Rhesus negativ, Faktor V - früheren Termin vereinbaren?

    • (1) 09.05.17 - 10:17

      Hallo Frau Kolsch,

      ich bin nach einer ICSI schwanger (heute 5+0) und bin von meiner KiWu-Praxis nach dem positiven Schwangerschaftstest direkt an meine Gyn. verwiesen worden.

      Dort habe ich nun den ersten Termin am 15.05.2017 erhalten, damit man auf dem US schon etwas sehen kann.

      Meine Fragen sind nun folgende:

      1. Ich habe bereits ein Kind, dieses ist rhesusfaktor positiv, wohingegegen ich Rhesus negativ bin (B- neg.) gehe ich richtig davon aus, dass ich eine Rhesus-Spritze erst in SSW 18-22 erhalten muss? Oder müsste ich jetzt bald eine erhalten?

      2. Ich habe eine leichte Gerinnungsstörung (Faktor V), die aber medikamentös bisher nicht behandelt wurde/wird. Ist es schädlich, wenn ich just in case ASS100 nehme ohne ärztl. Verordnung oder sollte ich auch dahingehend einen früheren Termin bei meiner Gyn erfragen?

      Vielen Dank für Ihre Antworten.

      LG
      Albu

      • (2) 09.05.17 - 20:55

        Liebe Albu,

        im Rahemn dieses Forums können und dürfen wir keine individuelle Beratung und Therapie durchführen. Bitte stelle Dich bei Deinem behandelnden Arzt vor, um Deine Fragen zu klären.

        Ganz allgemein Folgendes:
        Die Rhesus-Prophylaxe, die die Schwangere erhält, verhindert die Bildung von Antikörpern gegen den Rhesusfaktor der Blutzellen des Kindes. Die Rhesus-negative Schwangere erhält deswegen eine Spritze in der zweiten Schwangerschaftshälfte (sog. Anti-D-Prophylaxe 28.-30. SSW) und nach der Geburt. Früher in der Schwangerschaft wird zusätzlich eine Spritze gegeben, wenn es zu Blutungen kommt, bei Eingriffen wie z.B. einer Fruchtwasseruntersuchung oder bei einer Fehlgeburt.

        Eine Gerinnungsstörung sollte immer in enger Abstimmung zwischen Gynäkologen und Gerinnungsspezialist (z.B. Hämostaseologe) behandelt werden. Auf keinen Fall sollte man "einfach so" Medikamente wie z.B. ASS einnehmen. Ich möchte Dich also dringend bitten, Dich zeitnah bei deinen behandelnden Ärzten vorzustellen!

        Alles Gute!
        Julia aus dem Team Dr. Kolsch

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