Panische Angst vor weiterer Schwangerschaft/Geburt

    • (1) 23.09.19 - 11:20

      Hallo,
      ich habe bereits einen Sohn geb. im Juli 2015. Die Schwangerschaft verlief sehr gut, nur die Geburt leider nicht. Nach 2 Wochen wehen wurde ein Kaiserschnitt gemacht, da mein Sohn nicht raus kommen wollte und auch schwer und groß war (4760g und 59 cm). Die Schultern waren auch zu breit, wie man mir später sagte, wäre er nicht normal rausgekommen.

      Während des Kaiserschnitts wurde eine Ader getroffen, diese genäht. Als ich dann im Kreissaal war, hatte ich kurz meinen Sohn auf dem Arm und dann hab ich alles zusammen geschrien. Mein Kreislauf war immer wieder weg, man testete mehrere Schmerzmittel, dann gings irgendwann zum Ultraschall (hier sah man nichts), dann ins CT. Hier sah man, dass ich innerlich verblute. Dann hieß es Not OP. Aufgewacht bin ich auf der Intensivstation, es gab Blutkonserven, später auch Eiseninfusion. Einen Tag später durfte ich auf die normale Station, war dann aber auch 2 Wochen noch im Krankenhaus und 2 weitere poststationär (wir wohnten damals fast neben dem KH). Die Naht hat anscheinend meinen Eileiter punktiert und da entstand die innere Blutung, da es so tief innen war, konnte man sie nicht fühlen oder auf dem Ultraschall erkennen.

      Dazu kam, dass es am Anfang hieß, dass ich innen anders aussehe, als normale Menschen. Meine Frauenärztin erzählte, dass der Chefarzt sie anrief und ihr sowas erzählte wie "das habe ich in meiner ganzen Laufbahn noch nicht gesehen". Die Gebärmutter soll anders liegen, eine Ader auch. Leider hatte sich meine Ärztin das nicht genau aufgeschrieben. Im Krankenhausbericht steht nichts davon. Ich hatte auch 2 Gespräche mit dem CHefarzt nach einiger Zeit. Beim ersten mal erinnerte er sich an nichts, los den Bericht und sagte, es sei ein normales Risiko bei einem Kaiserschnitt. Beim zweiten mal telefonierte meine Frauenärztin mit ihm und er erinnerte sich. Mir sagte er trotzdem, dass da nichts ungewöhnliches sei. Nun weiß ich gar nicht, was ich da glauben soll. Ich wünsche mir schon ein weiteres Kind, allerdings habe ich panische Angst, dass soetwas wieder passiert. Ich möchte natürlich nicht sterben und bei der ersten Geburt war es fast soweit. Was kann man gegen diese Angst machen? Ich möchte in der Schwangerschaft natürlich auch nicht nur Angst haben und Stress ausschütten. Das wäre für das Baby ja auch nicht gesund.

      Ich wohne mittlerweile nicht mehr in dem Ort und habe bereits 2 andere Frauenärzte getestet. Allerdings haben die mich nicht für voll genommen und mich als hypochonder dar gestellt.

      Wenn Pychotherapie hier helfen könnte, wie nennt man so etwas? wenn ich nach geburtstrauma gucke, kommen eher andere Themen als meins.

      Liebe Grüße

      • Hallo! Ich bin zwar kein Frauenarzt. Es ist schrecklich zu lesen was du während deiner Geburt erlebt hast. Dagegen ist das was ich erlebt habe eine Kleinigkeit.
        Ich hatte vom Kaiserschnitt der auch nicht ganz so lief eine PTBS weg. Post Traumatische Belastungsstörung. Nach 2 einhalb Jahren nach der Geburt wurde diese bei einer Mutter Kind Kur festgestellt.
        Ich hatte mir was vor gemacht u dachte ich hätte die für mich traumatische Geburt verarbeitet. Ja in der Therapie beim Psyhotherapeuten wurde ich eines besseren belehrt. Ich war insgesamt 9 Monate bei ihr und heute kann ich sagen es war das beste was ich Je machen konnte. Ich habe es zusammen mit der Tverapeitin aufgearbeitet was nicht immer leicht war aber dadurch konnte ich auch meinen Frieden damit schließen.
        Nun bin ich geplant mit unserem 2.Wunder schwanger .

        Ich drücke dir/euch die Daumen dass es dir gedanklich bald besser geht. Scheue dich nicht Hilfe zu suchen u habe keine Angst davor die mit dem was du erlebt hast auseinander zu setzen. Es wird kein Spaziergang aber ich hoffe es hilft dir.

        P s. Psychotherapeuten sind Kassenleistung
        Reine Psychologen nicht

        hallo,
        das was sie erlebt haben kann immer mal passieren bei Geburten oder Operationen. Das ist leider ein normales Risiko für Komplikationen. Dass sie damit eine ggf traumatische Belastungsstörung haben nun kann auch absolut sein und ist nicht unnormal. Deswegen bitte eine Verordnung für eine psychotherapeutische Therapie vom gyn oder HA holen und sich damit in Behandlung begeben. Ggf nach Selbsthilfegruppen googeln in der Wohnnähe. Alles Gute, fw

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