Standesamtliche Traaung und Taufe?

    • (1) 22.10.11 - 11:09

      Hey,

      hat jemand von euch Erfahrung damit?
      Wir bekommen im Januar unser Baby und wollen dann im Laufe des nächsten Jahres heiraten.
      Da mein Freund schon mal kircklich verheiratet war, kommt nur eine standesamtliche Trauung in Frage.
      Unser Kind möchte ich katholisch Taufen lassen. Da die Verwandtschaft meines Freundes etwas weiter weg wohnt, wäre es gut, wenn wir das irgendwie zusammen legen könnten.

      Weiß jemand von euch z.B. ob ein Pfarrer die Taufe auch da machen würde wo die standesamtliche Trauung stattfindet oder geht das nur in der Kirche?
      Ich weiß noch nicht, ob ich ein richtiges Hochzeitskleid tragen werde, aber in dem Falle käme es ja etwas doof, wenn wir z.B. nach dem Standesamt weiter in die Kirche zur Taufe gehen würden und ich im weißen Kleid????

      Oder wie habt ihr das organisiert?

      LG und vielen Dank schon mal für eure Antworten

      • Huhuu..
        verstehe, mit einem oppulenten Hochzeitskleid sähe das komisch aus.
        Aber ein dezentes bspw cremefarbenes Spitzenkleid wäre doch auch für ne Taufe angemessen. Wenn es terminlich unpassend ist, dann legt ihr vielleicht die Hochzeitsfeier und Taufe auf einen Tag und macht es nicht von der eigentlichen standesamtlichen Trauung abhängig. Anderenfalls, wenn die verwandtschaft übernachtet an zwei aufeinanderfolgenden Tagen?
        LG sopi

        Hallo.

        Wenn es sich nicht um eine Nottaufe handelt, tauft der Pfarrer nur in der Kirche ...

        ... zudem kannst Du Dir sicher sein, dass kein katholischer Pfarrer ein Standesamt betritt, um dort das Kind eines Exkommunizierten zu taufen (Dein Mann darf durch diese erneute, wenn auch weltliche Heirat, an keinen Sakramenten mehr teilnehmen, wie z.B. der Kommunion beim Gottesdienst) ... außerdem ist das Kind vor der katholischen Kirche unehelich, was ja auch nicht unbedingt gerne gesehen wird. Aber ich schweife ab ...

        ... beides an einen Tag zu legen, wird insofern schwierig sein, da in den meisten Gemeinden nur sonntags getauft wird, wiederum aber die wenigsten Standesämter sonntags geöffnet haben.

        Wenn das Kind an einem anderen Tag getauft werden kann, würde ich das vormittags machen, vielleicht danach essen gehen ... eine kleine Pause für die Gäste, in der Du Dich dann brautfein machen kannst und dann nachmittags standesamtlich heiraten.

        Ansonsten auf zwei Tage verteilen, wobei es aufgrund des Sonntagstaufproblem wohl auf Samstag Hochzeit, wenn das Euer Standesamt anbietet, und dann sonntags Taufe.

        LG

        • Wegen dem Exkommunizieren- das ist für meinen Freund eh egal, da er inzwischen aus der Kirche ausgetreten ist.
          Hoffe nur nicht, dass es zu kompliziert wird mit der Taufe- ich hatte schon alle Mühe ihn zu überreden, dass das Kind überhaupt getauft wird.....

          Also die Taufe auf einen Samstag zu legen dürfte noch das geringste Problem sein, das wird hier öfter gemacht.

          Hm das wird noch was geben....

          • Dumme Frage:

            Warum willst du dann das Kind überhaupt katolisch taufen, wenn die religöse Erziehung ja überhaupt nicht durch den vater geleistet werden wird.

            Warum kann das kind dann nicht später selbst entscheiden ob und zu welcher Religion es sich bekennen will?

            Agathe

            • Weil es ja nicht nur um die Erziehung durch den Vater geht, sondern auch durch mich.

              Und es ist ja nicht so, dass er es an Weihnachten oder so boykottieren würde, mit in die Kirche zu kommen.
              Ich denke, da eher anders herum- wenn ihm die Kirche nicht zusagt, kann es ja immer noch später nein zur Firmung sagen- aber wenn es die Religion erst gar nicht kennenlernt, z.B. auch im katholischen Religionsunterricht- wie soll es sich dann dafür eintscheiden?

      Hallo!
      Wir haben die gleiche Situation. Mein Freund ist geschieden und darf nicht mehr katholisch heiraten. Wir sind aber katholisch und unsere Tochter wird katholisch getauft.
      Ich war lange sehr traurig und dann haben wir eine ganz tolle Lösung gefunden...
      Wir bekommen in der katholischen Kirche einen Segen für unsere Partnerschaft/Ehe. Unsere Tochter wird im gleichen Gottesdienst getauft.
      Natürlich muss man einen Geistlichen finden, der soetwas macht, aber ganz viele katholische Priester finden die Haltung der katholischen Kirche geschiedenen Menschen gegenüber nicht mehr in Ordnung.
      Ich habe gemerkt, dass man einfach mal das Gespräch suchen muss.
      Natürlich bekommen wir keine zweite Trauung! Das muss auch klar sein, ABER: Es wird für Nicht-Kirchgänger kaum zu spüren sein.
      Wir werden uns unser Eheversprechen gegenseitig geben und selbst formulieren. Die Ringe und die Partnerschaft werden dann gesegnet.
      Ich freue mich sehr über diese Lösung und wahnsinnig auf diesen Tag (30.12.)
      Auch unsere Einladungen habe ich dementsprechend angepasst.
      Wenn Du Fragen hast - melde Dich gern! Ich weiß, wie blöd die Situation sein kann...
      Wichtig ist, dass nicht verbreitet wird, dass man doch zweimal katholisch heiraten kann, denn das ist nicht so!
      Und auch wir werden nach dem Segen zur Kommunion gehen! ... im gleichen Gottesdienst.
      LG und viel Glück
      Alabama

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