Ergebnis Feindiagnostik

Guten Morgen,

Wir hatten heute (21+1) einen Termin zur Feindiagnostik, mit unserer Tochter scheint alles in Ordnung zu sein. Uns wurde gesagt die Plazenta sei nicht so ideal durchblutet, aber wir sollen uns keine Sorgen machen unser Kind sei mit 400 g normal schwer und anscheinend noch gut versorgt.

Sorgen mach ich mir jetzt natürlich trotzdem. Wir haben bereits einen Sohn der bei 39+4 spontan zur Welt kam und 2850 g auf 49 cm wog. Er hatte Ösophagusatresie und ich hatte zum Ende Bluthochdruck, daher weiß man nicht so genau warum er eher zart entwickelt war.

Ich wurde gefragt ob ich Aspirin nehme, ist das empfehlenswert? Kann es ein Problem werden wenn der Blutdruck wieder steigt? Er liegt gerade bei 140/80, also noch ok, aber ich rechne damit das er noch steigt.

Etwas Sorgen mache ich mir weil mein Arzt nicht bei jeder Vorsorge einen Ultraschall macht und ich vermutlich gar nicht mitbekomme wenn das Kind nicht mehr so gut versorgt wird. Kann man Probleme auch im CTG erkennen?

Danke für Ihre Antwort.

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Hallo holly82,
es kann völlig normal sein, dass die Plazenta in der 22. SSW noch nicht voll ausgereift ist. Und es ist auch normal, dass Ihr Kind jetzt noch bestens versorgt ist, denn der Bedarf ist jetzt noch nicht so hoch.
Sollte die Plazentadurchblutung weiterhin nicht optimal sein, wird sich das ggf. jenseits der 26./27. SSW zeigen- wenn der Bedarf des Kindes steigt.
Aus diesem Grund genügen in der Regel Wachstums- und Dopplerkontrollen ab der 28. SSW.
Nur bei außerordentlich schlechten Dopplerwerten muss bereits früher kontrolliert werden.
ASS hat jenseits der 16. SSW keinen nachgewiesenen Effekt mehr auf die Plazentaentwicklung. Es hätte ja aber sein können, dass Sie es bereits nehmen-das hätte in der Frühschwangerschaft von Vorteil sein können, da sich dann die entscheidenden Entwicklungsschritte in der Plazenta abspielen (ggf in der nächsten Schwangerschaft dran denken!).
Natürlich kann Ihnen das CTG sagen, wie es Ihrem Kind aktuell geht. Jedoch gehen Dopplerveränderungen den CTG-Auffälligkeiten ca 2 Wochen voraus- und somit kann man früher erkennen, ob es ein Versorgungsproblem gibt und die CTG-Kontrollen entsprechend engmaschiger machen.
Natürlich kann Ihr Sohn bei Geburt auch aufgrund seiner Konstitution zart gewesen sein.

Ihr behandelnder Arzt wird Ihnen Kontrollen passen zu Ihren Befunden empfehlen.

Alles Gute!

MK