mann, abgesehen unserer räumlichen und finanziellen Lage, und das wir bereits zwei Kinder haben, hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen (er war einsetzt und fertig und............), ich war selbst in Panik geraten..... und das alles hätte ich nicht erwartet....... Viele, viele Tränen und Gespräche später, entschlossen wir uns, das falls man auf dem Ultraschall bereits einen Embryo sieht, das es bleibt (bitte jetzt kein shitstorm). Naja, auf dem US war nur eine leere Fruchthöhle. Zwei Tage später nach dem Mifgyn Chaos ging die "leere Blase" ab, die leider alles andere als leer war....... das war einfach nur schlimm.........
      Nun aber zu meiner eigentlichen Frage. Ich bin nach diesem Erlebnis zu keiner Nachkontrolle mehr. Ich konnte da nicht mehr hin, und zu meiner eigenen FÄ schon gar nicht. Ich hab so keine Beschwerden, und der Zyklus ist wieder Regelmäßig, aber ich kann jetzt zu keinem Frauenarzt mehr gehen. Meine eigene FÄ ist eine sehr liebe Frau, aber ich schäme mich so sehr in Grund und Boden........ Könnte sie evtl. sehen das da was war und ich den Abbruch zugelassen habe? Oder sieht man sowas auf der Krankenkarte. Und hätte ich müssen gesundheitlich etwas merken, wenn nicht alles verheilt wäre? Wie gesagt, bis auf den Kummer habe ich körperlich keine Beschwerden.
      vielen lieben Dank im vorraus

      • (2) 21.04.17 - 09:48

        Es tut mir Leid fürs "outen", vielleicht ist das Thema doch zu heikel. Es war jetzt das erste Mal das ich darüber gesprochen habe. Anonym wäre es einfacher, .....dachte ich :'( Vielleicht kann Urbia das bitte einfach löschen. War irgendwo auch ne blöde Frage. Wie soll auch was sein, wenn man keine Beschwerden hat. Entschuldigt bitte....

        • (3) 21.04.17 - 09:58

          Dass du einen Abbruch hattest sieht man weder auf der Krankenkassenkarte noch an oder in deiner Gebärmutter. Und warum sollte man dich verurteilen? Es war deine Entscheidung und gut ist.

          • (4) 21.04.17 - 10:47

            Vielen Dank liebe netti2012,
            Im nachhinein muss ich mir leider eingestehen, das es nicht ganz meine freihe Entscheidung war. Ich hab mich da breit treten lassen..... Naja, so geht es leider manchmal...... mir ist das jetzt grad alles sehr unangenehm.

            Ich danke dir

      (5) 24.04.17 - 13:12

      Liebe Hope*,

      von Eingriffen wie einem Schwangerschaftsabbruch wissen nur die behandelnden Ärzte, also Dein Frauenarzt und ggf. das durchführende Krankenhaus. Auf der Krankenkassenkarte sind solche Informationen nicht vermerkt. Ärzte haben eine Schweigepflicht, darum musst Du Dir also keine Sorgen machen.
      Im Nachhinein kann man durch eine gynäkologische Untersuchung nicht mehr nachweisen, ob je ein Schwangerschaftsabbruch vorgenommen worden ist.

      Da ein Schwangerschaftsabbruch sehr oft mit einer starken psychischen Belastung einher geht, empfehle ich Dir, Dich psychologisch betreuen zu lassen. Anlaufstellen wie z.B. ProFamilia bieten kostenlose und auch anonyme Beratungen an.

      Sprich offen mit Deinem Frauenarzt über Deine Ängste und Gefühle. Er ist Dein Vertrauter in dieser Situation. Du bist nicht die einzige Patientin, die eine solche Geschichte hat. Das heißt, für Deinen Frauenarzt ist das "Routine".

      Alles Gute für Dich!
      Julia aus dem Team Dr. Kolsch

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