Doppler maternaler Gefäße erhöht?

Gestern war ich bei der Feindiagnostik. Dabei meinte der Arzt das die Versorgung meiner Gebärmutter nicht optimal ist und ich zur Kontrolle in 4 Wochen kommen soll.

Die Werte liegen über dem Normbereich (laut der Tabelle)

Ich versuche mal ein bild anzuhängen. Ich bin aktuell in der 22.ssw und die kleine soll ca 25cm und ca 384g haben. Er meinte das sie etwas kleiner und leichter ist als die angegebene Woche? Bisher war aber doch alles immer super?? Ich weiß das ich mir erstmal keine Sorgen machen soll und den termin abwarten soll. Allerdings war das eben auch der Grund bei meiner Mutter, wodurch ich als stark unterernährtes Frühchen zur Welt kam. Das hat wahrscheinlich nichts damit zu tun, aber ich mach mir eben einen Kopf darüber... Könnten sie mir das vlt nochmal genau erklären? Oder zumindest die größte Angst daran nehmen?

Leider kann ich kein bild einfüger... daher schreib ich die maße ein.

Doooler maternaler Gefäße:
A.uterina links: PI 1.20 RI 0.66

A.uterina rechts: PI 1.35 RI 0.69

Beurteilung: erhöhter RI der Aa. uterinae bds.

Hallo joscha-mama,
erhöhte Widerstände der Gebärmutterarterien und/oder ein beidseitiges notching der Gebärmutterarterien deuten darauf hin, dass sich Ihre Plazenta bisher noch nicht so optimal entwickelt hat. Dies kann man aber erst jenseits der 24. SSW diagnostizieren (!), da bis dahin die Plazenta noch reift und erhöhte Widerstände (RI=resistence-Index) und ein notching ganz normal sein können.

Das bedeutet, dass man in der 21. SSW eigentlich noch keine endgültige Aussage über die Entwicklung der Plazenta treffen kann. Ein beidseitiges Notchung oder erhöhte Widerstände rund um die 20. SSW sind wirklich relativ häufig darstellbar und zumeist verschwindet dies im Verlauf.

In die Gefäßwälder der Spiralarterien sollen bestimmte Zellen einwandern, welche diese weich und elastisch machen. Bleibt dies aus, kann dies zu einer verringerten Durchblutung der Plazenta führen und somit im Verlauf das Risiko für eine kindliche Wachstumsretardierung erhöhen.
Eine kindliche Wachstumsrestriktion zeigt sich meistens jenseits der 26.-28.SSW, denn bis dahin ist der Bedarf der Kinder noch nicht so hoch. Bei Müttern mit diesem Befund erhöht sich das Risiko für einen schwangerschaftsbedingten Hypertonus und Praeeklampsie. Die meisten Praeeklampsien treten jenseits der 30. SSW, seltener schon vor der 30. SSW.

Wichtig ist in Ihrem Fall die Kontrolle der Durchblutung im Verlauf um die Entwicklung der Plazenta einzuschätzen (wie empfohlen).

Dass Sie selbst zu zart geboren wurden kann tatsächlich eine Rolle spielen, denn bei der Entwicklung der Plazenta spielen auch die genetischen Anlagen eine Rolle (das muss aber nicht heißen, dass auch Sie ein zu kleines Kind erwarten müssen).

Ich kann leider die exakte Perzentile des Schätzgewichtes nicht zuordnen, da die mir vorliegenden Tabellen erst bei der 23. SSW beginnen. Ganz orientierend würde ich aber meinen, dass Ihr Kind nicht deutlich zu klein ist, sondern sich im Normbereich befindet.

Alles Gute!

MK

Vielen lieben Danke für die gute Auskunft! Dann bin ich wirklich beruhigt und warte einfach den nächsten termin ab.