Kann ich bereits jetzt Untersuchung zu Blutgerinnung erbitten?

    • (1) 08.11.18 - 14:48

      Hallo,

      ich hatte vor kurzem leider einen MA in der 14ten Woche (Entwicklung des Föten bis zur 12ten Woche).
      Entgegen aller Versicherungen es habe sich höchstwahrscheinlich um eine natürliche Selektion gehandelt (genaues werde ich wohl nicht erfahren, es war meine erste SS und FG) geistert mir der Gedanke im Kopf herum, es könne evtl eine Gerinnungsstörung Ursache gewesen sein.

      Meine FA war schon bei der ersten Vorsorge etwas besorgt als ich erwähnte, dass meine ältere Schwester im Rahmen ihrer SS eine schwere Thrombose hatte. Das ist über 25 Jahre her und wurde nie näher untersucht.

      Dazu kommt, dass ich selbst immer mal wieder "on-off" Probleme mit Bluthochdruck habe (gefühlt verstärkt wenn ich an Gewicht zunehme). So war mein Blutdruck vor der SS mit Betablockern behandelt (allerdings zwischenzeitlich durch Gewichtsabnahme bisweilen zu niedrig). Als ich von der SS Kenntnis erhielt setzte ich die Betablocker bis zum ersten Vorsorgetermin ab da ich nicht sicher war ob sie in der SS okay wären und sprach das Thema dann beim FA an. Sowohl in der Praxis als auch bei meinen Kontrollen zu Hause war der Blutdruck aber stets normal, weswegen wir nur "latente Hypertonie" in den Mutterpass eintrugen und ich weiter keine Medikamente mehr nahm. Das ging gut bis bei den beiden letzten Untersuchungen SSW 10 und 12 jeweils in der Praxis wieder deutlich zu hoher Blutdruck gemessen wurde. Allerdings blieb das unter der Annahme es handele sich um einen Effekt nach dem zügigen Laufen und durch die Aufregung vor der Untersuchung ebenfalls unbehandelt.

      Dazu kommt weiter, dass ich etwas übergewichtig bin, wenig Bewegung im Alltag habe, vermutlich zu wenig getrunken habe... wenn ich das alles zusammen nehme, würde ich mir wünschen, meine Blutgerinnung würde untersucht werden. Ich weiß aber, dass solche Untersuchungen normalerweise erst vorgesehen sind wenn Aborte habituell auftreten.

      Mir geht es dabei weniger darum doch noch die "Ursachenfrage" zu klären, das werde ich wohl nicht mehr erfahren. Ich denke dabei eher an eine Folgeschwangerschaft. Wenn ich das abklären lassen könnte, und eine Störung läge vor, dann könnte man das im nächsten Versuch von Anfang an behandeln. Falls keine Störung vorliegt würde es mir in der nächsten Schwangerschaft vermutlich etwas Angst nehmen, da ich sicher sein könnte, dass meine Blutgerinnung wohl nicht die Ursache war und daher die Chance einer Wiederholung einer FG zumindest nicht höher ist als sonst auch.

      Denken sie, ich kann meine FA beim nächsten Termin darauf ansprechen?
      Sollte es medizinisch nicht notwendig sein (da ich noch keine 3 FG hatte), besteht die Möglichkeit trotzdem eine Untersuchung zu erbitten und das ggf selbst zu bezahlen?

      Ich würde das ungern erst 3 mal durchleben müssen bevor das abgeklärt wird.

      • Hallo nein miez,

        nach diesen Informationen sollten sie sich beim Internisten oder HA vorstellen um eine Blutdruckdiagnostik zu machen und ggf eine medikamentöse bessere Einstellung zu erreichen. Ausserdem können sie bei der Anamnese der Schwester sicher eine Überweisung zum Gerinnungsmediziner bekommen. Das halte ich auch für sinnvoll. Bis zur Abklärung würde ich mit schwanger werden warten. Auch wäre wahrscheinlich eine stabile Gewichtsreduktion für ihr Herz Kreislaufsystem sinnvoll und erhöht die Chancen auf eine Schwangerschaft. Alles gute, fw

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