Persistierende linke obere Hohlvene

    • (1) 23.03.17 - 11:13

      Sehr geehrte Frau Dr.,

      bei der Feindiagnostik in der SSW 22+0 wurde am Herz unserer Tochter eine persistierende linke obere Hohlvene entdeckt.

      Der Arzt beruhigte uns und sagte, dass dies keinen Herzfehler, sondern nur eine Normvariante darstelle. Allerdings möchte er das Herz in der 32 SSW nochmal kontrollieren und empfahl über eine Geburt in einem Krankenhaus mit Säuglingsstation und Kardiologen nachzudenken, da so das Herz direkt nach der Entbindung untersucht und ggf. behandelt werden könnte.

      Alles andere ist wohl ok, auch das Herz funktioniert normal. Wir vertrauen dem Pränataldiagnostiker, aber ein wenig Sorgen machen wir uns trotzdem.

      Ist es denn wahrscheinlich, dass diese Hohlvene nach der Geburt Probleme macht, wenn jetzt im US alles gut war, oder gibt es etwas was man zum jetzigen Zeitpunkt der Schwangerschaft nicht sehen/ausschließen kann?

      Vielen Dank für Ihre Meinung.

      VG Sommermama

      • Hallo Sommermama,
        eine persistierende obere Hohlvene ist ein Überbleibsel aus der Embryonalzeit und isoliert ohne Krankheitswert. Wenn das Herz ansonsten unauffällig ist (und der Untersucher hat ja sehr genau geschaut), hat diese Besonderheit keine klinische Relevanz. Man findet diese Gefäßanomalie jedoch häufiger in Verbindung mit anderen Herzfehlern und diese sollten vorgeburtlich ausgeschlossen werden (so gut das unter gewissen Schallbedingungen geht).
        Die Empfehlung Ihres Arztes, in einer Klinik mit angeschlossener Perinatologie zu entbinden, ist wirklich als Sicherheitsmaßnahme zu werten.

        Alles Gute!

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