Notching Links angedeutet rechts

    • (1) 02.06.17 - 08:10

      Ich war am Mittwoch zum Organscreening bei das 20+2 meine kleine war 22cm groß und 330g schwer es wurde ein Notching links und ein angedeutetes Notching rechts festgestellt. Außerdem ist meine Plazenta etwas kleiner und kugelig . Seit der 12ssw nehme ich ASS da meine Mutter das Hellp Syndrom hatte. Jetzt habe ich große Angst das mein Baby nicht mehr richtig versorgt werden könnte und plötzlich im Mutterleib verstirbt oder zu wenig Sauerstoff hat. Danke schon mal für Antworten

      • Hallo sophiaundnorafinn,
        erhöhte Widerstände der Gebärmutterarterien und/oder ein beidseitiges notching der Gebärmutterarterien deuten darauf hin, dass sich Ihre Plazenta bisher nicht so optimal entwickelt hat. Dies kann man aber erst jenseits der 24. SSW diagnostizieren, da bis dahin die Plazenta noch reift und ein notching ganz normal sein kann.

        Das bedeutet, dass man in der 21. SSW eigentlich noch keine endgültige Aussage über die Entwicklung der Plazenta treffen kann. Ein beidseitiges Notchung rund um die 20. SSW ist wirklich relativ häufig darstellbar und zumeist verschwindet es (bei Ihnen ist es ja auf einer Seite auch nur (noch) angedeutet).

        In die Gefäßwälder der Spiralarterien sollen bestimmte Zellen einwandern, welche diese weich und elastisch machen. Bleibt dies aus, kann dies zu einer verringerten Durchblutung der Plazenta führen und somit im Verlauf das Risiko für eine kindliche Wachstumsretardierung erhöhen.
        Eine kindliche Wachstumsrestriktion zeigt sich meistens jenseits der 26.-28.SSW, denn bis dahin ist der Bedarf der Kinder noch nicht so hoch. Bei Müttern mit diesem Befund erhöht sich das Risiko für einen schwangerschaftsbedingten Hypertonus und Praeeklampsie. Die meisten Praeeklampsien treten jenseits der 30. SSW, seltener schon vor der 30. SSW.
        Treten Auffälligkeiten bei Mutter und/oder Kind auf, kann es sein, dass die Schwangerschaft früher beendet werden muss.
        Sie nehmen bereits ASS ein, das senkt das Risiko für eine Praeeklampise und die damit verbundenen Komplikationen (s.o) deutlich.

        Wichtig ist in Ihrem Fall die Kontrolle der Durchblutung im Verlauf um die Entwicklung der Plazenta einzuschätzen. Diese Kontrolle(n) sollen verhindern, dass eine Mangelversorgung unerkannt bleibt.

        Alles Gute!

        MK

Top Diskussionen anzeigen