risiko

    • (1) 27.04.17 - 12:12

      Hallo,
      Ich habe eine Frage zwecks Kaiserschnitt und rascher Schwangerschaftsfolge.
      Eine Bekannte ist ungeplant nach knapp 6Monaten mit dem 3. Kind schwanger.
      Zwischen dem 2. und 3. Kind würde also ungefähr ein Jahr liegen.
      Wie gross ist das Risiko einer Ruptur oder anderen Komplikationen?
      Lg

      • Liebe Koenigskind2408,

        auf diese Frage gibt es keine eindeutige Antwort, hier jedoch zwei wichtige Aspekte:

        Eine Uterusruptur stellt eine große Bedrohung für die Gesundheit von Mutter und Kind dar.
        Ein erhöhtes Risiko für eine Ruptur birgt ein Abstand von weniger als 18 Monaten zum vorangegangenen Kaiserschnitt.
        Informativ könnte der letzte Operationsbericht sein, denn hier werden die Verhältnisse im Bauchraum und ggf. risikoreiche Vorbefunde beschrieben.

        Wichtig ist daneben der Aspekt der gestörten Plazenta-Einnistung. Bei Z.n. 2x Sectio findet sich bereits ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Plazenta accreta/increta/percreta, wenn sich die Plazenta im vorderen/unteren Teil der Gebärmutter eingenistet hat (in manchen Literaturangaben bis 40%!). Das bedeutet, die Plazenta ist so in die Muskulatur eingewachsen (oder sogar hindurch), dass sie sich nach der Geburt bzw. bei der Re-Re-Sectio nicht löst. Dies stellt ein massives Blutungsrisiko für die Mutter mit ggf. Notwendigkeit der Gebärmutterentfernung, Bluttransfusion etc dar. Ggf. können auch andere Organe mitbetroffen sein, so dass es auch hier zu ausgedehnteren Eingriffen kommen kann.

        Kurz: Das erhöhte Risiko für Komplikationen muss bedacht werden. Im Falle einer raschen erneuten Schwangerschaft sollte der Bereich der Plazenta besonders eingehend im Hinblick auf eine Plazenta praevia/accreta untersucht werden und die Geburt so sicher geplant werden.

        Alles Gute!
        Julia aus dem Team Dr. Kolsch

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