Vaginose bakteriell/Pilz - Frühgeburtsrisiko

    • (1) 23.05.17 - 10:45

      Liebe Frau Kolsch,

      mir lässt der Zusammenhang von Scheideninfektionen und Frühgeburten keine Ruhe. Daher möchte ich Ihnen gerne ein paar Fragen stellen.

      Nach einer 10 Tage-Antibiotikatherapie mit Breitbandantibiotika wegen einer symptomlosen Blasenentzündung ist es ja durchaus möglich, sich dann einen Pilz einzufangen - oder kann es trotz des Antibiotikas auch zu einer Besiedelung mit Bakterien in der Scheide kommen?

      In der Schwangerschaft scheinen einige behandlungsbedürftige Krankheiten ja häufig nicht mit den "klassischen" Symptomen einher zu gehen.

      Wie lange kann man daher eine mehr oder weniger unbemerkte Infektion unbehandelt mit sich rumschleppen, bis es Wehen auslöst und ggf. zur Frühgeburt kommt? Und sind hierfür dann eher bakterielle Vaginosen oder Pilze verantwortlich zu machen?

      Und zuguterletzt: ab wann macht nach einer Behandlung gegen Pilze/Bakterien in der Scheide eine Aufbaukur mit Döderleinbakterien Sinn?

      Vielen Dank vorab für Ihre Mühen! #winke

      • Liebe Queenofempire,

        ganz generell ist genau das "Unbemerkt-Bleiben" einer vaginalen Infektion oft das Problem bei einer Frühgeburt. Bakterielle und virale Infektionen stellen ein großes Problem mit einem hohen Risikopotential dar. Vaginale Pilzinfektionen sind in der Regel sehr unangenehm, aber für eine Schwangerschaft nicht gefährlich. Behandelt werden sollten Infektionen immer, auch wenn sie keine Symptome hervorrufen - der Körper ist ja trotzdem damit beschäftigt.

        Im Rahmen dieses Forums können und dürfen wir keine individuelle Behandlung und Therapie durchführen. Bezüglich der Döderlein-Kur solltest Du bitte Rücksprache mit Deinem behandelnden Frauenarzt halten!

        Alles Gute!
        Julia aus dem Team Dr. Kolsch

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