Erhöhter uteriner Wiederstand= unterversorgung?

    • (1) 26.07.17 - 12:33

      Hallo Frau Dr. Kolsch,

      Ich war letzte woche im KH ( 30+1) wegen Zervixinsuffizienz und da kam bei der Kindsuntersuchung heraus das ein uteriner wiederstand erhöht ist. Linke seite. Notching.

      Da der Befund nicht mit mir durchgesprochen wurde, sondern der Fokus auf Zervixverkürzung gelegt wurde bin ich nun besorgt, da in der beurteilung "unauffällig" steht, dennoch "bei nachlassender fetaler Kindsbewegungen stellt sich die schwangere bei ihrem FA oder der Frauenklinik vor" geschrieben steht.

      Was bedeutet das?

      Ist mein Kind möglicherweise unterversorgt? Was bedeuten diese maternalen werte? Ist dies eine plazentainsuffizienz? Da rechts noch gut "aussieht" heißt das das es nicht so schlimm ist oder wie muss ich die werte verstehen? Sind die Werte meines kindes deshalb im unterend durchschnitt? Und was sollte ich nun tun? Verzeihen sie die vielen Fragen, ich habe wirklich angst um mein Kind.

      Mein Mann ist eher groß und breit, und ich mit 1,67 auch nicht gerade klein :(

      Ich hoffe sie können mir weiterhelfen, da ich sehr verunsichert bin.

      Vielen dank und mit freundlichen Gruß
      Bobbelsche86

      • Hallo Bobbelsche86,

        ein einseitiges notching und/oder erhöhte Widerstände haben meist keine Bedeutung für die Versorgung des Kindes. Eine häufige Ursache ist die Plazentalage- liegt die Plazenta überwiegend auf der rechten Seite, so misst man dort auch in der Regel die niedrigeren Widerstände der A. uterina. Dies ist dann ein Normalbefund.
        Bei der Beurteilung "unauffällig" denke ich, dass es sich um einen Tipp/Übertragungsfehler handelt, denn die Widerstände sind lt. Befund eindeutig erhöht. Sie können dies aber bei dem Arzt erfragen.
        Ihr Kind erscheint zeitgerecht gewachsen zu sein und wenn auch die nächsten Kontrollen ein gutes Intervallwachstum zeigen ist alles in Ordnung.
        Die Empfehlung sich bei nachlassenden Kindsbewegungen einem Arzt/im Krankenhaus vorzustellen kann eine individuelle aber auch eine allgemeine Empfehlung sein- das kann ich nicht beurteilen.
        Ich würde mir aber aktuell nicht zu große Sorgen machen, denn alle kindlichen Doppler erscheinen ganz unauffällig zu sein, das Kind liegt mit seinem Schätzgewicht im Normbereich und lediglich die eine Gebärmutterarterie zeigt erhöhte Widerstände (was ja wie oben beschrieben physiologisch sein kann).
        Eine Plazentansuffizienz besteht erst dann, wenn mehrere Werte auffällt sind und Ihr Kind zudem ein verringertes Wachstum (vor allem auch im Verlauf) zeigt.

        Ganz individuell kann Sie aber Ihr Arzt beraten.

        Alles Gute!

        MK

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