Folgeschwangerschaft nach IUFT durch Plazentaablösung

Sehr geehrte Frau Weigert,
Im Juni habe ich meinen Sohn durch eine vorzeitige Plazentalösung in der 36.SSW verloren. Es lag zudem ein echter Nabelschnurknoten vor. Ergebnisse aus der Pathologie habe ich bislang nicht bekommen. Blutdruck, Zuckertest, Doppler, CTG etc waren alle immer unauffällig, das Kind lag auf der 50. Perzentile. Noch am Tag des Kindstodes (35+0)waren alle Routineuntersuchungen unauffällig. Nachträglich wurde eine heterozygote FV Leiden Mutation festgestellt, die aber laut Hämatologin nicht ursächlich gewesen sein kann.

Ich bin nun nach Kryotransfer erneut schwanger (11.SSW) und spritze Clexane.

Nun bin ich natürlich besorgt, dass sich die Ereignisse wiederholen könnten, zumal es ja keinerlei Anzeichen und Hinweise auf die Plazentaablösung gab.

Wie hoch schätzen Sie das Wiederholungsrisiko ein und wie würden Sie gegen Ende der SS vorgehen?
Würden Sie (bei einer unauffälligen SS) zu einem Kaiserschnitt / einer Einleitung vor ET raten, wenn ja in welcher Woche?

Selbstverständlich werde ich dies zu gegebener Zeit mit meiner Gynäkologin und der Entbindungsklinik besprechen, ich würde mich jedoch sehr über Ihre Einschätzung freuen.

Mit herzlichem Dank und freundlichen Grüßen!

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hallo, da man die Ursache nicht kennt, zb hohen Blutdruck, Präeklampsie oä ist es schwer einzuschätzen wie hoch das Risiko für eine erneute Komplikation ist. Man würde ggf von vorn herein zum Clexane zeitnah auch ASS 150mg geben um eine besseren Plazentainvasion zu erreichen. Dann würde ich alle 4 Wo Doppler und Wachstumskontrollen empfehlen und bei großer Angst vor Wiederholung einen geplanten KS um 36 SSW machen. Man kann dadurch das Risiko für einen IUFT etwas minimieren. Einen früheren Geburtstermin finde ich wegen der Frühgeburtlichkeit schwierig , und ist immer eine ganz klare Einzelfallentscheidung. Alles Gute für Sie, fw