CIS Konisation

Hallo Frau Weigert,

ich stehe gerade neben mir und mein FA ist diese Woche nicht mehr erreichbar. Vielleicht können Sie meine Fragen, die ich in meinen Gespräch zur Befundsbesprechung heute Vormittag nicht stellen konnte, weil ich so unter Schock stand, beantworten.

Anfang Oktober war ich zum regulären Vorsorgetermin. Anfang November dann der Befund: PAP 3g. Daraufhin erfolgte vor einer Woche eine Ausschabung zur weiteren Abklärung. Heute Morgen war ich dann zur Besprechung. Ergebnis CIS und Infektion mit den HPV-Typen 16 und 18. Für nächste Woche habe ich nun einen Termin zur Konisation bekommen.

Als ich mich wieder etwas gefangen hatte, fing es in meinem Kopf an zu rattern und ich stelle mir jetzt folgende Fragen:

Mein Arzt sagte wörtlich: "Sie haben Krebs, ich muss Ihren Fall auch entsprechend melden."
Wenn feststeht, dass ich an Krebs erkrankt bin, wieso wird dann "nur" konisiert? Dient dies zur weiteren Befundermittlung oder ist dies schon der Versuch einer Heilung? Kann bei der Konisation noch ein schlechterer Befund herauskommen? Also statt CIS ein "richtiger" Tumor? Wieso wird nicht gleich alles (Gebärmutter) entfernt? Ich bin 40, habe bereits ein Kind, könnte mir ein weiteres vorstellen, aber natürlich stelle ich nicht ein eventuelles Kind vor meine eigene Gesundheit.

Ich bin völlig durch den Wind, bis gestern hatte ich zwar Sorgen, eine Krebsvorstufe entwickelt haben zu können, aber das Wissen Krebs zu haben, hat schon eine ganz andere Qualität...

Ich bedanke mich bereits jetzt herzlich für Ihre Antwort/Einschätzung.

Viele Grüße

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hallo, ich verstehe ihre Sorge und Fragen und versuche das mal zu sortieren:
Grundlegend ist ein Pap 3g noch kein Krebsverdacht sondern nur eine "Vorstufe". Das alles entsteht zu 99% eben unter Einfluss den HPV Virus, deswegen pos für 16/18. Wenn dann aber zb eine Mikroskopische Untersuchung erfolgt ist mit Probeentnahme, sog. Kolposkopie und sich darin ein CIS ( bereits echte " Mini Krebszellen") gezeigt hat ist es richtig eine Konisation und Cervixabsrasio vorzunehmen. Hiebei bleibt aber auch ein Großteil der Cervix bestehen so dass im Normalfall ein Kiwu realisiert werden kann. Der Pathologe untersucht dann das Gewebe und auch ob alles mit ausreichend Randabstand entfernt wurde. Wieder im Normalfall reicht das aus. Danach sind zur weiteren Überwachung alle 3-6 Monte Abstriche und ein HPV test sinnvoll, sogar ggf eine HPV Impfung nachträglich. Alles Gute, fw

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Vielen Dank, liebe Frau Weigert, ich habe mich heute bereits selbst etwas schlauer gelesen und ihre Antwort hat einen großen Teil dazu beigetragen, meine Gedanken sortieren zu können.
Einen schönen Abend für Sie.